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N,. 302. Freitag, 2. Juli 1915. MtzSSimheVSk Abcud-Zlusgabc. Erstes Blatt Seite 8.

«nd deren FöHvern tßbungen vevcMstccktere, hat bis jetzt 23 Füh. r-er mit edem'oviel Hunden, sow»e vier Postenhuude auSgebil- det. Sie alle wurden bevrfts an die Front beordert und haben rn den großen Kämpfen ini Osten ihre Tüchtigkeit gezeigt. Die Hündin „Tillh", Eigentümer Polizeisergeant Jedermann (Biebrich a. Rh.j, Führer Otto Goschke (Wiesbaden), hat in r«: Masurerrschlacht allein 51 Verwumidete om-fgefuuden.

Gaschke ist zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen, das der Führer des Hundes „Siedo" bekanntlich bereits erhalten hat. Jeder neue Feldpostbrief aber, den ein ScmitäLHundefühvsr schreibt, berichtet von n-suen Erfal>gen und zeigt, tote imentbehrlich die Hingen Tiere tnt Felde sind, die mit ihrem Spürsinn oft ver­wundete Kämpfer vom martirvollen Tode retten.

Zugendpflege-

Die Königl. Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schul­wesen, in Wiesbaben bringt den folgenden Erlaß des Ministers der geistlichen und llnterrichtsangelegenheiten zur Kenntnis der SchuilvertoaltuniAeu: „Durch Erlaß vom

13. Janurr 1914 habe ich die Au ftw sr V j i a mk eit der KSmgjl. Re­gierung auf die Veranstaltungen gelenkt, die davauf abzieLen, namentlich der Großitadtj,ugend in möglichst weitem Umfang die Ferien zu einer Zeit wirkfcOier Erfrischung für Leib und Seele zu machen. Die Förderung der in dem Entlaß emp­fohlenen Maßnahmen evscheint gegenwärtig da besonders dringlich, wo die Jugend, ohne durch Erntehilfe oder an­dere nützliche Tätigkeit in Anspruch genommen zu sein, wäh­rend der Ferien der Leitung entbehren mutz und Gefahr läuft, zu verwildern. Geeignete Fürsorge für solche Kinder int Sinne des genannten Erlasses wird nicht nur die Dankes- oflicht gegen die im Felde stehenden FsmAienväter, sondern auch durch das allgemeine Interesse gefordert. Die Königl. Regierung wolle sich die Förderung dieser Fürsorgetäti-gkert angelegen sein lassen und das Erforderliche alAbaiüd in die Wege leiten. Ich bin nötigenfalls auf Antrag bereit, die Ge­währung mäßiger Beihilfen zu turnerischen Ferien­wanderungen und Ferienspielen in Erwägung zu nehmen." Tie Kreisschulinspekioren und die städtischen Schul- deputationen sind angewiesen worden, etwaige Llnträge auf Gewährung mäßiger Beihilfen bis zum 15. Juli d. I. ernzu- reichen.

— Jubiläum. Morgen sind cs 25 Jahre, feit iiin der städti­schen Verwaltung Herr Oberfckretär Berger tätig ist. Im Jahre 1890 trat er als Volontär ein, 1899 wurde er zuin BureaucrMstenten, 1905 zum Sekretär und 1912 zum Ober­sekretär und Vorsteher des ZentrakbureamS des Magistriats er­nannt. Herr Obersekretär Berger gehört zu der zum Glück noch-nicht kleinen Johl von Beamten, die jedegeit bereit sind, dem Publikum nach Möglichkeit entgegenzukommien. Er er- sreut sich daher bei fernen Vargesetzitoi, seinen Kollegen und dem Publ'kum gleicher Beliebtheit und Wertschätzung.

— Der Wiederaufbau Ostpreußens. Die Königl. Staats- regiecung hat nunmehr die Eurrichtungeu zur Überwachung und Förderung des Wiederau fibaus der zerstörten Städte und Ortschaften rn der Provinz Ostpreußen getroffen und von über tausend Bewerbern für die Verwaltung von 15 Bauberatungs- ämtern der Protnnz 15 B ez rrksarchi t e k ten ernannt, welche die örtliche Bauvevatung ausüben. Zu diesen gehören außer dem gestern erwähnten Architekten Maul die Architekten Friedrich Merz von hier und Kahm aus Eltville. Der erstere bat seinen Amtssitz rn Lötzen, der letztere in Soldau. Devr Oberpräsidium >n Königsberg ist ein Hauptbau- bevatungsamt unter der Leitung des Geheimen Baurars Fischer angegliedert worden.

— Obst, Gemüse und Zucker für das Rote Kreuz. Die Abteilung G vom Roten Kreuz, Marktplatz 3, steht in diesein Jahve vor einer noch viel größeren Aufgäbe wie im Vorjahr.

Daö Bedürfnis nach Gemüse, Kompott und Obstsüsten für die Soldaten :m Felde und in den Lazaretten ist besonders groß. Wegen der Gefahr von Typhus, Ruhr und Cholera sollen die Mannschaften nur abgekochtes Wasser trinken, was ohne Zu­satz von Fruchtsäften sehr schlecht schmeckt. Daher biegt die Ge­fahr nahe, daß trotzdem ungekochtes Wasser getrunken wird, wenn kein Fruchtst»ft Zur Versitgung steht. Die Abteilung 6 vom Roten Krouz muß in diesem Jahre mehr denn je mir allen Mitreln darnach trachten, möglichst viel Obst und Ge­müse zu konservieren, um fürs Feld liefern zu können. Sic richtet deshalb an die Bevölkerung die herzliche Bitte, sie rnät Od>t, Gemüse und Zucker zu unterstützen. Auch Hilfskräfte sind herzlichst willkommen. Auch die kleinste Gabe wird bank- bar angenommen und gewisser hast verwandt.

— Jugcndwchr. Die Jugendkompagnie 149 (Stadt -Wiesbaden 2) unternahm m der Nacht vom letzten Samsiaa aus Sonntag eine Felddienstübung. die sie noch Brcckanheim führte, wo zunächst Zelte, auf,gebaut und ein riesiger Holzstoß abgebrannt wurde. Auf die „nnli- täriichen EinzeGeiten". die in einem uns zur Verfügung ge­stellten längeren Bericht ausführlich geschildert werden können wir leider aus Mangel an Raum nicht näher ein.gehcr,. An der Übung nahmen auch die JungmiannsHaften von Brecken- h-im und Erbenheim teil. Die Kapelle des hiesigen Land- stunb-Ersab-Bataillons war der Jugendkonipagnie zur Ver­fügung gestellt worden. Den „Kriegsplan" batte Herr Unter­offizier Heust aus Breckenheim auszearbertet. Ansprachen hielten die Herren Schmidt-Wiesbaden und Bücker- Breckenheim. Die Übung nahm nach dem Bericht einen sehr guten Verlauf. *

vorbertchte über Kunst. Vorträge und verwandtes.

* Residenz-Theater (Schaukprclqrsellschaft Nina Sandew). An> Samstag findet die erste Wiederholung von Ottomar Enkings Meinstadtkomödie „Daö Kind" statt. Am Sonntag geht Anzengrubers .Wceuzslschceiber" in Szene ,

* .Kurbliils. Morgen Samstag findet im Kurgarten im Abonnement ein Doppebtonzert statt. Dasselbe beginnt abends Wh Uhr und es spielt abwechselnd das städtische Kurorchester unter Leitung: des KurkavellmmsterS Hermann Jrmer und das Musikkorps des Erfatz-Bata:llons des Reserve-Jnfanterie- Regiments Nr. 80 unter Kapellmeister Haberlands Leitung..

* Bortrag. Zum Besten des Roten Kreuzes wird Fräulein Tr. Phil. Adele Reuter einen Vortrag halten über „Ingelheim in deutscher Sage, Geschichle und Kunst", und zwar SamSlag, abends Uhr, im Hause Dambatotal. Neubccg 4. Beitrag nach Belieben.

Kus dem vereinsleben.

vorSerichtr, Verernsversammlungen.

* Der „Lsbrerinnenverern für Nassau" hält seine Monatsversammilung am ScmnStvg dies«: Woche, nach­mittags 5 Uhr, aitf der „Rheinhohe" ab. Fräulein Augustin lri'.Klei über die Generalversarnntlung in Berlin. Weiter kommen VereiEmgelegenheiten zur Sprache. Kricgshand- arbeit ist mitzubringcn.

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk Wiesbaden.

— Dillenüurg. 30. Juni. Ein unübersehbarer Leichenzug geleitete gestern die sterbliche Hülle des am verflossenen Sonn­tag verstorbenen Leiters des städtischen Krankenhauses. Sanitätsrot Dr. med. Wilh. R ü h l, nach dem alten Friedhof. Geboren im Jahre 1852 zu Eibach als Sohn des dortigen Lehrers, hatte Rühl dm Landmefserbcruf erwählt, als er. seiner Lieblingsneigung folgend, mit seltener Begabung und eisernem Fleiste noch in reiferen Jahren alle gesetzlichen Nach­weise der wissenschaftlichen Befähigung zum Arztbevuf er­brachte. Als bedeutender Chirurg und besonders «pezialarzt für Frauenkrankheiten, hat er in seiner 1896 errichteten und seit 1910 in das städtische Krankenhaus überführten Frauen­klinik einen Ruf erlangt, der weit über die Grenzen unserer engeren Heimat Heilung Suchende hcranzog. Nach der Ein­richtung des Reservelazarettes in unserer Stadt wurde Rühl Cöcfarzt desselben. Am Grabe würdigten Bürgermeister Gierlich und der Oberinspektor de» Lazaretts die Verdienste des Verstorbenen.

Neues ans aller Welt.

Frau von Bohlen und Halbach f. Essen, 2. Juli. Die Mutter Krupps von Bohlen und Halbach ist gestern in Berlin im Alter von 79 Jahren g e st o r b e n.

Ein großer Spiritusbrand. Br. Königsberg, 2. Juli. Durch einen Blitzschlag geriet gestern ein Tank det oft elbischen Sprirwerke in Brand. Obwohl die Feuerwehr mit 14 Röhren tätig ist, war bisher die Löschung unmöglich.

Ein neuer Erdrutsch am Panamakana!. Pari». 1. Juli. , Journal" meldet: Im Panamakanal bat an der Culevra- Enge wieder ein Erdrutsch starlsefundcn. Mau ist mit de« Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die Durchfahrt wird dem» nächst in normaler Weise wieder aufgenommen werden.

Letzte Drahtberichte.

Eine falsche Pariser Nachricht bvu einem russischen Unterseeboot in der Nordsee.

8. Berlin, 2. Juli. (Eig. Meldung Ktr. Bln.) Wie schwedische Blätter aus Paris melden, wird dort die Nach­richt verbreitet, ein russisches Unterseeboot habe in der N ord- s e e einen feindlichen Kreuzer, der dort damit beschäftigt war, Minen zu legen, in den Grund gebohrt. Diese Nachricht ist, wie wir mitteilen können, glatt erfunden.

Wetterberichts.

vsutsoks Seewarte Hamburg.

s. 8 Ihr vormittag-«.

I — Mil leicht, a — leicht. 3 — schwach, 4 — maeeig, 5 — frisch. 6 -- eterk, 7 — steif. S — starmiseh. 9 — Sturm, 10 = starker Sturm.

Beob-

Achtungs-

Station.

CG |

•0 5^ ^11

Wetter

e a

125

Sorkum. . Hamburg. .. SwinemiiBde Kemel .... Aachen.... Hannover ..

Berlin.

Dresden ... Breslau ...

töetz.

Frankfurt,®. Karslruhe, B. München . .. Zugspitze .. Wilhelms.

hafen . .. Kiel.

1788.2NNW3 bedsckt '767,6 NS I > 734,8 NNW 31 wolkig

769.5 1 W1 7öh,0 : W1 765,8 NW 3 763,6 W2 762.3 NW 4 769,0 NW 2 76“,7i NW 1 767,8] SW1 766,4! NW 4 53221 N 4

bedeckt

wolkig

bedeckt

halbb^d.

bedeckt

Nebel

7öv3 WNW3 bedeckt 767F NWS

Beob­

achtungs-

Station.

76S.6

767,1

1763,2

^ 2 g?

1 Wetter

+15 Königsberg .

+14 üassel ....

+16 Magdeburg. .

Mühlhausen +14 (Eis.) . .

-t-13 Friedrichs-

15 hafen . ..

+16 Viissingen . . -769,6 88W 1 +]6 Christiansund +14 Skagen ....

+18 Kopenhagen.

16 Stockholm. .

+13 Haparanda .

+2 Eudapest.

Wien .. .

+15 Rom . . .

+13 Florenz..

N 2 bedeckt NW 3 >

SWS halbbed.

+ia

+iä

+is

1762,9 SSW 2 f7»j,4NNW3

, 739,2 NNW3

bedeckt 4.15

bedeckt ^-13 heiter U-11

Segen U-M,

Beobachtungen in Wiesbaden

▼on der Wetterstation aes Nass. Vereins für Naturkunde.

1. Juli.

7 ühr

morgen fl.

2 Uhr nachm.

9^ Uhr

Mittel.

Barometer aai 0°vind Normnlecüwore

750,5

751,6

7516

752,2

Barometer auf dem Meeresspiegel . .

780,6

761.5

764,8

762,2

15.4

21,9

18,4

18,5

Dunstspanmmg (mm).

10,5

11,1.

112

10,9

Relativ« Feuchtigkeit 0>/o).

81

57

71

69,7

Wind-Bichtuug ui>d -Stärke.

NW 2

N 2

still

—

NiederBCüiag8höho (mm).

0.3

—

—

Höchste Temperatur (Celsius) 22,6. Niedrigste Temperatur 12,4.

Wettervoraussage für Samstag, 3. Juli 1915

to n der Meteorologische* Abteilung das Physikal. Vereins zu Frankfurt

Ziemlich heiter, trocken, wärmer, nördliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 2. Juli.

Biebrich. Fsgel: 2,2Ü m gegen 215 m am gestrigen Vormittag.

Caub. » 2,56 » » 2,18 » » » >

Mainz. » 1.50 » » 1,43 > » » »

M.

Handelsteil.

Banken und Geldmarkt.

W. T.-B. Niederländische Bank. Amsterdam, 1. Juii. Bie Niederländische Bank hat den Diskont von ö auf 4 /a Pioz. herabgf'setzt.

Berg- und Hüttenwesen.

AV. T.-B. Haipencr Bcrgban-A.-G. Dortmund, [1. Juli. Die Harpener Bergbau-A.-G. • teilt unter denn gestrigen Datum mit- Eine Schätzung der vorausKoirtiichen Dividende für das heute zu Ende gehende Geschäftsjahr ist mit Rücksicht auf die durch den Krieg eingetretenen Verhältnisse noch nicht mög­lich. Die bisherigen Ergebnisse dürften indessen die Zahlung einer Dividende erlauben.

* Steinkohlenzeche „Mont Genis“. Düsseldorf,

1. Juli In der gestrigen Generalversammlung der Gewerk­schaft Steinkohlenzeche „Mont Cenis“ teilte die Verwaltung mit, daß der Betriebsüberschuß im ersten Semester des laufenden Jahres sich auf etwas über 1.1 Mül. M. ste'le. Man rechne mit einem ähnlichen Ergebnis auch für das zweite Halbjahr. Da die Bankschulden erheblich zurückgegangen seien, andererseits aus Kreisen der Gewerken der lebhafte Wunsch nach Wiederaufnahme der Ausbeute gestellt wurde, beabsichtige der Vorstand, für das zweite Quartal 1916 mit der Zahlung einer Ausbeute wieder zu beginnen, und zwar in liehe von 200 M. pro Kuz.

* Gewerkschaft „Centraia'*. In der Generalversammlung wurde mitgeteilt, daß der Krieg Verhandlungen über Angliede- rungei! des Welkes an ein anderes unterbrochen Labe. Um später die Verhandlungen mit größerer Aussicht auf Erfolg weiterzuführen, beschloß die üewerkcnversammlung dre Ein­tragung einer Anleihe von 600 000 M. auf die Gerechtsame; 5CO 00u M. davon wolle man in Besitz behalten und nur ätCOOOO M während der nächsten 5 bis 6 Jahre begeben. Zu­gleich wurde eine Zubuße von 50 M. auf den Kux beschlossen.

* Braunkohlen • Industrie- und Handelsgesellschaft ln Berlin. Der Generalversammlung am -15. Juli soll auch Mit- teflueg gemacht werden über den Verlust von mehr als der Hälfte des Aktienkapitals von 1 Mall. M. Die Bilanz für 1913 schloß mit einem Verlust von 349 646 M.

Industrie und Handel.

* Rhoarische Chamotte- nnd Diaas-Werke. In der Gene- ralversammhiBg der Rheinischen Ghamoüe- und Bhias-Werke m Köln, wurde der dividendeniose Abschluß genehmigt. Wie die Verwaltung mitteilte, sand die Aussichten für das laufende Jahr wegen der hohen Löhne und de: Steigerung der Material­preise wenig befriedigend. Solange der Krieg dauere, körne auf Gewinn nicht gerechnet werden.

* Preß-, Stanz- und Ziehweike Rud. CHIHngworlh, A.-G. in Ntanberfi-Düsseldoii Das Unternehmen schließt das Jahr 1914 mit 1021 308 M. (i. V. 708 760 MJ Bruttogewinn ah und echüöet nach 606 783 M. (400 186 M.) Abschreibungen wieder 10 Proz. Dividende aas. Der Gewinnvortrag beträgt 103 292 Marie (47 «9 M.).

* Automobil-Verkehrs- und ÜbnngsstraBe. In der Gene-

ra-lversommliHiig der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße A.-G. in Berlin (Grunewald) wurde mitgeteilt, daß mit der Eröffnung der Straße nunmehr auf Sommer 1912 gerechnet werde Holzmann u. Güe., G. m. b. II., gelang es, einen Pauschalbetrag für die bis zur Fertigstellung der Straßeaan- lage noch erforderlichen Arbeiten in Höhe von 1391 000 M. zu vereinbaren. Die Gesamtkosten des Straßenbaues, aus­schließlich der Hochbauten, werden sich nunmehr auf 2120 000 M. stellen. Dagegen belaufen sich die verfügbaren Mittel der Gesellschaft auf 1 Million Mark voll eingKzabites Aktienkapital und 805 000 M. begebene Obligationen, so daß zur Fertigstellung der Straße insgesamt 325 000 M. an Bar­mitteln feiten, denen aber noen 795 000 M. auszugebende Obli­gationen gegenüberstehen.

* Spratts Patcnt-A-.G. In der Generalversammlung der Spratts Patent-A.-G. in BerUn-Rummelsburg, die im Beisein eines Vertreters der Aufsichtsbehörde stattfand, waren nur zwei deutsche Aktionäre, nämlich der Vorstand und ein Auf- isicLtsratsmitglied, mit einem Kapital von 1300 000 M. ver­treten. Nach Mitteilung der Verwaltung werden Spratts Futter­mitte!, die bekanntlich nach einem englischen Patent fabriziert werden, seit Ende Dezember v. J. nicht mehr hergestellt.

* Plantor, A.-G. für Spiechmaschinen. Die Bilanz der Planier A.-G. für Plattensprechmaschinen in Gharlotteniburg ist, wte der Vorstaad in der Generalversammlung versicherte, zwar von ihm aufgestellt, aber vorn Aufsichtsral noch nicht genehmigt worden, da eine hierfür ausreichend besetzte Auf- sichtsratssitzung wegen des Krieges nicht zustande gebracht werden konnte. Die Versammlung beschloß, die Regularien für 1914 abzusetzen und eine neue Generalversammlung herbei­zuführen Die Fabrik liegt -tili. Das Geschäftejahr schließt mit Verlust

*' Wiederbelebung der belgischen Glasindustrie. Wie ge­meldet wird, haben die Fabriken von Jumet die Flaschen- fabrikaüon wieder aufgenommen. Die großen Fabriken von, C.ourcc'les werden einen Teri ihrer Werksanlagen in Betrieb nehmen, andere Fabriken beabsichtigen, diesem Beispiel zu folgen.

* Die Hirtenberger Patronen-, Zündhütchen- nnd Metall­warenfabrik, die der Österreichischen Kreditanstalt und der Anglchahk nahesteht, erzielte 5 440 917 Kr. (gegen das Vorjahr mehr 2155275 Kr.) Reingewinn, wesst der außerordentlichen Reserve 1600000 Kr. (i. V. 800000 Kr.) zu, verteilt 25 Proz. (18 Proz.) Dividende und erhöht den Vortrag von i 297 702 Kr. auf 2 102379 Kr.

* Die G. Roth A.-G. (Meiailwaren- nnd Munitionsfabrik),

deren Aktien zum großen Ted die Österreichische Kreditanstalt besitzt, verteilt 25 Proz. (S. V. 12%' Proz.) Dividende.

* Die Deutsche Vacsram-01-A.-G. in Hamburg (früher Deutsche Oil Co.) erzielte in 1914 einschließlich Vortrag einen Bruttogewinn von 3117 986 M. (i. V. 2569 623 M.) Kadi Ab­zug der Unkosten von 1721487 M. (1737 729 M.) und Ab­schreibungen von 743 196 M. (395 805 M.) verbleibt ein Rein­gewinn von 653 303 M-, woraus 235 227 M. der Reserve, 105 259 M der VersiebenmgBrücidage überwiesen, 12 Proz.

Dividende verteilt und 12 777 M. vorgetragen werden, (im Vorjahr wurde aus einem Reingewinn von 436 083 M. der Veriuslvcrtmg von 140 615 M. gedeckt, 14 773 M. disr Reserve, 127 741 M. der Versicherungsräcklage überwiesen, 5 Proz. Dividende verteilt und 2954 M. vorgetoagen.)

Verschiedenes.

* Rückgang der Konkurse im Krieg. Die Anzahl den

Konkurseröffnungen im ersten Halbjahr 1915 ist, obwohl das Halbjahr von Anbeginn an unter der Einwirkung des Krieges stand, weil geringer als in der entsprechenden Voriaiirszeit gewesen. Es sind nach einer Zusammenstellung der Finanz- zeitschrift „Die Bank“ nur 2823Konkmse eröffnet worden gegen 4-187 im ersten Halbjahr 1914. Der Rückgang läßt einen Schluß darauf zu, in welchem Umfange der Konkurs während des Krieges durch die neue Einrichtung der Gescbäftsaufsieht ersetzt worden ist. Im zweiten Halbjahr 1914 waren 3251 Konkurse eröffnet worden.

Verkehrswesen.

* Vereinigte westdeutsche Klein gähnen- A.-G. in Köln. In

der Generalversammlung wurde der dividendenlose AbaciduS genehmigt ; es wild ein Verlust von 3 505 695 M. vorgetragen. Die Verwaltung bemerkte, daß die ungünstigen Einwirkungen auf der Betrieb, die schon im vorigen Jahre zu verzeichnen waren, auch kn laufenden Jahre Bich geltend machten.

* Deutsche Dampfschiffahits - Gesellschaft . Kosmos**. Hamburg, 1. Juli. In der gestrigen Generalversammlung der Deutschen Dampfsohiffahris-Geseilschaft „Kosmos"' m Hamburg unter Vorsitz des Generaldirektors Baltin wurde dia Dividende auf 6 Proz. festgesetzt.

Handelsregister Wiesbaden.

In clas Handelsregister wurde bei der Finna: „Schür- m ann u. G o„ Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frank furt a. M., Zweigniederlassung in Utebnch a. Rh.', einge­tragen: Wilhelm Diode! ist als Geschäftsführer ausgeschieden, Kaufmann Otto Lorenz zu Koblenz ist zum Geschäftsführer bestellt.

Die in dem Handelsregister eingetragene, nicht mehr be­stehende Firma: „Kauf m än nideh - j uri st ischer

Verlag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung’* zu W*e» baden, soll von Amts wegen gelöscht werden- Die Beteiligten, insbesondere der unbekannte Liquidator, werden datier aut- gefordert, ihren etwaigen Widersprach gegen die lAsdffln® bis zum 1. Oktober 1916 geltend zu machen.

Die Abend-Ansgatze uinfafet 8 Seiten

HLNptschrifüetter: A. Heg e r^o-rtz.

VerentworMch für den »nlitischen Tel!: Dr. pkil. A. H e ldt für de» Unter» fialtuiteStetl B u. Nauendorf; für Nachrichten an» Wiesbaden und de» Nachbarbrzirken: I. 8.: H. Diefenbach; für „KeruiitSiaLl": H. Diesendaüx für..Sxori und Luftfahrt": I. !8.: C.LoSacker; für „BermjichteS" und de» „Briefkasten": C. LoSacker, für den HandelSteil: I-B.: C. LoSaSer; für die Anzeigen und Reklamen: H Doraans; fämtlich in WieStaben.

Tru^ und Berlag der L. Scheklenbergfchen H»f-Buchdrucker-i tnWterbsde»

kprechstunde der Schristleitung: 13 bi; 1 Uhr.