so. Jahrgang.
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. Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur
US. 129. Redaktions-Fernsprecher No. 52.
zweite,
Morgen-JUBsgalfoe»
Oie deutschen Schutzgebiete in Afrika und in der Siidsee.
VI. Deutsch-Samoa.
Deiitsch-Samoa umfaßt mit einem Flächeninhalt von .588 Z^?atttwmeter und 32,875 Einwohnern dw "nleln Upoln Sawaii, Manono und Apalmm, samnrt- j,d vulkanischen Ursprungs und von .ilorallMmssen um- Sen, die beiden letzten Inseln von unbedeutender
Die Hauptinsel, der Größe nach die Upolu 70 Kilometer lang, ,5—20 Nieter breit und hat ausgedehnte Küsten - ebenen, die zu einer die Insel m der Längs- richtmrg durchziehenden Gebirgsrrppe aus- steigen Diese bestcht aus einer Reihe erloschener Vulkane, deren verwitterte Üava- massen einen überaus ergiebigen Nährbodeit für eine üppige Pflanzendecke darbwtem Kröüer ist die westlicher gelegene >?nsel S awaii mit Vnlprnkegeln °°n 1«1° ‘Mr- Höhe, doch weniger fruchtbar und erst
©Stointa Bon« bis November ist trocken, der Südsommer regenreich und zeitigt oft furchtbare '--rkmw.
Einem solchen sielen im Jahre 1889 ^^eutscS .Kriegsschiffe. .Eber" Mid Adler" im Hafen von Apia zum Opfer.
Die Temperatur schwankt zwischen 21 und -7 .Grad nn Monatsmittel und wird durch Winde so gematzigt, daß Europäer auch schwere Arbeiten im Freien verrichten
t0m S Pflanzenwelt ist überaus iippig mb be- heift Gliederungen wie Berge bis zu den höchsten Gipfeln mit einer dtchteii Decke, deren wechselvolle H-ormcm den I^nioln den Reiz einer großeii Lieblichkeit verleihen. L ^eii ist d^ Thier leben arm; fliegende Fuchse und^eiinge Fledermäuse sind neben den «nstMlepp en Ratteii die einzigen Säugethiere, auch gwbt es nur mpmm' Voaelarten, doch selflen Moskitos Nicht. ^SeööHerung. Die Samoaner sind Polynesier von großem, stattlichem Wüchse und lichtbrauner HmA färbe die Frauen, ebenso gut gebaut, stnd oft recht hübsch !md von großer Anmnth. Die Samoaner sind harmlos und gastfrei, dagegen durchaus arbeüsscheil. Sehr beliebt iieben der Tätowirung ist reicher Blumm- und Blatwr- Zct Ihre Häister bilden ein Balkengerust, das Matten verlfängt wird, aber em regenfvM chA 'erhält Der .Na usrath ist sehr emfach, doch haben
Petrolemnlcunpeii irnd Nähniaschineli m vielen Häustvn schon Eingang gefimdeii. Aus den ^nseü Weine von diesen 300 m der Hanptstaol Apia.
Pr oduktM m Der Boden erzeugt alletropischm Gewächse, danedeir auch ei-ropaische Gemuse Der Amtliche Bestandcheil der Ausfuhr ist dm am, dem »Msch der Kokosnuß gewonnene Kopra daneben vwrdcn Baumwolle, Kakao, Kaffee und Thee nnt bestem Erfoige Der aröktc Theil des Landes befindet sich ün^Besitzt der Handels- irnd Plmitagmgesell-
der Südsee" der Nachfolgernr des Hamburger ^!se?Go^fron (seit 1857 auf Upolu thätig). Gegen 4000 Hektar stehen unter Kultur, die durch eingefiihrte melanestsche Arbeiwr betrieben werdm nmß, da die Lanm jede regelmäßige Arbeitsleistung verweigern.
H a n d e l. Der Hauptartikel der Anfuhr, die Kopra, wird vorzugsweise nackf Deutschland veiychisst (1899: 7792 Tonnm). Me Einfuhr für ^n Absatz Etnaeborme besteht in erster Lrme m Klerdungs- stofsm, andere Dlassenartikel sind Biskuits, Salzfleisch, Nahrungsmittel, Lampen, NäMaschinen, Regenschirlne. Die derUschen Lloyddanrpser gehen nur biö Sydney, too bw Ladungen für Apia von englischen Dampfern uber- nonnnen iverdm. Me Reisedauer von Sydney nach
Apm wahrt ^Tage.^, ^ Inseln wirken 2 evangelische und eine katholische Missionsgesellschaft seit 18-.0
^V^rwaltung. An der Spitze der Verwaltung üebt der kaiserliche Gouverneur, dem em Polizenneister beiaeaebeii ist. An die Spitze der Selbstverwaltung der Samoaner ist ein hoher Häuptling (jetzt Mataofa) einge- hem etit Am (Seite ftef)t.
13 Uns der Insel Upolu mit einer Bevölkerung von 17755 Seelen liegt die Landeshauptstadt Apia mit 1300 Einwohnern, Sitz des Gouverneurö^er^chordm
n-nN tn's Käiwtlings der Samoaner. Sein Hasan ist durch die nordwestlich sich erstreckeiidc Halbinsel Mulnw gegen Nordoststürme schlecht geschützt günstiger gelegen ist die von Beram unigebme maleri che Bucht der Koywn
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im Sommer, 17 Kilometer östlich von Apia.
' Me im Jahre 1888 gegründete deutsche Schule wird voii etwa 70 Kindern besucht, von Gmen50 deuO^smd und ist mit einem Kindergarten verlumden. Aiich besteht
! 0'" M^ImÄchastlich reizvollen AMbucht^hnt sich ! die Stadt 6 Kilometer lang unnnktelbcii am Iwe kM, umrahmt von hochaufsteigendeii waldigen Bergm, zwei kleine Bergflüsse liefern ausg^elchneles wri^was^ iw bieten Geleaelchest zuni Badm. Kraterseen von oe zaubernder Schönheit, von herrlichm Waldwcmdenmn- icklossen erhöhm die landschaftlichm Reize dieser Perle der Südsee dw nach 16-jährigm Wrrrnistm aus dmi Condominium von 3 Staatm endlich dnA Ml o ii sw - amerikanis che Abkommen vom 2. Dezember 1899 in^den Alleinbesitz des deutschen Reiches gelangt ist nnl ^lusnahme der 2 kleinen Inseln dieser Gruppe ^ntuilo imd Manna, die in den Besitz Nordamerikas kamen. $e FlaMmhissima fand in Apia am 1. Marz^1900
Drntschrs Reich.
« Rerlin 17 März. Auf die Eingabe des Central-
< ^reimatlett für biefe, ist boti bem (Stüöiu'* fefretär des Reichspostamtes der Beschmd^theilt worden, daß es n i ch t angängig sei, die gewünschte Erleichterung
einzufühE Sondergesetz übm di«
B e k ämpfu n g v o n h e i m i s ch e n an steck enden K r a n k h e i t e,i befindet sich in Borberertimg. Es hmLelt sich dmmi, das Seuchenreichsgesetz wM« sich fm Wesentlichen mit der Bekämpstmg der exotischen
ZL S klera. Pest «-
ein Landesgesetz zu ergänzen so der aewtz-
das Lmldesaesch zusammen die Gesammtheit öergeia? lichen Maßnahmen zur Bekämpfung der ansteckenden
Krankheiterr enthalten werden. . _ A ? Ql .,
Die Anwesenheit von Frauen Zu
s, ö rerinnen mis den Gallerieen ist imch dem Bor. MRs in eiiier am Dienstag in Berlin abgehaltenen sozrÄ- ^mürwischen Wählerversammlung von der Bolizei nicht beanstandet worden.
* Kur Bekämpfung der Trunksucht. Me erndrmg- l lichc Mitar beit der Schulen bei der^BetMpfung
LemUetoru
Hnl, bas Mmb«l »nUt de» «Mm.
Von Käthe Goebel.
Wenn die Hausfrau in Verlegenheit ist,, \vm für em 8emüse sie den Fannlienniitgliedeim auf den -msch lrinaen soll so bleibt ihr immer und ftets als autzerfter Iletter^in dieser Noch — Sauerkraut. In emer wohl- ;eordneteli Spetsekanmier auf l«n Laiide ist steten hm- ceichender Vorrath d^on vorh«d^ m den Stad^ wer und ivären diese auch noch so wm»ig, exiftirr oe
,tiimnt eine Verkaufsstelle, wo ^ ^vmai!sÄcht
Nnbei ist es em schmackhaftes Gennise, vorcmsgefetzr
Lich, daß es Umv Änßenr^njnt und Verständniß hergerichtet wrrd Bei nra :
finit ift Sauerkraut überaus beliebt, ganz gteich, wao für eine Fleischspeise dazu gegeben wird. Uebrigeno mache icki es selber zurecht, und es hält sich bei nur auch gaiiz vorrüalilb den Winter hmdurch bis zum Beginn der, 525 VaS rauen, die Mit den Gehelmnisserl der
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umgesetzt wi . ^ch ^^i-ibne Aepfel und Wachholder-
geschmach mdE^ichgeMnrrm^ ^ ^ Wirch-
Äntwt aeselle ich dem Gemengsel ferner ichastskaste gestartet^ gesene^ ich freilich ein
noch Weiinraub z. ^ schwerlich ein anderes messen
Wüüw^Es ist llebllch, weinsäuerlich, mundet selbst in rohem' Zustande wie Eingemachtes und kann sogar, kuli- Äisch Äestutzh roh als Salat genossen werden, zumal
wenimKochernumd Nermangen hmzukonuEi- DcchÄ Mt i-s scbmnck anö, wie kaum wieder eme ähnliche Schupei,
t SSf lifetebm A-bm,t°n °°n dem -ch JMg
Garniren verwendeten eingemachten rhruchte überaus itmiMnngw-ll^bh^n^ Drmnlopses »>
bot daß dia Hü&cnbc Glbmotropolc Magdoburg taiim
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rübmt aewordeneii Sanerkohlmnsatz getrieben Hab. ^ Dsten bis hinein in die flawischen Völkerschaften nahm dmm beging die überkommene Herstelli-ngsmechode auf und wurde smierkrautessend mit einer LeiderifckMst, hmter der selbst wir, mit unserer Vorliebe für diese» Gemu>e,
1 m ein Beträchtliches zurückstehen dürsten. Nach Amerika brachten erwiesenennaßen die deutscheii Lcmd^kind^, ^ iu den englischen Sold verkauft waren und dort für eme verlorerie Sache chr Blut bingeben iimßten, echt überhaupt die Kenntiiiß von dichem Gericht. Allem bald wettels^te Bnider Jonachan mit dem deiltsckfvii Michel m Heller Be- aeiiterung für dchsen Nationalgemuse. ,
3 Am längsten ividerspensüg zeigte sich dm „große a>nt!nn" Weiin sie uns vechpoiien und dabch aus unsere
fetiai-ä des d-E-n
Magens Hinweisen wollte, schalt sw. int» schlechtw g SEchrautesser". Heute werden alwin m Paris nn- älaublickie llllengeii dieses Gemüses vertilgt. E» erhalt nGdnÄ wäbrend des ganzeii Winters unentwegt ans dem ^Tisch sowohl des Armen als auch des BemiüAten 2 scheidet erst aus dessen Behansu^^ttmnn das Radw»- cben Einkehr hält: also zu Beginn de» ^ruhlmg». Als im Jahre 1825 Brillat-Savarin, der Heros der gcLlschen -rlmÄrn-'ckor seine gastronomischen Probchchusseln herausgab, führte er darin auch „Sauechrant mit Wucht- T* u 1s aeräuckiertem Speck aus Straßburg' mif. Als fernere passende Beilage empsiehlt er WildprÄ, Gänsebraten, Rebhühner, Krammetsvogel, gespickten . Hecht gebackenen Aal, Leberklöße, Aiisternragout und vor
müse volle vierundzwanzig Stunden kochen und stündlich eine Flasche Chanipagner zugwßen zu lassen.
Leider zeigt Sauerkraut auch seine Mucken,, und 2er- imige der es im Hmlshalt vorrätlfig hat, weiß em Lwd swaen Wenn gegen Ende des Wmters dw ersten milden Tage eintreten, verräth es iwmlich ero qanz entschiedene Neigung zur Schmnnelbtldung. So- bÄd man nun nicht mit d«i ersten Anzeichen gmtz energisch aufräumt, ist Gefahr vorhaiiüen, day^dei ge sanmite Borrath unrettbar dein Verderben mcheiinsall . Man mtfenw also die obere Schicht, soweit sie Lchmmiel-
säuberte Sauerkraut 1- ..„nach Gutdünken mck bestWi Branntwein Ebenso nmsten sammtliche Utensilien, we E Bedeckung des Gefäßes benützt waren, der gmmd- lickiiten Reinigung, womögtich durch länger andauernde» Auskocheii theilhaftig werden. Meistens genügt em em- mchiaes^ersahren. um den Vorrach an Sauerkraut vor weiterer Schinnnelbildung zu bewahren; zeigt sich diese
SSWKm. I- mnb d-r V-rftch s- bM-rstaE, in allen Einzelheiten iviederholt werdem Ebenso ist boä Gemüse mich vor etwaiger Uebersäuenmg zu sichem. Das geschieht ohne Mühe, wenn man ui die emgestmnpsw Maste einen Stab von ungeschalteni Birkenholz steckt. Mch8 besitzt nämlich die Eigenschaft, die Krautfaden bei mildem Geschmacke zu erhalten. Wer ganz sicher gehen i^d chr vor seder Uebersänernng geschütztes Gemüse er- Mte^will, der muß die Emstanwfung m Gefäßen vornehmen, die überhaupt mW Birkenholz ihergestellt fmd. In Rußland hat sich geradezu eme derartige i?ndustrw twrausgebtldet; allerdiiigS scheint man dort auch fede Er cinigermaßeii hervortretende Saurebildung beim
Sauerkraut unterdrücken zu wollen. ^_
Als echtes Nationalgericht der deutsche Küche tMlcht das Sauerkraut denn auch allüberall m -iord und Su , in Ost und West auf. Wer je in Berlin gewesen, weiß,
