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1. Min# nun Wiesbn Sener Tagdlatt.
_—----- TZ-ZZTT SO. Jahrgang. 1902»
Po. 127. Morgen-Ausgabe.
Sonntag, de» 16. Mär?.
=- i größerer Raum, in dem das Packpapier k^OH^Ed wo
i***±k***±*- *** die zur Versendung der Maaren 'wthmen Kästen, thekw
o.*..«»*..«» ? 1 mit Blech ausgeschlagen, cmsgchtcchett ftan deir. ^
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Das ist die wahre Lebenskunst.
Des frohen Augenblickes Gunst Auch fröhlich zu genießen;
Ein blöder Thor, der sinnt und träumt.
Um über das, war langst versäumt Noch Thräncn zu vergießen. Albert -ragcr.
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(9. Fortsetzung.)
Der Marschallstab.
Roman von Walther Schulte vom Wrühl.
In der That fühlte sich Hans über seinen Triuniph innerlich befriedigt und er befestigte chn nach much c Entschluß, sich nichts zu Schulden kommen zu laffm u,w dein verhaßten Plümacher kerneir Grund zu berechnst Klage dem Vater gegenüber zu geben. Den Erfolg, orrt er mit seiner heimlich geschaffenen Arbeit erzrert, wectte die Hosfnmrg in ihm, daß er trotz des gestrengen Vaters und des pedantischen Prokuristen doch m semer bescheidenen Lehrlingsstellung nicht das fünfte Rad am Wagen spielen würde, sondern ^daß er thattg nn bandelnd in daS Gensieve des Geschäfts emgrerfen könne.
Iu solcher Hoffnung erschien ihm das Ganze urcht nreyr in dem kalten, nüchternen Lichte, wie vor wenig Wochen noch, und es deuchte ihn selbst nicht unwürdig nie#, das Kopirbuchregister nach-zutragen oder andere, mechamsc» und qeisttödtende Arbeiten zu verrichten. ,
Im Gefühl wahrer Zufriedenheit genoß er die kur,e Mittagspause, die ihm nach dem Essen blieb, gröblich trieb m-sich mit den jüngeren Geschwistern un Bannchose und Garten umher. Die Jüngeren verwl derten rmm j ktwas, wenn sich der Vater auf seiner ^-rublnigmeise^be- fmid War dieser daheim und sie wurden ber ihren Spielen zu laut, dann vflegte er gellend auf seme>n Fmgei- zu pfeifen: die Freude war dahm und gesentüi Hairptes schlicken die Knaben herbei.
„Ich will Euch spektakeln Helsen, ^hr Sakramenter.'. M habt wahrscheinlich nichts Besseres zu thun , »W w dann wohl zu sagen, und wenn sie tlemlai e kla ten mit ihren Schulmifgaben seien sie fertig, dann stellte er zu nützlicher Thätrakeit an. Im Lagerraum stand em kleiner Ambos; darauf maßten sie alle krummen Kiftew röael mit einem Hammer geradeklopfen, lind wenn sie omni unversehens einmal statt des Nagels die ^mger crafeu die ihn hielten, war der Schmer', doppelt gios> Eine solche llnterbiudnng ihrerFreiheit nun vrmichten sie heute nicht zu fürchten, und da gerade Mittwoch war ,'ud sie Nachmittags frei hatten, so verabredeten sw mit iKata der Nachbarschaft ein großes Kampfspiel rmf einer naheliegenden Viehweide. _■
„Schwerter und Bogen haben wir genug, aber tot bedürfen noch mancherlei anderer Sachen, wu mutzt erp mSmÜS» -tni,dc auf« c, M
fein nett von Dir, wenn Tn etwas buttest, Han.,
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ber ältere Bruder ließ sich gutmuthig herbei, oer -nie "" #r Packsücke befand sich der Kistensöller, ein
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war zu dem Zwecke häufig i»f sfuigelobn thaug. H war er wieder aMvescud und hielt, oouf^»wm H . ^ Hobelspähneu ruhend, ein kurzes Mittagschlaschem Die Tritte der beiden eilig die Treppe HnEfturmwiden schreckten ihn empor und, sich dm Augen reibend, erhob er
nur riiT)ig liegen, Saam, und laßt Ei^ mcht stören. Karl will mit anderen Bengels eme Schlacht aufführen; da möchte er noch ^ eme ti-abne im Kommandostab gehobelt haben."
„Schon gut", sagte der Schreiner. ,,^ch weiß W, Herr Hans, daß Sie mtt dem Zeug umzugebcn verstehen Die anderen sungen Herren freilich bestellen nur immer das Sägeblatt, machen mir den Hobel schartig imd machen
anzufassen", wandte Hans ein, wahrmd sich Karl über da-, Aussehen des Schreiners lustig machte, dem emrge schon geringelte Hobelspäne im Haar hangm geblieben 1
„Bleibt nur ruhig liegen. Es würde nur leid ftm, wenn ich Euch in Eurer Mittagsruhe störte mahnte Hans nochmals. Saam aber setzte sich gahnmd^ auftecht holte umständlich die Uhr hervor und sagte nach^n er darauf geblickt und' das nenstlberne Sckpitzgchanse wieder geschlossen hatte: „Es wird nach und nach o ■ '
dusele noch so etwas herum." . «
Er erhob sich mit Aechzen. knüpfte das Band seiner - * r J -. ' r,.!.._ WöW beit lim den Leib rmv
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großen blauen Leinenschürze wieder fest um-, -------
klaubte dann aus der Westentasche ein klmne» Rollchm Priemtabak hervor, von dem er aus der Hobelbank mit einem Bettel ein Stückcksen abstack;.
„Wollt Ihr auch eins", srug er , ^
Pfui, ich verstehe immer nicht, wie man so etwa, genießen fann", sagte Hans mit einigem Abscheu.
Genießen?" meinte der Andere gelassen mdem er das "Stückchen behaglich in seine faltige Backe schob. Man suqgelt es sa nur aus. Thun Sie nur nick! s , die Reichen essen ja auch Schnecken und Schnepsendreck.
das ist dach noch viel schlimmer. __ ^ .. . . A
Ich habe beides nocki nicht gegessen und wurde mich a»ch schönstens^ bedanken. Uebngens ist dav auch etwa.
^ AckNoas"" meinte Saam. der als Original galt und sich seine eignen Gedanken über Leben und Welt machte, das ist nichts Andres. Das Eine ist nicht oe ser als dav Ändere Stoff ist Alles und der Stofs an sich ist nicht
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bcitSm* ich bin der Sohn des großen Herrn Kaltenbach p2.mt - Wie Sie mit dem Handw erkszeug umzugehen
wissen, Herr .Hans" — unterbrach er sich in
tung und sah wohlgefällig w* Stück
Mannes zu. „Au Ihnen rst wohrhafim V™ «««
Schreiner verloren gegangen.
„Oder ein Schmied, oder em Schufw:. E wrm Wer nicht gerade vernagelt im Kapftrst, eme Sack » tig anfaßt mrd keine dumme Hm» «fitzt, der yar w»'»’ lich zu jedem Gewerbe Geschick- Schere.
„Es ist doch Alles Wurscht^, memte der
„Handwerk hin, Handwerk her!"
„Mit Euch ist nicht zu s^iwn kaqte d«
„Habt Geduld, gleich mache ich Ench Platz- ^ noch diesen Porzellaukuopf ans die Stange
„Was soll denn das nur wieder sem-, kEf. ^ und Karl antwortete ihm Mit großer
giebt mein Marschallstav. Hwrs hat ^ ^E^Weide.
macht. Wir spielen nämlich gleich m ^gwaw Schlacht. Ich bin diesmal der Generalieldmarfchall im»
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