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Verlag: Langgaffe 27 .

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Verlags-Fernsprecher No. 2953.

bür die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur nach«, ewahr übernommen, ledock nn^ /Sl”

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auf das

„Wiesbadener Tagbiatt"

3* abonnieren, findet sich Gelegenheit

im Verlag Langgaffe SV. bei den Ausgabestellen, den Zweig - Expeditionen

der Nachbarorte,

und bei sämtlichen deutschen R-ichspo stanstalten.

Dir geilir Gefahr.

Die Gefahr, die uns auf dem Gebiete der ^ndnitrie °urch den Wettbewerb der Chinesen und Japanesen

tEen is?'im2/°^ -Schriftstellern vielfach sehr über- rrreoen, rst rm Gegenterl, wre gezeigt werden soll in nb-

jehbarer Zert nicht zu befürchten. Von den 1600 Millionen SfmtSW allerdings 700 Millionen Mongolen firf, Millionen Mittelländer, dazu sollen erstere

stark vermehren, und bei der schon jetzt vorban-

des Westens'dulckE Chums stehe eine Überschwemmung ab-i-tt. e"/öurch Mongolen in naher Aussicht. Zunächst

sehr arosi u^Ä^'?^^ichte Chinas an sich zwar nicht wyr groß und betragt in den 18 eigentlichen cbinesisckmn Provinzen 102 auf den Quadratkilometer (in Deutschland 10ch in England 205 Personen). Die Bevölkerung bat

ÄfslVl- CUerMi ;? ern ^inas aber in 50 Jahren sogar um 24 Millionen abgenommen, von 432 Millionen ln ans 408 Millionen in 1902, während Äe Zahl der Äittel- Wtt ,? u Jahr um mehrere Millionen steigt- vo» einer Überflügelung des Westens durch Mon- ^?nmchsen nicht die Rede sein kann. — Ferner wird von "'/^^"?len und Konsuln europäischer Staaten und Nordameritad die billige Arbeitslust

Chinesen Är«Än mi“,ä,

“ "i i>en Stand gesetzt wären, jede andere Arbeitskraft r-^^^^üEoten und so schließlich auf dem Wege des fried­lichen Wettbewerbs die mittelländische Rasse zu besiegend Diesen nachgerade zu einem Dogma gewordenen Auf-' ktellungen widerspricht nun Dr. A. Tille in seinem Bvr- krage auf dem deutschen Kolonialkongretz im Jahre 1902 ln eingehender Weise und weist nach, wie rückständia China in der Ausnutzung seiner Bodenschätze, in der Ab- wehr verheerender Naturereignisse und wie gering die Arbeitskraft und Arbeitslust des Chinesen selbst sei Wahrend die Verwertung der Steinkohle zu Brenn

Samstag, den 34. Oktober.

^ ^lna über ein Jahrtausend bekannt ist steht

der £S?!$ üeo^a-^stritten gewaltigsten Kohlenlager fi*r Sr i ö r. r allermedrigsten Stufe und werden bis- Peking S”Ä 6 -if g ^rgwerks Kaiping nördlich von Flöze abaebaut Ä unter der Erdoberfläche liegenden was hätte " China leistungsfähige Arbeiter,

£ bereits au» diesen Kohlenwrrken werden s0?"en. Seit einem halben Jahrtausend hätte China mit m^r-„a?"kvhlen die östliche Welt versorgen können Ehrend sie noch heute auf dem Kamel in Säcken nur nach den allernächsten Orten getragen werden.

Kultur haben die Chinesen noch Überschwemmungen zu bemeisteri? fait alliahrlich weite Strecken um den Ertrag der Jahresarbeit bringen. Ebenso wenig versteht man sich

Öe "Är ^«rren durch iaS»»”SrSS ^f|ert, und was in früheren Jahrhunderten dagegen geschehen ist, das ist in der Neuzeit in Verfall geraten ^r Roden Chinas ist von großer Fruchtbarkeit und er- ^ Produkte der gemäßigten wie heißen Zone in Trotzdem herrschen in China vielfach die an das tiefste Elend grenzen, ^anhaltende Dürre oder Überschwemmung die Ernte kürzt oder vernichtet, ist sofort Hungersnot zur Stelle

nur fn te t,vr ter<m ^Een trotz ihrer geringen Bedürfnisse nur so vrel erzeugen, als sie unmittelbar zu verbrauchen

m, V eine Forrüte sammeln. Daher kommen mit fast elementarer Regelmäßigkeit Hungerepidemien über

Bettler? durchziehen dasselbe Scharen von

Das ^egt an der Lelstungsunfähigkeit der Bevölkerung, denn allein bietet die Natur den Menschen wenM' ? et Haupterzeuger von Gütern bleibt unter allen Umstanden öre menschliche Arbeit. Der Chinese ist ia aber, nach der Ansicht fast aller Berichterstatter von un­erhörtem gleiße, arbeitet den ganzen Tag ununterbrochen wie ein Automat vom frühesten Morgen bis spät in die Nacht auf demselben Fleck, auf dem er ißt und schläft r,^?»e'ne Ruhetage und trotzdem scheinbar keine eigent­liche Überarbeitung. Nur fehlen ihm die geeigneten Ge- rate und Instrumente, um seine Arbeit produktiver rn s^EN. Welche Perspektiven eröffnen sich aber dem chine­sischen VE, so fahren seine Lobredner fort, wenn es iüm mit den Mitteln moderner Technik und wirksameres Organisation gelingt, seine Arbeitskraft erfolgreicher als k? ^.^szunutzen?.Kein anderes Volk der Erde »che in gleichem Maße, wie das chinesische, die Fähigkeit iea- lichem Klima mit gleicher Leichtigkeit sich anpassen zu können und überall in größter Hitze oder <Lr£

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Dagegen erklären nun diejenigen Europäer die ein- L" e , f,tno etn Geschäft betrieben, Fabriken besaßen oder Bauten unternommen haben, daß der Chinese nur

«ri& er felßft r in te 8i ? f rt "'panischer Arbeit zu gebrauchen ^Nid^selbst in dieser von minimaler Arbeitskraft sei.

Neöaktions-Fernsprecher No. 52.

1903.

Herzkrankheiten.

Von vr. med. Ebing.

viele Menschen leiden an Herzkrankheiten, ""d es istleicht begreiflich, daß diese Krankheiten sehr

u ? 0 m l K cn ttrfadjert sehr verschiedene !'vd. Es kann der Bau des Herzens zu groß oder zu ^Ul sem es können organische Fehler im Bau der ein walten entzündliche und nervöse Zustände ob

susö ebenso erblich, wie durch eigene Schuld erworben. Es ist selbst für den Arzt nicht leicht, trotz son?ll sc (Stethoskop) und Auskultation gleich die be- sich?ll- r£ l • Herzkrankheit zu erkennen,- doch machen

im Nintkrlmcnmehr oder weniger durch Störungen im Blutkreisläufe geltend, ist ja das Herz der Mittel-

krankbeio-Blutumlaufs. Meist komplizieren sich die Herz­krankheiten mit anderen krankhaften Erscheinungen Eine der gewöhnlichsten Komplikationen ist die Wasier- p!^'* Üb.tfitt um so später ein, je länger noch Herz- und b"vgentatigkeit kräftig genug bleiben. Als ' charakte- r stisches Merkmal, daß die Bauchwassersucht wirklich nur die Folge, also die Begleiterscheinung einer vorhandeneli H^zkrankheit ist, gilt die Erscheinung, daß zuerst die chenkel wassersüchtig anschwellen und dann erst der .Im umgekehrten Falle hängt die Bauchwasscr- M nicht mit einer Herzkrankheit zusammen, sondern •™ Erkrankung eines anderen edleren inneren Or- k" l-iue Ursache, denltz die Wassersucht ist niemals eine Rrankheit an und für sich, sondern stets nur eine Begleit- , sch°tnung Wer also Zeichen einer beginnenden Wasser- 7, 1 ." 1 hch bemerkt, der begnüge sich nicht, wie es so oft geschieht, damit, durch Wachholderbceren-Tee oder der- k! eichen Mittel das Wasser aus dem Körper zu entfernen, wndern lasse sich vom Arzte genau untersuchen, damit der kck^e Teil ermittelt und geheilt werde, dann ver- Ichwindet die Waßersucht von selbst.

Ctne fernere Komplikation ist die Lebcranschwellung nd der Lungenkatarrh. Bei erweitertem Herzen können -^^"'blutungcn eintreten und bei linksseitiger Herz- K.^iterung ist Nasenbluten eine häufige Erscheinung. Herzkrankheiten wirken imuier niederdrückend auf das

i?nb'm-c^bv sind solche Patienten vorwiegend traurig eüpE^?n^L°'trmmt,- sie sehen bei noch so gesicherter et? "»schwarz .rnd fürchten ohne Grund irgend

Unglück. Alle Herzkranken müssen daher eine ganz Cfl°t^ Ie r ?^üensweise führen, die sogenannte „Herzdiät"!

Krankheit, bei welcher in der körperlichen

erforöerlick, üt ^lbstbewachung so große Aufmerksamkeit ersoroeruch ,>t, als gerade bei den organischen Herzleiden L ce geringste Unvorsichtigkeit in jedem aufregenden Ge- nutz rächt sich oft sehr schwer. Wer als Herzkranker sein Dasein bis zu einem hohen Alter ermöglichen will der mue! gewisse entsagende Lebensweise, eine resignie- da?1b^EE»/° und Charakterstimmung annehmen. Nichts darf ihn zu sehr freuen, nichts zu sehr ärgern, alles muß V n gewissen, unerschütterlichen Ruhe an sich ßer= antreten lassen. Auch in der Wahl der Nahrungsmittel muß er die leichte Seite nehmen und alle schweiwerdau- ™ Unt> a ne aufregenden Getränke streng ver- Dann muß der Herzkranke noch ganz besonders darauf achten, durch große Reinlichkeit die Hautfunktionen l"^sestörtxm Gange zu erhalten. Leibesverstopfungen darf er niemals dulden, sondern sie durch reichliches Wafferttinken oder einen bis zwei Eßlöffel voll Rizinusöl

Eine sehr häufige Erscheinung ist das Herzklopfen Wer bei der geringsten körperlichen Bewegung oder ge­mütlichen Erregung Herzklopfen bekommt, der ist herz- "cm Ackere Klopfen des Herzens und der Pulse bei stärkerer Bewegung, wie Laufen und Springen, oder Schreck und Zorn, ist eine normale, vorübergehende Er­scheinung. Ein krankhaftes Herzklopfen kennzeichnet sich durch ein Gefühl von Angst, verbunden mit einer Art von zitternder, flatternder oder polternder Bewegulig in der Brust. und das Herzklopfen kann stundenlang dauern Die Ursachen des Herzklopfens können höchst mannigfalt ä Un, und den Ursachen muß die Behandlung entspreche? Die häufigsten Ursachen sind: Fettsucht, Hämorrhoiöal- stockungeii, Kongestloncn, unterdrückte Menstruation Lungenleröen, dann bei mehr nervösen Hcrzklopfen- Hypochonderie, Hysterie und Bleichsucht V ä ' Die Behandlung der Anfälle von heftigem Herz­klopfen besteht zunächst in tiefem Einatmen von kühler frischer Luft nnö ttn Trinken von kühlenden Getränken' wozu sich am besten Zitronenlimonade eignet - B-i Hysterie und Bleichsucht suche man durch angemessene Diät diese Leiden zu beseitigen. Man genieße nahrhafte

Europäische Unternehmer sind bei ihren Kalkulationei -s r“rr fieft)mmen und haben die Erfahrung gemacht t f ?i 0er war, fremde Arbeiter weither zu?ol?n als chinesische zu verwenden, die nur ein Viertel bei

Uöirektor in Kanton, der Brite Breöon, Ä ?§ K

JndustrieunternehmungVn in China ^

End?^Noch WIhnmp? w?/" Erfahrungen ein rasches ' -"cg jchlimmer steht es unt rein

E^wa^lWO^vielm^^brksanlaaen, Eisenw?rken, die ieu erwa 1880 vielfach von Provinzialbcbörden biu* Znmen ins Leben gerufen wurden? fteilich oöne^ede Grtragsfähigkeit, und die deshalb schon

7 Arsenalen moderne Geschütze nebst Pulver

Haft. Die von den Ha!iyanawerken ?lieferren S??Ü erwiesen sich als unbrauchbar, die Fabriken in Wuticbauo sristen nur noch ein kümmerliches Scheinleben un?all?

«chen Betrieb- Nähnadelfabriken, G?ßereien ?rde»

A?tz ber Aufwendung der riesigsten Geldmittel unä

Materialverhältnisse nur zu einem Ruin iü,- L« Gründer und zu lächerlichen KarUatulen. Eins ckil tige Chinesen, wie der Eisenbahndirektor Scheng schrei-

SÄÄSg»^ SS" ff S§Ä

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reichen, mit hingebender Sorgfalt gearbei eteli mssen unsere volle Bewunderung. S? is avlr nur in der Umgegend von Kanton heimisch deren SrlJ trt °n Begabung weit über öie sons che Ch7nes?mafie b? vorragt, von dieser auch durch Ausseben ^ Z

Gemütsart stark abweicht, so daß?n Richchostn ?im? man habe es hier mit den Nachkommen von Füb-n ?? tlmenKolonisten einer begabtere» Rasse zu tun sä

bat Seidenweberei und Seidenstickerei

hat eme bewunderungswerte Höhe erlangt Zualeich ^ die Baumwolllndustrie eine große Ausdehnung aE

Ettenv2arn4?""a^ Speisen, nehme leicht-verdaulich, sj^^waparate und bewege sich so oft und lange wie möa-

statt Kaffee oder Tee nur Milch oderSchokolade zu trinken Aus unaestörte N»«.r„h- Is< fraiS m Ä.

^b^n^Aettung tritt als einfache Fettanhäufuna oder ^-r^wucherung auf, wobei das Herz von einer mebl seinesdicken Fettschicht eingeschlossen ist und so in

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Krankheit tritt am leichtesten Wa sersuM e ,

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Medikamente nützen bei allen .Nerzkrankl,-ic-., r, ! nie nichts, und niemals soll man solche ohne ärztltcke ordnung cinnchmen. Jede ernstlick ber/k?»!. m Ber. hole sich ärztliche Verhaltungsmaßregeln ein. ^