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Verlag: Langgaffe 27.

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_ Der Verlag des Wiesbadener Tagblatts.

Me iraiMtn SpatMtii im falte 1901.

Das Königlich preußische Stattstische Bureau wird in dem demnächst erscheinenden Hefte seiner Zeitschrift. Jahrgang 1903, eine Übersicht über den Geschäftsbetrieb und dre Ergebnisse der preußischen Sparkassen im Rech- MNgsicchrelüOI veröffentlichen. Danach gab es am Schluffe des Betriebszahres 1901 im preußischen Staate insgesamt 1508 Sparkassen gegen 1490 im Jahre 1900. Damit hat die Zahl wieder die aussteigende Bewegung angenommen, die seit einer Reihe von Jahren zu be- obachten rst. Einen Rückgang hatte überhaupt nur das Jahr 1900 gebracht, der aber darin seine Erklärung fin­det, daß eine Anzahl von Privatsparkassen nach In- krafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches die Rechtsform -xiner Akttengesellschaft, Handelsgesellschaft, Genossenschaft mit beschrankter Haftpflicht oder Gesellschaft mit be- schränkter Haftung angenommen hatte, einige andere aber in städtische, ländliche oder sonstige kommunale In- sütute umgewandelt sind. Auch 1901 sind die Vereins- und Privatsparkassen gegenüber dem Vorjahre noch um acht zurückgegangen. Im einzelnen gab es im Jahre 11901 unter den 1508 Sparkassen 686 städtische (gegen 676 im Vorjahre), 224 Landgemeinde- usw. Sparkassen (gegen 213), 407 Kreis- und Amtssparkassen (gegen 402 ), 6 Provinzial- und ständische Sparkassen (eben­soviel im Vorjahre) und 185 Vereins- und Privatspar- kassen (gegen 193).

Zu diesen 1508 Sparkassen gehörten 576 Filial- öder Nebenkassen und 2347 Sammel- oder Annahme- stellen mit einem Zugänge von 19 bezw. 76. Es waren

Allerlei Ansichtspostkarten sFeriengrüßej.

Von Willy Widmann.

Gruß aus St. Moritz.

Ein Bett! ein Bett! ein Bett! ein Königreich für ein Bett!! Seit drei Nächten kampiere ich auch auf dem Mllard! Alle Knochen im Leibe tun mir web. O Engadin!

Freilich Fahrt auf neuer Alpenbahn famos!

Aber Zudrang Heuer Gar zu grandios!

Darum alles teuer!

Kosten, Arger groß!

Morgen schon ich steuer Schleunigst wieder los!

Miste ungeheuer Eines Bettes Schoß!

Nächstens mehr!

Dein treuer

Max. (Schreib' nach Davos!)

*

Gruß und Wochenbericht aus dem S ch w a r z w a l d. Am Montag regnete es in der Früh',

Nachmittags goß es wie noch nie!

Am Dienstag morgen war cs zwar vorübergehend leidlich klar:

Dafür gab's aber am Nachmittag Sin Donnerwetter mit Hagelschlag!

Am Mittwoch regnet es einmal nur —

Von morgens bis abends in einer Tour.

Am Donnerstag war es weniger schlimm:

-x* Nur mittags entlud der Himmel den Grimm.

Am Freitag wechselte Schauer mit Schauer.

Doch nachts war die Luft ein wenig lauer.

Am S a m s t a g früh gab's Sonnenschein Doch mittags stellte sich Regen ein.

Am S o n n t a g war es Lwci Stunden heiter,

Dann goß es wieder in Strömen weiter!

In dieser feuchten Woche las ich Spielhagens zeitg m«ße Novelle „Alles fließ t". Im Saale unser * Hotels veranstalteten wir eine musikalisch-deklamatorisch- lragisch-komische Unterhaltung mit folgendem angemessc- «cn Programm: 1. Ouvertüre zum „Wasserträger": 4 »Ob auch die Wolke sie verhülle, es bleibt die Sonn' am Himmelszelt". Arie aus dem „Freischütz"., vorge-

i

also insgesamt 4431 Sparstellen vorhanden (gegen 4318 im Jahre 1900), und zwar in 3620 Orten (gegen 3518 un Vorjahre). Es entfiel somit eine Sparstelle auf <8,69 Quadrat-Kilometer (gegen 80,74 Quadrat-Mo- Meter im Vorjahre) und auf 7918 Einwohner (gegen 7994 im Jahre 1900). *

OC cÄ er , öe ” genannten Sparkassen gab es 1901 noch 2586 Verkaufsstellen von Dparmarken. Diese Ein- rrchtung hat mehr und mehr ihre anfängliche Beliebt, heit eingebüßt und ist seit einigen Jahren in stetem Ruckgange begriffen; 1900 gab «s noch 2703 solche Stellen, 1899 noch 2908, 1898 noch 2917, 1897 noch 2986.

Auf die einzelnen Provinzen verteilten sich die 1508 Sparkassen m der Weise, daß, wenn man vom Stadtkreise Koriin (mit 2 Barkassen) und Hohenzollern (mit 1 Sparkasse) ihres geringen Umfanges wegen absieht, die grösste Zahl von Sparkassen, nämlich 217, auf die Provinz Rheinland entfiel, demnächst auf Schleswig- Holstein mit 192, Westfalen mit 179, Hannover mit 178, Schlesien mit 167, Sachsen mit 137 und Branden- bürg mit 108; die übrigen Provinzen bleiben unter 100, und zwar .Hessen-Nassau mit 88, Posen mit 79, Pommern mit 76, Westpreußen mit 45 und Ostpreußen mit 44 Tw stärkste Zunahme seit 1900 hat die Provinz Rhein­land (von 208 auf 217), gar keine Posen; um je eine Sparkasse zurückgegangen sind Schlesien und Hannover.

An Sparkassenbüchern waren am Jahresschlüsse 9 034 937 im Umlauf gegen 8 670 709 L Bokjahre" das ist eine Zunahme der Bücher von je 100 auf 104 20 Diese Zunahme ist stärker als die von 1899 auf 1900 die nur 2,62 v. H. betrug, jedoch etwas schwächer als die von 1898 auf 1899, die 4,97 v. H. erreichte. Auf die einzelnen Provinzen verteilten sich diese 9 034 937 Bücher in der Weise (von Berlin und Hohenzollern nneder ab- gesehen), daß auch hier Rheinland voransteht, jedoch von Schlesien und Sachsen fast erreicht wird; in allen drei Provinzen (sowie in Brandenburg) überschreitet die Zahl der Sparkassenbücher 1 Million. Die geringste Zahl von Büchern hat Posen, nächstdem Westpreußen und Ostpreußen, alle drei Provinzen überschreiten 200 000 mSt wett. Von der Einrichtung der gesperrten Spar- kassenbucher wird noch immer recht wenig Gebrauch ge- macht, jedoch zeigt sich eine bemerkenswerte Zimahme seit den letzten Jahren; es gab nämlich an derarfigen Büchern 1897: 39 887, 1898: 44 005, 1899- 51385 1900: 65 116 und 1901: 82 741. '

Nach der Höhe der Einlagen waren 44 007 Bücher mcht klassifiziert. Auf die Höhe der Einlagen nach klassifizierten Büchern verteilten sich die Einlagen in den

tragen von Frl. Brauseivetter,- 8. „Seht den Himmel, wie heiter!", Volkslied mit obligatem Regenschirm;

4. „Der Eichwald brauset, die Wolken zieh'n", Dekla­mation von Herrn Donner; 6. „Kilian, geh' du voran, du hast ja große Stiefeln an!", Duett; 6. „Ich schnitt es gern in alle Rinden ein, aber bei der Nässe ist cS ja nicht möglich!"; 7. „Schön ist'8 unter freiem Himmel!", großer Chor mit Gummimänteln; 8. „Herz, mein Herz, warum so traurig? — Ach, der Barometer fällt!", Lied mit Brummstimmen von Klagesanft; g. Waterproof-Kreuz­polka; 10. Finale aus „Der Blitz", Oper von Halevy. — Du siehst, liebe Berta, daß wir das Unvermeidliche mit Würde tragen. Auf baldiges Wiedersehen! In treuer Freundschaft

Deine

Ulla

bis zu 60 M.

Gruß aus den A l p e n. Liebe Klara, süße Maus!

kletterte

ich

mühsam

den

Gletscher

hinan.

So

Da glitt ich auf dem Eise ans Und

kam

ich

schleunigst

unten

wieder

an!

Ängstige Dich aber nicht, mein Schatz! Keine edlen Teile verletzt. Auch weder Humor, noch Portemonnaie verloren. Innigen Gruß und Kuß.

Dein

Paul.

#

Gruß aus München.

die Hitz'! die Hitz'! Und der Durst! der Durst! Gottlob, da bringt die Pepi a neue Maß! Frisch ange-

von über 60 bis

150 M.

„ „ 160 „

300 „

» „ 300 „

600 „

» „ 600 „

3000 „

„ „ 3000 „ 10000 ..

„ „ 10000 M.

letztm drei Jahren in folgender Weise: Es hatten eins Einlage

1901. 1900. 1899.

vom Hundert 27,97 28,07 28,22 15,05 15,36 15,48 13,46 13,77 13,81 15,27 15,44 15,40 24,08 23,46 23,17 3,72 3,60 3,49

« .. ,-. . . . 0,45 0,42 0,42

Danach zeigm die Sparkassenbücher mit kleinere» Ein agen einen leichten Rückgang, während die höheren Einlagen etwas zugenommen haben. Letztere, namentlich dieiemben mit über 10 000 Mark , fanden sich 1901 in ganz überwiegendem Grade in der Provinz Westfalen, wahrend die Bücher mit den niedrigsten Einlagen hier vergleichsweise wenig zahlreich sind, vielmehr eine be- sonders starke Verbreitung in Sachsen haben. Der Rück- gang der Bücher mit kleinen und mittleren Sparein- lagen durfte seine Ursache im wesentlichen in dem starken Aufschwünge der Darlehnskassenvereine und verwandter genossenschaftlicher Gründungen haben, die ebenfalls Spargelegenheit bieten, jedoch von der vorliegenden Statistik mcht mit erfaßt werden. Es wäre also falsch, aus obigen Zahlen auf eine Abnahme des Spartriebes bei demjenigen Teil der Bevölkerung schließen zu wollen, dessen Einlagen sich in bescheidenen Grenzen zu halten Pflegen. Der erwähnten Neigung zur Zunahme der Bücher mit höheren Einlagen entspricht auch die Tatsache, daß eine fortgesetzte Steige­rung der Einlagen, die durchschnittlich auf ein Buch entfallen, zu beobachten ist; 1900 entfielen auf ein Buch durchschnittlich 662,67 M., 1901 dagegen bereits 690,26 M.; zum Vergleiche sei angeführt, daß 1835 auf ein Buch nur 160 M., 1875: 503 M., 1898: 656 M entfielen.

Bei den in Rechnung stehenden 1508 Kassen betrugen dre Gesamteinlagen

beim Beginne 'des Jahres . 5 746 924 642,73 M. am Schluffe des Jahres . 6 236 458 932,18 , mithin Zugang .... 489534289,45 „

Dieser Zugang für 1901 ergibt sich aus den gutgeschriebenen Zinsen mit 175 863 722,07 M neuen Einlagen mit . . ,_1 651 218 974,13 „ '

« . t zusammen . 1827 082 696,20 M.

Davon ab Rückzahlungen m it 1 3 37 548 406,75 verbleiben wie oben . . 489 534 289,45 M.

- Dr^s^ Ergebnis stellt sich als ein außerordentlich gunsttges dar; denn das Berichtsjahr übe rtrifft danach

stoHess' Das schmeckt! Prooovost! Wir sitzen nämlich im Hofbrauhaus. Gelt, da möch'st auch dabei sein? Ah, da kommen die Würstel! Sehr gut! Ausgezeichnet! Läuft zusammen, he? Amüsieren uns kö>tlich in Isar-Athen! Gestern der Bavaria zu Kopf gestiegen. Verschiedenen . . . theken (Glypto-, Ptnako- usw.) natürlich auch schon Besuch abgestattet, neuen Aus­stellungen dito. Im neuen Nationalmuseum vor Schillers Schreibtisch poetischen Anfall gehabt, elegischen Vierzeiler U"t jambischen Füßen ins geduldige Notizbuch gedichtet. Im Ratskeller und im Prinz-Regententheater „Rhein- golö genossen, köstlich gemundet! Morgen geht's nach Starnberg. Nochmals prosit, altes Haus! Dein Spezi­elles! Servus! Gruß!

Robert. Fritz. Gustav.

Gruß auch von der Hofbräu-Pcpi.

in

Gruß aus den Bergen.

Kreuzbombenelemcnt! Ist das eine elende Wirt­schaft! Schon viermal habe ich Sturm ge­läutet, und kein Kellner, kein Stubenmäd­chen, kein Hausknecht läßt sich sehen! Wenn's ans Trinkgeldnehmen geht, sind sie alle da! Bande! — Miserable Nacht gehabt! Wer kann bei solchem Lärm auch schlafen! Neben wir schnarchte ein Ehepaar um die Wette! Na, und der Spektakel der um 3 Uhr zum Sonnenaufgang sich rüstenden Bergfexe! Rücksichtslose Sippe! — Wein gepantscht! Essen miserabel! Lauter Speisen, die ich nicht mag. Bin schon ganz abgemagert! Geht es mit Arger und schlechter Kost wie bisher weiter, so kehre ich in n e v e n g e. zetchneter Verfassung heim. Und das nennt man Erholungsreise!! Sei froh, Gnste, daß Du zu Hause geblieben. Daheim tst's am schönsten! Gruß!

Eugen.

Gruß aus Herrenalb.

Lieber Pappa! Ich bin sehr brav. Bist Du auch brav? Mama sagt, Du schenkst mir was, wenn ich brav bin. Ast das auch waar? Hier sind viele Kinder und