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„TagblaX-HnnS".

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Dienstag, 20. Juli 1915.

Morgen - Ausgabe.

Nr. 331. * 63. Jahrgang.

Oer Siegeslauf im Osten.

Windau besetzt. — Der vug überschritten. — 21(000 neue Gefangene!

Der Tagesbericht vom 19. Juli.

W. T.-B. Großes Hauptquartier, 19. Juli. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz. Abgeschlagene französische Angriffe. 310 Ge­fangene aus den Maasfföhen.

In der Gegend von Souche; war nach verhält­nismäßig ruhigem Verlauf des Tages die Gefechts­tätigkeit nachts lebhaft. Ein französischer Angriff auf Souchez wurde abgeschlagen. Angriffsversuche südlich davon wurden durch unser Feuer ver­hindert.

Auf der Front zwischen Oise und den Argon- neu vielfach lebhafte Artillerie- und Mincnkämpfe.

Im Argonnerwald schwache Augrifssver- suche des Gegners ohne Bedeutung.

Auf den Maashöhen, südwestlich von L e s E p a r g e s und an der T r a n ch 6 e wurde mit wechselndem Erfolge w,»ter gekämpft. Unsere Trup­pen büßte» kleine örtliche Vorteile, die am 17. Juli errungen waren, wieder ein. Wir nahmen 3 Offizrere, 310 Mann gefangen.

Gestlicher Kriegsschauplatz.

Windau genommen. Mttau schon vom Nord, westen bedroht. Rückzug der Ruffen zwischen piffa und Szkwa. Die Armee v. Gailwitz an der Narew-Linie. Weiters 11000 Gefangene. Der östliche Rückzug der Ruffen zwischen pilica und Weichsel.

Die deutschen Truppe» nahmen T u k k u m und Shinyt. Windau wurde besetzt. In der Ver­folgung des bei A l t - A u tz geschlagenen Gegners er­reichten wir gestern die Gegend von H o f z u m b e r g e. Nordwestlich von Mitau hält der Gegner eine vor­bereitete Stellung. Östlich von Popeljany und Kurschani wird gekämpft. Zwischen Pissa und Szkwa räumten die Russen ihre mehrfach von uns durchbrochene Stellung und zogen auf den Narew ab. Hier fechtende deutsche' Reserve- und Landwehrtruppcn haben in den Kämpfen der letzten Tage in dem jeden feindlichen Widerstand begünstigen­den Wald- und Sumpfgelände Hervorragendes geleistet.

Die Armee des Generals v. Gailwitz drang weiter vor. Sie steht jetzt mit allen Teilen an der N a r e w l i n i e, südwestlich von Ostrolenka und N o w o g-e o r g i e w s k. Wo die Russen nicht in ihrer Befestigung und Brinkenkopistellung Schutz fan­den, sind sie bereits über den Narew z u r ü ck g e - wichen. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 101 Offiziere, 28 760 Mann erhöht.

Auch in Polen, zwischen Weichsel und Pilica, sind die Russen im Abzug nach Osten begriffen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Auch aus dem westlichen Weichselufer südlich Warschau weiteres Vordringen, weitere Fort- schritte der Armee Mackensen südwestlich und südlich Cholin. Bei Lokal der vug überschritten. Rückzug der Ruffen auf der ganzen Front zwischen Bug und Gberweichsel. 10000 neue Gefangene.

, Der am 17. Juli in der Gegend nordöstlich von Sjicnno von der Armee des Generalobersten von W o h r s ch geschlagene Feind versuchte in seiner vor­bereiteten Stellung hinter dem Jlzauka-Abschnitt die Verfolgung zum Stehen zu bringen. Die feindliche Vorstellung bei G i e p t l o wurde von der tapferen schlesischen Landwehr» bereits im Laufe des gestrigen Nachmittags gestürmt. Dieselben Truppen sind in der Nacht in die dahinterliegende feindliche Haupt­stellung eingedrungen. Ebenso beginnt die feind­liche Linie bei Kasan o w und Baranow zu Wanken. Die Entscheidung steht bevor.

Zwischen Oberweichsel „nd Bug dauern die Kämpfe der unter dem Oberbefehl des Gencralfeld- marschalls v. M a ck c u s e n stehenden verbündeten Armeen den ganzen Tag über mit unverminderter Heftigkeit an. Au der Durchbrnchsstelle der deutschen Truppen bei Pilaszkawice-Krasnostaw machte» der Rußen die verzweifelte Anstrengung, die

Niederlage abzuwenden. Eine ihrer Garde- Divi­sionen wurde frisch in den Kampf geworfen und von unseren Truppen geschlagen. Weiter östlich bis in die Gegend von Grabowiec erzwangen österreichisch­ungarische und deutsche Truppen den Übergang über die Volica. Bei und nördlich S o k a l drangen österreichisch-ungarische Truppen über den Bug vor.

Unter dem Zwange dieses Erfolges ist der Feind in der Nacht a„ der ganzen Front zwischen Weich- fcI und Bug zurückgegangen. Nur an der durchbrnchsstelle, westlich von Krasnostaw, versucht er noch Widerstand zu leisten. Die Russen haben eine schwere Niederlage erlitten. — Die deutschen Truppen und das unter Befehl des Feld- lnarschallcutunnts v. Arz stehende Korps hat allein

vom 16. bis 18. Juli 16250 Gefangene gemacht und 23 Maschinengewehre erbeutet. — Nach gefundenen schriftlichen Befehlen war die feindliche Heeresleitung entschlossen, ohne jede Rück­sicht auf Verluste die nun von uns eroberte Stellung bis zum ä u ß e r st e n zu halten.

Oberste, Heeresleitung.

wie Hindenburg vom Kaiser geehrt wirk

Zu bar jüngsten Begegnung des Kaisers mit dem Feldmarschall v. Hindenburg im Pos euer Schlo-sse schreibt das „Posener Tageblatt":

Poien ist bei dieser Gelegenheit erneut der Schauplatz kaiserlicher Ehrungen und versönlicher Aurrs. zeichnnngen Hindenb-n-rgs geworden. Als der geniale Feldherr nach den großen Siege» ig ^

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