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Verlag LauggaKe 21'

geSKner Mm 8 Uhr morgens bi» 7 Uhr obend».

' WSchenttich

g**rct» für beide 5»u*g«i>tu: 79 Pjg. «onarljch, M. 2.- bierieljährllch durch den «erlog zeche 2». atne »rio^rloh« ®. 3.— virrt-liöhrbch durch olle dentichen Pofionitolle», aus^chiirgli^ . . Im». — Begogb»vetteilungen nehmen -ngerdem entgegen: in SieSdaden die Zweigiteke BiS- worckrmg 18, sowie die Ausgabestellen in allen Teilen der stadt; in Biebrich: die dortigen Aus­gabestellen und in den benachboncn L-ndorien und im Rheingau die betreffenden Tagblott-Träger.

mstt^s.^str^l^^c^usg^bls^llhc nachmittags Berliner Schriftleitnng des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-Wilmersdorf Güutzelstr. 66, Frrnspr.: Amt Uhland 450 u. 451. ^agen und Plätzen wird keine Gewähr ubemommen.

12 Ausgaben.

Fernruf r

„ToMott-H««»" Nr. ««58-53.

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Kür die Ausnahme von Anzeigen an vorgeschriebcnen

Donnerstag» 19. August 1915.

Morgen - Ausgabe.

Nr. 383. ♦ 63. Jahrgang.

Brest-Litowsk am westlichen Bugufer eingefchlosten.

20 Geschütze bei den wetteren Eroberungen vor Nowogeorgijewsk erbeutet und 600 Ge­fangene gemacht. — Der Übergang imKamionKa- abschnitt erzwungen. — Die Russen in die Vor­stellungen von Brest-LitowsK geworfen.

Der Tagesbericht vom 18. slugust.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 18. Aug. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

In den Vogesen erfolgten durch sehr erhebliche Munitionseiusetzung vorbereitete französische Angriffe gegen Schratzmännle (nördlich von Münster) und unsere Stellung südöstlich von Sondern«ch. Durch Gegenstöße wurden eingedrungene feindliche Abteilun­gen aus unseren Gräben zurückgcworfcn. Südöstlich von Sondernach sind völlig zerschossene kleine Graben- > stücke im Besitz der Franzosen geblieben.

Destlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Krudenburg.

Die Festung Kowno mit allen Forts und un- | zähligem Material, darunter weit mehr als 408 Ge- ' schütze, ist seit heute nacht in deutschem Besitz. Sie wurde ttotz zähesten Widerstandes stürmender Hand genommen.

Die Armeen der Generale v. S. ch o l z und v. GaIl- w i tz dringen weiter nach Osten vor. Ihre vordersten Abteilungen nähern sich der Bahn Bialostok- B i e l s k.

Vor Nowogeorgijewsk wurden 2 wertere Forts der Nordostfrvnt erstürmt, 600 Gefangene ge­macht und 20 Geschütze erobert.

Heeresgruppe des Gsneralfeldmarschalls

Prinz Leopold von vapern

Der linke Flügel traf gestern im Kamionka- Abschnitt beiderseits S i e m i a t y c z e und am Bug bcr Fürsiendorf (südöstlich von Siemiatycze) auf er­neuten starken Widerstand. Der Übergang über die Ab­schnitte wurde erzwungen, der Feind geworfen. Der rechte Flügel erreichte das Bug-Südufer.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.

Die Heeresgruppe hat ihren Gegner über den Bug «nd in die Vorstellungen der Festung Brest- Litowsk geworfen.

Östlich von Wlodawa dringen unsere Truppen über die Bahn Cholm-Bre st-Litowsk nach Osten

vor. Oberste Heeresleitung.

* •

ver Etnschlietzungsring um Brest-Litowsk auf dem westlichen Vugufer geschlossen. — vas Südufer bei Janow vom Feinde gesäubert. — Abermals vier italienische Angriffe im Görzischen abgeschlagen. — Erbitterte Kämpfe um den Brückenkopf von Eolmein.

ver österreichisch-ungarische Tagesbericht.

[ W. X.-B. Wien, 18. Slug. (Nichtamtlich. Drahtbericht.)

Amtlich verlautet vom 18. August, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz^

Die Truppe»» des Feldmarschalleutnants v. Arz trieben» während deutsche Kräfte längs des linken Bngufers vorgingen, die Russen beiderseits der auf Biala heranführenden Straße in den Bereich der Festungsgeschütze von Brest-Litowsk zurück. Der Einschließungsring auf dem w e st - lichen Ufer ist geschlossen. Im Raume von I a n o M säuberte die Armee des Erzherzogs Joseph Ferdinand das Südufer des Bug vom Feinde. An unserer Front in Ostgalizien fiel nichts von Bedeutung vor.

Italienischer Kriegsschauplatz.-

Auf dem italienischen Kriegsschauplatz wurde gestern an der küstenländischen Front heftig gekämpft, während im Kärntner Grenzgebiet verhältnismäßig Ruhe herrschte, in Tirol aber das schwere Gcschützfcucr des Feindes «»»hielt und einige kleinere Jnfanteriegefechte statt- faudeu. Im G ö r z i s ch e n wurden vier gegen San Martina geführte Angriffe der Italiener abgeschlagen. S« dem Görzer Brückenkopf herrscht nach wie vor ziemlich Ruhe, dagegen tobt um den Brückenkopf von Tolm ein rin erbitterter Kanrpf. Auch hier f ch e i t e r t e n vier feind­

liche Angriffe. Ebenso mißlangen alle Barstöße des Gegners gegen unsere Hötzeustelluug »»ördlich des Tolmeinrr Brücken­kopfes. Im Tiroler Grenzgebiet wurden italienische An­griffe auf dem Toblinger Riedal (Drei - Zinnrngebiet) und gegen Milegna (Plateau von Folgaria) abgewiesen.

Gehobenen Sinnes, erbaut durch die Erinnerung an schwere Feuerproben und heißrrkämpste Siege, begeht heute in Nord und Süd die k. k. Armee auf dem Schlachtfeld«: das Ge­burtstagsfest des obersten Kriegsherrn. Eines Geistes in stolzer Zuversicht erneuern die unter den Waffen stehenden Söhne aller Böller des Reiches ihr Trengelöbnis, das in den verflossenen 12 Moiiaten so viel der Besten mit dem Blute besiegelt haben.

Der Stellvertreter deS EhefS des Gcncralstabes: v. Höf er, Fcldmarschalleutnant.

*

Die dritte Beschießung von pellagosa.

Am 17. Anglist beschoß eine unsere» Flottillen zum dritten Male die von de» Italienern besetzte Insel Pellagosa, während zugleich ein Flieger über der Insel mit Bomben. Maschinengewehren und Fliegerpfeilen operierte. Hierbei wurde das seit der letzten Beschießung wieder znu» Wohnen l-rrgerichtete Leuchtturmhaus zer­stört. Baracken und Zelte wurde»» in Brand geschaffen, ein G e s ch ü tz e m p l a c e m c»: t demoliert, melnerr MaterialdrvotS, einige am Strand anfgestapelte Materiakhaufen und mehrere Boore vernichtet. Die Besatzung hielt sich im Schützengraben und unter den Unterständen ver­steckt und leistete keinen Widerstand. Feindliche Scestreit- kräftc wurden nicht gesichtet. Flotten komm ando.

*

Der Personenverkehr über Brest-Litowsk hinaus eingestellt.

Br. Stockholm, 18. Aug. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Auf der Bahnlinie Moskau-Brest-Litowsk ist der Brrkehr von Personenzügen über Brest-Litowsk hinaus e i n - g » st e l l t worben. Die Direftiousfiliale der genannten Bahn Brest-Litowsk ist nach Moskau verlegt worden.

Der Verleumdungsfeldzug unserer Feinde.

Das neue Märchen von einer deutscher Verschwörung in Rußland.

W. T-B. Mailand, 18. Aug. (Nichtamtlich.) Der „Se- colo" meldet aus Rom: Nach Nachrichten aus London und anderen Hauptstädten des Viewerbandes ist 'n Rußland eine weitverzweigte deutsche Verschwörung aufge­deckt worden. Es scheine erwiesen, daß Deutschland seit mehreren Jahren Agenten unterhielt, die ihre Netze selbst bis in die geheimsten Ämter der Landesverteidigung spannen. Hauptsächlich waren deutsche Junker aus den balti­schen Provinzen an der Verschwörung beteiligt, denen für den Fall eines deutschen Sieges und einer Annexion Kurlands und Esthlands Reichtümer und Ehren­stellen versprochen wunden. So war es möglich, daß der deutsche Generalstab bei Kriegsausbruch auf das genaueste über den Bestand der russischen Art-llerie und Munition unterrichtet war und Bescheid wußte, daß nach dem Plan des Generals Suchomlinow die Inbetriebnahme neuer Fabriken bevorstand, durch die die Herstellung von Munition vervierfacht werden würde. Das war einer der Gründe für Deutschland, den Krieg zu überstürzen, da man wußte, daß die russischen Munitionsvorräte in 7 bis 3 Monaten erschöpft sein mußten.

In dem Verleumdungsfeldzug unserer Feinde wird jetzt also das neueste Märchen von der angeblichen Entdeckung einer deutschen Verschwörung in Rußland verbreitet. Da natürlich irgend jemand an dem Verlust Kurlands und den neuesten Niederlagen der Russenheere schuld sein muß, so hat man jetzt entdeckt, daß es deutsche Junker in den balti­schen Provinzen sind, die Rußland verraten haben. Der Zweck dieser neuen feindlichen Machenschaften ist zu durch­sichtig, als daß man weitere Worte darüber verlieren möchte. Schriftltg.

Schwedens Vermittlerrvlle im dentsch-russischen Schwerverwundctenaustausch.

W■ T.-B. Stockholm, 18. Aug. (Nichtamtlich.) Anläßlich der über Schweden begonnenen Auswechslung invalider Kriegsgefangener hat König Gustav in einem Tele­gramm an die Kaiser von Deutschland, Qsterreich-Ungarn und Rußland seine Freude und Befriedigung ausgesprochen, die er und das schwedische Volk empfinden, diese Arbeit im Dienst der Humanität ausführen zu können. Von den Ge­nannten hat der König Antworttelegramme erhalte»», in denen diese in wärmsten Worten ihre Dankbarkeit dem König und dem Volke von Schweden gegenüber ausdrückeo-

Die russische Minksterkrisis.

Eine Audienz des früheren Finanzministers Kokowzow beim Zaren?

Br. Petersburg, 18. Aug. (Eig. Drahtbericht. Zens. Bin.) Kokowzow s Rückkehr von seinem Gut nach Petersburg, die angeblich auf hohe telegraphische Weisung erfolgt sein soll, ist hier Gegenstand vielfacher Erörterungen. Unmittelbar »ach seiner Rückkehr hat bei Kokowzow eine Sitzung eines Teils der Reichsratsinitglieder stattgesunden. Man spricht von einer bevorstehenden Audienz Kokowzows in Aarskoje Sjelo. In der Preffe wird jetzt auch gegen den Eisenbahn^ minister R u ch l o w, die letzte «ltrareaktionäre Säule des alten Goremykinischen Kabinetts, ein scharfer Feldzug eröff­net. Man behauptet, die Verlotterung des russischen Bohnwesens habe ebenso wie die Mitzftände im Kriegsnnniste- rium zu den bisherigen militärischen Niederlagen beitra­gen und fordert eine parlamentarische oder gerichtliche Unfi 1ersnck»!Ng.

Br. Genf, 18. Aug (Eig. Drahtbericht. Zens. -Bin.) SÄlte Goren-Ykins Rücktritt Tatsache werden und an seiner Stelle Kriwoschein das Präsidium des Ministeriums übernehme»», so würde Ssasonow vorläufig Minister des Auswärtigen bleiben. Falls Ssasonow aber sein Abschiedsgesuch erneuert, so hätte einer der beiden G i e r s die meisten Ansichten. An Jswolski denkt Kriwoschein nicht. Im neuen Kabinett würde Fürst Wolkonsky, der beim Zaren sehr beliebt ist. ein«, starkes Einfluß anSüben.

Kaiser Franz Ioschchs Geburtstagsfeier.

W- T -B. Wie«, 18. Aug. (Nichtamtlich.) Kaiser Fmnz Joseph wohnte heute früh 7 Uhr einer stillen Messe im Schön­brunner Schlosse bei, an der Prinzessin Gisela von Bayern mit dem Prinzen Konrad, der Erzherzog-Thronfolger »n»t Gemahlin, Erzherzog und Erzherzogin Franz Salvator und Erzherzogin Auguste beiwohnten. Der Geburtstag des Kaisers wird in der ganzen Monarchie durch Gottes- dienste und Kriegswohltätigkettsverarsitalttrngen fesüich be­gangen. Dem Gottesdienste im Wiener Stefans-Dom, den der Kardinal Piffl abhielt, wohnten die Minister, die Hor- und Staatswürdenträger bei.

ver Krieg gegen England.

Unsere D-Voote an der Arbeit.

Treibende Wracks und Holzladungen in Unmassen.

Berlin, 18. Aug. (Prwatdrcchtderrcht.) Das „B. T." meldet aus Stockholm: Wie „Astonbladcd" zu mel­den weiß, haben auf der Nordsee ankommende Fisch­kutter beobachtet, daß kolossale Wrackmassen auf der Nordsee treiben, die aus den Resten von tor­pedierten Schissen , sowie aus Holzladuu - g e n bon Schissen bestehen. Die Fischer erklären, daß sic niemals, auch nicht nach dem stärksten Orkan Zer­störungen von einem derartigen Umfaug gesehen haben.

Ver Fall „William p: Frpe".

Rotterdam, 18. Aug. (Zens. Rln.) Reuter meldet atts Washington: Die Antwort der Vereinigten Staaten anl Deutschland wegen dar Aerferchung des Segelschiffes „William P. F r y e" wird heute versandt. Der deutsche Vorschlag aus SchabenSersatzleijttMg wird angenommen, jedoch der Vorschlag auf schiedsgerichtliche Entschewung über die Auslegung des Verttages zwischen Preußen und Amer-ikq aLgelehnt.

Die Engländer schießen ans ein eigenes Flugzeug.

W. T.-B. Amsterdam, 18. Awg. (Stichi-mnMch.) Hier ein- getroffen«« amerikanischen Blättern zufolge berichtet die „Associated Preß", aus ' Southend, daß zwei Komp.-tznien Territoriale, die vor Southond in Garnison lagen, Mitte IM ein eigenes Flugzeug hernntergeschossen haben. Man versuchte, den Vorfall tot zu schweigen. .

Schwere englische Verluste.

Rotterdam, 18. Aug. (Zens. Mn.) Di« englische Verlustliste vom 10. Aiogust meldet den Tod von 8 Offizieren, 60 Offiziere sind verwundet. Außer­dem werden am 31. Juli 1392 Mann als getötet, verwundet oder vermißt bezeichnet. Don der Flotte sind 1 Offizier getötet und 186 Mann getötet, verwundet oder vermißt.

Englische Soldaten als Strahenräuber.

Amsterdam, 18. Aug. (Zens. Bln.) In England wurden in der letzten Zeit mehrere englische Soldaten wegen Stra- ßcnräuberei verhaftet. Die Täter ttieben besonders »m