Einzelbild herunterladen
 

H

itUtt««,

Parkw«

ai 1903, für tot

rdt.

tliaft.

05, 9ü0 »Rä 3.20 (Güter.

Biebrich F329 bei dem in 2364,

irt

enbahi

6*910 babnbo) ): 81« nahnhoi

Extra. 35 Pfg

str. 10.) 0. April unbria“ ixhaven rise voo Lssyria" i Phila. ewyorb ?ns von fg. D. lücher"

äi. Jahrgang.

Äfdfteinr tn zwei Ausgabe». — Bezugs-Preis r durch den Verlag L« Pfg. monatlich, durch die Post S Mk. £«» Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

10,000 Abonnenten

Slnzeigen-PreiS:

Die einspaltige Petitzcile für lokale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfa. — Reklamen die Petitzcile für Wiesbaden 50 Pfg., für auswärts 1 Mk.

12 Uhr mittags, für die Morgen-Anögabc bis 3 Uhr nachmittags. — Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur nächst» die Anzeigen-Anfnahme an bestimmt vorgeschricbencn Tagen wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

bet! 6. IHot« RedaktionS-Fernsprecher No. 62. 1003«

Aaz-ige«. Annahme SÄSÄÄÄ K

r» " "" ' 1

Al». 210« verlags-Fernfprecher No. 2968.

Abendausgabe.

Die makedonische Krisis.

„Es ist ja die wahrscheinlichste Krisis, die eintretcu tottit, die orientalische." So hat Fürst Bismarck vor s 5 Jahren im Reichstage erklärt. Das BiSmarcksche Mort ist noch immer aktuell und wird es anscheinend „ewig, ewig- bleiben". Non Zeit zu Zeit wird ja die orientalische Krisis durch andere Krisen, sei es nun die chinesische, die marokkanische, die venezolanische oder sonst eine, abgelöst, aber — on reviont tonjour« st «es premiers amours, man kehrt immer zu seiner ersten Liebe zurück. Europa kehrt immer wieder zu seiner .„ersten Liebe", zur orientalischen Frage, zurück.

Der Grund, weshalb die orientalische Frage sich gleichsam für permanent erklärt hat, liegt in ihrer Viel­gestaltigkeit, liegt darin, daß sie bald als macedonische, bald als albanesische, bald als bulgarische, bald als serbische, bald als kretische, bald als griechische rc. anf- tritt. Bis vor kurzem ist sie als albanesische aktuell ge­wesen, zur Zeit aber spielt sie als macedonische Frage die Hauptrolle auf dem Balkan. Die jüngsten Balkanwirren hatten in denr albanesischen Teile Macedoniens, in dem köstlichen Grenzstreifen an der Trina bis Prizrend, be- gönnen und zu blutigen Känrpfen und zur Ermordung deS russischen Konsuls Schtschcrbina geführt.

Aber die albanesische Gefahr kann zur Zeit, wenn auch nicht als unterdrückt, so doch als lokalisiert und ein­geschränkt gelten. Der kritische Punkt scheint in Albanien überwunden zu sein, insbesondere da Rußland auf die Vcllstreckung des Todesurteils an dem Mörder Schtscher- binas verzichtet hat. Wir haben bei der Fällung des Todesurteils darauf hingewiesen, daß die Türkei an dessen Vollstreckung nicht denken kann, da man sonst die Blutrache der Albanesen entfesselt hätte und der Sultan selbst, dessen Leibwache aus Albanesen besteht, seines Lebens nicht sicher gewesen wäre. Diesen Gefahren ist die Pforte durch das Entgegenkommen Rußlands, welches sich mit der lebenslänglicheil Zwangsarbeitsstrafe für dm Mörder begnügt hat, aus dem Wege gegangen, und es scheint, als ob jetzt auch der Widerstand der resorrn- feindlichen Albanesenstämme abzuflauen beginnt.

Sehr viel komplizierter und gefahrdrohender ist da­gegen die Situation noch immer in den von den eigent­lichen Macedoniern, d. h. von denen bulgarischer Natio­nalität, bewohnten Gebieten Macedoniens. Diese, welche bcn den 2% Millionen Bewohnern Macedoniens beinahe die Hälfte, nämlich über 1 100 000, ausmachen, sitzen inr Innern und im Osten Macedoniens bis nach Seres' und Saloniki hin und im Westen voir Ochrida bis zur Eisen­

bahnlinie Mitrowitza-Saloniki. In dem letzteren Orte haben sich soeben die blutigsten Ereignisse der von den offiziell aufgelösten macedonischen Comitös ins Werk ge­setzten Unruhen und Mord- und Brandscenen abgespielt.

Ter Umstand, weshalb die macedonischen Los- reißungsbestrebungen sowohl für die Pforte als auch, und darin liegt der Schwerpunkt, für den Frieden Europas besonders gefährlich sind, ist der, daß diese Bestrebungen von Bulgarien aus offen unterstützt werden. Gewisseil bulgarischenPolitikern, an derenSpitze der ehrgcizigeFürst Ferdinand sieht, ist die bulgarische Grenze längst 31 t eng, und sie träuineir den schönen Traum von einem König­reich Groß-Bulgarien, welches vom Bosporus bis zum Hafen von Saloniki seine Fittiche ausbreiten soll. Aber wenn Fiirst Ferdinand geglaubt hat, sich durch die Schandtaten des von ihm offiziell aufgelösten und offiziös unterstützten macedonischen Comitds seinen ehrgeizigen Plänen zu nähern, so befindet er sich in einem schweren Irrtum, und er isNchlecht beraten worden.

Tie neuesten Schandtaten der macedonischen Mord­brenner haben die Mächte in der Erkenntnis bestärkt, daß diesem Treiben gegenüber rücksichtslose Energie am Platze ist, und daß vor allem der bulgarischen Regierung ein Dämpfer aufgesetzt werden muß. Man hat in Bulgarien darauf spekuliert, bei dieser Gelegenheit zwischen Öster­reich-Ungarn und Rußland Unfrieden säen und so im Trüben fischen zu können. Diese Spekulation hat sich er­freulicher Weise als falsch erwiesen. Das österreichisch­russische Balkanabkommen hat sich, wie bisher, so auch jetzt bewährt, und die Maßnahmen beider Mächte zeigen, daß sie entschlossen sind, ihre Friedenspolitik auf dem Balkan weiter zu verfolgen. Die Alarmnachrichteil über Sonderabsichten und Sonderaktionen einzelner Mächte verdieneir keinen Glauben, denn die interessierten Mächte sind fest entschlossen, den statu« guo auf dem Balkan aufrecht zu erhalten, da der macedonische'Brand, wenn er jetzt glicht unterdrückt oder wenigstens lokalisiert wird, leicht einen Weltbrand entzünden könnte.

Diese Gefahr karm, wie scholl betont, als ausge­schlossen gelten, wenn man auch bei der weiteren Ent­wickelung der Dinge in Makedonien noch auf manchen Zwischenfall gefaßt sein muß. Jede Lösung der orienta­lischen Fragen ivird eben auf absehbare Zeit infolge der komplizierten Verhältnisse auf dem Balkan immer nur eine provisorische und höchstens partielle bleiben müssen. Im Jahre 1877 äußerte Fürst Bismarck einmal auf einem parlarnentarischen Abend, seit zwei Jahreil wisse er ganz genau, auf welche Weise die orientalische Frage am leichtesten zu lösen sei. Als alles ihn überrascht und erwartungsvoll ansah, fuhr er fort und mit diesem Wort möchten auch wir schließeir: „Indessen, da ja die orienta­lische Frage Deutschland nicht interessiert, schweige ich lieber darüber!" *

lid. Berlin, 6. Mai. Nach Konstantinopeler Depeschen wurde vorgestern in Geogeli bei Saloniki ein Dy na» mit-Attentat auf das Pvstgcbäude von einem Bul­garen versucht, jedoch vereitelt. — Nach einer Wiener Depesche wird der „Neuen Freie Presse" aus Saloniki berichtet: Nachträglich ist unter dem Gebäude der Olto- manbank eine große Mine entdeckt worden, die bestimmt war, die Bank, das türkische Postgebäude und das ganze europäische Viertel in die Luft zu sprengen. Von einem Fleischerladen gegenüber der Bank führt ein unter­irdischer Gang, der fast zwei Meter hoch und einen Meter breit ist und mit Holz ausgekleidct war, unter das Bank­gebäude und von dort weiter unter die Häuser des euro­päischen Viertels. Unter der Bank fand man eine grotzr Menge Dynamit, eine elektrische Batterie, Werkzeuge und eine elektrische Leitung nach außen. Bei der Ex­plosion der großen Sprengbombe in der Bank stürzte eine Mauer des Bankgebäudes ein. Durch die Erschütte­rung wurde die unterirdische Leitung zerstört und so die Explosion der Mine verhindert. Bon den Fenstern des bulgarischen Hotels gegenüber der Bank wurden kleinere Bomben mit brennenden Lunten auf die Straße ge- worfen.

wb. Paris, 6. Mai. (Meldung der „Agence Havas".) Am 2. Mai fand bei Ochrida ein Zusammenstoß zwischen Aufständischen und einem türkischen Bataillon statt. Da­bei sollen 70 Aufständische getötet und 21 verwundet wor­den sein. Gegen hundert türkische Soldaten seien ge­tötet, zehn Offiziere und sechs Soldaten verwandet. Nach Werissowitz wurde Kriegsmaterial geschafft. In Saloniki, das noch immer von Militär bewacht wird, herrscht Ruhe.

lid. Berlin, 6. Mai. Nach den letzten Berichten aus Belgrad ist es in Macedonien wieder zu heftigen Kämpfen zwischen türkischen Truppen und bulgarischen Banden gekommen. — Bei Malesch, wo die Bulgaren auf türkische Soldaten Bomben warfen, sielen 50 Bulgaren. 40 türkische Soldaten wurden teils getötet, teils ver­wundet. In dem %mpfe bei Kundina, der 24 Stunden dauerte, fielen mehrmals 50 Bulgaren. Bei verschiedenen weiteren Gefechten betrug die Zahl der getöteten Bul­garen insgesamt hundert. — Wie dem „B. L.-A." aus Konstantinopel telegraphiert wird, sind nach amtlichen Meldungen aus Prischtiua die altserbischen Städte Jpek, Djakova und Novibazar von den Albanesen von allem Verkehr abgesperrt. Offizielle Kreise glauben, daß dort eine große Masse von Albanesen stehen, die sich zu einem bedeutenden Gewaltstreich vorbereiten. — Aus Buda­pest berichtet dasselbe Blatt, daß Schakir Pascha 22 Alba- ncsenftthrer gefangen genommen hat, die in Asien inter­niert werden sollen. Die Haupt-Rädelsführer befinden sich aber noch in Freiheit. — Uber London wird aus K 0 n st a n t i n 0 p e l gemeldet, daß die Botschafter Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens der Pforte mitgetcilt haben, sie würden formelle Ansprüche auf Schadenersatz für die in Saloniki bei den Ruhe­störungen ihren Landsleuten zugefügten persönlichen und

ia Ply. tnadia“ s Dovet nmend, „Dort. . April rt. D, 9. April mburg 1. Mai .rt. v ’enerife '-tasien iremer. nmend, Hellas“ West- re. D. ansiert. ). April ia“ auf Shang. mrgens Ham­it mend, le. D. nmend, 'ictoria igovia* pril in Plata F 330

rmreai) de.) wyork, m. D. ). April

vajüts-

isda tacbm. 1 “ von 1 . von und 1 “ von lachm.

Feuilleton.

MMelmeer-Sriefr.

Von Wilh. F. Brand.

IV.

Palermo la Felice.

„Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele", sagte Goethe, „hier ist erst der Schlüssel zu allem."

Was nützt demnach den vielen Tausenden von Reisen­den ihre Tour durch Italien, wenn sie nicht bis hierher gekommen, wenn sie den „Schlüssel zu allem" nicht ge­sunden haben. Es hilft alles nichts, die Reise muß noch einmal gemacht und dann bis nach Sizilien ausgedehnt werden.

In welch verschiedenen Dingen suchen aber wohl selbst diejenigen den besagten Schlüssel, die nach Sizilien wirklich gekommen! Ein norddeutscher Ritterguts­besitzer, mit dem ich hier zusammengetroffen, erblickt den Hauptunterschied zwischen Sizilien und dem übrigen Italien in der Cavalleria rusticana — wie diese sich in den mit wunderbaren Bildnissen in krassester Farbe be­malten Bauernwagen und in dem ebenso bunten Aufputz ihres Pferdegeschirrs äußert. — In der Tat, darin suchen die Bauern hier ihren Stolz, und dieses unter­schiedliche Merkmal ist auch gewiß viel mehr in die Augen springend, als was wir sonst etwa unter sizilianischer Bauernehre uns auszumalen geneigt sind, was aber doch schließlich in ganz Italien, ja in der ganzen Welt in viel ähnlicherer Form auftritt. Schlachteubilder und Schiffbruchsschrecken, Bibelscenen und Garibaldi- Taten — was finden wir nicht alles auf den Bauern­karren Siziliens angestrichen. Aber „der Schlüssel zu allem" liegt darin am Ende doch nicht.

Wie haben sich die Menschen alle Zeit darum bemüht! Wie viele Völkerschaften haben sich tatsächlich das herrliche Jnsclland erschlossen — freilich auch nicht im Goetheschen Sinne des Wortes — indem sie Besitz davon ergriffen; das Land, wo einst die Cyklopen hausten, die Lotophagen und Lästrygonen. Wie hat es die verschiedensten Völker­schaften wieder und wieder angezogen, die Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Goten, Sarazenen, Nor­mannen, Deutschen, Neapolitaner, Spanier, Engländer.

— Was für eine Geschichte hat dieses Land aufzuweisen! Welche entsetzlichen Blutbäder!

Und alle diese Völkerschaften haben ihre unauslösch­lichen Spuren hinterlassen, weshalb mau Sizilien treffend auch wohl als das archäologische Museum Europas bezeichnet hat. Denn hier finden wir noch die Höhlen, in denen die Cyklopen gewohnt haben mögen, sowie Bauten, deren Grundlagen unzweifelhaft von Phöniziern und Karthagern gelegt worden, wie auch Tempel und Theater der Griechen. Ja, es gibt mehr griechische Tempclruinen auf Sizilien, als in ganz Griechenland zu finden sind. Hier können wir auch noch Aquädukte und Amphitheater von Römerhand gewahren, sowie Moscheeen der Sarazenen; während dem gegenüber die zahllosen normannischen Kirchen und Burgen schon einen gewissen modernen Anstrich aufzuweisen scheinen.

„Siziliens Überreste aus dem Altertum gehören zu den großartigsten und herzerhebendsten der Welt", sagt Renan. Und wenn wir so vor dem großen Tempel von Segesta stehen, der majestätischen Ruine in unheimlicher Einsamkeit, oder die steilen Gassen des modernen Girgcnti hinaufsteigen, des altersgeheiligten Akragas, „der schönsten Stadt der Sterblichen", wie Pindar sie nennt, oder in dem griechischen Theater zu Syrakus Platz nehmen, inmitten all des Verfalls, in der Ferne das tiefblaue Jonische Meer und am nördlichen Horizont den schneeigen Dom des mächtigen Ätna, wem tut sich da das Herz nicht auf ob all der Pracht, die uns Natur und Kunst, Geschichte und Sagen dieses zauberhaften Landes bietet.

Was Wunder, wenn es auch von bcn größten Geistern aller Zeit verherrlicht worden ist, wie kein anderes. Hat nicht schon Homer sein Loblied gesungen, nicht volltönender noch Pindar, Theokrit, Cicero, Virgil, Strabo, moderner Schriftsteller garnicht zu gedenken? Mir ist es, als müßte ich einem Lande wie Sizilien alles, was nach Strabo kommt, schon als — modern bezeichnen.

Und dieses Klima! Wenn Cicero behauptet, die Sonne scheine hier jeden Tag ohne Ausnahme, so ist das natürlich unbedingt zutreffend, ausgenommen, was die Ausnahmen anbelangt; und diese sind jedenfalls seltener als Ausnahmen anderer Art, für die derselbe Mann durch anderweitige Redewendungen und Formbildungen noch heute unserer lieben Jugend gegenüber sich verant­

wortlich gemacht, manchem Alten aber noch immer eine umso größere Freude bereitet.

Auch Bädeker, der in solchen Dingen wohl zuver­lässiger ist als Cicero — ich meine natürlich in der objek­tiven Beurteilung eines Klimas —, kann dasselbe nicht genug rühmen und hebt insbesondere seine Gleichmäßig­keit hervor, in der cs wohl höchstens Madeira nachstehe.

Das gilt vornehmlich auch von dem herrlichen Palermo. Die Hauptstadt des ganzen Jnsellandes, eine der bedeutendsten Universitäten ganz Italiens, mit einer guten Oper, trefflich gehaltenen Straßen und Garten­anlagen, ringsum von bedeutenden, höchst malerischen .4 Höhenzügen umgeben, an einer unvergleichlich schönen Meeresbucht, inmitten einer üppigen Vegetation der Ebene Conca D'Oro gelegen, führt es seit der Zeit der Spanier nicht ohne Grund schon den Beinamen „la Felice". „Conca" bezieht sich auf die breite, abgerundete Form des Tales und heißt die Schale oder Muschel; und goldig ist sie wohl ihrer außerordentlichen Fruchtbarkeit wegen genannt. Indessen, wenn wir von einer Höhe wie der des Monreale auf die in goldigem Schimmer strahlende Bucht schauen und die ganze reiche Ebene bis an die Stadt hin mit Orangen- und Zitronenhainen be­deckt finden, aus denen die Massen der goldenen Früchte uns cntgegenleuchtcn, so möchten wir diese „Muschel" schon deshalb als goldig bezeichnen.

Freilich ist Palermo ja auch der Hauptsitz der be­rüchtigten, noch immer so viel von sich reden machenden „Mafia". Indessen, sie muß ihr Geschäft doch recht im geheimen betreiben. Jedenfalls dürfte für den Reisen- ' den hier jetzt überall eine ebenso große Sicherheit herr­schen, wie bei uns. Es ist mir wenigstens ausgefallen, wenn ich nachts durch die Straßen der Stadt wanderte — und es war zuweilen sogar recht spät, ist doch auch die Oper stets erst geraume Zeit nach Mitternacht vorüber —, wie wenig Polizei und Nachtwächter für eine so große Stadt mit 273 000 Einwohnern anzutrcfsen waren. Das mag nun an sich nicht gerade geeignet sein, Beruhigung zu gewähren, indessen, diese Organe der öffentlichen Sicherheit scheinen in der Tat wenig von nöten zu sein. | Und erklärt nicht auch Mommsen, er fühle sich in Sizilien sicherer als im Berliner Tiergarten?

Welche Schätze aber interessanter Bauwerke ver­gangener Zeiten finden wir hier zusammcngedränat'

__