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Verlag: Langgaffe 27 .
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1903.
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~ :* ». D°«ner°<ng. den 82. (Ol.toW t.
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Don der Genera!synoüe.
^ L. Berlin. 20. Oktober.
, r - ^ te denemlsynode hat eine Kommission von 21 Mit- glredern eingesetzt, in der die Anträge der Provinüal- “ on Pommern, Schlesien und Westfalen nebst öe *5 evangelisch-lutherischen Konferenz der -andesyrche, betreffend die Besetzung der o/nti-nm» l * ,en r ^eofefsuren, beraten werden sollen Die ' ^/ "A.^ehen auf eine Beschränkung der Lehrfreiheit Sie sind getragen von dem Geiste der engherzigen
Wmad&luZiiLfT™?™ P^vinzialsynode-r und die eoungerifLi-tutherische Konferenz beherrscht und sie finde«
hren starken Widerhall in der Generalsynode d e in"
°$ e r e i ne * geschickten Filtriersystems die freiere 'Richtung
p ÄL^RiLna^^ ""bannt.Sch77dik-LtZ
purieuicye vtichtung IN der evangelischen ^ande«rinMe
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^medö°" weUeschwemmt werde. So findet die Orthodoxie ihre Schranke ebenfalls an der Reaiernna ldie zwar Zugeständnisse genug macht, die letzten Formungen der Extremen aber doch nicht erfüllm möchte Schon darum möchte sie es nicht, weil eff Stffirt« SÄ?? 9 * “ r nö - Herrschaftstrieb des Summevis- &I e i5 öe . r Auslieferung der kirchlichen Macht an die Wortführer einer eifervollen Orthodoxie widerstrebte
snnodo Z?" wan die Verhandlungen der General Lk?^lolgt' ,,chon zufrieden damit sein, daß die gemäßigten Richtung, die Professorm Haupt und Kahle, einen Standpunkt einnehmen, der eine
edock^wie "!ein 5 r s d)t ?ushäkt, mit dem man sich l och, wie gesagt, abfinden kann, verglichen mit den Forderungen der Mehrheit. Daß die von Professor 6auvt
träch Äit^on^"""" ^wnpunkt keine Kritik ve?- iragr, geht schon daraus hervor, daß in diesem Anträge
theol!misckön"^w f° d b einmütige Anerkennung der theo ogischen Lehrfreiheit „als eines Erfordernisses der
!n^ ^^st" >nit deni einmütigen Bekenntnis
rbi^^^gwn und „auferstandene»"' Christus Wenn
«»StalWf« Christi die unverrück- ^sundlage für die Kirche wie für die theologische Wissenschaft sein soll, dann ist die Lehrfreiheit bereits
keinen"Mouton^ Rcänner^der Tübinger Schule würden temen Platz an unseren Universitäten finden können
biÄleickt bCV r,mte "°ch amtiert, müßte
v elleicht das Feld raumen, wenn es mit jener Bedingung
Mutig ernst genommen würde. Indessen wird es so Mitte^aÄ sein, und jedenfalls meint cs die
v iuf v i der Generalsynode wesentlich besser als die Mehrheit. Aber ntm, ALtL 015
ReSaktions.Fernsprecher No. 52.
Drntsche» Reich.
mm. mX »BsSiw
gdjt die Orthodoxie vor. Alan Höre, was in ihrem ^ugemutet wird! Den Professoren dm Staat.'wissenschaft sei es auch nicht gestattet, die Gründen unserer Staatsverfassung zu negieren i,nd den hnHiff"« 1 » 11 - d ?r U Perivaltungsbeamten etwa die re. ^Eckanischfe Verfassung der Vereinigten Staaten als er° strebenswertes ^deal hinzustellen. Me Rechtslehrer durften nicht lehren, daß nach ihrer wissenschaftlichen Überzeugung Eigentum Diebstahl ist. Ferner dürfe keck Professor der evangelischen Theologie die Unfehlbarkeit des Papstes, die unbefleckte Empfängnis der Maria oder andere Dogmen der römisch-katholischen Kirche lehren WZ Et" ? CC Richtigkeit erweisen zu können glaich"' ^Zsuau ^Zu sagen? Mit solchen sophistisckMi Künsten sich nahezu alles auflösen, zerreißen, zersetzen
^.konnte hlnzufugen: Kein Mediziner darf E j* e „ --Wissenschaft sei Teufelswerk, kein katholischer ^heologie-Professor darf das Papsttum bekämpfen usw 5",“"^ Wecker gehen und sagen: Ein'Landrat, der ^ck) Zum marxistischen Kommunismus bekennt ist eine unmögliche Figur, und ein Offizier, der die Mannschaft zum Ungehorsam erzieht, müßte entfernt werden Aber so eck der orthodoxe Trugschluß ist, so hat die kirchliche
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Jltt ttpe ötirtfUE nuililtjiiüiagogifdjc siWiktz.
(©tne kritische Betrachtung.)
Vom 18. bis zum 21 . Oktober tagte in Berlin ein SSrmrf* öeut 'in eu Musikpädagogen, der ob seines Proaramm^^s^i^ivatleben einschneidend berührenden Programms das Jnterehe der gesamten musiktreibenden \i^ lt ll Anspruch nehmen dürste. Ursprünglich war r ese Veranstaltung als Bestandteil des grotzcn intcr- natlonalen Musrkkongresses gedacht, welch letzterer so ,/wwalttt wle möglich mit auf das Programm der Wag-
Scheckern n»/Esetzt wurde. Nach dem kläglichen
2lw7n nationalen Kongreßtdce faßten die
urlorünnUZ ben Entschluß, wie es auch
die ^ selbständig vvrzugehcn, uni
te» Zn ,,? ^ Fragen, die seit Jahren der langst ersehn- Z harrten, der Entscheidung näher zu führen. Hauptziel der Bestrebungen bildet die wtrtschaft- UZ soziale Hebung des deutschen Musiklehrertunis, der dieses Zweckes, der gewiß des Schiveißes
9 n„f^^ e * n ri>ei Erscheint, ist ein Zusammenschluß der Konservatorlumsleiter und Privatlehrer behufs Einfüh- * am£ * Reformen im Musikuntcrrichtswescn . rsttelllgt wordeu. Mau will in erster Linie durch den auf alle Städte auSzudehnenden Verband dem Pfufchcr- um und der unwürdigen Konkurrenz den Boden cnt- man wohl daran, die staatlichen „ ^Hörden für diese Idee zu interessieren und zu gewin- Erstens wird sicherlich gelungen sein. Ob indessen er Staat seine Hand dazu hergeben kann und mag, die an und gewiß für sich verständlichen und gerechtfertigten Forderungen des Verbandes durch sein Eingreifen zur Geltung zu bringen, ist sehr unwahrscheinlich, wenn nicht Überhaupt ausgeschlossen. Den, Staat steht nicht das mecht zu, ,n die rechtlichen Privatverhältnisse eines cin- zelnen hlneinzugreifen. Der Staat kann nicht diktieren: ■O» bist unbefähigt, Musikunterrilcht zu erteilen, du mußt erst einen Beweis für deine musikpüdagogische Reife cr- orirlgen. Der Staat kann auch nicht den Preis vor- »chreiben, unter welchem kein Unterricht erteilt werden darf. Das Erteilen von Musikunterricht ist eben genau Io wie das Erteilen von Mal- und Stickunterricht usw. durchaus Privatsache. Man hat daher diesen Standpunkt
neuerdings vollständig außer acht gelassen und versucht nunmehr, die nötigen Reformen aus eigener Kraft zur Durchführung zu bringen. Zunächst soll seitens des Verbandes eine Prüfung eingeführt werden, deren Bestehen erst zum Erteilen von Musikunterricht ermächtigt. Man wird das Publikum allmählich dahin aufzuklärcn suchen, daß nur solche, mit einem Besähigungszeuguis ver- sehenen Persone.i als Musiklehrer berücksühtigt werden aß ^ Cn ,. c i! ,C Durchführung der Prüfungen V--"wöalicht werden, daß in allen größeren «tadten Prüfungskommissionen ernannt n»erden, die nack, crnem einheitlichen Plane zu arbeiten hätten. Der zweite Hauptpunkt ist der, daß für alle öenr Verbände anae- horenden Mitglieder ein Mindestsatz festgesetzt wird unter dem auf keinen Fall Unterricht erteilt werden darf' vif' n w rfJ w" ersten Sitzungstagc dafür ausgesprochen daß aks Min-malpreis 1,25 M. anzunehmen seien. Daß diese beiden Hauptsvrderungen durchaus berechtigt sind und daß cs ein wirklicher Segen wäre, wenn sich diese Plane in die Wirklichkeit umsetzen ließen, wird jeder verständige Mensch ohne weiteres zugcben. Leider aber nurd dies löbliche Beginnen zum größten Teile an dem Unverstand und sagen wir ruhig an der Kunstvcrroüuna eines großen Prozentsatzes des in Frage kommenden Publikums scheitern. Eine große Errungenschaft wäre cs, wenn auf diese Wc.se die Masse der k,avierklimpc?n- öcn Stümper wenn auch nicht aus der Welt geschafft so doch etiigeschrankt würde, wenn de», kleinen Dtittclstanbc und dem Arbeiter die Möglichkeit genommen würde ihren vielleicht ganz talentierten Kindern für 40 Pf pro
Stunde bcleinemverkommenenTanzlokal-Pianisten ettiu,^
Ja, ed bedeutet einen nicht hoch genug etnzufck,ätze, den Kultursortschritt, wenn dadurch all jenen skandalösen After-Konservatorien tMusikquctschen nennt sic der Bcr- liner), ,n denen mit der Musik wie auf dem Mühle,idamm mit alten Kleidern gehandelt wird, wenn all diesen den Geschmack der Massen verseuchenden „Kunstinstituten" das Lebenslicht ausgeblasen würde. Es mag auf den ersten Augenblick befremdend klingen, daß nuf^iefe Weise den weniger begüterten Klassen scheinbar völlig die Gelegen- heck genommen werden soll, ihre musikalischen Triebe zu pflegen.^ Nun, an der oben geschilderten Art der Musikpflege st gewitzt nichts verloren. Man sollte vielmehr ivn seiten der Lchnle aus, durch Erteilung besseren Gc- sangunterrlchts und durch einznsührende regelmäßige
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ö-re dessen Zu- und Abnahnw seck iWo ^Ke die an- d,e,enigen Gebiete ins Auge in denen di- pakter Masse sitzen, also die drK öü iZkZm m - lonu Renten, P°,°» und Lchl-firn. s«
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verderblichen Unterrichts völlig in den musikaliscke«
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HerZWerttül'rcZX fromme Wünsche. Der
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wickelten Musik- und Kunstgeschmack, den der KhL *!
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menen Snperivritat des deutschen Volkes in musikalischen
