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wöchentlich

Verlag Langgaffe 21

Tagblatt-H-as".

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jL t nL fl Jft?m e H!f/ 4r «S£ i4e ?*L ä9fe> n i, 70 Pig monatlich. SK. 2.- bierleljährlich durch den Becloa Bei!?ögell>^-^«»^,''?«e»el!ll»^» demichen Boktanltalten. guSiLUe

. W» nehmen augerbem entgegen^ in «ieSbaden die Zweigstelle BiS- Sfi'ift t HufgoWMen tn allen Teilen de? Stadt: in Biebrichs die dortigen «a«. gabeitellen und m den benachbarten L-ndorten und im Rd-ing-u die betreffenden Tagblatä Träger.

Anzeigen-Sanadme: Für die ilbend-Auig. bi» 12 Uhr _

mtttttfl»; für die Morgen-Auig. bi» 3 Uhr n-chmitt-gz. Berlmer Schrrftleitung des Wiesbadener Tagblatts

12 Ausgaben.

Bon

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Tagblatt-H-ns" Nr. 6650-53.

8 Uhr morgen» bi» 8 Uhr abends, anher Sonntet.

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Montag» 19. Juli, morgens.

Berlin-WilmersdorfGüntzelstr.66.F-rnspr.: AmtUhland 450u.451.

Sonder-Ausgabe.

1913.

SIWA MM an der ganjen tnidieo M

Vierer ein MeMer Vmllkrenzer m ein WreiMes IWooi »erienkk.

Der Tagesbericht vom 18. Juli. '

W.T.-ß, Großes Hauptquartier, 18. Juli. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz. Verbesserung der gewonnenen Linien in den Rrgonnen.

Ein französischer Angriff auf die Kirchhofshöhe von Souchez wurde abgcwiesen

Im Argounerwaldc wurde durch kleine Er­fülle dre gewonnene Linie noch verbessert. Auf den Höhen bei Les Epargcs wird gekämpft.

3n Lothringen schlugen unsere Truppen Bor- stoße des Feindes bei Embermcml (westlich von Luve- ville) und in der Gegend von Ban de Sapt zurück.

Gestlicher Kriegsschauplatz.

weitere Fortschritte und 3620 Gefangene in Kurland. fortgesetzter Rückzug der Russen zwischen pissa und Weichsel. Erhebliches Steigen der Gefangenenzahl. Rückzug der Russen auch nördlich der pilica.

Teile der Armee des Generals v. Be low schlugen erltgst heraugeführte Verstärkungen der Russen bei Alt-Auz, nahmen ihnen 362V Gefangene, 6 Ge schuhe und 3 Maschinengewehre ab und verfolgen sie letzt in ö st l i ch e r Richtung. Weitere Teile der Armee stehe« östlich Kurrbanh im Kampfe. Östlich dieses Ortes wurde die vorderste feindliche Stellung im Sturm genommen.

Zwischen Pissa und Weichsel setzten die Ruffen ihren Ruckzug fort. Die Truppen der Generale von Scholz und v. Gallwitz folgen dicht auf. Wo der Gegner in vorbereiteter Stellung »och Widerstand leistete, wurde er angegriffen und geworfen. So stürmten Reserve- und Landwehrtruppen des Generals v. Scholz die Orte Porembh,WykundPlosze- zyce. Regimenter der Armee des Generals v. Gall­witz durchbrachen bti stark ausgebaute Stellung Modzianowe-Karniewo. Die Zahl der Ge- fangenen mehrt sich erheblich. Weitere 4 Geschütze wurden erbeutet.

Auch nördlich der Pilica bis zur Weichsel haben die Russen eine rückgängige Bewegung ange­treten. Unsere nachdrangenden Truppen machten bei kurzen Verfolgungskämpfen 620 Gefangene.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Erfolgreicher Durchbruch der Rrmee v. woyr»ch. 2000 Gefangene. Ruch die Rrmee Mackensen dringt vor. Mehrere tausend Gefangene.

.Die Offensive der Armee deö Generals v. Wovrsch hlhrte zum Erfolg. Unter heftigem feindlichem uberwanden unsere Truppen am Vormittag des 17. Juli an einer schmalen Stelle das Drahthindernis vor der mit alle» Mitteln ausgebauten feindlichen lellumg und stürmten durch diese Lücke die

Haupt st. .. _ _,

feindlichen Gräben in einer Ausdehnung von 2000 Meter. Im Laufe des Tages wurde die Durch­bruch s st eile in zähem Nahkampfe erweitert und l te J die feindliche Stellung vorge- stoßen. Am Abend war der Fcrnd das Moskauer Grenadlerkorps von unseren Landwehr- und Reservetruppen geschlagen. Er trat in der Nacht den Ruckzug hinter den . Ilzenkc - Abschnitt (südlich Zwolew) an. Dabei erlitt er schwere Verluste 2008 Mann wurden gefangen genommen, 5 Maschinen­gewehre erbeutet.

Zwischen der oberen Weichsel und dem B u a ab schnitt dauern die Kämpfe unter Führung des Generaheldmarjchalls v. Mackensen an. Die Russen wurden durch deutsche Truppe» von den Höhen zwischen Pilaczkowtce (südlich von Piaski) und KraSnostaw hinuntergeworfen. Beide Orte sind ^stürmt Ein frisches, in den Kampf geworfenes sibirisches Armeekorps konnte die Niederlage nicht ab­wenden, es wurde geschlagen. Wir machten' m e h r e r e tausend Gefangene. Oberste Heeresleitung.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

W.D.-B. Wien, 18 Juli. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 18. ^ulr, mittags:

Russischer Kriegsschauplatz. Fortschritte bei Sobales. Durchbrechung öer russischen Front bei Sienno. Der Rückzug links der Weichsel.

Die Schlacht zwischen Weich sck und Bug ist i» vollem Gauge. Die Russen leisten außerordent- Uch zähen Widerstand. Sie ließen es an mehreren Punkten der Kampffront mit dem Angreifer aus em Handgemenge ankommen, ehe sic die Stellungen aufgaben. Am Bug, in der Gegend S o k a l, vertrieben unsere Truppen den Feind aus eiuer Reihe hartnäckig verteidigter Ortschaften. Die Stadt Krasnostow und die Höhen nördlich Zollkiew, t a wurden von d c u t sch e n Kräften genommen.

_ Auch westlich der Weichsel befinden sich die Brr- b u u d e t r n im Angriff. Nordöstlich Sienno wurde die russische Front durchbrochen. Diesem Drucke nachgebend, räumt der Feind zwischen Weichsel und Eisenbahn Kielee-Radom seine Stellungen.

In O st g a l i z i e n ist k c i n e Änderung der Lage emgetreten.

Italienischer Kriegsschauplatz-

Das Geschützfeuer hält an allen Fronten an. Mehrere schwächere Angriffe auf Ealdilna wurden ab- gewresen. Der Feind erlitt starke Verluste.

Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabs: v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

*

Ereignisse zur See.

wieder ein italienischer Panzerkreuzer durch ein österreichisches Unterseeboot versenkt.

Eines unserer Unterseeboote torpedierte und ver­senkte heute morgen südlich Ragusa den italienische» KreuzerGiuseppe Garibaldi".

DerGniseppe Garibaldi" ist ein kleinerer Panzer- kreuzer von 7350 Tonnen Rauminhalt (die versenkte Aanalfi" hatte 10 400 Tonnen).Giuseppe Garibaldi" ist 1899 vom Stapel gelaufen, hat 2 20,3 Zenti- meter-, 14 15 Zentimeter- und 10 7,6 Zentimeter- geschütze als Armierung und eine Besatzung von 556 Mann. __

kskndenburg fängt wieder an zu zählen.

Br- Berlin, 18 Juli. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln-i Zu^en Erfolgen in Polen schreibt ». a. die SSoff. Ztg. : Hindenburgl Es war das Wieder- sehen des besten Freundes nach längerer Trennung, als gestern abend Berlin die be- deutungsvolle Meldung des Großen Hauptquartiers ^eg Hrndenburgs erhielt. Nach langen Wochen Schweigsamkeit oder sehr spärlicher Nachrichten war oer Name Hindenburg wieder auf allen Lippen Man mb eite, man flaggte, man freute sich und sagtet hoffend: Das ist ein Anfang. Hindenburg fängt wieder an zu zählen.

Ruftreten einer ruffenfeindlichen polnischen Organisation in Russisch-polen.

Br- Krakau, 18 Juli. lEig. Drahtbericht. Ktr Bln.) DerNowa Reforma" wird auf Umwegen aus Warschau gemeldet: Eine geheime polnische

Milrtarorganisation hat die Rudka-Brücke bei B l a l a - S l c d I c ck a in die Luft gesprengt Gleichzeitig wurden bei einigen in Warschau ein- mundenden Eisenbahnlinien Beschädiaun- cr!itt ° n8Cr d,tet ' f ° bo * b« Verkehr Unterbrechungen

Die russischevernichtungstaktik beim Rückzug

Vt. T.-S. Kopenhagen, 18. Juli. (Nichtamtlich.) Nach'd-Ni Rutzkoje Slowo" besagr der Befehl des Sochstkommandi-ren.- den, datz das private Eigentum in den vom Heere geräumten Gebieten rmr dann vernichtet werden soll, worin es cnt- w^er dem Feinde nützen oder die Operation^ des russischen Heeres stören würde,

verlustreicher Rückzug der Ruffen an der beffarabischen Grenze.

(Ktr. .Bln.) WieAz Est" meldet, erhielt die BularesterZrma aus Szuczava Berichte

über blutige Kämpfe an der beffarabischen Grenze, wo- brr du Rügen gezwungen waren, sich unter riesigen Verlusten zurü ckzuz i eh c n. Am blutigsten war der Kampf ui der Nacht vom 12. auf den 13. Juli. Auf einem Gebiet von etwa 20 Kilometer war das ganze Schlachtfeld mit Leiche« russischer Offiziere und Soldaten besät.

Oie Sündenböcke für die Katastrophe in Galizien

. 1S ' J? U' ^tr. Bkm) Dt- Bukarester .Moldova" S mLZ r Mischer Q«ll«. datz die russisch- Armeelertung ^^5, Dimitrrew Mid Dragom-irow für den ^^5^^uckzng verantwortlich macht. Dimitriew ist gesollt w^wen^ cnit>obcn ' Dragonürotv unter Anklage

Sum Rufe nach japanischer kjilfe.

Ein neutrale- Urteil.

, Br 16. Juli. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Zu

m ^''S'^panischen Bündnisverhandlungen schreiben Die Surd&e-c Nochr ": Es sei ungemein charakteristisch,

tG T, -^1 1 / ^ c von diesen Verhandlungen über»

^ man verfolge sie jedoch mit

ß , r f » tem Mißtrauen, weil man nach der ersten Ent- ^ er r iaba ! ü Hilft niäfl eine zweite er- IJi .»tel opttnttfttfaicr sei man in Frank-

1 s lapamsche Hilfe von ganzem Herzen herbeige- Deutschland könne die Gerüchte von einenr !Ts tW r e ? S8Ü « bniS ar ® Anzeichen dafür betrachten.

a l U r n ® rn fie« kriegsmüde ist und mit einem Miherfo-g rn Europa rechnet.

Ein neutral«, Urteil über das Uebergewicht der Zentralmächte.

, T'"®' t7. Juli. (Nichtamtlich.) Der Militär«

kritiker der Fasler Nachrichten" schreibt nach einer Be- sprechung der Kriegslage: Zieht man die Hauptfaktoreu der

brnchSversuckw im Westen unb den Sttllstand'derl/aüeAchkn

Wichts der deutschen und österreichisch-ungarisch«?Str-i/ hafte über die Heere der Entente fühlbar »2 '

Lin weiteres neurrales Urteil über die Laae der Ruffen.

18 - Juki. (Nichtamtlich.) De- militärische MrtarbMter desRund". Stegemann, schreibt äur Krie^l^

reit"« d sich m Calais und Paris te-

zeit finden lassen, dre tn Brindisi versammeltem ^servm für

wartet - zu stellen, >!rutz abge-

, '"brbem Greiren die Italiener dort ein, so werden sie

SZ, ld h"h adyten ' m die Schlachtbank Galli-

den ds? «rgUch-französische Expedition unter

r . ^^sil'chsiEln Berhaltniffeu c nen mcheziu au ssichts-- losen DtellnngSkrieg führt und tofc tapftrsten Nor- 0 ^ 6:10 nur meterweise Boden gewinnt. Nur eine Flanken- operatton grötzten Stils könnte die Verteidiger in Gefahr

^ § §eier v! ft baau kedsnsalls seÄEnde

Mai nicht mehr verfügbar, um di-rch eine Landung an der

d^rst^so^s!^ den Türken in den Rücken zu fallen. Wie CUC ^ 3trcife Odessaer Armee nach Ealiaien ^sührt und dort im Kampfe verzehrt worden. Die Frage, ob dre Ruhen noch neue Reserven verfügbar baben b-- autwortet der Kritiker: Bisher ist hiervon nichts bei Vielmehr hofft dre russische Heeresleitmig durch DesM^vfuhrung der Verteidigung Zeit zu gewinnen, um so weue Kräfte hmter dre Front zu ziehen und z» organisieren. Im .llaume irordlich der Weichsel scheint die deutsche Front in Bewegung geraten zu sein. Setzt sich die BorLewegu.no fort/ sc wrrd sich zergen, ob die Russen ihre ausgespanmie "Front noch verteidigen können. Osfowice uniterkilegt osseii-bar schon einem starken Druck. Die eigentliche Festwig ist aller- cingS von den deutschen Haulbitzen umgepflügt. 'Wird die russische Narewsront hier eingedrückt, so kann nördlich von Warschau alles in Bewcglung geraten. Darmis ist er­sichtlich/ daß viel davon abhängt, ob die Rüsten «ch gemssaeoid Kräfte besitzen, mit die Front ron Windau und der Dublssa bis zur Zlota-Lipa und den Dnsestr »u halten. '

.Samarin zum Dberprokurator -es Reiligen Sqnods ernannt. ^

W. T-B. Petersburg, IS .Juli. (Nichtamtlich.) Das Mitglied des Reichsrats, Samarin, ist zum Oberprokn- rator des heiligen Shnods ernaunt worden.