*1. Jahrgang.
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Verlag: Langgaffe 27.
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Üttf* 421. Verlags-Fernsprecher No. 2983.
Morgen-Ausgahe.
Übet die Mnstviirgn Kciic des Misirs
mit ihrem Hinweis auf Luther schreibt das „Leipziger Tageblatt":
Der Merseburger Trinkspruch des Kaisers hat durch den Hinweis auf Wittenberg, „wo der größte deutsche Mann für die ganze Welt die größte befreiende Tat getan und die Schlüge seines Hammers ausweckend über die deutschen Gefilde schallen ließ", lebhafte Genugtuung in allen evangelischen Kreisen des deutschen Volkes hervorgerusen.
Im „Graudenzer Geselligen" heißt es:
„Das ist wieder einmal ein gerade in der heutigen Zeit der Zentrumsparadeu, der Papstbegünstigung, der Geschichtsfälschun» fo sehr notwendiges klares Bekenntnis zur Reformation. Der Ultimi,ontanismus stellt unausgesetzt, und in Konsequenz seiner auf Weltherrschaft hinzieleudcn Bestrebungen die Reformation als „Gift" und „Pest" bin und verbreitet über den größten deutschen Mann, unfern Luther, fortgesetzt die gemeinsten Lügen und Beschimpfungen. Daß die Thesen, die der tapfere Augustiner- mönch Luther an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg ange- schlagen hat, eine die deutschen Gewissen befreiende und klärende Tat gewesen sind, ist ja eine historische Tatsache, aber daß der deutsche Kaiser die „Hammerschläge", die zur Reformation „auf- wecktcn , in dieser Form betont und den Segen der Reformation für die ganze Welt bekräftigt hat, ist hochcrfreulich."
Daß dieses Kaiserwort etwas ganz Besonderes bedeuten solle, denkt die „Berliner Börsen-Zeitung":
„Wie die Römlinge innerhalb und außerhalb der Mauern des Vatikans über Luther und die deutsche Reformation denken ist dem Kaiser wohl bekannt, und ebenso gut weiß er, daß das Streben der Römlinge darauf gerichtet ist, das Werk Luthers zunichte zu machen und die ganze Welt der unumschränkten Herrschaft des Papsttums zu unterwerfen, vor der sie Luther durch seine „große befreiende Tat" schützen wollte. Indem nun der deutsche Kaiser diese Tat ,ast unmittelbar nach dem Kölner Katholikentage, wo man in nicht mitzzuverstehender Weise seinem Bedauern über die Folgen der deutschen Rcforrnation Ausdruck gegeben hat mir Worten höchster Anerkennung rühmt, sagt er sich offen los' von jeder Gemeinschaft mit ultramontanen Bestrebungen. De um werden alle liberal denkenden Deutschen und mit ihnen alle Gegner klerikaler Herrschaftsgelüste die Merseburger Kaiserrcde mit Genugtuung begrüßen. Sie bürgt dafür, daß der dritte deutsche Hohenzollern-Kaiser der geschichtlichen Aufgabe, die seinem Hause gestellt ist, je vergessen und je die Sand dazu bieten könnte daß römischer Dunkelmänncrgeist im Deutschen Reiche die Herrschaft an sich reiße." Wir sind gespannt darauf, welche Wirkung das Merseburger Kaiserwort im Zentrumslager ausüben wird, nachdem man dort eben erst mit besonderer Genugtuung verkündet hat: „Die Regierung, die Presse, die Parlamente, alles nimmt heute Rücksicht auf uns." Nach dem Siegesjubel, der seit den Erfolgen der letzten Rcichstagswahlcn aus jenem Lager in immer stärkeren Tönen und in immer herausfordernderer Sprache erschallt, ist die kaiserliche Ehrung des Mannes, dessen Lehre der verstorbene Papst Leo XIII. in seinem Canisius-Rundschreiben vom 1 . August 1897 als „unheilvolles Gift" bezeichnet hat, ein sehr zeitgemäßer Dämpfer."
Die „Allgemeine Zeitung" findet in dem Kaiser- Port ein Bekenntnis, das die Klerikalen nicht mißdeuten könnten:
Donnerslag, den 10. September.
„Der gegenwärtige Kaiser ist sicherlich ein nicht weniger guter Protestant als sein verehrungswürdtgcr Großvater, der, wo es erforderlich war, auch für seine evangelische Kousession cinzutreten Pw!,bl"rr persönlichen Überzeugung Ausdruck zu geben wußte. Hat doch Wilhelm II. soeben in Merseburg, inmitten der Stände der Provinz Sachsen und der Altmark, also in einem Landestelle, innerhalb dessen die Wiege des deutschen Reforuiators und der deutschen Reformation gestanden hat, den Manen und dem Wirken Luthers in begeisterten Worten den Tribut des Dankes und der Verehrung gezollt und in sichtlicher Ergriffenheit auf das unvergängliche Verdienst hingewiesen, das der schlichte deutsche Bergmannssohn, der „grüßte deutsche Mann", um die geistige Bc- sreiiing der Welt sich erworben habe. So spricht niemand, btx "Tramontanen Belle,taten zugänglich ist, auch niemand, der nicht gewillt wäre, bas geistige Erbe, dag Luther nicht seinem Volte allein, sondern der Menschheit hinterlassen hat, intakt ju erhalten Und doch enthalten die Worte, die der Kaiser in Merseburg ge- sprechen hat, und in denen er ebenso offen zu seiner, der protestantischen, Kirche sich bekennt, wie der Katholikentag ,n seinen Resolutionen zu Rom und zum unfehlbaren Lehramte des Papstes sich bekannte, durchaus nichts, was dem katholischen Teil der Bevölkerung weh tun könnte. In eine», wahrhaft paritätischen Staatswefen, wie das Deutsche Reich es ist, und wie die einzelnen deutschen Gliedstaaten es sind, muß es den Angehörigen der kon- seistoncllcn Mehrheit wie denen der Minderheit nun einmal unbenommen sein, ihren kirchlichen Standpunkt auch ösfentlich zu betonen und dieienigen zu feiern, in denen sie ihre geistigen Führer und Lehrer erblicken. Vermieden werben muß nur eins: die Herausforderung des anderen Teiles und die Verletzung, vor allem die gewollte Verletzung, seines religiösen Empfindens. Ein solcher Borwurf aber wird den kaiserlichen Redner sicherlich nichr treffen, Uber die Lehre Luthers und über die Frage, ob die Schaffung eines corpnz catkolioorum und eines corous evLn.neliaorum dem Deutschen Reiche mehr zum Heil oder mehr zum Schaden gereicht hat, mag man und wird man streiten: darüber aber, daß es selten eine gewaltigere Persönlichkeit gegeben hat als Martin Luther, sowie darüber, daß derselbe eine neue Ara in der geistigen Entwickelung der gesamten westlichen Kulturwelt heraufgeführt hat, wird in den gebildeten Kreisen Deutschlands heutigen Tages eine Meinungsverschiedenheit kaum noch herrschen. Mit vollem Rechte hat denn auch ein gut katholischer Fürst, ein seiner Kirche treu ergebener Wittclsbächer, dem ge- wattigen Streiter aus geistigem Gebiete in der Ruhmcshalle be, Regensburg ein Denkmal gesetzt. Es gilt nur dem großen Deutschen und ist zugleich ein bleibendes, ehrendes Zeichen der deutsch-nationalen Gesinnung dessen, der cö errichten ließ."
Redaktions-Fernsprecher No. 82.
1903.
Kebel über die „Revisionisten".
Zur Bizepräsidentenfrage veröffentlicht Bebel, Me schon in der Hauptsache mitgeteilt, sein schon vor einigen Wochen angeknndigtes „Nachwort" in der „Neuen Zeit". Es kann wohl als die Ouvertüre zu dem am Sonntag beginnenden Parteitag betrachtet werden. Wir beschränken uns heute darauf, eine Blutenlese aus dieser Bebelschen Kritik der eigenen Parteigenossen zu veröffentlichen.
Zu Bernsteins Betrachtungen über das Wesen der Reichsvcrfaffung sagt Bebel: Wenn Bismarck hörte, wie ein Sozialdemokrat über die Reichsverfassung urteilt, er würde sich den Bauch vor Lachen halten. Umgekehrt würden Waldeck, Schulze-Delitzsch, Hoverbeck vor Entsetzen
die Hände über dem Kopf zusammenschlagcn, erführen sie von Bernsteins Ansichten über die Reichsverfassung. Die Szene möchte Bebel sehen, wenn Waldeck, Schulze- Delitzsch und Hoverbeck mit Bismarck im Hades zusam- menträfen und sich über Genosse Bernsteins Artikel unterhielten. Was würde gar — meint Bebel — der alte Demokrat Aron Bernstein, der Onkel des Genossen Bern- stein, der Gründer der „Volkszeitung", dazu sagen?
Ehe die Sozialdemokraten noch dazu gekommen seien, auf dem Dresdener Parteitag sich die Köpfe zu zerbrechen, „ob wir den Kanossagang zu Wilhelm II. antreten sollen", sei die Presse der maßgebenden Parteien des Reichstags bereits einig, die Vizepräsidentenstelle der Sozialdemokratie zu verweigern. Mich wundert, schreibt Bebel, „überhaupt die N aivetä t unserer Revisionisten, einem Hohenzoüern und nun gar Wilhelm II., dessen ausgeprägte Antipathie und Feindschaft gegen uns wir in Dutzenden von Reden kennen gelernt haben, dergleichen zuzumuten". Bebel findet es „begreiflich, daß die monarchisch gesinnte Mehrheit des Reichstags einen sozialdemokratischen Vizepräsidenten nicht eher akzeptiert, bis die Fraktion in bezug auf ihr politisches Glaubensbekenntnis pater peccavi gesagt hat. AufdteKniel Anders nicht." Bebel hält cs für eine „falsche und oberflächliche Darstellung unserer Hofgangpartei", als handle es sich nur um eine Audienz beim Kaiser nach der Wahl der Präsidenten. „Hat man A gesagt, muß man B sagen." Auf die Frage, was werden die Folgen sein, wenn der sozialdemokratische Vizepräsident am Schluß der Session iin Falle Verhinderung des Präsidenten das übliche Hoch auf den Kaiser auszubringen verweigere, antwortet Bebel: „Die ganze Vizepräsidentenherrlichkeit flöge in die Luft, denn sofort würde seitens der Mehrheit ein Sturm der Entrüstung gegen ihn losbrechen, und ein fulminantes Mißtrauensvotum, das ihn von seinem Sitz herunterfegte, ivarc die Folge." Was täte aber die sozialdemokratische Fraktion, wenn der sozialdemokratische Vizepräsident dies Hoch ausbrächte? Bebel fragt: Brüskiert sie den von ihr zur Wahl vorgeschlagenen Genoffen, indem sie aus dem Saal geht? Oder stimmt sie ihm zuliebe in das Hoch ein? Oder bleibt sie im Saal, hocht aber nicht mit? „Welchen Weg sie immer wählte, es gäbe einen Skandal, wie noch keiner d a g e w e s e n i st und wiederum flöge der sozialdemokratische Vizepräsident an die Luft." Weiter fragt Bebel: Kann sich der sozialdemokratische Vizepräsident dem Glückwunsch zum Kaisergeburtstag, den Gratulationen und Kondolenzen bei freudigen oder traurigen Ereignissen im Kaiserhaus entziehen? Ein- oder zweimal finde vielleicht der sozialdemokratische Vizepräsident plausible Gründe, der Einladung zu Hofe nicht zu folgen. „Bei dem dritten Mal versagen sie." Bleibe er dennoch fern, so gibt es einen A f f r o n t bei Hofe, im Reichstag, in der Presse. Wieder würde der sozialdemokratischen
Feuilleton.
Die Sagenhalle des Riejengetnrges.
Von Dr. Bruno Wille.
Alles Lebendige hak zwei Grundverrichtungen: Zusammenschluß und Auflösung; im Geistesleben der Menschheit treten sie auf einerseits als verbindende, aufbauende, andererseits als trennende, zersetzende Arbeit. Einen künstlerischen Zusammenschluß hat Richard Wagner vollbracht/ indem er Dichtung und Musik, national- mythische Andacht und Bühnenkunst in seinem Musikdrama einigte. Es ist bezeichnend, daß Hermann Hendrich, der Maler der Sagenhalle, ein begeisterter Verehrer Richard Wagners ist und vom Bayreuther Meister starke Anregungen empfangen hat — so zu den Bildern „Sieg- kixd und Fafner" ünd „Die traurige Weise"; doch gestaltet er den Kern der Mythe und Achtung selbständig nach dem Wesen der eigenen Kunst. Auch in der Neigung zum „Universal-Kunstwerk" ist Hendrich mit Wagner verwandt. Als Maler erzielt er oft ähnliche Wirkungen, wie sie der Musik eigentümlich sind; und er liebt es, seine Gemälde in einem Reigen zusammenzuschließen und durch Mittel der Baukunst, sogar der Landschaft, eindrucks- ‘ voller zu gestalten. Solche künstlerische Behandlung wird besonders durch nationale Sage, Naturreligion und Mythe herausgefordert; denn, wie ein Kritiker Hendrichs fein bemerkt, „im tiefen Grunde der mythologischen Ur- phantasie treffen sich die Wirkungen der verschiedenen Künste." Wenn Hendrich die Hexenmyth« des Harzes in dem Gemälde und Bauwerk „Walpurgishalle" auf dem Hexentanzplatz gestaltet hat und jetzt im Angesicht des Riesengebirgs-Kammes die Sagenhalle als ein künstlerisches Denkmal der schlesischen Natursage errichten half, so bedeuten diese Unternehmungen nichts Erklügeltes, sondern eine natürliche Entwickelung von Zügen, die im Volksmythos angelegt sind.
Als ein Beweis dafür kann die Art gelten, wie der Plan zur Sagenhalle entstanden ist. Er bildete sich, zunächst unabhängig von Hendrich, in mir — und zwar ebenfalls aus einer Neigung zum Zusammenschluß ge-
trennter Kräfte und Geistesgebiete, die längst meine Tätigkeit beherrscht. Ich habe versucht, Kunst und Volk inniger zur Einheit zu verbinden und zu diesem Ziele die beiden freien Volksbühnen zu Berlin gegründet, die jetzt mehr als. zwölftausend Mitglieder umfassen und durch ihr Beispiel in ganz Deutschland die Bühnenkunst dom Volke näher gebracht Haben. Auch die Quellen wissenschaftlicher Bildung suche ich dem Volke zugänglicher zu mnchm — als Mitbegründer und Dozent der Freien Hochschule. Die freireligiöse Bewegung, der ich angehöre, erstrebt eine Religiosität, die sich in Einklang befindet mit der fortschreitenden Wissenschaft. Für einen Zusammenschluß von Philosophie, Naturwissen, Religion und Kunst tritt der von mir geleitete Giordano Bruno- Bund ein. lind mein Buch „Offenbarungen des Wachholderbaums" gestaltet eine Weltanschauung, in der ich die unselige Trennung von Gemüt und Wissenschaft zu überwinden glaube. Solche Neigung zum harmonischen Zusammenschluß geistiger Gebiete also brachte mich aus das Unternehmen im Niesengebirge. Es entstand in mir der Plan einer Ruhmeshalle für das schlesische Gebirge.
Auf einem bequem zugänglichen Vorberge des deutschen Riesengebirges mit charakteristischer Aussicht möchte ich eine Ausstellung alles dessen schassen, was den Wanderer an der Natur, Sage, Geschichte, Kunst und Industrie des Gebirges interessiert — ein Museum also für Naturalien, Reliquien, künstlerische Darstellung der Sagen, Porträts geschichtlicher Personen, Gebirgslandschaften, Bücher, Erzeugnisse der Industrie und des Kuust- gewerbes; auch eine Stätte für Konzert und Bühnenkunst, soweit letztere Dialekt, Mythe oder Historie Schlesiens vorführt und sich für eine Bühne eignet, die mit der natürlichen Landschaft, mit Blicken ins wirkliche Gebirge innig verwoben ist. Als einen ersten Schritt zur Ausführung dieses größeren Planes habe ich mit Hermann Hendrich und Karl Wetzei aus Bremen die Sagenhalle unternommen.
Ein künstlerisches Denkmal altdeutschen Natnrgefühls möchte die Sagenhalle sein. Tie Mythe vom Geiste des schlesischen Gebirges soll an einem stimmungsvollen Orte ihrer Heimat verherrlicht werden durch die Kunstmittel des Baumeisters, des Bildhauers und des Malers. Be-
auem zugänglich, auf dem Zackenberge in Mittel» Schreiberhau, nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt, ragt seit Ende Mai die Sagenhalle zwischen Fichten und Kiefern und überschaut die ganze Gebirgskette.
In der Tannenschlucht braust der Zacken; mit ihm vereint sich ein Bach, der das liebliche Wiescntal der Siebenhäuser durcheilt, vorbei an Hütten und Schleismühlen, über Granitblöcke hüpfend, die ein ehemaliger Gletscher hier verstreute. Rechts der waldige Eulen- stein mit der katholischen Kirche, und dann der Hochstein, den das Jsergebirge als riesenhaften Grenzwächter vor- schiebt. Hinter der Zackenschlucht im Vordergründe die Kochelhäuser, weiter links, wie eine Kuppel gewölbt, der Breiteberg und die Bismarckhöhe. Gewaltig überragt wird dies Bild von einer Gebirgsmauer, dem Kamme des Riesengebirges. Eine seiner erhabensten Wildnisse liegt vor uns aufgetan: die Schneegruben, drei Abgründe, zu denen der Kamm 300 bis 400 Meter tief abstürzt, und wo der Schnee bis in den Hochsommer hinein schimmert.. Aus der Felsenhöhe das Schneegrubenhotel, dessen statt- licher Bau doch winzig erscheint. Weiter rechts und tiefer auf grüner Weidematte die Alte schlesische Baude. Dev Kamm erhebt sich zu einer Reihe von blauen Wellen, unter Jenen besonders der Reifträger ganz rechts, dann das Hohe Rad, die beiden Sturmhauben, der Mittagstein und die pyramidenförmige Schneekoppe aufsallen. Ganz hinten links der Schmiedeberger und Landeshuter Kamm. Bis zur halben Höhe der Gebirgskette reicht der bläuliche Nadelwald, aus dem hier und' dort Rauchwolken von Feuern der Holzarbeiter schweben. Weiten oben herrscht das Knieholz, dazwischen schimmern Weide- matten. Ter Kamm ist übersät mit Granitblöckcn, die manchmal wie Burgen ragen, Flechten und Moose über- weben sie mit fahlem Graugrün. Tiefe weitgeschwungene, zu Wogen gegliederte Ilmrißlinie des' Kammes, dies Blaugrün und Violett, diese wuchtige Urwüchsigkeit bringt eine Stimmung hervor, ähnlich wie das Dröhnen der Meeresbrandung.
Das ist das Reich des Berggeistes, dessen Gedenkstätte wir nun betreten. Ter von Felsblöcken umfriedete Steinaltar malmt an ein Heiligtum, und durch unseren Sinn mögen die andächtigen Worte Ziehen, die der be-
