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Montag, 26. Juli 1913.
KbenÄ-Kusgabe.
Nr. 342. . 63. Jahrgang.
wettere ßortschrttte aus der ganzen Ostfront
Das weitere Vordringen östlich von Schauten. Die Narewlinie auch oberhalb Gstrolenba überschritten. Die Iurückdrängung der Russen gegen den Sug. weiteres Vordringen auch zwischen Sug und Weichsel.
Der Tagesbericht vom 26. Juli.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 26. Juli. (Amtlich.)
westlicher Rriegsschauplatz.
Auf der ganzen Front keine besonderen Erergniffe. westlicher Rriegsschauplatz.
Nördlich des N j e m e n erreichte die Armee des Generals t>. Be low die Gegend von Poswol und Poniewitz. Wo der Gegner noch standhielt, wurde er geworfen, über 1000 Russen wurden zu Gefangenen gemacht.
An der N a r c w f r o n t erzwangen unsere Truppen auch oberhalb Ostrolenka den Übergang. Unterhalb davon drängen sie den erbittert Wider st and leistenden Gegner langsam gegen den Bug zurück. Einige tausend Russen wurden gefangen, über 40 Maschinengewehre erbeutet.
Gegen dir Nord- und Westfront der Frstungsgruppe von NowogeorgijewSk nnd Warschau schieben sich die Einschließungstruppen näher heran.
Südöstlicher Rriegsschauplatz.
Nördlich der Linie W o j s l a w i c c- (südlich von Cholm) Hrubieszow (am Bug) haben deutsche Truppen in den Kämpfen der letzten Tage den Feind nach Norden weiter zurückgedrängt. Gestern wurden 11 Offiziere, 1457 Mann gefangen genommen» 11 Maschinengewehre erbeutet. Im übrigen ist die Lage westlich der Weichsel und bei den verbündeten Armeen des Generalfeldmarschalls v. Mackensen unverändert.
Oberste Heeresleitung.
Poswol und Poniewitz liegen etwa 60 Kilometer ö st l i ch Schaulen.
Oie letzte ttriegswoche.
Schon das Ende der zweiten Juliwoche brachte mehrere hochersreuliche und bedeutungsvolle Meldungen von dem östlichen Kriegsschauplatz. Nach längerer Zeit der Ruhe, einer Ruhe, welche nur eine scheinbare war, machte. unser Marschall Hinidenburg vor etwa 10 Tagen die erste Meldung Wer neu begonnene Operationen. Dies schien um so überraschender, als noch wenige Tage vorher die Zeitungsnotiz, daß die Militärattaches der neutralen Staaten von der Ostfront zu der We st front sich begeben hätten, eine größere Aktion im Westen vielfach für wahrscheinlicher halten ließ. Schon der Moment der Überraschung war unserem bewährten Feldherrn Hindenburg glänzend geglückt. Der Laie wie der Fachmann hatten nun m gleicher Weise die Empfindung, daß sich im Osten Großes vorbereitete. Und so war es auch diesmal. Die gewaltigen Operationen-bedurften einer gewaltigen und weit ausschauenden Vorbereitung, der ersten Vorbedingung für die kommenden Erfolge. Daher diese längere anscheinende Ruhe im Osten. Sie ist trefflich genutzt worden, und der bisherige Erfolg ist ein geradezu glänzender zu nennen. Abgesehen von der geradezu erstaunlichen Zahl an erbeutetem toten und lebenden Material und abgesehen von den sicher doppelt so hoch zu veranschlagenden Abgängen an Toten und Verwundeten — ist unsere Kampffront im Osten innerhalb einer Woche um 60 Kilometer, an einzelnen Stellen sogar um 100 Kilometer weiter dach Osten vorgeschoben. Bedenkt man hierbei, daß der Russe, tapfer nnd zäh in der Verteidigung, jeden Fuß breit Bodens bis zum Äußersten gehalten hat, daß ausgedehnte Wälder, Sümpfe und eine Strombarriere wie der Narew zu überwinden waren, so läßt sich erst ermessen, welche gewaltige Leistungen Führer und Truppe in diesen zahllosen, ununterbrochenen Kämpfen vollbracht haben. Der kurze und knappe, ja bescheiden zu nennende Bericht unserer obersten Heeresleitung spricht hierfür eine wütige und eherne Sprache, besonders im Hinblick auf den theatralischen Ton der gegnerischen Heeresleitungen.
Auf dem äußersten linken Flügel besiegte der General v. Below mit seinen tapferen Truppen in
anzusehen sind. Die bisherigen Erfahrungen haben gelehrt, daß die Reste so empfindlich geschlagener Kurland die fünfte russische Armee, zersprengte und zerstreute sie. Abgesehen von der gewaltigen Beute der Armee Below ist ihr herrlicher Erfolg darin zu erblicken, daß die Trümmer dieses russischen Heeres nicht mehr in nächster Zeit als ernsthalfter Gegner
Heeresteile pch in den nächsten Tagen ebenfalls zu Gelungenen machen ließen. So sind denn auch im Sonntagsbericht weitere 6000 Gefangene gemeldet. Durch diese ununterbrochenen Erfolge ist der linke deutsche Heeresslügel bis in die Gegend von Riga vorgeschoben und die umfangreichen russischen Anordnungen für die Räumung dieser Stadt lassen dar
auf schließen, daß mit dem Verlust dieser reichen nnd wichtigen Seestadt in nächster Zeit gerechnet wird. Weiter südlich verläuft jetzt die deutsche Linie, die wir auf dem nebenstehenden Übersichtsplan wiedergeben, westlich M itau über das wiedereroberte Schaulen bis zur Eisenbahn: Libau-Dünaburg, an welcher kürzlich die Orte Schadow und R o s a l i n erobert
wurden. Ohne Zweifel haben diese erfolggekrönten Operationen in Kurland und Livland für unsere Gegner, abgesehen von allen anderen Umstanden, don großen Nachteil gehabt, daß sie gezwungen wurden, beträchtliche Truppenmengen von anderen Stellen fortzunehmen und sie an diese bedrohten Punkte zu werfen. Sie hatten also eine einpfindlichtz
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Die neue Front inrOsten
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