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Üfsbatow ölagblatt

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269. «nlagS-Feensprecher N». SS«.

Kamsins» dn; 1b. Juni.

KMMpEeN'jpkkchkr Ne« SS.

1993 .

Horgem-flusgahe.

pe MeiMr» des Ulten Ueldjataas.

cy eber Rückblick auf dis bisherige Zusammensetzung »es'Reichstages, sowie die Bewegung der Parteien seit g5wbm des Reichstags hat während der gegenwärtigen

S&SngES ä» Snteteite. Bit «e6m d-AM lafliDerocauia I Tableau eme an-

5 S 13 ÄWÄ««

aflSärj 1903 roiefro d!° Partei-» I-lgmdm

Bestand auf: , ^ ...

50 Deutsch-Konservative

20 Deutsche Reichsparteilei.

10 Antisemiten.

6 Bund der Landwirte.

53 Nationalliberale.

14 Freisinnige Vereinigung.

28 Freisinnige Volrspartei.

7 Süddeutsche Volksparter.

58 Sozialdemokraten.

100 Zentrum.

6 Welfen.

14 Polen.

3 Bayerischer Bauernbund.

10 Elsässer.

1 Däne.

15 (bei keiner Fraktion).

Sa 395 Abgeordnete (2 Mandats waren erledigt).

In unseren: Tableau ist jede Partei durch eine Urne dargestellt, die in ihrer. Große «^au der Partentarte imtivrickt woraus sich ein sehr übersichtliches Bild der Zusammensetzung des Reichstages ergibt, gegen­

wärtig allgemeines Interesse beanspruchen durfte.

Iu unterer Mahlbewegung.

Allenthalben zeigt sich in unserem WchlkrRse em 'eaes Interesse für die kommende Rerchstagswahl, und L der LLr »b°r di° in «Weg» « «ird iit hier nichts zu merken. Alle Pa-teien arvenen ü gleich reger Weise und nur die Sozialdemokraten Schemen sich auffallender Weise etwas mehr ruruckzu- salteu als wir sonst von ihnen gewohnt sind. Wohl in amtlichen größeren Orten haben bereüs B^ammKngen mttaefundeii und auch eine große Anzaht ttemerer uno beiter entlegener Orte sind dieses Mal von den emzelneii Karteien mit Versammlungen bedacht worden. Wir be- t'iir,licki chon, daß die Nationalliberalen ins- jesondere in den Ämtern Wehen und Schwalbach eine »leihe von Versammlungen abgehalten haben und heute Uwnm wir berichten, daß auch die freisinnige Volks- mrtei in diesen beiden Ämtern nicht mmder tätig ist. Die

Versammlungen find im allgemeinen MLchtchbMNN

auch hier mid da dieselben »sicht so gut NW »on es Don den einzelnen Parteien wohl gewü nscht stitt mochte! So haben die Nationalliberalm in Schwawach eine Versammlung einberufm, zu der sonen erschienen wareri. Dm glelchm Mißerfolg hatten sie in Schierstein und su einer Versammlung nach Hassel« 'bach hMen sich überhaupt keine Wähler eingesunken. Auch die Freisinnigen hatten eine Versammlung tu Bar« AM missallen lassen müssen. Allerdings war diese Versammlung auf den Vormittag des Himmelfahrtstpges einbemfen worden und war em großer /teil der Wähler

Kauvtwshl Zum l-sntrum Kbkommandwren, um dieses m dw Stichwahl zu bringen, und zwar weil sw an-

nehmen, daß Nationalllberale und Frttsmmge dmr .. .„ w. „ui- utidtecn. dre

ü/"dsr^Sfichwahl^^fiegen würden, so kamr allerdings nwalicher Weise unser Wahlkreis in Zukunft eine sozmt- dmnokmtisclse Vertretung bekommen, oder abn,mt wt> E S Ken, daß Nassau Lurch vier ZMtrumskam didaten vertreten wird. Was die Nationalliberalen an- aebt so rechnen diese wohl in erster Lmw daraus, dag ihuen bei der kommenden Wahl die Stimmen zufallen«

mit einem Verein auf einem Ausflug begriffen, so daß unter diesen Umständen der Ausfall dieser Versammlung

nicht wundernehmen kann. T .

Wie sich der Ausfall der Hauptwahl gestalten wl , läßt sich noch nicht mit Sicherheit sagen; daß die Soztal- demokraten in die Stichwahl kommen, rit allerdings zu erwarten und es kann sich nur fragen, welche der anderen Parteien das gleiche erreicht. Das Zentrum,stand ras letzte Mal der freisinnigen VolkspaRei am nächsten und ist auch heilte als deren heftigster Gegner zu betrachten. Wenn es wahr werden sollte, was allerdings von dm Sozialdemokraten energisch bestrrttentmrd daß die Sozialdemokraten eme Anzahl ihrer Wahler^sui^die

die ehedem der Kandidat des Bundes der LandwiR^ Labmann erhalten hat, denn, anders „kann die mtmstv« Wahlarbeit ans dem Lande nicht erklärt werden, ob die Rechnung aber richtig ist. dürfte zweifelhaft sem. denn ist mn offenes Geheinmis. daß sich unter den Bauern, die in Nassau zum Bunde der Landwirte, halten, in größerer Zahl solche befinden, die sich in politischer DezrchunA zur freisinnigen Partei rechnen, und wenn diesen nicht em be­sonderer Kandidat von seiten des Bundes der Landwirte vräsenticrt wird, dann ist es durchaus nicht unwahr- schRnlich. daß sie wieder dem Kandidaten der freisinnigen Partei ihre Stimme geben. Im übngm mag c^ der r^all scw daß allerdinas der Kandidat der NatwnalliberAen

KeuLUeton.

König Alexander von Serbien.

Persönliche Erinnerungen von Paul Lindenberg.

Kch sehe dunkel in die Zukunft, am Balkan ballt sich verband Unheimliches zusammen, passen«Sie auf, es

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»nrilmocke König Alexander zu Mir, in längerem we K’S Sw in SRßceöcnien 6<(«»6etuS: K

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«lorfftifiino die ich eben durchgefuyrr, me,nie ri neue Berfapung, ^ tüchtig Stück vorwarts-

gehobenen Tones, „soll besten Willen nicht

bringen, ^rt der auen ging * H^mnisie dar, und mehr, «ui Schritt und Tut haben viel vachzu-

Ln^Len kein Z it zu versäumen, und ich hoffe be- «L, °L'SÄ «Ä?S M«--.

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treiben ^Die Türkei wird sich diesmal nicht, wie seiner Seit Bet Ostrumelien, gutwillig fugen. Wie M. das noch nilcb da keinem Optimismus hingeben I OTtn« Ä öS Sfrttm tlnttmtcH«. «etente, “, ?U ^ h/r Wtnia mit Entschiedenheit: „Dazu siegt

gemacht und haben wenig Vorteil gehabt davon, wir werden uns hüten, zum dritten Male wieder die Zürich. ten zu sein, das überlassen wir diesmal gern anderen. Zu abentenersicher Politik bin ich nicht zu haben, wrr wollen den Großmächten nicht ihre so wie so schwierige Nolle mehr erschweren. Und zudem: bas Volk wie die Armee

sind durchaus nicht kriegerischer Gestnnung, andere Auf

gaben harren ihrer Lösung bei uns aus tnncrpolrtlschcm

O vwci ^afjxc zuvor schon hatte ich den König ge­sprochen.' damals erschien er mir gedrückt und s°^euvoll gleichsam scheu, sich frei zu geben Am Wunder denn gcrad' in jenen Tagen war ihm die Hoffnung ans emen Thronerben genommen worden. Ganz andeis ir mir in diesem Frühling entgegen, frisch, lebhaft, an­regend erfüllt von zuversichtlichen Plänen für Land unk Volk voll kräftigen Mannesbewnßtscins, das sich durch-

benswürdigkeit verknüpft war. ^ich f'elen . rzgm tigen war der König zuerst ein wenig Aurückha tend abc kckmcll schwand diese Scheu, um einer aufrichtigen Herz­lichkeit Platz zu machen. Von m 0 tl«rer,hj|hjnj’JJJ ^

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tigen Schreibtische in der Mitte, mit den Büchrrrcgalm. an den Seiten, mit dem schwarzen Ledersosa und schlich­ten Sesseln. Jedem Prunk, jedem falschen Getue W«b« König abgeneigt: ich glaube überhaupt, Daß er vi^ach überschätzt ward, wer in so ,ungen Jahren solche Energie entwickelte wie er bei der plötzlichen Ubernahme^r aieruna bei dem Wechsel der Ministerien, bei dem An­gehen seiner Vermählung, wer sich trotz tausendfache. Versuche so wenig beeinflussen ließ von politischen Otr^

signittsmensch sein. Und nun, wo er als Mann anstreten konnte um manches nachznholen, was er als Jumling SS* »«Vom ihn ->» ,««-- ®eMt« KW ---

5 “ n M «ItnleSsanv 6en.o6.tt nicht 6-8 ne«, »«MW« DKloß sondern den schlichten, benachbarten, zmeistocklKM Konak' dessen kleiner Balkon zu dem hübschen Borgürle« binausging, in 'velchem lustig ein Springbrunnen pW« sckcrte und duftende Blumen die Beete zierten, mährend in den schattigen Kronen der alten, weitäftigen Kastameu Änl imd Ansiel schmetternd sangen. Das tzlanze von idylliscbem Eindruck! Und ebenso frenndlich und Aa.

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l; n mancherlei Erinnerungen aus den TürkenMe»«. rechts davon das modernen Geschmack m-sweyende Em- vfnngszimmer der Königin, links der Mnsiksaal. gleich. allein orientalischem Stil. An diesen grenzte daS Ar- r^iisenbinett des Königs, dns die linke Hintere Ecke de8 »onaks bildete ' In ersten Stock lagen die Wohn- und Nezimmer, größere Gesellschaften -und Bälle Me große Gmvsänge fanden iw neuen Schloß statt. ''Armer Sasckm. wie ihn liebevoll die.Kiwiain Draga »onannt die nun neben ihm den letzten ---cklaf schluw- « SÄ*. Me *vo»en nicht E .'t verdient habt ihr wahrlich nicht dies blutige Ende, bis euch in der Leidensgeschichte des Königtums ein An. denken sichert, welches ihr nicht erstrebt!