Witsbsilem
50 . Jahrgnttg.
(frfifiriirt in zwei Ausgabe». — Bezugs PrerS: LZ den Verlag s« tätlich, durch s Rost S Mk. »« Psg- viertel,ahrlich für beide Ausgaben zusammen.
Verlag: Langgasse 27.
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Reclame» die Petitzeile stur Wiesbaden »0 sür Lwswarts 1 Mk.
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Ameigrn - Annahme L SSL A. ■» »- —TBSm "» -i-^ IE
~Zj~ i3a. Mittm«ch. d°u 1». M«r-
An unsere PM-Adonnenien!
Um die erfabrungssemäß beim viertcljahrswechfel eintretcnden -tk uügen im Bezug zu vermeiden, ersuchen m.r unsere "brlicheu post-Abonnenten, alsbald d,e Erneuerung ihres Abonnements bewerkstelligen zu wollen. Dieselbe kann sowohl ,ei den Postämtern als auch durch das Bestellxersoual derselben >rfolaen. Die Einziehung der Zeitungsgelder durch das Bestell- Personal hat sich allgemein bewährt, und wir machen daher gerne auf das neue Verfahren und auf die damit verbundenen vorthe.le, sowie auf die Rechtsgültigkeit der von den bestellenden Boten jii ertheilenden Guittungen aufmerksam
Werlag des „Wiesbadener Kagblatt .
ftodj einmal die finaimellcn MmenMen in MnKreitz.
linier Pariser s'-Korrespondeut schreibt uiis:
^er französische Finanzminister Eaillonr trug wah- m b der Budget-Berathungen in ^ der Abgeordneten- ammer eine überaus zuversichtliche Haltung zur•©gut- Da eine Vertuschung der wirklichen b«mruh,gmd«i Lage ^Finanzwesens gegenüber der streitbaren Opposition ücht^am Platze war. so beschränkte er sch aus Vertrosiun- m müer welchem seine Erklärung, das Deficü aus Millionen Francs herabdrück«: zu kmmen, rue
-bauvtrolle spielte. Leider beruht dieselbe jedoch nur am Loreüscher Basis, die vo.t der -iackten Wirkli<lsk«t wH mtsernt ist. Es gelang ihm jedoch dadurch und durch leine optimistischen Berechuwtgen, für die Regiemmg wenigstens einigermaßen erträgliches Wetter zu erzielen. Durch aüe die schönen Reden war es ledoch nickt möglich. ji ...... 0 OU mehr in die leeren Kassen zu zaicheru,
und unerschütterlich hielten sich die hohen Zahlen ansrecht. Jedock wozu wäre der Senat da. dessen so überaus angestrengt arbeitende Mitglieder sich auch einmal wegen der louoen Zahlenreihen den Kops zerbrechen konnten, und so wurde deitn thatsächlich die beschaulich-idyllische Ruhe im Palais Luxembourg nach langer Zeit wieder emmal unterbrochen Holland war in Roth, aber es hals Alles iws Budget 'Mißte inS Gleichgewicht gebracht werdm, und die findige Finanz-Kommtsston des Senate* Sc sich zu Iiclfeir. In ihrer Sitzung am 13. d. Ms.
tem einem sehr probaten Riittel, nämlich zur Ausgabe vou Obligationen mit kurzer Frist ihre Zuflucht. Abre Berechnungen trugen deswegen _ aber dennoch den Stempel düsterer Beklemmung; sie zwukte hier etwas ad und fliefte dort etwas an, was aber durchaus nichts an dem Deficit änderte.
Für dieAusgaben strich dieKomm:sst°n 14V- »« welche auf verschiedene Verwchnmgszwcnge e tsa eii. ^ r die Amortisation der Ehrna-Aiüeche siE ledoch Kapitel der ständigeir Rmte 6 Mllwmn vnedm h , s.,£ >>ie Au-maben also nur emc Vermmdcrimg von 8 % Millionen Francs ergeben Die Einnahmen durch sie aber eine bedeuteiide Kürzung. g ^ ^
Voranschlägen. Dieselbe,: betrugen b« den SteuM ^r Zölle 18 Millionen, bei denen sur Altohol 11 MMoi und sür Zucker 5 Millionen, das macht un Ganzm 34 Millionen Francs. Dagegen erhöhte sw dte B«eq nnnaen nur für die (£mual)m«t aus HYgMmschen tve
SS, ZI Imr mit 4 «Ui» „KÄtt
phtim ju zahlende erste rückständige Rate m ocecy nuna welche 6 300,000 Francs beträgt, zusammen also
3 .ÄS S
angeführten Ersparnisse mit 8,o00,000 ^
man diese 17,800,000 Francs von der ^ ^ubrtngentot Summe von 34 Millionen ab, so blewt iwch der hnb^e Rest von 16,200,000 Francs. r)-ur diesen Betrag soneii also Obligationen ansgegeben werden; es Ü dies immerhin ein Hülfsmittel, wenn auch em recht tostspiüige..
Unter dies«: Umständen wird es dem Lande mimer schwerer wieder in geordnete Verhältnisse 311 tonunen, SS der'Unwille der Massen gegen die Mutige Regierung nur m leicht verständlich, umsomehr, als das -eficit erst in den letzten Jahren z,l einer solchen Hohe ungeschwollen ist. Noch i^Äre 1896 unter dem Mmrstermm Rrbot betrug der Ueberschuß der Einnahmen 12 o00,000 or«. Während MdlineS zweyahrlger Herrschaft »J“- Budget einen Mehrbetrag Jom -91 in t> !•' <» mjmmut also 231 Millionen auf. DcK 18,19 unter Sielte auch noch 100% Million«:. und d"s Ans- stelliinasiahr 1900 unter Waldeck-Rousseau brachte es auf 97^ Millionen. Von da ab aber ging bergab.
Das vergangene Jahr schloß mit Millionen und wenn es Cailloux wirtlich geling, 1 -
den Feh betrag auf 150 Mllion«: zu vermindern, wcw nach Lage von Handel und Industrie wohl al^ausge- schlossen gelten kann, so ist dies immer « » Sreffecin ,m natürlichen Hrüfsmittel so reiches Land wie Frankreich z:i hoch ist.
Dia Anstrengungen, neue Quellen für den leeren -rvi f.r ... ftiihen werden deshalb nngeschwächt
NA Ad nur „°ch di« Zr°,° ia
Ä ßün daß die sremden Arbeiter mü eurer Steuer be- merdeii Dies ist seit Langem d:e ,Forderung incht
^NLnMÄnPrq-.
WMt gemäßigter republikanischer Blatter. Aus all«: ^ S der französischen Bwölkenmg gehen den
ULkVLMMAZ
säMi lmige zu Nutze gemacht hat. Oder sollte sie sw)
wirklich cm das Wörtchen „EgaUt 6 " stoßen?
^hai wäre es mit de,: Prinzipien emer Republik unverein bar eine bestimmte Menschenklasse welä,e dieMen u> direkten Stenern trägt, noch außerdem zu dwickem
Prrutzischrr La»dtag.
Abgeordnetenhaus.
Berlin, 18. März.
Das Abgeordnetenhaus setzte heute die B«°thmig des Kultus-Etats beün Kapitel Kultus und Unterricht gem-insam fort ^Hierzu lag eine Petition vor. betrefsend Erhöhung des szonds lu Ausführung des Gesetzes über das D-enstemk»rmnar L7 evanae scheu Geistlichen. Di- Kommission beantragte Ueberwüsung als Materiall - Abg. v, Wartensleb^ vnus 1 und Aba B r ö s e (kons.) trateir für eine Erhdhui^s des 8 W Ausführung des Gesetzes ein. - A^. Hacken- b er a nat-lib.) weist den Vorwurf zurück, daß du Schuld kür di- bei der Besoldung der Pfarrer -ntst°ndcuen Schdn-r,S.
Ü&L'SÄ f .i,
v Wartensleben (kons.) betheikigen und wvbn MMr
dem' Wege^drr Mdizinalresorm schsn FmtMitte “«P »
ben swd? er begAißt namentlich die BermehmngZ-e^^
^t.-llb7 wünscküs durchweg Lso§te°'^iÄr»te
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?ö HU r Sqcqrnt das Gesetz gebe dem Minister senaue Vvr-
Li L über die V'ertheilun^; er erkenn- aber «- daß.
2 . Kreisärzten Nothstand W* ^rch^dm
Mittel im Ertnl°rdmarmm abgcholfen werd-H
M-MWW
»st. “ ÄTS
Mnisterwechfels abgebrochen worden und
Gin MmMengeheimniß.
Roman von 21 . Foore.
Berechtigte Uebersetzung aus dem Holländischen von Hermann Koppel.
(25. Fortsetzung.)
Ich sehe nicht ein, warum ich bei ihm sollte Ui Gunst
TSkStm »»61”. lagt 3ta«, Sut°
da#, träume von odyanmeiu unb SSScn die sie
,vm: Willigen!"
'/ffÄt ü^rleinc Predigt nach, also werde ich noch schweigen."
Aa Wiiiigcn, Bester, st» »»r."
K SÄSta ihr- Stiesel in Mt fmDf
-»!« der Sriil'-iiide er.
schreckt aus. ,, r
„Eine Erschütterung, Kart.
nlaubc der Kirchthurm ist eiugestürzt. ^
nickt Dil hast gewiß mit etwas geworfen."
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'S L 9 -Dick nack etwas frageii. Wie fmidest
?u"ek £'!ÄfS hier'in der Nachbarschaft meder-
ließe?"
".Wte fäÄ?Dn es, weim sie Bürgermeistersfran von Bladeren würde?"
,'Wunderherrlich, aber mir den Ge-
vg&ZS&ttäC**. m m *****
beit überlasse Alle-
HSanfHcheii,Grund baust Du Demen Plm:^
AÜf"dieftn @mnb; ? daß es keine-: Mann giebst d-w «„fÄfflier aeqen die Schlauheit emer ^rau mid dw w freundliche ^Aiunuth einer andereil geschützt wcrre
StsA SL L Ä S«|
nmrben ist und deswegen setzt weniger ans das^Aeußer rn. n ,,f jyjg innere achte,: wird; daß er :n d:e lLchonhmt stLer FWenlo verimZ ist. daß er Elises Gebrech«: E einmal merken wird, und endlicks ... daß ich d:e Herrath
ge«: sah«^ nun begreife ich erst, w:e Tu
a r -en mr
HDummi Ich bin noch nie m meinem Leben so schlau gewesen!" XXIH.-
Ernst und feierlich klingt das eintönig^ Geläiit der
ßir 2I das seit Jahrhunderten d:e «chaaren der
Kirchenglocke, ' ^ust' die Gäste im Pastorenhanse
K5“ * SfÄ» »nt« IM
bernebineu 1 ^ breiten sich vor, an d«: Ort
M^gehem wo die Glücklichen Dank sagen und die Elmden
Sie ch!d ernst und doch freudig gestimlut- Das Kirch- kein balb imGrüuen versteckt, ladet so recht freundlich em,
• «Änr die duftige, dorthin führende Aiipslanzung, ^Sa> Kirckbof im Hintergrund, jetzt fast fröhlich von
_ 10 sWcirnpnö IicrriAt eine ircunMid)c Otillc int
Nom singt nicht, Stine Im-st sachter :md ,mS?die Thüren nicht so geräuschvoll wie gewöhnlich; mn Willi EseM kommt nicht zum Vorschein und erhal sein Frühstück auf dem Studrrzimmer, — sa, der Pfarrer
vmi« ilt-eiwjJßJ»!
n. ^amilifah'den Pfarrer iücht, bevor er auf der M S unb kurz, nachdem er diese bestiegen, smd
mASSm Jtm-.ist. “ÄfSSÄ
S-st. stststsÄs sst T»!' ° 4-,e!„Ad-- Wütt
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geiid, aber mit v:elbezeichnen^i Blick die Hanw
^ Sie haben mich außerordentlich, erbaut , sagt Elp >
XSmitmSfS« Ä m m* «
b"> %tSSSS SÄ Ä regelmAig die Kirche in Leiden?"
ja, gewiß,
Eonsinchen, ich gelse meistens nach der
Ä HEÄÄ ml dem .mdsie
t*25 S Stria; M m« <*&«>*£ %
rafftätÄV «'°. di» inzwischen
wpstg--rb-t»4 Liechen! Mein Kmmel. wie »-st Du das so unbemerkt thun können?" «ist Nora ans. dann
sagt ^^^obsichtlick so lange gewartet; nur ist, nrnBt Du wissen, das Butterbrodschmieren kerne angenehme ymftimmn."
