Seite 4. 15. März 1902.
Ursache des großen Elends in den schmutzigen, überfüllten Wohnungen im Ostende vcm London stnd. Da es so außerordentlich schwierig erscheint, das Uebel an seiner Wurzel zu fasten versucht man jetzt mit allen Mitteln, di« Mädchen von fugend auf, das heißt schon in der Schule, auf den Beruf als ?krau und Mutter vorzubereiten. So haben in den Londoner Volksschulen in den letzten sechs Jahren über 240,000 Mädchen Unterricht im Kochen erhalten, neben dem eine möglichst gründlich« Unterweisung im Krankenpflegen, Kinderwarten und allgemeinen Hausfrauenpflichten einherging.
Wiesbadener Tagblatt (Morgen-Ausgabe). Verlag: «anggasfe 87._50, Jahrgang. No. 185
Kleine Chronik.
Großherzogin Victoria Melitta von Hessen legte auch ba-j Protektorat über den nach ihr genannten Heimstätten-Verem für das Großherzogthum Hessen nieder. . . o „ ,
In Köln ist ein Feuerbestattungs-Verem ms Leben getreten. Er zählt bereits 68 Mitglieder, worunter sich auch mehrere Damen befinden. . , . ,
Geheimer Kommerzienrat!, Krupp- Essen hat das an der schönsten Stelle Honnefs gelegene Gut „Feierschlotzchcn angekauft, um es zu einem Erholungsheim für seine Är beit er zu verwenden.
Weitere Ermittelungen über die Geschäftsthätigkeit des Spiritistenpaares Rothe-Jentsch in Berlin baden ergeben, daß dasselbe in einzelnen Privatzirkeln m der letzten Mt Abendeinnahmen von 850 bis 1180 Mark gehabt hatte.
Aus Nahrungssorgen vergiftete sich der rm 72. Lebensjahre stehende Sanitätsrath l)r. Wolfs, Charlottenstraße 3. in Berlin. Derselbe war nicht ver- heirathet und hatte in früheren Jahren eine gute Praxis, die aber immer kleiner wurde. Auch Vermögensverluste und Krankheiten stellten sich ein. und so mag wohl die trostlose materielle Lage den hochgeachteten alten Arzt in den Tod ge- txi'Ctl'C'TT fyci'b'ßix»
Ein Schlächtergeselle Leps in Berlin gab Nachts auf d-er Siraße aus Uebermuth Revolverschüsse ao und feuerte auf zwei ihm entMgentretende Schutzleust drei Schüsse ab, durch die ein Schutzmann erheblich im Gesicht verwundet wurde. Der Thäter wurde durch Säbelhiebe über den Kopf widerstandsunfähig gemacht und verhaftet.
Die 13-jährige Schülerin der 10. Mädchen Volksschule in Königsberg i. Pr., Elise Kasper, wurde Mittags während des Unterrichts plötzlich wahnsinnig. Das Kind führte irre Reden und zeigte große Angst vor eingebildeten Verfolgern. Der Rektor ließ das Mädchen m einem Krankenwagen nach der Jrrenstation des städtischen Krankenhauses überführen. Der Vorfall ries unter den Schulkindern
eine große Panik hervor. „
Aus Oberhausen wird der „Köln. Volksztg. gemeldet: Auf Zeche „Concordia", Schacht 2, ereignete sich ein schweres Unglück. Durch Steinblocke, die aus. ta Hangenden herabfielen, wurden drei Hauer verschüttet. Dieselben waren sofort todt, ihre Lerchen sind furchtbar
^ Der in der Haydnstraße zu Leipzig wohnhafte Untersuchungsrichter am Landgericht Leipzig, Assessor Stockmann, tödtete sich in vergangener Nacht durch einen Revolverschuß. Der Verstorbene stand im 31. Lebensjahre. Als Beweggrund des Selbstmordes gilt hochgradige Nervosität.
In dem neuen Krematorium zu Genf ist am Samstag die erste Leiche verbrannt worden. Es war der Leichnam eines der Gründer des Krematoriums, Jacques Silvsstre. Dre erste Leichenverbrcnnung hat ein außerordentlich günstiges Resultat
3dtC ^n' England ist gegenwärtig unter den vornehmen Damen der alte Aberglaube des „Spiegelschauens wieder
^ ° b atuY® hicagll. 12. März, wird gemeldet: Die Auslieferung Terlindens ist verfügt worden.
In Broken Hill in Australien hat kürzlich ein aus :iner Menagerie entsprungener Löwe die ganze Stadt m ge- -valtige Aufregung versetzt. Das Thier hatte sich auf emen yohen Damm zurückgezogen, den eine nach Tausenden zahlende Zuschauermenge in respektvoller Entfernung umstand. Die Polizei wollte das Thier erschießen lasten, stand aber auf Bitten der Besitzer davon ab. Schließlich ist es auch gelungen,
durch hingeworfene Fleischstücke den Löwen bis zu ttnem bereitgestellten Käfig hinzulocken und auf diese Werse wieder unschädlich zu mach en. ^ _
Letzte Nachrichten.
W b. Bremen, 14. März. Der Kaiser traf heute Mittag 1 Uhr hier ein und lvurde von der zahlreich zusammengeströmten Bevölkerung auf das Lebhafteste begrüßt. Der Bahnhof und die Straßen sind reich ge- -biiElckt Der Kaiser fuhr nnt dem Bürgermeister He^ vr. Paust nach dein Rachskeller Hier schien Dameir der erstell Familien dein Kaiser Roseii. Rachskeller fand ein Frühstück statt.
wb. London, 14. März. Die Abendblätter berichten aus H e i l b r o n n (Südafrika) vom 12. Marz Um Svlmtag wurde ein neues Trecken veranstaltet Dre britischen Linien dehnten sich von Franksort auf dem rechten Flügel bis Lindley aus dein Intim giugü. au». Fünf verschiedene Kolonnen gmgen m westlicher Richtung aeaeir Wolvchoek vor. Zwei Offiziere mit eurer Kiwallerie-Abtheilmig operirten vor den ^.rrchpen und iuckten das Thal ab. Hierbei wurden neun Buren gefangen die sich in Höhlen versteckt hatten. Es gelang aber der Harchtmacht der Buren, unter Mentz, zu entkommen Die Buren trieben wieder eine Herde ivstd- gmnachten Rinder gegen die Blockhausstnie und brachen in der elitstandenen Verwirrung alle durch.
Burerr wurden gefangen.
Wunsch der letzteren beizutreten, um der All- gemeinheit Rechnung zu tragen. Es hat sich ja die Plattform leider als zu klein erwiesen, und der Magistrat hat in Anbetracht dessen andere Plätze in gestellt. US
wäre nun jetzt schon angebracht, daß man zur Entlastung fret-- williqm Produzenten, sowie Wiederverkäufern gestatten wnrd., diese Plätze zu beziehen, anderenfalls Wiederverkaufern solche Plätze anzuweisen. Bezüglich der Tischplätze bringt man vor, daß 3 bis 4 Tische nicht genügen würtLN, um die Korbe unter- zubrinqen. Nach der jetzigen engen Stellung, sowie Anweisung in Reihenfolge hat dies Berechtigung. Wie wäre es nun, wenn man statt in Reihenfolge den zweiten Tisch, resp. den Raum hierfür, nach rückwärts hinzunähme, sodaß also die zwette Reihe Tische fortsiele. Dadurch würde für den allergrößten Produzenten bei zwei resp. noch zwei rückwärts liegenden Tischen der größte Raum zur Unterbringung der Korbe geschaffen werden und die Marktverwaltung käme zu demselben Geld wie jetzt, dabei hat sie noch für die Großproduzenten eine Reihe Tische pro Quartier weniger zu stellen. Es läge auch rm Interesse der Stadt, wenn nicht durch Benutzung der umliegenden Straßentheile jeden Tag di- Unzulänglichkeit , des neu geschaffenen Marktes dokumentirt würde, was sich m der Zeit der allgemeinen Einfuhr von Landesprodukten noch verschlimmern ^d. Mehrere Gärtner.
Geschäftliches.
Einsendungen aus dem Leserkreise, ff UZM
* Schon lange hört man Klagen gegen den 7 -Uhr Schulbeginn, aber Niemand lehnt sich energisch dagegen auf. Wie viele Mütter warten wie ich auf Anregung z gemeinschaftlichem Vorgehen, welches dann .^entlich auch h ^ Erfolg haben wird. Ich wollte meinen 13-iahrigen Sohn schon mehrere Sommer von der ersten Schulstunde dispensiven fasten, da ich jedes Jahr wieder von Neuem den schädlichen Einfliß des ju frühen Aufstehens für ein Kind in seinem Alter ern- sehen muL 2 allein kann man sich doch schlecht , gegen eine derartig- Einrichtung auflehncn. So mußst ich immer wieder den Jungen, welcher ja gesund, aber etwas blutarm und nervös ist Morgens um 6 Uhr „mit Gewalt aus femem Schlaf reißen und meistens ohne genügendes Frühstück in ö t kchule jagen; denn dazu lasten sich die Kinder m der Eile Morgens fast nie Zeit. Ich finde es grausam, — don allen sonstigen Unannehmlichkeiten im Haushalt abgesehen welche damit verknüpft sind — einem Kind den Morgenschlaf um du Zeit zu entziehen, und halte den Erfolg der ersten Unterrichtsstunde auf die meistens unausgeschlafenen Kinder für sehr zweifelhaft. Hoffentlich melden sich alle Eltern, die dieser Ansicht sind, sodaß wir schon für den kommenden Sommer Ab- bülse haben. tf tau M. Th.
* Verehrte Redaktion! Bezüglich Ihres Berichtes zur Marktvlatzfrage in Nr. 120 (Abend-Ausgabe) dt-, Tagblatts" erlaube mir zu bemerken, daß hauptsächlich, wegen der Platzfrage die Ansichten der Interessenten stark auseinander gingen. Der kleinste Theil der marktbesuchenden Gärtner., me als Großproduzenten gelten können, hat den Wunsch, emen separaten Marktplatz für ihre Bedürfnisse geschaffen zu sehen Diesem Wunsche wurde Seitens der mittleren und kleinen Gärtner die Unterstützung, zu Theil. Es wurde nun auch im Interesse dieser kleineren Gärtner, welche die Mehrheit bilden und die obere Plattform künftig belegen, der, Antrag gestellt, zur allgemeinen Zufriedenheit sich dem bereits eingebrachten Schröder'schen Antrag anzuschließen, welcher wünscht daß man aewiffermaßen durch feste Ueberlastung der benutzten Platze emen Pachtvertrag auf eine bestimmte Zeit eingeht, um immer die Berechtigung zu haben, die Stelle einnehmen zu können.,^Dieser Antrag wurde Seitens des Vorsitzenden, Herrn Steitz, nicht zur Abstimmung zugelaffen, indem er einwandte, daß, wenn den Großproduzenten ein separater Platz angewiesen sei.^die auf der Plattform verbleibenden kleinen Gärtner sich schon helfen könnten. Aber, meine Herren Großproduzenten, was dem Einen recht ist dem Anderen billig, und Leistung erfordert Gegenleistung. Hat man nun Ihren Wunsch Seitens der mittleren und kleinen Gärtner unterstützt, war es auch Pflicht, dem
Cstcao
Jeder Cacaotrinker sollte im eigenen Interesse einmal diese Marke versuchen.
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- zur Notiz, daß Oder-
Allen Muttern
wachsene zu empfehlen, sondern auch bei »mbern unti^auglmflen gegen Hauttölheu. Hautaus,chlage u. f. m t grotzem an
gewandt worden ist. So Iwreckt eine Mutte. öer ö.e Wette empsohlen worden und die sie b-, 'brem Kinde w°mrle. . Ubttle mir noch drei Slück Herda,eise. Die,-tbe dal s Ä bei dem Y »äckigsl-n G-siLlsaurschlag lehr gul vewaarl udMUnserKirw ieit dem Gevrauch derselben wclenilich d-sser.Ja E.de nwh ver^ fehlen dieses aiisg-zeichnetc Heilmittel weiter zu cmpteyteii.
A»b rdem liegen »och eine Atenge vorzüglicher Alleile von bembmt«
Wertteil über die peilende Wirt,amtest der Seife vor. L»e besteht aus 3 7 ° Anlica 2> Salve,, l.b arab. Waste. be«-rkraut,6.b> Harnkraul 90->/o Seife ist also garaulirt völlig unichaduch und kann von 'jeder Apotheke und Droger.e bezogen werden oder dnett vom Fabrikanten I. Gioth in Hanau a. M.
W» hmfA AM MnI
Hals-, Brust- u. Luugentetden, Justuenza? In alle« hätten, auch da, wo dereils in ^'olge gebrauch tleluucher, werthloser Mittel oder schädlicher G-Helmmitkel Schwachczustande durch Rückgang der Körperkräste eulgelreten sind, gebrauche man aiit vollem Berlraue» den seil 35 Jahren »enuvertroffk« und 'lriita vewährten, dabei dochlösrlicheu und v.lugcn R.»ct»i,chen Trauvcn-Br»st-Ho,ng, icht unter Garantie ä Fl. 1—, 1.b0 und 3.— Alk. im Haupt- rvot bei t'or« Wilhelmstrahe 18. _ I
HitTSchirme. “S
l eonhard liitz, Fabr. ge gr.i839. 36 Langga ssc 38. Die Morsen-Attsgabe umfaßt 14 Seite»
und „Amtliche Auzetgen des -Ldicsbadeuer ^agdlatts" Nr. 62.
Leitung: W. Schulte vom Brühl in Wiesbaden.
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Vorn Küchrrtifch.
* Befreiung", Roman von Henriette v. Meer-
reimb'.' (Verlag: Otto Janke, Berlin.)
H. v. Meerheimb will mit ihrem Roman nichts Geringeres als eine Umsetzung der Philosophie Schopenhauers m künstlerisches Lebem Marline. die junge Fr.au eines um zwanzig Jahre älteren Privatgelehrten, der über Schopenhauer schrerbt und nur in Schopenhauer lebt, verliebt sich m einen flotten Kavallerieoffizier den sie auch, nachdem ihr Mann sie fte-i- aegeben, heirathet. Marline muß in ihrer, zweiten . Ehe Ent- täuschung um Enttäuschung erleben. Innerlich zerqualt und ge- üroLn flicht sie endlich in das Haus ihres ersten Mannes der inzwischen gestorben ist und sie zur Untversalerbrn eingesetzt hat zurück. Bei der Ordnung des schriftlichen, Nachlasse^ des armen Privatgelehrten, der seine letzten Tage m , völliger Erblindung verlebte, lernt auch sie Schopenhauers Philosophie versieben 9 $>ie letzten Pforten des Verständnisses öffnet ihr noch ün hinterlaffener Brief, in dem der Erblindende mit unsicherer Hand sein geistiges Vermächtniß für sie medergelegt, hat. Nun kann Marline. ein- seelisch Befreite, zu ihrem zw-tten Gasten zurückkehren. Sie wird als würdige Schülerin, des Schopenhauerpredigers Alles mit einem verzeihenden Lächeln ertragen. Schon der Ge danken inhalt des Romans ist kein einwandfreier. Der Privatgelehrte predigt fortwährend von d-r Erhabenheit und Größe der Schopenhaucr'schen Gedanken., Dieselbe kommt aber, ausgenommen ein paar direkte Cstate. uttgends zum Aus- hntef Die Philosophie eines der größten und ehrlichsten Wah heitssucher wird in dem Spiegelbilde des Romans zu einem schwächlichen, Kompromisse schlichenden Qmetismus Ebenso konventionell und verflacht ist der Roman in seinen litterarischen Qualitäten Di- Gestalten sind, mit Ausnahme von ein paar gelungenen Episoden, nach billigen Schablonen gezeichnet und entbehren alles individuellen, warmen Lebens.,, Immerhin wird man den Roman trotz Allem ein gutes Stuck hoher als den Durchschnitt der Unterhaltungsromane stellen. Er hat wenigstens den Muth, seine Leser zum Denken anregen zu wollen, und der großen Mehrzahl der Leser mag er ;a auch thatsachlich neue Anregungen geben. Vielleicht findet der eine oder andere
Lefer den Weg von diesem Schopenhauer-Roman zu dem großen
Denker selbst. Für diese Möglichkeit allein schon gebührt, unter den heutigen Litteraturverhältnifsen H. v. Meerheimb ern ge-
August Lieber: „Auf stillen Pfaden". (Verlag der Wagner'schen Universitätsbuchhandlung m Innsbruck) In dem zierlichen, hübsch ausgestatteten Bändchen hat A Lieber eine Reihe Skizzen in gebundener Sprache gesammelt, in denen er die tiefen, schmerzlichen Eindrücke aus manchem Menschenschicksal, die ja der Arzt häufiger und unmittelbarer erfährt als jeder Andere, zu poetischen Büdern zu gestalten sucht. Es liegt in diesen Gedichten kerne fortreißend« K^f^ des Ausdrucks, keine aufwühlende Suggesstonskraft des Gefühls aber ein schlichtes, aufrichtiges Empfinden zieht den Leser langsam in seinen sympathischen Bannkreis und laßt ihn willig mit dem Autor gehen. Die Sprache ist hie und da etwas widerspänstig und das Metrum thut ihr nicht, selten Gewalt an. Anderersests hält sie sich aber von dem üblichen, konendei Phrasenüberschwang der Auch-Lyrrker fast ganz frei, und hübsch empfundene Bilder, die sich manchmal sogar zu einer Zwisten Eigenart erheben, entschädigen den Lejer für manches Sprach- attentat. Im Großen und Ganzen wird man dre Gedichte mit dem Gefühl einer gewissen Freude, aus Hand legen J*r Jreud« die weniger dem künstlerischen Genuß gilt, als vielmehr der Bekanntschaft mit einem guten, lieben Menschen der für die Natur einen offenen Blick, für die Lecken seiner Brüdern warmes Herz hat. Diese Freude ist nicht gar , so häufig, als daß man das Bändchen nicht trotz mancher litterarischer
...
deutsche Kunst, die Rheinlande (Komm.-Verlag. A Bagel Düsseldorf) bringt in mehreren Artikeln eme stattliche Monographie der Ästchen er Kunst m Gegenwart und
Vergangenheit. „Die Munsterkirche in Aachen , "Auchener Sammler" „Das neue Suermondt-Museum in Aachen , Aachen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts", sind die einzelnen mit trefflichem, charatteristisch gewähltem Jllustrations- materi'al"ausgestatteten Kapitel dieser Sonder-Darstellung. au der die Wandmalereien von Arth. Kampf rm Krershauje de
Landkreises Aachen" noch besonders hervorgehoben seien. In den Kunstblättern, die diesem Artikel beigegeb-n sind, zeigen sich die rühmlich bekannten Leistungen der rheinischen Zeitschrift auf dem Gebiete der Reproduktionstechnik in besonders
glänzendem Licht. Gleich vorzügliche Ausführung zeigt das Blatt Georg Oecher „Die Haide". Mit großer Freude wno auch jeder Kunstfreund die ausgezeichnete Wiedergabe des L. Knaus'schen Suermondt-Bildnifles begrüßen, die den Eingang des Heftes ziert. Berliner, Wiener, Münchener Kunstbriefe und Berichte aus den rheinischen Kunstpflegestatten vervollständigen den reichen Inhalt des Heftes. J. K.
* Das Märzheft der „Deutschen Monatsschrift für das gesammte Leben der Gegenwart", herausgegeben von Jul. Lohmeyer (Verlag: Wex
Duncker, Berlin), reiht sich an Reichhaltigkeit und Werth des Inhalts den vorhergehenden, an dieser Stelle bereits mehrmals rühmend besprochenen Heften würdig an. Als besonders de- merkenswerth seien aus den Beiträgen erwähnt: em«, sem-
empfundene Skizze von Herm. Helberg und eine gechreiche
Humoreske von Jul. Stinde. eine gehaltvolle Studie Adolf Sterns über Ibsens Weltanschauung und ein werthvolles Portrait Franz Xaver Kraus" von Ludw. Schemann, eine aktuelle Abhandlung „Probleme der Wirthschaftspolitik" von Heinrich Dade und eine interessante Untersuchung „Wie müssen wir nnt dem Chinesen verkehren" von K. Tanera. Daneben stehen eme ganze Reihe kleinerer Essays, werthvolle Gedichte erster, Autor« und die fünf großen fortlaufenden Monatsreferate über auswärtiges innere Politik, Litteratur, Musik und Weltwrrthschaft-
lT< ^ § ; unsere Ge meindepflege." Erfahrungen und Mittbeilungen aus der Arbeit ländlicher Wohlfahrtspflege von Otto Senffleben, Pfarrer in Sonneborn (Gotha). Sevara^ Abdruck aus der Zeitschrift „Das Land". (Berlin, ^.rowitzsch
U ‘ ^°^Goldschmckts0Bckstothek für Haus und Reise. Neu er- Ein Seelenleiden". Novelle von Hellmuth Mielke. Preis 60 Pf. B°terJ
Australisch-deutscher Roman von Otckmar Hofer. 3. AMl. (Preis IM.) Berlin V., Albert Gockschaudt.
