Beilage zum Wie stmüener Taalilatt.
481. ^Iflnten-Xmiifli* n. . * ** .. '___
N-. 481, Wlorgen-Ail-gabr.
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Die Offenbarnnn Kt . li
(24. Fortsetzung.)
Eva Leoni.
Roman von Marte Bernhard.
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gutes Souiicr hm irh beiläufig bemerkt ein sehr gr”7 dem ich aber wenig Ehre antat _ w
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• meiner Großmutter beschriebener Kotwl- im Wohnzimmr befindlichen Nichersckirank ist'r,,.?^
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m bildend r®' etft M erziehen, meinen Charakter K Xr 0 ^! ~ ©traußm würde nutzlos sein, — aut —
^ Ä te r &m ?* ^ mich bilden und erziehen zu chssen' Gehorsam trat ich an den Schrank und nrist d^s
Tj^ggw^eitfoirmien, da ich deine einfache, großeSckreiw
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Uohlen. €ol$, Brifcts und tzokz.
Preislisten stets gern zu Diensten.
Donnersta g, den 15. Girtoder.
8es ^Stst?n^??bMbr Sprache, die edle Gliederung n^??, l ! verliehen und schätzen lernte. Aber da- mm*-. Blas gingen Mich die vorchristlichen Britten und ihre alten, heidnischen Bräuche an! Was tat es inir ob
ode,"svöh^i?S- römische Architektur und Sitte früher 0 . f stmier als bei anderen Völkerschaften auf dem ^nsel- reich Wurzel faßte oder nicht! Wie eine'verhaßte Plage SS 3 ]w tr das Buch in meiner Hand, ich hatte auch Mühe,
öfwr-s^arM^^^Sprache fortzukommen und mußte öfter» grübeln und im Wörterbuch nachschlagen ehe ich
Satzes ganz gefaßt hatte. Im Pensionat war öcu Französische unser Hauptelement gewesen, und j?? ^s^r^^^lche Lehrerin keine besonders sympathische PersonliKeü gewesen war, so hatten wir uns Liigk Unwrbolwn^ Sur Not unsere Pflicht 3« tun und unsere und Antm^st Mit ihr auf das äußerste Maß von Frage uno Antwort zu beschranken.-- — Als ich endlick
KLL?,wt» im Kopf zu Bett ging, hatte ich so Nichts von dem begriffen, war mir zur Aufgabe mmden war, und je mehr ich meine Gedanken auf die Einleitung von Macaulays englischer Geschichte konzentrieren wollte, urn so toller wirbelten meine @e!
m ^tz.^ltsamer Hast durcheinander, — jetzt sah ch meiner Susi reizendes, lachendes Gesicht, — jetzt das
Srtm I& E^,^^Er — nun einige unserer Reise- — dazwischen lauteten die Glocken zu meiner Konftrmakon, brauste der volle Orgelton, hör ?'"1 Monsieur Morreau mit halber Stimme-60 re mi tu ,oI und die Vogel vor unserem Fenster in Villa Belle- An Schlaf war kein Gedanke, stunden- ^ 01 * ^ rastlos den Kopf aus den heißen Kissen
nach rwhts und lmks, und als ich einmal Licht anzündete rr? ^Ata 6 ^mkelheit nicht mehr ertnrg, war es zwei schlossm^— i)atte inmer kein Auge ge-
un r.?^ nächste Morgen fand mich überwacht, müde und
toUen Träumen beunruhigter Eindrücke ,'vch^m geringsten erquickt, und die
Proammn^jSS? 1 ?* mein künftiges Leben, das S 22 ?' ? dj Üch mein Dasein abwickeln
In - e.^.vlsige Gesicht meiner Großmutter,
mein ßm Ös S' eisernen Zentnerlasten gleich,'auf Stf^wt 5 drohte es, zu zermalmen. Durch das geöffnete Fenster schlug mir eine stille, schwüle Luft ent- gegen, statt des frischen Gebirgshauchech den bS ftS*e Aoommont und der zackengekröntc Dent du Midi sonst in l? §?Dt,^^^.tz5vicher geschickt. Vor meinen Augen ISk? Stückchen des grünen Gartens, die hohen Bäume traten eng zusammen und hemmten den freien Ausblick- to n f U JJ e x 9esen Morgen geregnet haben, denn der Himmel war lichtgrau, hier und da wolkenverhangen, und von den breiten As eil der Linden und Buchen träu elte es Vm weilen still nieder, wie iinaufhaltsam ^ h rvordrängmde Tranmschauer. — Ich kleidete mich selbst an und
veue, mich in den Macaulay 31t verfiefen aber ohne rechten Erfolg, und die erste Probe, welche ich meiner Großmutter beim Frühstück, das wir nach emsiisch^ Süte eiiinahmen, von meinem „Studium" gab, iel i ? befriedigend aus und zog mir die Bemerkung ,» scheine unaufmerksam und ohne Erfola a, sastn 9 ^ Gedankenlosigkeit die ich schleunigst oblegen lüffe - wil
61. Jahrgang. SU03.
rf i U§ ' bamit W meine neuen Lehrer kennen tarnen tonne und umgekehrt, — ich zweifle daß d-nr
§''chwn G r ie§ ^chens, das so apathisch
tZ’G hoffnungslos aus den Augen sah, be.
!n»m^^st-^^bosprechend erscheinen konnte. Mir war eS ^sü^ultig welchen Eindruck ich etwa hervorbringeir M>hnh ^chgultig auch, durch Dresden zu fahren. — i a T ÖIe ^vgen auf, und es war mir sehr recht, f, ^ zu regnen begann; was sollte mir ein!
stichender, blauer Himmel und Sonnenschein??--
/olsenden. Tage begannen meine Unterrichts- stunden und da meine Lehrer ohne Zweifel genaue In-
?£ L m iST U f unch empfangen hatten, so fand ^vch,' rch vollauf beschäftigt war, um bei An-
hnT^n g J a 7 metn ^ setfttgen Fähigkeiten kaum oder n ^ ? ^r Not den an mich gestellten Ansorde. rungen genügen zu können.
F“! 1 ; J d) Sab mir einige Blühe, zu genügen, — ich rv^stkü^^ apathisch und gleichgültig, wie am ersten und w£/iw Sk «r m S? l *-.H Ümg und zu elastisch! Auch lK tserut > 1 ' man sollte mich nicht für Falken, ich wollte meiner Großmutter zeigen^ daß ich nicht unter ^der Last, die sie mir aufgebürdet hatte, im S n6ra f' Z-kolz aufgerichteten Hauptes ging ich Svvst umher, schlug nicht mehr die Augen 31t Boden, nnd?emstf^^ke dem Blick meiner Großmutter ernst ibr ^T+unaufgefordert kein Wort zu
.^' beantwortete nur ihre Fragen und hielt meine Vor- SS* nl™ Steilen ein befriedigtes Kopfnicken und leaei/est • "mtrugen Manchmal, wenn ich Ge-
^SMlMt hatte, die umfassenden Kenntnisse, das hervor- ragende geistige Streben meiner Großmutter chr Inter, esse für die verschiedensten Gebiete der Wissenschaft wahr, zunehmen, uberkam es mich wie eine Ahniing daß sie mich zu dem machen wollte, nas sie selber war/-_- -L
hlm fllmi-t 00 ® im Ästigen aufgeht, das der Seele, Seringsten Raum gönnt, das alles vom Verstände diktiert erhält. Es ist mir sväter klar Serben, daß es in der Tat ihre Absich? war mich u ihrem Ebenbilde zu gestalten, — vergaß sie die Kluft der "vs lag? Vergaß sie die Erfahrun- geu, die sie zu dem gemacht hatten, was sie jetzt war? Konnte sie gefühlt, gedacht haben wie jetzt, als sie in
Mss Xh d§ JK fil ty et)n ^abre zählte? Ich ^1“ r e " u ra „ ■. -^ber aus der summe ihrer Lebensweis.
hatte sie den Schluß gezogen, daß der Mensch nnt besten dastehe der wunschlos, unabhängig von anderen Kndividuen, dem Dienst der Wissenschaft geroeiht sei ^
r<5ffe etl im 9 rn? 50±t I n -V Ö r ^""S-w niemals treulos vor.
lasse, iin Gegenteil, sie fest und fester in ihren Bann
nehme, w mehr sie ihnen ihr ernstes Slntliß eiithülle Da
Ezsyasi- '»rj*-- Sr ts
0 euren de Mensch sei nicht zu seinem eigenen Glück soii- dern zum Nutzen anderer auf der Welt und dn fi->' Lirh ^ser als alle zum eigenen Glück bestimnit wähnte ch war sie bemüht, mir das zu sichern, was sie gegen das siin e ihres Lebens als das erstrebenswerteste' Ziel desselben ans ehen gelernt hatte. Diese Kenntnis ist natürlich später erst cmfgegangen; damals durchblitzte mich nur dann und wann eine Ahnung.
_ lFortsetznng folgt.»
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