L« Jahrga«-.
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Früchte der gemäßigten Zone, aber auch Erdnuss. Mionen. Tabak. Indigo, doch rsi das Obst ohne Aroma und Nttr die Weintrauben sind den Ulperen gleich. ^ verbreitetste Hausthier ist das Schwem. da» gckraiich- lichste Lastthier das Maulchier. Hühner. Enten, ^m-ben firrden sich allgemein, Rinder.Schafe, Ziegen sm V • Ein weites Arbeitsfeld für die neue Vermattung besieht in der Aufforstung der entwaldeten Hohen, die rn l rs- lichen Pflanzgärten vorbereitet wird. Bon ber grotztm Bedeutlmg für die Zukunft des Lande» aber sind die
Kohlen- nno ViTä'iagra u». — r
Koblenfeld von Weihsien und dw noch mi^gedewtenm
Kohlenlager von Poschan der Ausfchlreßnng durch die
Verschiffung der Waaren aus Tsnigtau nach anderen
^Der Schiffsverkehr mit der .Heimath wird durch die Dampfer des Itorddeutschen Lloyd und der Hamburg-?lmerika-Linie mit Schanghai und zwischen SchWighai und Tsingtau durch die wöchentlich veflchren- den Dampfer der Rhederei M. Jcbsen (^hrzell 36 StdA hergestellt. Durch das Rutsche Kabel von Tsingünl nach SäMnghai ist die Kolonie an die große unterfeeisch« Telegraphenlinie angefchloffeii.
Aii der Spitze der Verwaltung steht al» kaiserlicher Gouverneur ein deni Reichs-Marineamt iinter- ftEer höherer Offizier. Das kmferliche Gericht letzt
___ Stll&l,nbcn äll ' all “ ne !: -----—-^ bi» 3 Ubr Nach'Hüttogs. - Für di- Ausnahme später cinpreichter A'.izcigcn zur
Anzeigen - Annahme L A Sorge getragen. - -- --——
- U,. 125. — Samstag, d-n 15. W--i'7 — —" fc ^ ^0».
Morgen »Ausgabe.
Uns öcutrrfjc Pnrijtpüict Aiautscho».
Kiautschou wurde deutsches Schutzgebiet durch den Vertrag mit China vom 6. März 1898, fern Flachen- -auni ist 500 qkm mit 84,000 Einwohnern, es hat Mit'
Sc Volksdichte von 168 (Westfalen 133.6 Rhein novinz 189). Durch ein weiteres Uebereinkomnwn .st eine ireiitrale Zone von 50 km rings um dw Bucht be- kimnit worden, welche zwar unter chinesischer Verwaltung bleibt, in der aber die chinesische Regierung teine An- ordnnngen ohne Zustimmung der deutschen Regienmg
^ ^ Zum Pachtgebiet gehört die Kiantschou-Bucht, deren Uferrand mit den seewärts vorgelagerten Inseln und bas östlich daran grenzende Land mit dem Lcmschan- aebirge. das sich mit nackten zerklüfteten Gipfeln bi» zu IIOO^Metern erhebt. — Eine tiefe Bodensenkung ztmscheii der Kiantschou-Bucht und dein Busen von PÄschflr durch- setzt das Gebiet, daß eine Enclave der chinesischen Provinz Ahmitnng ist. Eine 4 km breite Einfahrt snhick in die iiahezu kreisförmige Bucht. ^ die einen ^urchmeßm von 99 km hat, bei Niedrigwalser für tiefergehende Schiffe aber nur ein Kreisrmmi voir 7% km Turchmefter nnt -yjcfc von 12 bis 40 m an der Oft,eite der Bucht behalt.
~ si; a Der Winter ist bei Nordostinonsun trocken uud kalt, der Soinwer bei Südostinonsunfeucht Mid warm Bei gleicher geographischer BMte.wre da»
Nordufer Afrikas, hat es das Klima Obevltatr«w imt 42 8 Grad Jahrestemperatur, zedoch ist der gsinhlmg kübler und der Herbst wärmer als m N-auand.
Vegetation. Die Ebenen find gut angebaut, das Berqland aber ist voii jedem höheren Pflanzenwuchs ganz entblößt, alle Waldungen zu Bauzwecken .rnsaerottet selbst der Rasen an deii Berghangen wird
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ring und nur die Vogelwelt ist besonders dirrch Wat- und
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(nnoc ihre Unabhängigkeit und unterwarseii sich China rst i» 6 Jahrhundert v. Chr. Sie imterscheiden sich oortheilhaft von ihre,: Nachbarn,.haben eme dnnk e e Hautfarbe ihr Gesichtsausdruck ist maimlicher; sie sind lww aewachfeii. schlank und körperlich gut gebildet, m- tÄiamt gmügsain und arbeitfani. nur wenig geneigt ^ GroLidel und Geldgeschäft das sie den Auge- Iiürinen von Kanton und Schansi überlasieii. -
^ Größere Städte schien im Schutzgebiet; d« Hauser sind^medrig. die Straßen unsauber m der Hmiptitraße
der Dörfer reiht sich Laden an ^aden. . ^ ,
^ Ich ganzes wirthschaftliches Leben wurzelt rm Ackerbau? den sie mit Fleiß betreiben. Es gedeihe,i alle
eiwtchende Eiseubalin chrren. Di- Kohleniverke von ZI 2; morden schon jetzt von deii Chineserr zur Her-
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Bkonovol von Poschan ist die Kmpt der Bereitung des herrlichen Email cloisonn6, die sich durch Vererbung in einzelnen Farnilien erhaltm hat.
Der Handel war vor der. deutich^n T-lch- erareisung nur voii geringem Umfang, eiwopaijck)e
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Streichhölzern so gut wie imbetmmt. Ziir Au»si,hr ge- w iche?! hauptsächlich Seide und Strohgeslchte. Zur Hebung des Handels wird vor Allem.der neue HafM von Tsingtau mit der im Baii begrinenen Znsuchbahn aus dc»i reicheii Jimern d-.eneii. Tsingtau ist Freihafen, die' zur See eingehenden Waaren werden erit bwn Ueberschreiten der dechlchen Grenze nach dem ^nuern verzollt, ebenso wird der chinesische Ausfuhrzoll er,t bei
sich aus den, Ricksier und 4 Bersitzerii zuscmnMN. Dw chinesischen Bewohner wählen wie zeher selbst ihre Ort»« Vorsteher die die Gerichtsbarkeit über sie cmsuben. Ter Etat des Schutzgebiets wurde für 1901 m Einnahmen und Ausgaben aus 11,050.000 Mt. sestgesetzü, — Tie Hauptstadt des Pachtgebtets. T i rn g t au . Sitz des Gouveriieurs, des Gerick)ts,
Polizei, des Postamts und der EisenbahiidirektiM!, Dampserslation, hat 2000 Einwohner wachst aber zu- selmids durch Zuzug deiitscher und chmesipher Kaufleute und erstreckt sich quer über die Landzimge zwischen^der Aiißenrhed« imd der Ksaickschou-Bncht. An ersterer liegt die Enropäerstadt. an letzterer das Jndusrrie- und Scmdelsviertel. Beide sind durch die Eisenbahn ver- builden. die rings um die Kiautschou-Biicht. uver die Städte Krautschou. Wei-Hsieii. Poschan nach der Hailpt- itadt der Provinz Tsincm und von dort nach Peking imd
Gin Kapitel van den Kancen.
Gastronomische Plauderei von Käthe Gocbcl.
Was d-n Fremden, di- Deutschland bereisen und b-Lhalb
Mliicye r Mabheiien in den Restaurants so
c unseren H° -ls und d ^cayizea ^ Mindesten
"L-L'mll demn dk Speisen ^-würzl werden. ,.Dentt-he inÄllstünke" hat sie einmal in ihrer Gesammtheit em be- ? Humorist aenanni, lx>ctl leibet ttut zu
-ZU ^de! RwÄ?aten so gut wie das Rebhuhn, der Rehrücken Al «iSS i Ae mit einer Sauce die aus dem-
'irnns? üerrübrt servirt werden. Das Urtheil mag hart elben Topft hmulfti. keinesfalls. Das steht nun
ein, so gm? 8 J Äi |^ e erweist sich die Sauce me-.sten-
b!ils a s ein- schwach! Stelle. Von den Restaurants allerersten heNS ais eme in-, ^ F^^men hangt, wie
kianges Will ich g h individuellen Begabung der .Haus-
»ekannt. die Küche wn m Gaumen und
tau, sowre von der Art und Wey^av. * J ^ ^
Kagei, btt -afeton - 3 itn Großen und Ganzen von
:antä 'L* 1 « Aen G «eit Dadurch unterscheiden wir uns T etf £SS «ÄÄ anderen Nationen, die gerade auf !^t der Gerichte den allergrößten Werth
r feS ÄSIEr. Ludwig Bamberger egen. Der reizenden Estay von uns Deutschen, indem
sagte einmal m ein Z Wklrmatisationsvermögen verspottet.
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M^aufitei, daß J j., . j ihn dem Prinzen Conds sein 7och Le^kMürchaukAne SLüsse verlangte, die korher niemals aus seinen Tisch gekommen - oder den mageren
Lustspielknochen, womit unsere deutschen Twamatcker wahr- vbeinlich qar Nichts anzufangen ioüßten, wahrend er, begossen 2 d.?Lnn>,» Sauce ihrer 8<ff*». »»“'S'«. 3«»™«» i-lterste Bissen von der Welt erschein^. . . x. _
Ja, was versteht man denn eigentlich unter Sauce? Diese» französische Wort, durch das nicht nur die hochdeutsche -.unk-, sondern auch die plattsprachig- Stippe fast völlig verdräng
ans dem Latein des Mittelalters, wo in der Kuchenspr°-be wiederholt das Verbum „sawars (falzen) vorlommt. W, manckcr wichtige B-standtheil der modernen Speiselaite, ist also a sl cS cmf die verständnißinnige Fürsorge zuruck- zuführen deren sich die frommen Männer mit Tonsur und Äutie
m Gunsten ihr s irdischen Wohlbehagens befleißigten, ^edoch zu Gunpen wr Oft,, etwa so zubereitet vorstellen,
wie dü^modernen Saucen der vornehmen Restaurants oder der mit womöglich noch gröberer Sorgsamkeit verfchrenden Küche wie sie in kulinarisch veranlagten und dabei Mt tlluirien Kamillen angetroffen wird. Ein Rezept für. die »Salsa , das ^ ä Soni °crTfir<» 1101 itammt, qiebt bie Antvei'sung, ba^ ttigu ba«
Z S? «S iS »» »»" S-w-i. --»°di-»ch "d
KÄ.* S“,»T, «» So»--- Borjteßc», auf b'l auch di- mvd-ruc Küch- l-iu-sw-gs h--- Mid do vcrzich-cn fnrm stelle eine sehr schmackhafte kalte Sauce her, tnbem
ä “itÄrttte fu.“ °d,° M,d,,i S-,d.«-u ,,°d
etliche Kapern fein unter einander hacke- dazu mische ich den Doller eines hartgekochten Eies, ein Pnschen Zucker und «alz Ell a noch bester Citronensaft. nach Bedarf Olivenöl und dll oanre Maste verrühre ich tüchtig und gewinne so eme JÄS: Etliche Lunk? durch die geleitet, jedweder Bratenrest willig seinen Weg m den Magen nimmt.
Diese Sauce ersetzt mir übrigens vollkommen die theuren -Zabrka Ä«n' John Bull die Menschheit beglückt indem n Sfetiß einen stets fließenden Goldborn m seme Tasch.« leillt Ich schwärme ohnehin ganz und gar nicht fu» diese soge- nannten? englischen Saucen, weil sie im Grunde eigentlich nur
aus flüssigen Gewürzen bestehen; sie regen den Appetit an, aber sie ruiniren den Magen. An Mhriuerth ist überhaupt mcht zu denken. Wenn die deutsche 5?ausfrau wirklich einmal zm: Soya- oder Worcestersauce ihre Zuflucht nimmt so geschehe es höchstens, um die selber hergestellte Tunke oamit zu.tMirZ-n. Ltebigs trefflichen Fleisch-Extrakt, dessen ich mich zur Krafügung all nwiner Saucen mit Vorliebe bediene, ersetzen Mir iene ausländischen Fabrikate ganz und gar nicht, ^a, ich bedarf dreie^ Extraktes sogar meistens schm deshalb um ^e Scharfe, lne jenen künstlichen Mischungen so vordringlich eigen ist, wenigstens einigermaßen zurück zu drängen.
Was unfern deutschen Saucen eine so große Unbeliebtheit im eigenen Lande, draußen bei anderen Nationen oftmals s-^ar Spott und Hohn in reichem Maße emtragt, das. ist der Mai^el an Charakter und eine Dürftigkeit an Inhalt, die ohne G eichen dastehen. Um über diese hinwegzutauschen,. wird das bekannte Verdickunassystem zu Hülfe genommen,. indem man vre gewonnene Flüssigkeit durch ein Bindemittel, konsistent macht. Solche Tunken dürfen Jedermann bekannt sein, der mehr, a.» ihm lieb ist, in öffentlichen Speisehäusern essen muß: Kleister vom fadesten Geschmack, ohne Kraft, und Saft, oftmals die schwimmende Bleichsucht, hin und wieder durch schwach Er- innerung an Bratpfanne und Kochtopf cm wenig bräunlich gefärbt Und doch ist es so einfach, eme gute, schmackhafte Sauce hn zu stellen! Bei Fleischgerichten ergiebt sie sich gewissermaßen von selbst; die Wiener Küche in ihrer so anmuthendcn Natürlichkeit verschmäht bei der Bratensauee überhaupt, jetoeg Bindemittel; sie ist decktgemäß freilich nur schwacr, seimig aber dafür vollwichtig, herzhaft, anregend für die Geschmack.nerven und da-
W Wmn1ch°u'einem Bindemittel greife, so bediene ich mich am liebsten des trocken gebräunten Mehls, das memal» m memem czaushalte ausgeht; oder aber ich stelle eme Schwitze her, aut die ich jedoch lieber bei Fleischgerichten, die an. sich schon ftttsmd. Remickt leist- weil ja solches Bindemittel immer nur durch die Mtwirkung v°u Butter zu Stande kommt. Künstliche Saucen, welcher Art sie auch sein mögen, munden am besten auf einer Basis des bereits erwähnten Fleisch-Extrakts, ganz gleich oo ich eine Remouladen- oder Majonnaiftnsauce, die holländische. ^,unke od-r ihre verwandten Schwestern herstelle. Ucbngens bin ich eme
