Einzelbild herunterladen
 

«-rl°g: Lmg^ 27.

' *"• aa aas* * — 19,000 Abonuente,

A«r«igen-tprrt»,

^einspaltige Petitzeile für lokale ttjpfg., für auswärtige Anzeige» 25

Avonnenlen. sn

___________ für au»»ärt» 1 M.

Mittwoch, de» LI. Oktober. _*„ „

WWMMWZITREM

mmmmmmrn

BerlagS-Ferufprecher Ro. 2953.

Etwas übers Frieren.

„Noch feinen irarmen Löffel im Lochs haben" drückt den beklagenswerten Zustand aus, mit dem viele unserer armen Mitbürger Bekanntschaft machen, wenn im Spät- herbit dre Arbeit knapp, die Tage kurz und das Wetter rauh wird Hunger und Kälte heißen die beiden Mahl- Iteme, zwischen denen schließlich die härtesten Naturen zerrieben werden. Die Kälte, die die Glieder der Wander- burichen erschlotwrn macht, die den muskelstarken Arm des Trechauarberters lähmt, die den Kindeni die Auf- merksamtert beim Unterricht raubt, ist zwar ein Sporn zum Fleiß, denn rhre regelmäßige Wiederkehr in unseren Sreiten mahnt einen jeden, zurückzulegen für die Tage, die einem nicht gefallen, aber sie ist auch '

E gar manche vom rechten Weg abtreibt

Die meisten

mdem sie den Alkohol zu ihrem Bundesgenossen erkoren. Wer will es dem frierenden Arbeiter verdenken, wenn er bei hartem Tagewerk in kaltfeuchter Novemberluft oder auf der Arbeitssuche von Ort zu Ort sich mit einem 2-hnMchen zu erwärmen sucht. Alles Predigen dagegen, alle Belehrung, daß die behagliche Wärme nur allzu schnell wieder verfliegt, daß sie viel zu teuer mit einer Einbuße Qn _. ^etts>frafi erkauft ist, nützt nichts gegenüber dem unbestreitbaren augenblicklichen Vorteil, daß das Blut nach dem Schluck wärmer durch die Adern rieselt Die ungeheizte Wohnung des Arbeitslosen kann zur Brut­stätte der Trunksucht werden, gerade wenn der Arbeiter die Armenunterstützung scheut, wenn er sich lieber auf ein paar Gelegenheitspfenmge verläßt, die wohl zu einem Stuck Brot und einem Glas Branntwein, aber nicht zu emem halben Scheffel Kohlen langen. Daher sollten alle

ÄSSEJS? 1 «Ä -- «w-tN»

F. Berlin, 19. Oktober.

^ einem Saale des Hotels „Kaiserhof^ tt&en Generalversammlung des Bundes der In- dustriellen ging eine Sitzung der Bundesmitglieder tn ^r^ie meisten bisherigen Vorstandsmitglieder rmedergewahlt wurden. Hierauf wurde die Errichtung ?ur Prüfung und Begutachtung der Vorschläge des „Vereins zum Schutze des gewerblichen E-S-Ntums beschlossen. Die Generalversammlung wurde zahlreicher Beteiligung eröffnet. Es waren Vertreter m>m Preußischen Handelsministerium undvom Deutschen Handelstage erschienen. Der Vorsitzende Geh Komme^ienrat Wirth, begrüßte dieselben und brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Der Vorsitzende erstattete danach den Geschäftsbericht,' er äußerte sich ungefähr fol. gendermaßen: Im verflossenen Geschäftsjahre sind dmr Bunde 268 Einzelmitglieder und 7 Vereine mit etwa 409 TOMieften Mitgliedern neu beigetreten. Mit Bezua auk ö'e Neugestaltung der A u s l a n d s z ö l Fe soÄtsie durch H a n d e ls v er tr ä g e beeinflußt werden, hat der Bund eine rege Tätigkeit entfaltet. Von gleicher Bedeut tung war dre Erörterung des Ka r t e l lw e se n s Der

tan» »IT Ä?" Einrichtungen verfaßt wvr- den ist. An der Errichtung einer Reichshandels- a^^b ^e einer technischen Reichsbehörde hat die deutsche Industrie das aktuellste Interesse, denn sie ^nn men^eng^zusarnmen mit der immer näher rückenden

MeZnrffifi 6 ™ J ttt dU öeu wunderlichsten und über- erswÄrtt^""^^ geführt, au die man früher u»- ^)!'1"slch^glaubte. Heute erkennt man, daß es sich da Satt lächerliche Vorurteile handelte, aber daß doch Awa^ Wahres an der Sache ist. So zweifelt wohl uie- über^aemm^-r?d bie .Schlangen eine eigentümliche Macht ! nl r ^ere besitzen. Erblicken diese eine Schlange

, n besonders eine giftige, dann beginnen sie zu zittern und stnd doch nicht imstande, sich dem selt- Einfluß durch die Flucht zu entziehen. Sie ver-

deil Be rfnri T n - ri L, u l’d lassen sich fangen, ohne auch nur Widerstandes zu machen. So hat man B w unö .,^se eN' Vögel, die sonst voll Leben und

bewegen nn^' hZi 1 * lter l t unruhig hin und her oewegen und dann, nachdem sie einen verzweifelt-»

m °°>-»?--° m A S1*

M ® rf I Iait0e nieder,turzen, die sie ruhig am Fuße des Baumes erwartete. Mäuse Ratten und auf der Wanderung bleiben plötzlich stehen ieS f fe

ei 'nr - r^/ ön 0 e begegnen, machen einige anscheinend willkürliche Bewegungen, aber wenden sick uiM»^ rückwärts, unternehmen keinen Fluchtversuch sie oer*

ägyptischer Gaukler, die die Vögel vom »*««««» MC $*!«„neu 6 t,n (S‘

Sechen lassen, viel Schwindel, aber Tierbändiger sicher den Einfluß des Blickes auf die Tiere oft ,■ 1? 111,0 auch die Wunder der christliche» Märtyrer dürften

Feuilleton.

vom Hypnotismus.

Selbst diejenigen, welche den Behauptungen, daß ein "censch durch die magrietischen Beeinflussungen eines an­deren dahin gebracht werden kann, gegen seinen Willen alle möglichen Taten zu vollftthreu, skeptisch gegenüber- stehen, geben wohl im allgemeinen zu, daß der Hypnotis­mus nicht, wie man früher vielfach annahm, eine Scharla­tanerie sei, wenn sie ihm auch die weitgehenden Wir­rungen, die andere ihm zuschreiben, nicht zugestehen. In Frankreich besonders gibt es zahlreiche Personen und auch eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich mit diesem Problem viel beschäftigen.

Allerdings immer nur'so weit, als dasselbe sich auf Menschen bezieht, während das Studium betreffs des Hypnotisierens von Tieren bis jetzt noch wenig betrieben wird. Daß es aber eine Art von Hypnose auch bei diesen »tbt. darüber herrscht wohl kaum noch ein Zweifel. Schon aus früheren Jahrhunderten werden eigentümliche Ex­perimente berichtet, die teils von Priestern, teils von Gauklern gemacht und als eine Art Wunder hingestellt wurden. So hypnotisierte man Hennen und Ganse, in­dem man sie festband und sie dann zwang, eine weiße "nie zu betrachten, die mit Kreide auf dem Pflaster ge­sogen worden war. Ja, ein Wolf wurde, indem man ihm etnen leuchtenden Gegenstand vor Augen hielt, dadurch hypnotisiert, daß er mit einem Stück Fleisch «wischen den Zähnen unbeweglich blieb, nicht imstande, ss zu fressen. Ähnliche Zustände wurden bei Elefanten, Hunden, Löwen usw. im Zoologischen Garten von London ipervvrgerufen. Ein Frosch kann durch Reibungen der-

znm Teil auf diesen zurückzuführen sein.