Beilage zum Mestmüener Tagblatt.
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Mittwoch, btti 14, QkUbtr.
Roman von Marie Bernhard
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Großmutter samt ftrmt Tatsache war, daß meine
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gefleht, gttveint hatte, der mein kindliches Hem alles ^ben bisher Gutes und Böses gebracht
' ^?b-chtete und klagte-meine Mutter?--
Inende Sonnenstrahl, der die Lippen geküßt
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_ idm r rc e l nen ,für eine Stunde nur. . . . komm »etiä ÄT m, ‘ ~ 6iIf Mutt-r schöne.
lQut ' ^ sprach mit ihr, ich hatte per-
mich 'übe^wältwti" 'ch war der plötzliche Eindruck hatte überwältigt! „Bist du tot — wirklich tot —
SÄ Öe0nt ; ur l ö swgst auf den: Friedhof in der Ferne jS f. e x unter dem kalten, schweren Marmor. — und M"och hier bei mir, deinem verlassenen Kinde und
so'einna 5ift L° ^ ön und kannst lächeln.
Kannst « ""d kannst mir nicht helfen?
??uw^. das Herz deiner Mutter rühren, du. die du selbst eine Mutter bist, daß es Verständnis und Liebe hat
ich /STich^bade^^Mm^ ^°ses begangen, so lange b^ ick^ habe den Willen ?unt Guten, — — aber
^rr : Z U -l mtr ' ^usi man mich liebt, denn mit Liebe
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ömJfof s^ C§ l"ut herausgerufen, es war kein
L ^denn wenn einmal die eisernen Reifen, die Arg- Mm fStolz und Schüchternheit um mein Herz geschmie- ^^.. w^en, zersprungen waren, dann kam meine aan»e S Leidenschaftlichkeit zum Durchbruch, und ich Maate nichw anderem nach, als mir meinem Jammer
durch meine stürzenden Tränen, die mir nbetert ' zuerst gewahr wurde, daß ich nicht mehr allem war, - ich wüßte es nicht zu sagen - wam! Minuten, war eine halbe Stunde vergangen sfttdwi^ dies Zimmer betreten? — Ich hörte mS KE vorwurfsvollem Ton mfen, und als ich mich vZ ,™
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trj " r Uicht Liebe und Erbarmen bei meinem Nrckempfand.sab ich sofort, so verg^7t ÜZld sdrru ersten Worten schon: „Wer hat es dir erlaubt Eva> LLEmer zu ^treten? Was hattest du hier suchen? bäumte stch mein Trotz auf, und ich fiel ib,- nt verweilt ins Wort. ^ r tCi wr un-
„Wer es mir erlaubt hat? Mein ?Wj ?v,a g»;
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Mm würde, ^
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• Großmutter hatte bisher Slug' in Anae mit
mir aestandeii. letzt wandte sie sich der Tür m un d im Hinausschreiten mit gänzlich gelassmer Stimme!
Wut» sw Es i§ r . Zimmer, Hannah, wenn dieser E^^-^^^iich^iwr beizuwohnen wünsche.
51. Jahrgang. 1903.
sw diesen Raum fortan nie mehr Le«' rritt, soll meme Sorge sein!"
ststi '-^"^u^bruch" wer beendet, iioch ehe die Tüv sich> hinter chr geschlossen hatte s als ich ihr kaltes weißes. uÄSa^glrch« Gesicht nicht mehr sah. war mein flammen- :5* r " gedampft, und nur der Schmerz war geblieben^ und er brach in neuen Tränen hervor, als ich HannahS « QC t en suhlte,- sie nahm mich wie man mttn Ames Kind nimmt, und legte mit leiser Hand mein Haupt an ihre Brust.
gekannt, als sie noch ein Kind war!" LL^'iitlich unwillkürlich die vertraulichste Anrede — i. tp'n ''Grzahle. o erzähle mir von ihr, wie sie war. und ob^ sie — ob sie mich sehr geliebt hat!"
Die leise Hand strich liebkosend über mein Gesicht.
. „Aus ihrer .Kindheit werde ich dir viel erzählen Eva mein Herzchen!" flüsterte Frau Hannahs Stimme dicht ZmZ —f du' T^?r später, als sie Braut wurde und
V *, n „ : t ,r Tochterchen hatte-davon, von all
dieser Zeit darf kein Wort über meine Lippen, — nicht sE" Liebling nicht weinen, um Gottes willen, —
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Immer dieser Wall, der sich unübersteiglich vor meiner Vergangenheit anfturmte, bald von kalter Berechnung, bald von herben Befehlen errichtet. — Da war er wieder diesmal von liebevollen Händen, zitternd, ängstlich, wider-' strebend aufgebaut! — Gleichviel, er war da, und die An-
S& "tvX •SV ne T E Eualwit band mir die ZW. ^'ch sruher. bei aller Bemühung, dies Ge- es nichtl"-E ^wchdringen können .... hier durfte ich
Frau Hannah war sehr gut zu mir, — sie badete Nie, ne verweinten Jlugen mit frischem Wasser sie sprach
Abend ^ V beruhigend zu, sie versprach mir, jeden
Abend, auf mein Zimmer zu kommen, und bat mich
tnt-rlnw,'!"b Hülfe zu suchen, wenn immer ich derselbwi bedürftig sei. Ach. wie sehr bedurfte ich ihrer! ffw llab mm tausend gute Worte: die Frau Großmutter sei freilich streng, aber auf ihre Art habe sie es gÜt mit
Ech eben anders und besser haben, als d e gewohmichen rungen Gänschen — nur dürfte ich nicht so offen Opposifton machen — ich sei ja so sehr jung rt wiuffe Mich der reiferen Einsicht fügen — das wäre ftcEier das allerbeste, aber nun müsse ich auch hübsch ge- horsam sein und mit ihr kommen und nicht länger wie @,emaibe stehen — denn die Gnädige habe doch befohlen, wir sollten auf unser Zimmer gehen • S«' Ed gehorchen müsse man nun einmal, da helfe
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Dreimal riß ich mich von ihrer Hand los und lief ziiruck und starrte mit immer wieder hervorstürzenden
.^chelnde. lebensvolle Gesicht, --
imö als ich endlich ging, da rief ich schluchzend: „Ich soll za nie, me wieder hierher kommen'" ^
Uber Hannahs Gesicht ging ein Lächeln.
(Fortsetzung folgt.)
welche bekanntlich nach Deutschem ReichsDatenf u -u • * .
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