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MMener Tagblaü.

S1. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — BezugS-Prei«: durch den Verlag 5« Pfg. monatlich, durch die Post » Mt. so Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

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Anzcigen-Preisr Die einspaltige Petitzcilc für lokale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für auswärts 1 Mk.

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Alp. 216. «erlagS^rerusprecher No. SSS».

Abend-Ausgabe.

Politische !l klirr sicht.

Die verflossene Woche stand im Zeichen der r ö m i - schon Kaisertage. Der ebenso festliche wie be­geisterte Empfang, den der deutsche Kaiser in Italien und insbesondere bei seinen: Aufenthalt in der Hauptstadt Italiens, der „Roma intangibile", in dem unantast­baren Rom, gefunden hat, ist der natürliche, aber nichts desto weniger höchst sympathisch berührende Ausdruck der herzlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien. Mit Recht hat der Kaiser in seinem Trinkspruch bei dem Galadiner im Quirinal hervorgehoben, daß der herzliche Empfang, der ihm zu teil geworden, die Bekräftigung der Tatsache bedeute, daß das Bündnis zwischen den beiden Ländern von dem italienischen Volke in voller Sympathie anerkannt und unverändert gepflegt werde. Dem ist in der Tat so, und daran ändert auch der Um­stand nichts, an den man, nachdem die Feste verrauscht sind, wohl erinnern kann, daß die Erneuerung des D r e i- bunde-s gerade von italienischer Seite aus nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gegangen ist. Mer gerade, daß trotz mancher politischer und wirtschaftlicher Schwierig­keiten der Dreibund erneuert wurde, ist der beste Beweis dafür, daß Italien die Überzeugung hat, bei diesem Bündnis aus seine Rechnung zu kommen. Und diese nüchterne und praktische Erwägung ist ein noch weit stärkerer Kitt, als alle Sympathieen von Volk zu Volk und von Fürst zu Fürst, die schon oft genug bei dem Auf- einanderstoßen entgegengesetzter Interessen versagt haben.

Die politische Bedeutung des Kaiserbesuches im Quirinal lag nicht darin, daß sie Neues geschaffen, son­dern darin, daß sie bestehende Beziehungen weithin sicht­bar nach außen dokumentiert hat. Dagegen wird hier und da die Vernmtung ausgesprochen, daß der Besuch des Kaisers imVatikan nicht ohne politische Folgen bleiben werde. Die einen erwarten von dem Be­such des Kaisers beim Papste eine Ausdehnung des deutschen Protektorates über die Missionen, die anderen eine Besserung der Beziehungen zwischen der Regierung und dem Zentrum, welche durch die anscheinende Un­möglichkeit für den Reichskanzler Grafen Bülow, die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes im Bundesrat Lurchzusetzen, einen sehr bemerkbaren Riß erhalten haben. Man wird gut tun, derarsigen Kombinationen mit skep­tischer Vorsicht zu begegnen. Es ist eine üble Ange­wohnheit, aus jedem Meinungsaustausch der Fürsten und Staatsmänner, mag dieser Meinungsaustausch sich auch in noch so herzlichen Formen vollzogen haben, gleich eine Änderung dieses oder jenes Kurses oder gar gleich eine politische Weltumwälzung herauszudestillieren.

Samstag» den 9. Mai.

Neben den römischen Kaisertagen und der Herz- lichen, ausrichligen Begeisterung, die dort dem deutschen Kaiser entgegengebracht wurde, hat sich der Besuch desKönigsEduardvon England in Paris wie ein Schattenriß neben einem farbenprächtigen Ge­mälde ausgenommen. Auch in Paris hat es zwar an dem offiziellen Volksjubel der leicht entzündbaren Massen nicht ganz gefehlt, aber alles in allem war die Stimmung flau und die hier und da laut gewordenen Hochrufe auf die Buren werden den König Eduard nicht sonderlich sympathisch berührt haben. Selbstverständlich hat es auch an den offiziellen Toasten nicht gefehlt, aber im Grunde des Herzens mag jeder der Toastenden bei sich gedacht haben : Wer wird nun nach Tische zuerst versuchen, den andern übers Ohr zu hauen? In England möchte man sich freilich nicht ungern gut mit Frankreich stellen, aber in Frankreich weiß man, daß der Engländer ein „teuerer" Freund ist, der gern den andern die Zeche zahlen läßt. Immerhin hat man in Frankreich die Ge­legenheit benutzt, den herrschsüchtigen russischen Alliierten etwas zu ärgern, indem man den König Eduard poussierte._ Den Sack schlägt man, den Esel meint man!

Die Visite des Königs Eduard ist der französischen Regierung auch insofern nicht unerwünscht gewesen, als sie ihr die Gelegenheit bot, durch Prachtentfaltung und Schaugepränge die Massen ein wenig von dem häuslichen Zwist abzulenken, der die Ruhe Frankreichs noch immer in beträchtlichem Maße stört. Wenn die Regierung auch jetzt die Ausweisung der ausgelösten Kon- gregationen mit aller Macht und rücksichtsloser Energie betrieben hat, so bleibt ihr doch noch ein gut Teil des Werkes zu tun. Und die Unzufriedenheit ins­besondere zahlreicher ländlicher Volkskreise, vor allem aber der hierbei im -Osfizierkorps vielfach hervorge­tretene rebellische Geist sind Zeichen der Zeit, welche dem Kabinett Combes zu denken geben.

Recht turbulent und kriegerisch geht es zur Zeit auch im ungarischen Parlament zu, das die Rolle des österreichischen Reichsrates übernommen zu haben scheint. Die rabiate Opposition der Kossuth-Partei macht dem Kabinett Szäll nicht weniger zu schaffen als dem Kabinett Körber die Opposition der Tschechen. Die Minister haben es nirgends leicht. In Spanien hat zwar die Regierung bei den Wahlen den üblichen Sieg erfochten, aber das Anwachsen der Republikaner läßt diesen Sieg als einen Pyrrhossieg erkennen.

In Marokko ist alles beim alten, d. h. es wird fcrtrebelliert, abgemurkst und geplündert. Noch böser sieht es in Makedonien aus, wo es aller Anstren- gungen der Mächte bedürfen wird, um den macedonischen Brand wenn nicht zu löschen, so doch zu lokalisieren. Wenn nicht alles täuscht, wird der Balkan in diesem Jahre noch viel zu tun geben für die d i p l o m a t i s ch e Weltfeuerwehr!

Medakiionr-Fernspreebcr No. öS. 1903.

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Weitere PreWmrnen zur Uomsahrt.

Das Zentralorgan ber Konservativen Süddcutschlands, die „Deutsche Reichs-Po st", schrieb bereits 4 Wochen vor der Rourfahrt, am 11. April d. I. Es heißt da: „Was hat ein deutscher Kaiser beim Papst zu suchen? Was hat vollends der gegenwärtige Kaiser und in diesem Augenblick dort zu tun? Die Nachricht erinnert an den Brief, den beim Tod des allen Kaisers Wilhelm I. Papst Leo XIII. an den kranken Vater des jetzigen Kaisers schrieb. In demselben setzte der Papst alle Regeln der gewöhnlichen Höflichkeit bei Seite, stellte sich in der Mehrzahl dem in ber Einzahl angcredeten Kaiser voran — nos et te — und brachte mit geflissentlicher Absichtlichkeit das Wort „devot" herein, das in den Streitigkeiten der mittelalterlichen Päpste mit den Fürsten eine große Rolle spielte. Er, der Papst, habe vom alten Kaiser so manche Beweise „devoti erga nos animi" em­pfangen, und — dem Nachfolger wie mit Holzschlegel winkend, wessen man sich in Rom zu ihm versehe —: „et maiora expecta- bamus". Kein Wort wahrhaft menschlicher Teilnahme, alles meisterhafte Diplomatie! Das Blatt stellt dann fest, daß leider in der Trauer und dem Trubel der 99 Tage das Schreiben wenig beachtet und nicht ausreichend als das empfunden sei, was cs ist: Die größte Beleidigung des deutschen Kaisers und Volkes." — Die „Deutsche Zeitung" vom 8. Mai 1908 bemerkt: „Gewiß ist das mißgünstige Übertreibung, aber vermerkt zu werden ver­dient es doch, daß man im Auslande bereits von der Auf. saugnng des protestantischen Preußen durch ein klerikaljsiertes Deutschland spricht." — Der ultramontane „Bayerische Kurier"" 8. Mai 1903: „Ihr Benediktiner erfüllt das christ­liche Ideal", hat der Kaiser im Kloster am Monte Cassino zu den Mönchen gesprochen. Aber in Frankreich „schmeißt" man, um mit Böhtlingk zu reden, auch „die Benediktiner hinaus", und die Libc. ralen in unserem Vaterlande schweigen dazu, daß ihr Hauptorgan (gemeint sind die „Münch. N. N.". D. R.) zu dem allen Beifall klatscht." — „Kölnische Volközeitun g", das rheinische Hauptorgan der Ultramontanen, vom 7. Mai 1903: „Es ist nun doch einmal Tatsache, daß die Fahrt des Kaisers zum Vatikan und seine Zusammenkunft mit dem ehrwürdigen Oberhaupt der katholischen Kirche in der gesamten Welt weit mehr Beachtung gefunden hat, als der Besuch im Quirinal und alle Festlichkeiten, Paraden rc., die von diesem dem Kaiser zu Ehren veranstaltet werden. Der Besuch im Quirinal, das sagen gerade die ver­ärgerten Blätter, ist durch den Besuch im Vatikan völlig in den Schatten gestellt worden." — Die freikonservative „P o st" vom 8. Mai 1903: „Die bescheidene geräuschlose Weise, in welcher König Eduard seinen Besuch beim Papst abstattetc, wurde im Vatikan selüstverstänhüch,i«hr bemerkt, und man kommt in kirch. lichen Kreisen nach dem Besuch des deutschen Kaisers neuerdings auf diesen Gegenstand zurück. Der englische Monarch kam ohne Gefolge, bloß von drei Personen begleitet, ohne Eskorte, im ge­schlossenen Wagen, ohne irgend welche äußere Pracht. Man hatte den Eindruck, daß der König einen möglichst unauffälligen Verlauf seines Besuches im Vatikan und gleichsam das Jncognito zu wahren wünsche. Man erklärt sich dies Verhalten daraus, daß König Eduard sich für verpflichtet erachtete, einigermaßen der Verstimmung Rechnung zu tragen, welcher ein Teil der Protestanten in England gegenüber dem Besuche beim Papste Aus­druck gegeben hatte. Daher habe er sich, wie man meint, bemüht, die Bedeutung dieses Vorganges abzuschwächen und sie auf das geringste Maß zurückzuführcn. Obgleich aber die äußerst be­scheidene Form, in der sich der Besuch des englischen Herrfche-'S vollzog, und der von der prunkvollen Feierlichkeit des Besuchs Kaiser Wilhelms II. grell absticht, im Vatikan befremdet hat ist man doch überzeugt, baß durch diese Äußerlichkeit der Wert 'der Zusammenkunft nicht geschmälert wird. Man hegt im Vatikan die llberzcugung, daß die herzliche Begegnung des Königs von Eng. land mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche nicht ohne wem- volle Ergebnisse bleiben und dazu beitragen werde, die Lage der

Feuilleton.

Sklaven und Gesinde in China.

Von vr. Theodor Kli«ger.

_ Wie alles im Reiche ber blumigen Mitte, ist auch das Sklaven- und Gesindeleben in China eigenartiger Natur. Der reiche Chinese setzt seinen Ruhm darein, recht viele Dienstboten sein eigen zu nennen, wenn ihre Unterhal­tung ihn auch viel Geld kostet. Er hält sich einen Tür­steher, zwei bis drei Lakaien, vier bis fünf kräftige Sänfteträger und mehrere männliche Individuen, die für die Reinlichkeit im Hause zu sorgen haben. Jeden Monat mietet er die männlichen Dienstboten: außer Wohnung und Pflege erhält jeder dienende Mann 18 bis 20 Mk. monatlich. Tut der männliche Dienstbote halbwegs seine Pflicht, so erhält er von seinem Herrn auch noch Kleidung und ein anständiges Taschengeld. — Wird ein Dienstbote gemietet, so mutz er selbstverständlich seinem neuen Herrn sein Zeugnis — besonders das der letzten Dienstherrschaft — vorlegen. Der neue Mieter prüft nun mit peinlichster Genauigkeit das Zeugnis: dabei mustert sein Auge den Dienstboten von oben bis unten. Er stellt die verschie­densten, oft recht verfänglichen Fragen an denselben. Der Dienstbote ist schlau genug, die gestellten Fragen möglichst kurz und bündig und recht vorsichtig zu beant­worten, denn er weiß und findet gar bald heraus, sein neuer Herr will keinen Schwätzer und kein Lügenmaul in sein Haus aufnehmen. Ist die Musterung des neuen Dienstboten zur Zufriedenheit des Herrn ausgefallen, so gibt dieser es durch einen Grunzlaut und durch wieder­holtes leichtes Kopfnicken zu verstehen oder er reibt sich die beiden Hände mit den inneren Flächen. Der Dienst­bote hat nur auf diesen Augenblick gewartet. Mit einer sehr demütigen Miene und in devotester Haltung steht er vor dem gestrengen Gebieter, dem er doch später gar manches Schnippchen schlägt. Der reiche Chinese sieht besonders streng auf gute Führung des angenommenen Dieners. — Köche, Lakaien und landwirtschaftliche Ar­beiter verdingen sich an minder angesehene Familien. An geeigneten Orten werden zu bestimmten Zeiten öffentliche Gesindemärkte abgehalten. Zu vielen Hun­

derten kommen dienstwillige Männlein und Weiblein und bieten sich dem wohlhabenden Mieter an. — Eine eigene Sorte von Dienstboten sind im Reiche der Mitte die „menschlichen Lasttiere", die Sklaven. Sie werden wie eine Ware einfach gekauft und sind somit Eigentum des Käufers. Die weiblichen Sklaven sind am zahl­reichsten. Der reiche Chinese hält 20 bis 30 Sklaven. Minder begüterte Chinesen besitzen drei bis vier Sklaven. Der Preis der Sklaven richtet sich nach deren Geschlecht, Alter, Gesundheit, Kraft und äußerer Erscheinung. Für in jeder Hinsicht brauchbare Sklaven zahlt man wohl bis 500 Mk. In Kriegszeiten verkaufen arme Leute ihre Kinder für niedrige Preise, um sie nur los zu werden. Hat ein Chinese am Spieltische sein Hab und Gut ver­loren, so verkauft er seine Töchter für 20 bis 30 Mk., um Geld zu bekommen und seine Spielwut befriedigen zu können. — Ein abgefeimter Sklavenhändler oder auch alte Weiber vermitteln den An- und Verkauf von Sklaven. Diese Leute haben immer eine Anzahl Sklaven „auf Lager" und zur beliebigen Verfügung. Wirb ihnen ein Sklave angeboten, so nehmen sie ihn erst einen Monat auf Probe. Hat der das Unglück, im Schlafe zu sprechen, oder erweist er sich zu schwach, so wird er als untauglich entlassen. Vor allem sieht der Sklavenhändler darauf, daß der Sklave keinerlei Spuren von Aussatz an sich zeigt. Um sich vor diesem Fehler zu sichern, läßt der Kauflicb- haber den Sklaven, den er erstehen will, vom Händler in ein finsteres Zimmer sperren, wo ein blaues Licht er­zeugt wird. Bekommt bei dessen Scheine das Gesicht des Sklaven eine grüne Farbe, so ist er vom Aussatz frei: ist das Gesicht rötlich, so neigt der Sklave zu dieser Krank­heit. In China ist die Sklaverei erblich. Der Sklave besitzt kein Recht über seine Kinder. Die männlichen Sklaven heißen „Nu", die Sklavinnen „Pi". Die Sklaven werden nicht immer schlecht und brutal behandelt. Im Gegenteil nimmt der Herr die Sklaven gar oft in Schutz: sie sind für diese menschliche Behandlung aber auch an­hänglich und betrachten sich als zu der Familie gehörig und nehmen die Vorteile ihres gütigen Gebieters auf alle Weise war: ja, viele dieser Sklaven sind ihrem Herrn auf Tod und Leben ergeben. In alten Zeiten nahmen sie sogar den Familiennamen ihres Gebieters an. — Im Gemcinleben ist der Sklave rechtlos: vor Gericht darf

er niemals klagen. Ist ihm Unrecht geschehen, so tritt fern Herr für ihn ein. Schöne Sklavinnen erobern nicht selten das Herz ihres Herrn und werden von diesem ge­heiratet. Hat der Chinese eine unfruchtbare Frau, so kommt cs wohl auch vor, daß diese der Sklavin den An­trag stellt, ihren eigenen Mann zu ehelichen, damit diese ihm Söhne bringe, die dann nach seinem Tode die Ahnen­opfer den-Göttern darbringen. Oft fordert die kinderlose Frau den Gatten auf, eine Sklavin zur zweiten Frau zu nehmen. 0

Die Sklavinnen bedienen die Frauen und Töchter ihres Herrn. Auch von diesen werden sie meist gut und milde behandelt. Unter den chinesischen Sklavinnen gibt es geschickte Handarbeiterinnen. Sie sind vortreffliche Kammerzofen und verstehen in seltenem Grade die Kunst des Schmmkens. Damen mit sehr niedlichen und gar zu verkrüppelten Füßchen, denen das Gehen schwer fällt werden von ihren Sklavinnen weite Strecken wie im Huckepack auf dem Rücken getragen. Es gewährt einen ergötzlichen Anblick, wenn eine chinesische „Kokette" von ihrem weiblichen Lasttier daher geschleppt wird

Das ist indes in China durchaus nicht ausfällig

und kommt dem ernsten Chinesen gar nicht komisch oder gar lächerlich vor: am liebsten ließ sich der gravitätische bezopfte Mann mit seinen blinzelnden Schlitzäuglein selbst tragen, wenn das seine Manueswüröe nicht schä­digte ... Es wurde schon gesagt, daß der besser gesinnte Chinese seine Sklaven meist recht väterlich mdelt ES gibt aber auch Fälle, wo der Sklavenbesitzer e Sklaven derartig behandelt, daß sie oft eines eit i Todes

sterben. Niemand zieht den brutalen Men aschiuder

zur Rechenschaft. Die Sklavinnen suchen oft k schlechter Behandlung ihr Heil in der Flucht. Sobald be. Sklaven­besitzer merkt, daß eine der Sklavinnen das We te gesucht hat, macht er durch Plakate deren Entweichen bekannt.

Diese anzeigenden Ausrufe enthalten eine genaue Beschreibung des Äußeren der Entflohenen und auch die Angabe ber Belohnung, die dem Einbringer der Flüch­tigen zugesichert wird. Auch werden oft Ausrufer in den Straßen der Stadt umhergesanbt, um den Steckbrief und die Höhe der Belohnung schreiend und einen Gong (beckenartiges Instrument aus Metall) schlagend zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Der „Gongong" hängt