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Kommission bestehe, und daß an dieselbe die Anglieöerung
^ner deutschen Sektion geplant gewesen sei. Von einer Abschaffung des Verbots des Getreide-Terminhandels könne keine Rede sein. — Staatssekretär Posadowsky wiederholt nochmals, daß das Reich Gelder für eine solche private Vereinbarung nur hergeben könne, wenn die Bedingung erfüllt sei, daß lediglich objektive Feststellungen wirtschaftlicher Tatsachen bezweckt und garantiert seien. — Aog. Rösicke - Kaiserslautern (Bund der Landw.) meint, an einer objektiven Statistik seien doch alle interessiert, vor allem aber die Landwirtschaft. Der Getreide- Terminhanöel dürste unter keinen Umstünden wieder hergestellt werden. Durch dessen Beseitigung seien die Auswüchse des Börsenverkehrs gleichfalls beseitigt worden. Pflicht der Regierung sei es, dafür zu sorgen, daß die Bauern davon unterrichtet würden, zu welchem Preise sie die Ware auf den Markt bringen sollten. — Abg. Gotyein (freis. Ver.) ist sehr für eine Verbesserung der Staftstik, hält dagegen eine private Vereinigung aber nicht für nötig. — Bei dem Titel Reichs-Kommissariat für das Auswanderungswesen äußert Abg. Cahensly (Zentr.) seine Genugtuung über die Tätigkeit dieses Kommissariats. — Bei dem Titel Reichs- Schulkommission weist Abg. Pach nicke (freis. Ver.) darauf hin, daß die Kommission die Zustände auf der Ritterschaftsschule in Luebthen gerügt habe, aber einstweilen ohne Erfolg. In einem Comitck habe die Ritterschaft als Grundsatz aufgestellt, daß es gut sei, den Kindern nur so viel von Religion, Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen, daß sie in ihrem bisherigen Stande das Fortkommen finden, also eine Art Schollenzwang. Auch die Anstellungs-Verhältnisse für die Lehrer feien in Mecklenburg beklagenswert. Bei dem ritter- schaftlichen Seminar in Luebthen müßte das Reich ein- schreiten. Am besten würde die Einführung Mecklenburgs in die Reihe der Staaten mit Verfassung sein. — (Vizepräsident Büsing bezeichnet diese letztere Bemerkung üls nicht in den Rahmen des vorliegenden Titels hinein- jgehörig.) — Abg. H e r z f e l d (Soz.) wünscht ein Reichs- .Volks-Schulgesetz, das seitens der Reichs-Schul-Kom- mrsston ausgcarbeitet werden müsse. Auch ein Reichs- Schulamt sei erforderlich mit entsprechenden Befugnissen. Alls der Redner auf die schlechte materielle Lage der Lehrer in Mecklenburg eingehen will, wird dies vom Vizepräsidenten Büsing als unzulässig bezeichnet, da dies keine Reichsangelegenheit sei. — Mg. Rettich lkons.) bezeichnet die Schilderungen des Vorredners für übertrieben. — Abg. Sattler (nat.-lib.) wendet sich (gegen den Abg. Herzfeld. — Abg. Pachnicke (freis. Ver.) führt aus, das Traurige in Mecklenburg sei, daß fast die ganze Bevölkerung dort ausgeschlossen sei von jedem politischen Recht. (Der Vizepräsident Büsing bemerkt, auch dies gehöre nicht hierher.) Redner bittet üm Schaffung besserer Zustände in Mecklenburg. — Staatssekretär Posadowsky erklärt in Abwesenheit Des mecklenburgischen Bevollmächtigten, mit dem Volksschulwesen habe die Reichs-Schul-Kommission nichts zu tun. Übrigens gingen diese hier berührten Fragen das Reich nichts an. — Abg. Pachnicke (freis. Ver.) hält das Reich für kompetent in diesen Angelegenheiten. — Nach weiterer kurzer Debatte wirb der Titel genehmigt - Morgen 1 Uhr: Fortsetzung. — Schluß 6 y 2 Uhr.
«L. Jahrgang- N».88.
Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
Berlin, 20. Februar.
Zweite Lesung des Etats. (Etat der Bergverwaltung.) — Die erste Rede des Abg. Prietze (nat.-lib.) und Ministers Möller gehen in der Unruhe des Hauses verloren. — Abg. Gothein (freis. Ver.) wendet sich gegen die Behauptung, daß die Löhne im gleichen Verhältnis steigen und fallen wie die Kohlenpreise und wünscht mehr Wohlfahrts -Einrichtungen auf den staat-
pr sich ein Herz: „Gabriele", begann er, „kennst du eigentlich meine Schülerin Miß Ellida, die Kunst reiterin?"
Die ruhige Stirn umwölkte sich. Es war das erste Mal, daß dieser Name zwischen ihnen beiden genannt »ourde. „Ganz flüchtig", antwortete Gabriele, „ich habe sie einmal hier im Flur gesehen."
„Die Mutter wird dir erzählt haben, welche Fortschritte das junge Mädchen in meinen Stunden gemacht
„Davon hat mir deine BÄrtter nichts erzählt."
„So? Nun, es ist gleich! So kann ich es dir sagen. Ich habe diese Stunden mit Widerwillen übernommen Eigentlich nur, uin Direktor Wöhrmann einen Gefallen hu tun. Ich bin aber anderer Meinung geworden. Das junge Mädchen ist bildungsfähiger. als ich gedacht habe. Die Stunden machen mir viel Freude."
„Das ist ja schön", antwortete Gabriele eisig.
„Du wirst eö nun verständlich finden, daß ich diese günstige Entwickelung nach allen Kräften fördern möchte Ich meine, das rst man dieser Seele schuldig, lvcnn man es so leicht kann."
„Gewiß!"
,,Jch vermag das aber nicht allein. Ich brauche eine Hülfe dazu, jemand, der das viel mehr kann als ich " Er machte eine Pause. Er hoffte auf ein Wort von ihr, das ihm half. Aber sie schwieg.
. „Ich sprach . darüber mit Direktor Wöhrmann. Er meinte, das einzige wäre, wenn sich ein junges Mädchen fände von Takt und vorurteilsfreier Herzensgüte, das sich dieser Kunstreiterin annähme. Er nannte eine junae Lehrerin, aber ich —."
„Du aber?" fragte sic schnell.
„Ich dachte an dich, Gabriele!"
„An mich?!"
Er hätte nie geglaubt, daß dieses lichte Antlitz sich so verdunkeln, diese stillen Augen so blitzen könnten.
„An mich also hast du gedacht? Das ist wirklich viel v°n din Erlaube nun, daß ich dir kurz und klar meine schroff' ^ fa0c: Dieses Nein klang hart und
lichen Gruben. Die Privatverwaltungen seien auf dem
besten Wege, den Staat zu überflügeln. — Minister Möller will das nicht ganz gelten laffen, hat aber auch auf seiner schlesischen Inspektionsreise den Eindruck empfangen, daß die Wohlfahrtspflege auf den privaten Gruben erstaunliche Fortschritte mache, und daß der Staat auf diesem Gebiete mehr leisten müsse. — Abg. G amp (frcikons.) verwahrt die Bergwerksbesitzer gegen den Vorwurf, daß sie ihre Arbeiter unangemessen behandeln. Abg. Hirsch habe das Verhältnis tendenziös dargestellt - Abg. S t ö tz e l (Zentr.) hält die Beschweren der Arbeiter für berechtigt und führt aus, daß die Arbeitgeber selber das größte Interesse haben, ihre Ar- beuer gut zu behandeln. - Abg. Dasbach (Zentr.) beschwert sich über schlechte Behandlung der Arbeiter im Bergwerksbetrieb Saarbrücken, speziell der Vertrauensmänner der Arbeiter, deren Versammlungen verboten wurden, und die auf ihre Beschwerde bei der Direktion keine Antwort erhielten. Es handle sich hier nicht um Sozialdemokraten, sondern um christlich gesinnte Arbeiter. - Ein Regierungskommissar erwidert, daß er der Sache nachgehen und die Beschwerden abstellen wolle, wenn sie begründet seien. Im allgemeinen aber wolle er bemerken, daß er das Gefühl habe, als ob man oarauf aus sei, im Saavrevier wieder die Melodie er- klingen zu lassen, die auf den Refrain ausläuft: Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will. Da habe die Bergwerksverwaltung alle Veranlassung, die Augen offen zu halten (Sehr richtig! rechts), um eventuell scharf zugreifen zu können. Wir denken nicht daran, das Koalitionsrccht der Arbeiter anzutasten, und beweisen den Arbeitern Vertrauen, indem wir sie bei der Befahrung der Gruben zuziehen. Dafür erwarten wir auch Vertrauen von den Arbeitern und können nicht dulden, daß dann gleich die Vertrauensmänner auftreten, um zu beraten, wie sie ihre Machtbefugnisse ausöchnen. Es mutz dafür gesorgt werden, daß nicht wieder Unruhe gestiftet wird wie vor 10 Jahren. Der Vorredner solle das Seinigc tun, um beruhigend zu wirken. — Nach weiterer unerheblicher Debatte wird die Forderung für das Oberbergamt in Dortmund gestrichen. — Bei Titel „Wohlfahrtszwecke" tritt Abg. Letocha (Zentr.) für eine Reform des Knappschaftswesens ein. — Minister Möller gibt die Reformbedürftigkeit zu. Die Reform sei abhängig von der Gestaltung der neuen Kranken- kassen-Novelle, die aber in dieser Session im Reichstag schwerlich noch zu stände kommen werde. Wenn der Reichstag in der nächsten Session dieses Gesetz erledige, werde auch sofort die Reform des Knappschaftsgesetzes vvrgelegt werden. — Der Rest des Etats wird ohne erhebliche Debatte bewilligt. — Morgen Gesetzentwurf, be treffend die Bildung eines Ausgleichsfonös, und Eisen bahn-Etat. — Schluß 3Z4 Uhr.
Kampf gegen das Zentrum aufrufen konnte. Wenn der Bogen überspannt werde, zerbreche er, das hätte sich auch Graf Crailsheim sagen müssen, wenn er bedachte, in welch schiefe Stellung er in letzter Zeit zur größten Partei Bayerns geraten wäre. Nach einem Privat-Telegramm desselben Blattes aus München erfolgte der Rücktritt Crailsheims, weil er in einer Meinungsverschiedenheit über die Kompetenz die Mehrheit des Ministerrates, darunter Podewil, gegen sich hatte.
lick. Berlin, 21. Februar. Graf Crailsheim bestätigte in einer Unterredung mit dem Münchener Korrespondenten des „B. L.-A.", daß Differenzen über den Umfang, der Konipetenzen des Vorsitzenden im Gesarnt- Ministerium und Ministerrat der Anlaß zu seiner Demission gewesen seien, und erklärte, daß sein Abgang kernen Systemwechsel bedeute. Sein Nachfolger, Baron v. Podewil, sei so reichstreu wie er. — Nach einer Münchener Depesche der „Morgenpvst" soll v. Podewil das Präsidium im Kabinett nur unter der Bedingung übernommen haben, daß noch weitere Verschiebungen im ^unsierlum stattfänöen, so daß dieses ein ausgesprochen partikularistisch-ultramontanes Gepräge erhalte. Finanz- mlNister v. Riedel werde wahrscheinlich noch vor seinem Jubiläum zurücktreten.
Deutsches
Zum Ministerwechsel in Bayern.
hd. Berlin, 20. Februar. Nach einer Meldung aus München überreichte der General-Adjutant v. Wiedemann im Aufträge des Prinzregenten dem Grafen Crailsheim ein wertvolles Ölgemälde. Als Nachfolger Podewils im Kultusministerium wird, nach dem „Berk Tagebl.", jetzt der Baron v. Heydte genannt, der zur Zeit Vortragender Rat im Kultusministerium und liberaler Katholik ist. Dagegen berichtet der „B. L.-A.", daß wahrscheinlich der Oberlandesgerichtsrat v. Thelc- mann vom Justizministerium in das Kabinett berufen, und der derzeitige Justizminister Miltner mit dem Kultus-Portefeuille betraut werden wird. — In Berliner amtlichen Kreisen legt man, demselben Blatt zufolge, dem Ministerwechsel keine übermäßige Bedeutung für die innere Politik des Landes bei. — Die „Germania" äußert sich heute abend zu dem Rücktritt des Grafen Crailsheim und sagt, derselbe möge sich jetzt als Minister £.®- f e L öer liberalen Presse bedanken, die an erster Stelle hetzte und schürte und n icht scharf genug zum
„Ich hätte dich nach unserem letzten Gespräch für weniger eingenommen, fiir etwas größer gehalten. Gabriele", sagte der Doktor empfindlich. „Gerade als Direktor Wöhrmann von der vorurteilsfreien Herzens gute sprach, dachte ich an dich."
„Ich habe keine Vorurteile in dieser Beziehung. Wer kennt wich hier in der großen Stadt? Was geht mich Eiire Geiellschaft an? Mag sie die Nase rümpfen, weirn ich mit der LAinstreiterin spazieren gehe, mir wäre es gleich."
„Und weshalb denn weisest du meine Bitte zurück?" „Aus zwei Gründen. Einmal will ich nicht gern mwas tun, was zwecklos ist. Ich würde ein großes Opfer bringen. und es würde nicht das Geringste nützen "
„Wer sagt dir das?"
„Nicht das Geringste", wiederholte sie unbeugsam.
, "Nicht nur unsere Anschauungen sind so grundver- schieden, unsere Lebenswege lausen in so entgegengesetzter Richtung auseinander, daß sie sich in seinem Punkte treffen können — unser Blut ist ein anderes. Und selbst da. wo ich mir vielleicht einbilden wollte, ich hätte einen gewissen Einfluß auf dieses Mädchen geübt, würde in der nächsten Sekunde ihr Blut, ihr Naturell nur um so urwüchsiger durchbrechen und alles das über den Haufen werfen. Ich glaube nicht an eine solche Beeinflussung." „Was sollte ich dann sagcm?"
„Das ist deine Sache. Vielleicht kommst auch du noch einmal zur gleichen Erkenntnis."
„Niemals", sagte er entschieden, „gerade jetzt nicht, wo glaube, die richtige Art gesunden zu haben, dem Herzen dieses Mädchens näher zu kommen, wo ich die sichtbarsten Erfolge gesehen habe." '
Ich gönne sie dir. Aber ich fürchte, die Grenze, über die du hier nie hinauskommst, ivird sich auch dir noch offenbaren." ’
Eine kurze Pause trat ein.
„Gabriele", sagte er dann mit schnellem Entschluß, alles, was du vorgrcbst. ist es nicht, was dir die Er- fullung meiner Bitte unmöglich macht. ES muß etwas anderes sein.
(Fortsetzung folgt.)
* Berlin 20 Februar. Nach einer Meldung auS Kiel sprach der Kaiser dem Chef der ostamerikanischen Kreuzer-Division seinen Dank für die Leistungen während der venezolanischen Blockade aus und hob mit Ge- ??6tuung hervor, das Schiff, die Kommandanten und die Besatzung hatten unter schwierigen Verhältnissen ihre Schuldigkeit in vollstem Matze getan.
* Zur offiziösen Vcglückwünschung des Papstes. Zn
der gemeldeten offiziösen Beglückwünschung des Papstes durchs die „Norddeutsche" bemerkt die „Nat.-Ztg.": Die , welche in diesem Ton ihre Glückwünsche dem Papste öarbringen, sind doch wohl nicht die Redakteure der „Norddeutschen Allgemeinen-Zcitung". Alle Welt wird vielmehr in dem vorstehenden Artikel eine Kund- 6^öung der preußisch-deutschen Regierung erblicken, und deshalb fordert sie den Widerspruch heraus. Von dem Privatleben öes Papstes will bas Regierungsorgan doch wohl nrcht sprechen, indem es ihn als „ein leuchtendes Vorbild für die gesamte Menschheit" bezeichnet, sondern seine Wirksamkeit als Oberhaupt der katholischen Kirche ist gemeint. Nun hat diese gewiß allen Anlaß, die Klugheit zu rühmen, mit welcher Leo XIII. die von seinem Vorgänger kompromittterte Stellung des Papstes wieder verstärkt hat,- aber wenn wir die Frage auf sich beruhen lassen, ob die Mohammedaner und Buddhisten, die doch auch zur „gesamten Menschheit" gehören, den Papst als ein leuchtendes Vorbild anerkennen, so kann jedenfalls mit aller Bestimmtheit gesagt werden, baß die Protestanten daL nicht tun,- denn all seine Klugheit und Diplomatie hat den Papst Leo XIII. nicht abgehalten, den Protestantismus wiederholt öffentlich zu verdammen, und damit in weiten, jedem päpstlichen Worte unbedingten Gehorsam zollenden Volkskreisen, auch in Deutschland, eine Gesinnung zu befestigen, deren frieden- störende Wirkung überall nur von Zeit, Umständen und Personen abhüngt. Man hat dies ja soeben wieder in Trier erlebt. Auch die sonstigen Ausdrücke der Verehrung, welche das Regierungsorgan dem Papste zu Füßen legt, sind in erstaunlicher Weise übertrieben."
* Ruudschau im Reiche. Nach einer Meldung des „B. T." aus Trier haben die geistlichen Dekanate von Kreuznach und Ehrang eine Zustimmungsadresse an den Bischof Korum zu seinem Kampf gegen die paritätischen Schulen gerichtet.
Das Kölner evangelische Presbyterium wendet sich in einer Resolution an das Königliche Konsistorium, eine entsprechend starke Kundgebung gegen den Kölner Kar n e v a l zu erlassen, unter Hinweis
Babel und Bibel.
Folgendes, schon kurz erwähntes Handschreiben unseres Kaisers an das Vorstandsmitglied der Deutschen ^Grenzboten""^' Admiral Hollmanu, veröffentlichen die
~n . .. , 18 . Februar 1903 .
, Mein lieber Hollmann!
Telegramm an Sie wird Ihnen die Zweifel behoben haben, welche Sie bezüglich des Schlußpassus des SÄ?« gehegt haben. Er ist vollkommen klar n verstanden worden und mußte daher so
?raae TV,“ ^hr lieb, daß durch Ihre An--
Materie des zweiten Vortrags nochmal ange- schmtten ward, und ich ergreife gerne diese Gelegenheit
aanr?vrchlcsen des Abzuges nochmals meine Stellung ganz klar zu präzisieren. u
einer Abendgesellschaft bei uns hatte Prof. Gelegenheit, mit Ihrer Majestät der Kaiserin und General - Superintendent Dryander einacbenü mehrere Stunden zu konferieren und zu debattieren, wobei ich mich zuhörend und passiv verhielt. Er verlies? dabei leider den Standpunkt des strengen Historikers und Assyrwlogen und geriet in theologisch-religiöse Schlüsse und Hypothesen hinein, welche doch recht nebelhaft oder gewagt waren. Als er aber auf das neue Testament kam bald klar, daß er bezüglich der Person unseres Heilandes so ganz abweichende Anschauungen entwickelte daß ich ihm darin nicht nur nicht folgen konnte, sondern meinem Standpunkte diametral entgegengesetzten konstatieren mußte. Er erkennt die Gottheit Christi nicht an und daher soll als Rückschluß auf das alte Testament dieses keine Offenbarung auf denselben als Messias cnt- bt l Affyriologe und forschende Ge. schichtschreiber auf und der Theologe mit allen seinen Licht- und Schattenseiten setzt ein. Auf diesem Gebiet kann ich nur dringend ihm raten, nur sehr vorsichtig «chritt vor Schritt zu gehen und jedenfalls seine Thesen nur in theologischen Schriften und in, Kreise seiner Kollegen zu ventilieren uns Laien aber, und vor allem die Orientgescllschaft, damit zu verschonen; vor deren Forum gehört das alles nicht. Wir graben auö und
