Seite 4. 27. April isvs
LViesbadener Tagblatt (Morgen-Ausgabe). Verlag: «anggasfe 27 .
50. Jahrgang. No. 195
Kieme Chronik.
Die Vernichtung der alten Postwerthzeichen, welch- von sen Postämtern des Berliner Bezirkes bis zum 1. April nicht abgesetzt worden waren und an die Oberpostdirektion zurück- zegeben worden sind, hat einen derartigen Umfang angenommen, daß sie erst am Mittwoch beendigt werden konnte. Der Ge- sammtwrrth der vernichteten Werthzeichen über steigt die Summe von 3% Millionen Mark. Er betrug genau 3,782,000 Mk. Es sind dies lediglich die im Berliner Bezirk von den Postanstalten nicht abgesetzten Werthzeichen der alten Ausgabe. Die umgetauschten Werthzeichcn, die schon in den Händen des Publikums gewesen sind, werden später vernichtet.
Aus Siegen wird gemeldet: Auf der Provinzialstraße zwischen Eiserfeld und Neunkirchen stießen zwei Rad sahrer, die aus verschiedenen Richtungen kamen, . an einer abschüssigen Stelle der Chaussee zusammen. Einer von ihnen stürzte eine hohe Böschung hinab, der andere wurde mit solcher Wucht auf die Chaussee geschleudert, daß er blutüberströmt liegen blieb. Er wurde nach Siegen ins städtische Krankenhaus geschasst, wo er in der folgenden Nacht an den Folgen eines Schädelbruches g e st o r b e n ist.
Aus Neumühl wird gemeldet: Auf der hiesigen Zecke gericthen zwei Bergleute unter h e r a b s a l l e n d - Kohlenmassen, wobei ein junger Arbeiter sofort t o d t blieb, der zweite noch lebend, aber schwer verletzt hervorgeholt wurde. —• An demselben Tage setzte sich beim Fördern von Stempelholz in einem sogenannten Senkrechten das Holz in dem Schachte fest. Ein Arbeiter, welcher den Förderkorb losmachen wollte, wurde, als dieser sich in Bewegung setzte, schwer verletzt.
Am Mittwoch Morgen wurde in unmittelbarer Nähe der Stadt Hildesheim ein bis jetzt unbekannt gebliebenes, gut gekleidetes Liebespaar erschossen aufgefunden. Ein auf der Brust des jungen Mannes liegender Revolver läßt darauf schließen, daß er zuerst das Mädchen und dann sich selbst er schossen hat.
Zwischen zwei Verlobten, dem italienischen Studenten Stcllacci und einer 20-jährigen Locarnerin, kam es in Locarno an einem der letzten Abende zu einer Scene; um 2 Uhr Morgens stürzte sich das Mädchen in den See; ihr Verlobter folgte ihr, wie es heißt, um sie zu retten; allein seine Bemühungen waren erfolglos, Stellacci ist verhaftet worden. Die Leiche des Mädchens ist noch nicht gefunden.
Einem Gattengiftmorde ist man, wie aus All enstein (Ostpreußen) gemeldet wird, im Dorfe R o e h l a n auf die Spur gekommen. Dort starb vor Jahresfrist ein Mann, dessen Frau bereits drei andere Männer gehabt und sich kürzlich wieder mit dem Wirthe Przygodda verheirathet hatte. Ostern entstand das Gerücht, der letzte Mann sei keines natürlichen Todes gestorben. Darauf verfügte die Staatsanwaltschaft die Ausgrabung der Leiche, und die Untersuchung der Leichen theile hat wirklich ergeben, daß Vergiftung durch Arsenik vorliegt. Der Staatsanwalt ließ daher die Frau Przygodda verhaften. Da der Verdacht besteht, daß möglicher Weise auch die drei verstorbenen Männer vergiftet worden sind, sollen deren Leichen auch noch ausgegraben werden.
Großes Aufsehen erregt die vor einigen Tagen in L ö r r a ch erfolgte Verhaftung des Hoteliers I. -Wirthle aus Todtmoos, Besitzers der großen Kurhäuser daselbst. Es liegt eine Anklage wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Meineids gegen ihn vor, seine vorläufige Haftentlassung gegen Stellung von Kaution soll abgrlehnt worden sein.
Rach dem „Lorrain" waren am 21. d. M. Früh auf dem Mosel-Hüttenwerk in Maizitzres bei Metz vier Arbeiter gerade auf der oberen Plattform des Hochofens beschäftigt, als sie sich mit einem Mal von starken Gasflammen umgeben sahen. Drei der Leute — alle drei Familienväter — waren augenblicklich so stark verletzt, daß sie fast auf der Stellge tö die t wurden. Der jüngste von ihnen kam mit einigen leichten Brandwunden davon.
Wie die „M. N. N." mittheilen, ist es einem gewissen Josef Glotz, 22 Jahre alt, ziemlich groß, mit kleinem schwarzem Schnurrbärtchen, der, aus Indien kommend, in Triest ausgeschifft und dort als „pestverdächtig" der Hafen-Sanitäts- volizei behufs Beobachtung überwiesen wurde, gelungen, aus der Quarantäne zu entweichen. Er soll auf der österreichischen Südbahn über Villach nach Deutschland gereist sein. Zur Feststellung des Kranken und Ueberweisung an das nächste Krankenhaus, sowie behufs Verständigung der zuständigen Polizeibehörden sind entsprechende Vorsichtsmaßregeln getroffen.
Bei den Lofoten, wo gegenwärtig viel Fischfang getrieben wird, erhob sich am Samstag ein starker- von Nordwest kommender Orkan, welcher unter der Fis cherflotte große Verwü st ungen anrichtete. Am Montag Früh wurden drei Boote mit je 5 Mann vermißt. Bisher ist festgestellt, daß 10 Mann umgekommen sind.
Wie die „Duisburger Volkszeitung" meldet, ist in Chicago die Privatsekretärin Terlindens, Fräulein Barth, verhaftet worden. Bei ihr soll eine größere Geldsumme gefunden worden sein.
Letzte Nachrichten.
wb. Karlsruhe, 26. April. Der Kaiser traf um 9Y 2 Uhr mittels Sonderzuges hier ein und wurde am Bahnhofe vom Großherzog, dem Erbgroßherzog und dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch, den Prinzen Marx und Karl, dem Reichskanzler und Staatsminister von Brauer, General v. Bock und Polach, sowie dem preußi- schen Gesandten v. Eisendecher und den Flügcladjutanten v. Sponek, Schönau-Wehr und Müller empfangen. Der Kaiser und der Großherzog begrüßten sich aufs Herzlichste durch Umarmung und wiederholten Kuß. Nach der Vorstellung des beiderseitigen Gefolges fuhren die hohen Herrschaften nach dem Schlosse unter anhaltendem Jubel der Bevölkerung. Auf dem Bahnhofe hatte sich ein zahlreiches Publikum eingcfunden. Ebenso bil- deten von dem Bahnhofe nach dein Schlosse eine viel- tausendköpfige Menschenmenge Spalier.
wb. Stuttgart, 26. April. Als Vertreter des Königs begiebt sich, laut „Schwab. Merk.", Herzog Al brecht mit dem General-Adjutant Freiherrn von Bilfinger zu den Krönungsfcierlichkeiten nach London.
wb. Saardrücks», 26. April. Bei der gestrigen Reick,staasersatzwahl im Kreise Saarbrücken erhielten
Geh. Justizrath Boltz (natl.) 17,957, Muth (Centr.)
14,393, Spaniol (Soc.) 826 Stimmen; 39 Stimmen waren zersplittert. Boltz ist gewählt.
wb. London, 26. April. In der Parlamentsersatz- Wahl in Woolwich wurde Lord Beresford gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt.
N olkswrrthschafLLrches.
Uebcr den Wein der Jahre 1900 und 1901 finden sich in einem Heftchen, welches die „Vereinigung Rheingauer
Weingutsbesitzer" zu den jetzigen Frühjahrsversteigerungen , c-u ^ ,, r ■ „ • -. ■ >—-
herausgiebt, folgende Mittheilungen: Das Jahr 1901 reiht sich Beschlag. Wir bitten deshalb, unseren Vorschlag in Erwägung denjenigen an, die für die Weinproduktion mit weitgehenden ' * U 3leBen unb unicr aHen Umstanden von einem'Ran w
das heiße Wasser umsonst erhält. Daß durch den Verkauf dez für das Badhaus auf dem Adler-Terrain bestimmten werth- vollen Bauterrains ein großer Theil der Baukosten für den Bau auf dem Dcrn'schen Terrain erzielt wird, brauchen wir wohl nicht besonders hervorzuheben. Unseres Erachtens wäre dieses auch di- zweckmäßigste Lösung der Frage für die beste Verwendung des Dern'schen Terrains, worüber man sich gegenwärtig die Köpfe zerbricht. Wenn das neue Badhaus in einfachen, edlen Formen aufgeführt wird, wäre es ein würdiges Gegenstück zum Rathhaus, Polizeipräsidium und Kirche und würde nur zur Verschönerung des Platzes dienen. Auch die centrale Lage dieses Platzes, welcher durch die Bahnverbindungen von allen Seiten bequem zu erreichen ist, spricht für unseren
Enttäuschungen verbunden waren. Eine im großen Ganzen günstige Witterung bis in die Sommermonate und vor Allem reichliche Wärme im Juli und August förderten das Gedeihen des Rebstocks in schönster Weise und ließen die Hoffnung auf einen qualitativ und quantitativ guten Herbst vollauf berechtigt erscheinen. Im September einsetzende anhaltende Niederschläge verminderten jedoch die vorhandenen Aussichten um ein Beträchtliches und zwangen zu einer verhältnißmäßig sehr frühen allgemeinen Lese, an der sich allerdings die große Mehrzahl der der Vereinigung angehörenden Güter nicht betheiligte. Wesent- llch diesem letzteren Umstande ist es zuzuschreiben, daß di 1901er Weine aus den Gütern unserer Mitglieder eine befriedigende Entwickelung erfahren haben. Die Weine zeigten sich nach dem ersten Abstich als sehr rassige und blumige Gewächse, die viel Zukunft haben werden. Das Angebot neuer Weine auf den bevorstehenden Versteigerungen ist ein ziemlich großes. Es hat ungefähr den gleichen Umfang, wie das Angebot an 1900er Weinen, die sich immer mehr als reife und duftige, durch eine schöne Art ausgezeichnete Gewächse präsentiren und der ihnen bei den vorjährigen Versteigerungen zu Theil gewordenen Werthschätzung auch in diesem Jahr sicher sein werden. Hinsichtlich der 1899er Kreszensen wird die reingährige, zum Ver- stich vorzüglich geeignete, zum Theil auch selbständige Art allgemein anerkannt.
Einsendungen nus dem Leserkreise.
Badhaus und Inhalatorium. Nachdem jetzt die Gartenanlagen auf dem Terrain des früheren „Europäischen Hofes" einigermaßen fertig gestellt sind, wird wohl Jeder zugeben müssen, daß es unverantwortlich gewesen wäre, diesen Platz wieder mit einem Badhause oder Inhalatorium zu bebauen. Die Gartenanlagen bei dem Kochbrunnen sind vielmehr jetzt, nach dieser Vergrößerung, noch zu klein, und wir hoffen bestimmt, daß der jetzt dem Pächter des städtischen Badhauses „Zur Rose" zugewiesenc Theil des Gartens nach Ablauf der Pachtzeit auch noch den Kochbrunnen-Anlagen zugethcilt wird. Wenn dieser Zeitpunkt eintritt, ist es ja so wie so keine Frage, daß dann das der Stadt gehörige Badhaus „Zur Rose" am Kranzplatz abgerissen werden muß, damit endlich die so noth- wcndige Erbreiterung der verlängerten Langgasse beim „Spiegel" erfolgen kann, weil dort die Passage durch den elektrischen Bahnverkehr geradezu lebensgefährlich ist. Der Abbruch der „Rose" ist aber auch schon deshalb erforderlich, weil eine Erbreiterung der eigentlichen Trinkhalle, in welcher sich zur Hauptsaison die Trinkgäste gegenseitig stoßen, drängen und mit dem Trink- wasser beschütten, auf die Dauer nicht mehr zu umgehen ist, und der Platz, der zu diesem Zweck wieder von den Anlagen verloren geht, muß durch den Abbruch der „Rose", nach Abzug des zur Erbreiterung der Langgasse nöthigen Theiles, wieder ergänzt werden. Der Abbruch der „Rose" würde aber auch zur Verbesserung der Luftcirkulation in die enge, heiße Langgasse nur dienlich sein. Den Verlust, welchen die Stadt durch den Abbruch der „Rose" durch Pachtausfall erleidet, ist im Hinblick auf die Erleichterung und Verbesserung des Verkehrs und durch die Rücksicht auf den Kochbrunnen, welchem Wiesbaden quam seine Existenz verdankt, garnicht in Betracht zu ziehen. Andere Städte geben für die Verschönerung der Stadt und Erbreiterung der Straßen das Dreifache aus wie Wiesbaden, obwohl sie nicht eine so steuerkräftige Bevölkerung haben. Daß man das neue Badhaus und Inhalatorium gern in die nächste Nähe des Kochbrunnens haben wollte, ist begreiflich, aber dann mußte man früher darauf Rücksicht nehmen und durfte das altcBadhaus „Zur Rose" nicht wieder verkaufen, denn dort wäre der geeignetste Platz zur Errichtung eines komfortablen städtischen Badehauses gewesen. Wie man aber auf die ungeheuerliche Idee kommen kann, das neue Badhaus auf dem Adler-Terrain bauen zu wollen, ist uns einfach unbegreiflich, und zwar erstens wegen des ungünstigen ansteigenden Bauterrains, und zweitens wegen der in gesundheitlicher Beziehung in keiner Weise genügenden Lage. Denn nach Durchführung und Bebauung der verlängerten Saalgaffe würde das Musterbadhaus in einem der engst bebauten und dicht bevölkertsten Stadttheile stehen und Luft und Licht entbehren müssen und somit nicht einmal den bescheidensten Forderungen der Hygieine genügen. Ein „komfortables" Badhaus, wie man sich in der betreffenden Kommission auszudcücken beliebte, welches den Anforderungen der Neuzeit entsprechen soll, muß vor allen Dingen frei gelegen und Luft und Sonne haben, und lvenn möglich, mit etwas Gartenanlagen umgeben sein, wie dieses in anderen Badestädten, wie Homburg, Baden- Baden rc., der Fall ist. Da nun in nächster Nähe des Kochbrunnens kein geeigneter Platz vorhanden ist, wenn man nicht etwa das Badhaus auf den Platz hinter der alten Kolonnade oder in den unteren Theil des Parks vom Paulinenschlößchen bauen will, so wüßten wir hierfür keinen besseren Platz vorzuschlagen als das De r n ' sche T e r r ai n. Hier könnte das Badhaus ein Drittel billiger und dabei zweckmäßiger gebaut werden als auf dem bergigen Adler-Terrain. Der Platz ist so groß, daß man sogar den Bau des schon so lang- ersehnten Volksschwimmbades damit verbinden könnte. Daß man durch die Rücksicht auf die Adlerquelle nicht gezwungen ist, nun auch das Badhaus dorthin zu bauen, beweist das Augusta-Viktoria- Bad, welches sein Thermalwaffer mit Maschinen dorthin pumpt. Die Adlerquelle und auch ein Theil der Kochbrunnenquelle könnten aber mit natürlichem Gefälle durch die Bärenstraße, Häfnergaffe, Mühlgaffe nach dem Dern'schen Terrain geleitet werden und dort nicht allein zu Thermalbädern, Inhalationen, sondern auch unter Zuziehung von Wasser aus der Schiersteiner Leitung zur Speisung der Schwimmbäder benutzt werden. Dadurch würden die kostspieligen Heizanlagen zur Erwärmung des Wassers gespart und die Preise der Schwimmbäder könnten infolge dessen so billig gestellt werden, wie keine andere Stadt dazu im Stande ist, welche nicht auch durch die gütige Natur
zu ziehen und unter allen Umständen von einenckBau des Bad Hauses auf dem Adler-Terrain abzusehen, denn dort würde dasselbe keine Anziehungskraft haben und sich nicht rentabel erweisen. Wir glauben auch, daß die Polizeibehörde schon aus hygieinischen Gründen ihre Zustimmung zu diesem Projekt nicht geben würde. M e h r e r e B ü r g e r.
* Die in letzter Zeit erschienenen Veröffentlichungen über
die projektirte theilweise Freigabe der Mansardenwohnungen beweisen, daß unsere Baupolizei-Verordnung Vielen noch ein ganz unbekanntes Gebiet ist. Jeder Baukundige weiß, daß gerade dieser Punkt der Baupolizei-Verordnung- zu Unrecht besteht und nur durch falsche Ansichten einer Korporation entstanden ist, sich aber gerade in das Gegentheil von dem, was er bezwecken sollte, verwandelt hat. Der Herr Einsender E>. B. hat, wenn er Hausbesitzer ist, jedenfalls ein recht altes Haus mit viel Dachluken, die er alle derzeit für recht viel Geld an den Mann gebracht und so denn Furcht bekommt vor den großen, luftigen Mansarden, falls dieselben vermiethet werden dürfen. Magistrat und Polizeidirektion werden schon wissen, wenn sie die Frage zu prüfen haben, wie dieselbe zu behandeln ist, nur gebe ich auch hier den Rath, auf sachverständige, erfahrene Männer zu hören, um nicht einseitig zu sein. Sollte aber wider Erwarten die Freigabe nicht erfolgen, so sollte doch die Polizeidirektion strikte darauf dringen, um den Dachwohnungen für immer ein Ende zu bereiten, daß fortab alle diese Wohnungen in der ganzen Sladt nicht mehr bewohnt werden dürfen, denn in den alten und älteren Häusern entsprechen dieselben weder den socialen, noch weniger den sanitären Anforderungen, und wird dann jeder Bürger mit dem gleichen Matz gemessen. Hcli. K. |
* Zu unserem großen Bedauern ist auf Antrag verschiedener Väter und Mütter, die für das Wohl ihrer Sprößlinge besorgt waren, der Beginn des Unterrichts in den Gymnasien auf 8 Uhr festgesetzt worden. Es ist ja schon viel in den Zeitungen darüber geschrieben worden von berufener und nicht berufener Feder, und so wird es wohl verzeihlich sein, wenn; auch wir Schüler einmal das Wort ergreifen. Die neue Einrichtung ist ja hauptsächlich zum Wohl der jüngeren Schüler getroffen worden, und wir älteren sind dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Könnte es denn nicht so sein wie zur Zeit, als wir noch die Sexta besuchten. Damals gingen die Schüler der unteren Klaffen meistens erst um 8, die der Mittel- und Oberklaffen um 7 Uhr zur Schule, und alle befanden sich wohl dabei. — Von Pfingsten beginnt, der Unterricht wieder um 7, doch ist, wie wir gehört haben, eine Bewegung im Gange, auch hier den Schulbeginn auf 8 Uhr zu legen. Das dürfte wohl verfehlt sein. Denn in den frühen Morgenstunden lernt mall doch besser als in der Mittagshitze. Außerdem würde die Neuerung einen Zeitverlust für die Schule bedeuten, da durch die Hitzferien mehr Stunden ausfielen. Wir bitten daher Jeden, der sich dafür interessirt, für uns ein Wort einzulegen, und er wird unseres Dankes gewiß sein. Mehrere Primaner.
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und „Jllustrirte Kinder- Zeitung" No. 9.
Leitung: W. Schulte vom Brühl in Wiesbaden.
Beraniworilicher Redakicur für den gelammien redaktionellen Theil: C Rötherdt;
für die Anzeigen itub Reklamen: H. Dornani: Beide in Wierbode»,
Drink und Verlag der L. Schellenbcrg'lchcn Ho, Buchdrnckerei in Wiesbaden-
