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«rresvavener xn<im<m (Morgen-i-iuSgave). Verlag: Lanqgaye «7

vor dem Ende des Jahres 1872 waren qlle in dem großen Abgrund verschwunden." Es war unvermeidlich, daß das offene System des Grabens in den Kratern er­loschener Vulkane — denn das sind die Äimberley- und De Beers-Mtnen — zu einem Ende kommen und durch unterirdischen Betrieb ersetzt werden mußte. Die offene Grube war am Schluß des Jahres 1882 über 400 Fuß gesunken, nnd die Unkosten wurden durch das Vertiefen oer Mine vermehrt. Als sie dann regelrecht organisiert wurden, entstand die Gefahr, den Markt mit Diamanten zu überschwemmen und dadurch ihren Wert zu ver­ringern; deshalb wurde die Ausbeute beschränkt. Im Zähre 1889 erlangte Rhobes durch Zahlung von 106 7,8 000 Mk. eine Verschmelzung der De Beers- und Kimberley-Mtnen und eine Kontrolle über die letztere.

* Eine elektrotechnische Studienreise unternimmt in diesem Jahre wiederum das englische Institut der Elektro-Jngenieure. Im vorigen Jahre hatte diese große Vereinigung bekanntlich ihren Weg nach Deutschland ge­nommen, um die großen wissenschaftlichen Anstalten und industriellen Schöpfungen ihres Fachs bet uns kennen zu lernen. Diesmal soll die Reise nach Ober-Italien gehen. -Die erste Besichtigung wird der berühmten elektrischen Eisenbahn des Veltlin-Tals gelten. In Eonio soll auch das Grab Voltas, diese jedem Elektriker heilige Stätte, chesuckit werden. Dann begibt sich die Gesellschaft auf der elektrischen Eisenbahn Varcsc-Mailand nach Mailand und ^wird unterwegs noch die großen Elektricitätswerke von >Legnano in Augenschein nehmen. Mailand hat sich be­reits eine so hervorragende Stellung in der elektrischen Industrie erworben, daß auf die Besichtigung der dortigen sachlichen Sehenswürdigkeiten zwei volle Tage gerechnet werden.

* Persische Tränenflaschen. Obschon es allgemein be­kannt rst, daß in Persien die Witwen ihre Tränen in Flaschen sammeln, um das Grab des verstorbenen Gatten damit zu besprengen, findet man doch die wirklich ge­bräuchlichen Tränenflaschen, die aus ivundervoüem blauen Glas gemacht sind, sehr selten. Sie haben eine Hohe von ungefähr 30 Centimeter, und da, wo sie am weitesten sind, einen ebensolchen Umfang. Europäer bekommen diese seltsamen Gefäße nur sehr selten zu Ge- stcht, da nur Lanöcsgenossen der großen Feierlichkeit bei­wohnen, bei welcher die Witwen oder auch die überleben­den Ehemänner so reichlich Tränen vergießen, daß sie in Flaschen gesammelt werden lönnen. Ähnliche Tränen- slvten werden alljährlich am Todestage Hassans, des Enkels von Mohammed, vergossen, der als der recht­mäßige Nachfolger des Propheten gilt nnd dessen Tod — wahrscheinlich ist er vergiftet worden — in den herz­erschütterndsten Tönen geschildert wird. Die Darstellung fernes Martyriums und desjenigen seiner Brüder, die Beschreibung von dem Jammer der kleinen Kinder, von chem Heldenmut der Gläubigen rc. bringen das Audi­torium in eine Stimmung, von der das allgemcrne, ver­zweifelte Schluchzen einen Begriff gibt. Die Frauen bedecken ihr Haar mit Stroh, welches den Sand der Wüste vorstellen soll, die Männer entblößen ihre Brust und schlagen die nackten Schultern mir schweren Ketten, bis das Blut herunterricselt, andere verwunden sich das Haupt mit Messern und Schwertern, und am zehnten Tage, wenn die Ekstase am höchsten ist, kann man den Weg, den der Pilgerzug genommen, an den Bliitspuren erkennen, die die Fanatiker hinterlassen.

* Scherze eines asiatischen Kaisers werden in der Zeitschrift „A travers le monde" erzählt. Der Kaiser von A n a m — um diesen handelt cs sich — hat hundert- strnfzig Frauen. Nur eine einzige von ihnen ist indessen von der französischen Regierung anerkannt. Tie anderen ,md besonders bemerkenswert wegen ihrer hervorragen­den Leistung in der Schwimmkunst. Wenn der Kaiser Wasservögel jagt, so haben seine Frauen das angenehme Geschäft, das erlegte Wild zu sammeln: wenn die Jahres- zeit rauh ist, holen sie sich dabei freilich Brustentzün-

<51. Zahrffttti«!. No. 23.

düngen, und gelegentlich bekommen sie auch eine Kugel

ab. Weniger gewalttätig geht es bei der alle drei Monate stattfindenden „Reise des Herrschers nach Saigon" zu. Dieser Ausflug, der in Wirklichkeit eine zel,»tägige Reise erforderte, wird auf eine höchst einfache Weise gemacht. Der Kaiser hat nämlich in seinen Gärten eine europäische Stadt in Miniatur errichten lassen,- eine Barke, in der man ein einfaches Feuer brennen läßt, damit der auf- steigende Ranch den Eindruck einer Dampf- yacht mache, gleitet über einen winzigen Bach: mit Stuck bedeckte Hütten stellen Tourane, Quinone und selbst Saigon mit der Generalresidenz dar, in der ein junger Anamite im Frack die Honneurs macht. Der Kaiser kommt an: Begrüßungen, Ceremoniell, Reden, Bankett, kurz, nichts fehlt der politischen Komödie, die von Than-Tai und seinen Genossen mit unerschütterlichem Ernst gespielt wird. Der Kaiser ist auch ein großer Freund seiner Frei­heit. Eines Tages stellten ihm die Mandarinen vor, daß ein Herrscher sich seinen Staaten widmen müsse und daß sie mit ihm für das öffentliche Wohl zu arbeiten wünsch­ten, daß besonders der Kaiser die Pflicht habe, lange über die politischen Dinge nachzudenken. „Gut", sagte der Kaiser, „kommt morgen früh!" Sie kommen und man führt sie in einen schönen Saal. Sic warten, aber der Kaiser erscheint nicht. Die Stunden, die sonst Ber- gnügungen und Mahlzeiten gewidmet werden, gehen hin, die Mandarinen langweilen sich und haben sogar Hunger. Erst als der Abend naht, kommt der Kaiser. „Entschul­digt mich. Ich habe lange, Eurem Rate folgend, über die Staatsangelegenheiten nachgedacht. Kommt morgen wieder." So ging es weiter. Schließlich drängten die Mandarinen den Kaiser nicht mehr, über das Staatswohl nachzudenken.

* Der Kampf um die Trikots. Aus London wird berichtet: Die Theaterwelt ist einigermaßen in Aufregung über die Angriffe, die ein Vikar von der Kanzel herab gegen die kurzen Röcke und die Trikots im Theater, die eine Verletzung der öffentlichen Moral bedeuteten, ge­richtet hat. Man fragt sich, ob ein neuer Krcuzzug be­ginnen soll. Einige Direktoren von Theatern nnd Sing- spiclhallen, die interviewt wurden, haben mit ihrer Ent­rüstung nicht zurückgehalten. Der Direktor der Alham­bra erklärte: „Wir lassen Trikots tragen, um eine künst­lerische Wirkung zu erzielen. Es gibt in der Kunst nichts, ivas die Schönheit der menschlichen Form überbieten könnte. Ein Direktor, der ein Ballett vorführt, in dem Frauen im Trikot auftreten, verletzt die öffentliche Moral nicht mehr als der Bildhauer, der in einer Ausstellung Studien nach dem Nackten zeigt .... Warum sinder man nicht auch die Art, wie sich die Frauen der Gesell­schaft auf dem Ball dekolletieren, unmoralisch?" Ein anderer Direktor erklärt, er könne nicht glauben, daß man die Predigt des Geistlichen ernst nehmen müsse,- diese ei eine schwere Beleidigung eines ganzen ehrenwerten Berufs. Auch eine Anzahl Geistlicher, die befragt wur­den, erklären, daß sie die Meinung ihres Amtsbruders keineswegs teilen.

* Das neue afrikanische Säugetier, das Okapi, dessen Entdeckung vor zwei Jahren so großes Auffehen erregte, ist seitdem zwar besser bekannt geworden, aber doch nur in ganz wenigen Exemplaren. Aus diesem Grunde ist der Expedition, die zur Feststellung der Grenze zwischen Uganda und Teutsch-Ostafrika am Semliki-Flutz von der englischen Regierung abgesandt worden ist, ein Natur­forscher beigegebcn, der in den großen Semliki-Wüldern nach dem Okapi suchen soll. Es wäre sehr wünschens­wert, wenn ein Exemplar dieses merkwürdigen, einer ganz neuen Familie angehörigen Säugetiers endlich auch nach Deutschland käme.

* Allerlei Lustiges vom Redaktionstisch veröffentlicht der Berner „Bund". Es sind journalistische „Stilblüten", die hier der Öffentlichkeit preisgegeben werden. Da wird

ländischen Völkern vor. Von diesen nahmen auch die Griechen die Sitte an, Ringe zu tragen. Auch die Römer huldigten diesem Gebrauch, der ihnen von den Sabinern überkommen war nnd wohl hauptsächlich den Zweck des Briefsiegels hatte. Doch durften anfangs nur Senatoren und Jxittex Ringe tragen. Siegelringe wurden in sehr früherer Zeit als eine Art Vollmacht zur Ausübung der Rechte ihrer Besitzer betrachtet, nnd man glaubte, daß Alexander der Große den Pcrdikkas zu seinem Nachfolger bestimmt habe, weil er ihm vor seinem Tode den Siegel­ring ubergab. Der Ring, den der Papst bei der In­vestitur den Bischöfen übergibt, deutet ihre Vereinigung mit Christus und der Kirche an. Der Austausch des Ver- .lobungsringes gilt als Zeichen des Versprechens unver- Prüchlicher Treue. Und heute, in der Zeit der Auf­klärung, ist es eine symbolische Handlung, vor dem Altäre die Ringe zu wechseln. Daß man sich hierbei der glatten, goldenen Reifen bedient, hat die sinnige Bedeu­tung, daß dem Ringe, der ohne Anfang und Ende ist, much die Treue gleiche. Sowie die Bestandteile des lRlnges aus edlem Metall sind, soll auch das Bündnis rein .fern, ohne Groll, Eifersucht und Mißverständnisse. Schön und sinnreich ist auch die Sitte unter Freunden, sich mit Ringen zu beschenken, als Symbol des Vertrauens und der Gemeinschaft.

* Der Spielkarten wird zum ersten Male Erwähnung in einem Schriftstück ans dem Jahre 1877 getan. Zwar ist ein anscheinend älteres Manuskript bekannt, in dem es heißt: Xon getti dadi, ne tocchi naibi (Würfle nicht, noch spiele Karten), doch ist nicht bestimmt festge- stellt, in welchem Jahre dasselbe verfaßt wurde. Die Abhandlung des Johannes Teutonicus aus 1377 erwähnt Spielkarten als eine Neuheit unbekannten Ursprunges und beschreibt einen Satz von vier Farben der bekannten deutschen Karten, jede einen König, zwei Buben und sigurenlose Karten von 1 (Aß) bis 10 enthaltend Teuto­nicus bemerkt in seiner Schrift, daß sich das Spiel durch Hinzufügung einer Königin und zweier Hofdamen ver- bessern ließe. Er lobt es als eine Kurzweil, die sich selbst für Predigermönche eigne. Die harmlose Natur der Karten blieb jedoch nicht lange bestehen, und so kam e§, daß im Jahre 1404 die Synode von Langres ihre Be­nutzung untersagte. 1428 war das Kartenspiel zu einer solchen Volksleidenschaft geworden, daß der heilige Bern­hard von Siena einen Kreuzzug durch Nord-Italien gegen die Karten unternahm, der zur Folge hatte, daß solche in

Unmengen vernichtet wurden. Dasselbe spielte sich später in Florenz anläßlich der Predigten Savonarolas ab. 1480 verbot Amadeus von Savoyen das Kartenspielen in seinem Lande, ausgenommen, wenn dasselbe mit „Damen um Nadeln" stattfand. Bon jener Zeit an wurden die Verbote allgemein. Der heilige Bernhard gab in seinen 1440 geschriebenen Predigten aufs entschiedenste der An­sicht Ausdruck, daß die Karten eine Erfindung des Teufels seien nnd nannte sie „Teufels Gebetbuch".

* Verschiedene Mitteilungen. Ivette Gnilbert wird demnächst wieder nach Berlin kommen. Sie schreibt einem Freunde, daß sie im Februar in der Reichshanpt- stadt etnzutreffen gedenkt.

„Tie Evatochter", die neue Komödie von Kurt K r a a tz , welche heute am H v f t h e a t e r in Scene geht, ist mit den ersten Kräften besetzt. Fräulein A r n - st a d t spielt die Titelrolle und in hervorragenden Rollen smd noch Frl. Willig als „Hertha von Salten" und Frl. Santen als Ludmilla beschäftigt. Die Haupt- Herren-Rollen sind mit Herrn Ballentin, M a l ch e r, Schwab und Z o l l i n besetst. Das -stuck ist vorwiegend heiteren Inhalts, hat aber auch ern,te Scenen und bietet namentlich der munteren Lieb haberin (Frl. Arnstädt) eine Paraderolle.

In den H e r m cs s ch e n Sälen in Frankfurt am Main sind für kurze Zeit neu ausgestellt zwei der ausgezeichnetsten Gemälde von Arnold B ö ck l i n - Die Nacht" und „Ruine am Meer".

_ Senat beschloß, nach dem „Berliner

Tageblatt, einstimmig, dem Lyriker Gustav Falke anläßlich (seines 50. Geburtstages ein Jahresgehalt von 3000 Mark auszusetzen.

Einen Preis von 2000 Kronen schreibt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien für das Jahr 1903 aus. Ge­fordert wird: die Komposition einer Oper, eines Ora­toriums, einer Kantate, Sinfonie, Sonate oder eines Konzerts. Bewerbungsberechtigt sind alle Tvnsetzer dre der ausschreibenden Gesellschaft angehörcn odcr innerhalb der letzten 10 Jahre angehört haben. Die Ellstendnngen sind anonym zu halten. Letzter Eiv- lieferungstermin ist der 15. September 1908.

Zur Erforschung der e g y p t i s ch e n A u g e n ent - z ü n d u n g hat der englische Millionär Sir Ernest Cassel eine Summe von 800 000 Mk. angeboten, die -um Stu­dium rn Egypten selbst verwandt werden soll.

der Zeitung z. B. berichtet: „Kurz vor Abgang deS letzten Berner Bahnzuges animiertest sich gestern zwei junge Burschen auf dem Bahnhof u. a. mit einem Revolver . . Eine Probe des „großen Stiles", der vielen Berichterstattern eigen ist, gibt ein Bericht iiber eine Rauferei zwischen Italienern. Der Verfasser schil­dert den Vorfall und führt dann fort: „Als der Polizist kam, begann eine wahre Hasenflucht in die benachbarte Gasse, ivo die Helden die freiheitlichen Institutionen wiederum schändeten." Er meint natürlich, daß die Italiener weiter gerauft haben. Sehr schön ist der nach­stehende Bericht über die Auffindung der Leiche eines Brandstifters: „Der Ortspolizist, der von Amts wegen auch Sektionschef ist, nnd Herr K., Sohn einer brand- beschädigten Mutter, begaben sich an Ort und Stelle und agnoszierten die Leiche als den mutmaßlichen Brand­stifter L. M., sei es ails Fahrlässigkeit, sei cs aus ver­brecherischer Absicht. Der Unglückliche war verheiratet, aber bevogtet. Er hat sich im Alter von 38 Jahren dcil weltlichen Behörden, wahrscheinlich aus Gewissenspein, entzogen, llbcr ein näheres, gutes Familienleben ist nichts Günstiges bekannt." Es ist ja nicht schön, aber doch unleugbare Tatsache, daß sogar Berichte über Todes- falle oft Stoff zum Lachen geben. Voll Wehmut schreibt „Wohl flackerte sein Lebensflämmchen noch einige Male hellleuchtend auf, aber es hat nicht sollen sein, der Tod gibt seine Opfer bekanntlich selten heraus." Einem Steuerbeamten wird bei seinem Tode nachgerühmt: ,,-vrotz der Strenge des Gesetzes hatte er stets ein humanes und mitfühlendes Herz." Veteranen pflegen nicht wie andere Leute zu sterben, sondern „zur großen Armee abzngeyen". In einem kleinen Blatte war zu „b>en: „Schon wieder schloß der Toöesengel am

„4. August einen Veteranen sanft in seine Arme." Sehr lustig ist oft die falsche Anwendung gewisser sprichwört­lich gewordener Redensarten. „Die alte Kaserne muß nun auch dem Zahn der Zeit weichen," schreibt der eine, der andere behauptet: „Die Tricks des Schicksals bergen noch mel in ihrem Schoße!" Beim Tode Emile Zolas konnte man lesen: „Viele seiner Romane atmen die Luft schwerer, ekelerregender Dünste, die den Meister wegen ihres pikanten, unterhaltenden, nicht aber ihres praktisch nützlichen Inhaltes wegen zu loben vermögen!" Zum Schluß sei noch ein kleiner Ausflug in den Garten erlaubt, in dem die parlamentarischen Stilblüten sprießen^ Im Ständcrat äußerte einmal ein Redner: "Diese ^eeschlange sollten wir doch in dieser Woche zum

er wenigstens gesagt „zum Abschuß ! In der Diskussion über eine Bahnhofs- Anlage wurde der schöne Satz gesprochen: „Meine

Herren, die Achillesferse, der heikelste Punkt, ist die Stirn,eite des Bahnhofes." Bei der Zolltarif-Beratung behauptete ein Redner, „die Fabrikanten machen den JJcalent das Vleiweiß mundgerecht." Im Nationalrate aJf «- etn Redner mit Nachdruck: „Ta liegt der Hase im Pfeffer, meine Heren, bewußt oder unbewußt!" Neben oder unbewußten Hasenpfeffer verdient schließlich noch eine zoologische Merkwürdigkeit erwähnt zu werden, das ist der „freihändige Fuß", auf dem nach Aussage eines, Ständeratsmitgliedes die Jura-Simplon- Bahn zurückgekauft werden soll.

m ' Humoristisches. Ein Grobian. Tochter: ' „Gefallt dir das Lied nun besser, nachdem unser Klavier gestimmt worden ist?" - Vater: „O ja . . . jetzt müßtest

du noch gestimmt werden!"- ZurMod e. „Ah, hast

du vielleicht gehört, was Freund Meier betroffen hat?"

— „Ja, soll im Stehkragen erstickt sein."-M i ß -

<l r , u * *«?, .*? e - u o iU m a g c. Erster Kommis: „Unser

Schuhgeschäft ist so groß, daß ivir eigene Viehzüchtereicn ^ Gewinnung des Leders haben." — Zweiter Kommis: „Wenns weiter nichts ist! Unseres ist so umfangreich, daß ein Kunde, der die in der Hinteren Abteilung ge- Schuhe gleich anzieht, mit durchgelaufenen

Sohlen den Ausgang erreicht." (Meggend. Bl.) -_

Sch lcksalstücke. „Nun, -vie steht's mit der von Ihnen erfundenen Flugmaschine?" — „Die ist mir leider ins Wasser gefallen!" — „Und wie weit sind Sie mit ihrem Unterseeboot?" -— Das ist in die Luft geflogen'"

7 ~ Immer geschäftlich. „Was Herr Doktor, o Mark rechnen Sie mir für den Besuch an? — O, es ist noch weniger wie ich den übrigen Patienten berechne."

7 Einerlei, ich habe die Masern erst in die Nachbar­schaft gebracht und — ich soll noch zahlen?- Neid.

Kaufmann: Miserabel, daß gerade drüben bei meinem Konkurrenten eingebrochen ivordcu ist, was giebt das wieder ,ür den Menschen für eine fabelhafte Reklame!"

Kleine Chronik.

In dem kleinen Bade K a r l s b e r g im Jsergcbirge hat rn der Nacht zum 10. d. M. der dortige Gastwirt Amler s e i n e v i e r K i n d e r im Alter von ein bis zehn Jahren und seine Frau während des Schlafes und - «’i” ^lbst durch einen Schuß getötet. Notlage soll der Beweggrund zur Tat gewesen sein

Der Gutsbesitzer Ungetüm in Niederkirnitz im ^ogtland hatte seine Dreschmaschine ansbessern lassen und der Monteur gedachte die Maschine einmal zu probieren. Wahrend er hierzu die Vorbereitungen traf, kroch der Besitzer in das Göpelwerk, ohne von seinem Vor­haben etwas zu sagen. Als nun die Dreschmaschine sich Ni Bewegung setzte, hörte man plötzlich einen gräßlichen Schrei. ^ Ungetüm war förmlich gerädert worden nno verschied wenige Minuten nach dem traurigen Vor- kommnisse.

Die Frau eines Fabrikbeamten in Essen unter­hielt ein sträfliches Verhältnis mit einem anderen Als sie Sonntag mit ihrem Liebhaber vom Ehemann über­rascht wurde, sprang sic aus dem Fenster und war sofort tot.

llber das Verhältnis der Beteiligung der Geschlechter beim Baden seien dem Dezember-Bericht des Volks­bades in G r e ß e n einige Zahlen entnommen. Es wur­den benützt: das Schwimmbad von 2825 Männern und 887 Frauen, die Wannen 1. Klasse von 252 Männern und 61 Frauen, die Wannen 2. Klasse von 551 Männern und 285 Frauen, die Brausebäder von 853 Männern nnd 114 grauen, die amps- und Heißlustbäder von 133 llllännern und 17 Franen.

Die Tochter des reichen Grundbesitzers Rnfalini zu­gleich Bürgermeister von C a g l i in Umbrien, ein acht-