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vepiaS Prei» für beide Ausgalen: 70 Pfg. mmatlich, M. L- »i-rteljtttUch durch den B-Aaa LaugLSe 21 . ohne Brinaerlohn M. 8.— vierieljSdrlich durch alle deutichen Poftanftalwn, -urschlieAich Lcfrellgeld. — Veauas-Bcftelluuaen nehmen auhevdem entgegen: m Wie»da»en die Lweigütllc Bl»- m"cknng tS. ,E die AurMbestellen in allen Teilen »er Stadt: in Biebrich: die dortigen Au», gadeüellen und in den benachbarten Landorten und im Rheingau die detreffenden Taablatt-Träger.
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Sreitag, 2 . Juli 1915.
Morgen»Ausgabe.
Nr. 30t. ♦ 63. Jahrgang.
Die 3untbeute im
219695 Gefangene. 100 SejchStze, 416
Russische Stellungen östlich der Gnila- Lipa gestürmt!
Der Tagesbericht vom 1. Zull.
W*T.-B. Großes Hauptquartier» 1. Juli. (Amtlich.)
westlicher Kriegsschauplatz. Erfolgreicher Fortgang der Kämpfe bei Srras. feindliche Flieger bombardieren Seebrugge und Brügge.
Nördlich von A r r a s nehmen die Kämpfe um die Graden unter andauernden Artillcriegcscchten einen für uns günstigen Fortgang. .
In der Champagne» südöstlich Reims» griffen dir Franzosen erfolglös an.
9luf den Maashöhen und rn den Vogesen fanden nur lebhafte Artillcrickämpfe statt.
Feindliä,e Flieger warfen Bomben auf S e e- brüggc und B-rügge» ohne melrtarrschen Schaden ««^richten.
Oestttch» Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Die Junibeute beträgt 2 Fahnen» 25695 Gefangene, darunter 121 Offiziere» 7 Geschütze, 6 Minenwerfer, 52 MaschinenMwehre, 1 Flugzeug» antzerdem zahlreiches Material.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Krmeen Linsingen und Mackensen in scharfem vordringe« auf der ganzen Linie, werteres weichen der Russen auch westlich der Weichsel.
In erbitterten Kämpfen. haben die Truppen des Generals v. Lin sin gen gestern die rnffifchen Stellungen östlich der Gnila-Lipa» zwffchen Kunrcze und Luczhnce» und nördfich von Rohathn gestürmt. 3 Offiziere» 2328 Mann wurden gefangen genommen und 5 Maschinengewehre erbeutet.
Auch östlich von Lemberg sind österreichisch- imgarffche Truppen in die feindliche Stellung einge- drunqrn.
Die Armeen des Feldmarschalls v. Mackensen sind in weiterem Vordringen zwischen dem Bug und der Weichsel. Auch westlich der Weichsel weichen die Russen teilweise nach hartnäckigen Kämpfen. Die verbündeten Truppen drangen beiderseits der Kami e n n a nach.
Die G e s a m t b e u t c vom Juni der unter dem Befehl des Generals v. Lin sin gen» Feldmarschall v. Mackensen und General v. Woyrsch kämpfenden verbündeten Truppen beträgt 489 Qssizierc, 140 65« Mann, 80 Geschütze, 268 Maschinengewehre.
Oberste Heeresleitung.
•
Der österreichisch - ungarische Tagesbericht.
W-T.-B. Wien, 1. Juli. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 1. Juli, mittags:
Russischer Kriegsschauplatz.
Vas Vordringen über die Gnila-Lipa. Zamosz (zwischen Lholm und Tomafzow) besetzt. Die Verfolgung der Rüsten aus dem westlichen - Weichselufer.
In Ostgalizrcn dauern die Kümpfe an der G n i l a- Lipa und im Raume östlich Lemberg fort. Unsere Trnpq«« find an mehreren Stellen lmf den Höhen östlich der Gnila-Lipa vorgodrnngen und in die feindffchen Stellungen e i n g e b r o ch e n. Ebenso gelang es den verbündeten Truppen, abwärts Rohathn nach erbitterten Känrpfen das Ostnfer zu gc- Winnen.
An dem Dnjestr herrscht vollkommen Ruhe. Qnellgebiet des Wieprz wurde Zamosz besetzt. Die Höhe» nördlich der T a n e w>- Niederung wurden in ihrer ganzen Ausdehnung in Besitz genommen.
Westlich der W e i ch s e l solgen unsere Truppen dem weichenden Gegs« bis T a r l o w.
Die Gesamtbcute der unter dem öfter- iWen Oberkommando in Nord.
ostgalzien kimipfenden Verbündeten Truppen beträgt im Juni 521 Offiziere» 194 000 Mann, 93 Geschütze, 364 Maschiuengewehrc» 78 Munitionswagen, 100 Feldbahnwagen.
Italienischer Kriegsschauplatz:
Neue schwere Verluste der Italiener bei gescheiterten Angriffen.
Der gestern nachmittag von mehreren feindlichen Infanteriedivisionen erneuerte astge- mcine Angriff gegen mffere Stellungen am Rande des Pwteans vmi Dvberdo wurde überall unter s ch w c - r e n Verlusten der Italiener abgeschlagen. Der Hauptstoß des Feindes richtet s«h gegen die Front Sagrad o- Monte Cosich» nordöstlich von Monfalcone. Bei Selz und Brrmegliano drangen die Italiener in unseren vorderst e n Graben ein. Gegenangriffe unserer tapfere« Infanterie warfen jedoch den Feind wieder in das Tal znrLek. Die Hänge des Monte Cosich sind mit italienische« Leichen bedeckt. Ein abends eingesetzter Vorstoß gegen die Höhe östlich Monfalcone» ein Angriff nordöstlich Sagrad-o und mehrere kleinere Vorstöße gegen den Görzer Brückenkopf brachen gtachstrüs zufiMmeu. Nach dieser Rr ed erläge des Feindes trat Ruhe em. Gehobener ©Amt» um« sind nufere nn crsthüt erli ch-em Truppen in festem Besitz aller ihrer Stellungen zu neuem Kampf bereit.
Am nördlichen I so n z o - Abschnitt und an der Kärntner Grenze hast das Grftzötzfener an.
Der Stellvertreter des Clpefs des Geucralstabs v. Hofer»
•
Eine Schandtat russischer Svkdaten.
W. T.-B. Men, 1. Juki. (MHtcrmMch.) Ans dem Kriegsprffseyuarkl-r wird gemÄdet: Me Lügertzweffe der
Entente, die immer bereit ist, erfundene Erfolge unserer Gegner zu schildern, kann auch bcharrkich schweigen, wenn es sich um verbrecherische Vorgänge handelt, die vor Kriegsbegmn noch^ vUkrrreÄZwidrig wa«n. Immer wieder wurden Jtreffenq«nel abgelengnet, offenkundig gewordene verhrechermche Sandlungen solcher SvkxÄeÄcr aber beschönigt. Nun wird wieder em Fall bekannt, der in seiner Scheuh- l i-chk ei t vielleicht einzig dasteht und der weiten Öffentlichkeit zur Kenntnis kommen Mutz. Aickätzkich dss Gefechtes B*f Ührmncge act 10. Juni nördlich Tfchernowitz blieben zwei fchwerverwunLebe österreichische Soldaten am Felde Lege«. Me Rarcrrczer BauernüevMevung mchm sich der BeNuuRdeten an u»d brachte sie in eine Scheune. Die Russen fanden die Schwerverwundeten', zündeten die Scheute cm und scho s s e n auf die Bevölkerung, die zmN löschen cherbererlie. Me Russen blieben so lange an der« Brandstelle, bis die Scheune ganz niedergebrannt und die Soldaten verkohlt waren.
Zum Appell des Zaren an sein Volk.
Berlin, 1. Juli. (Ktr. Blrr.) Zur Zarenerklärumg über die Fortführung des Krieges heißt es im J3. T.": Liese
Kundgebung zeiat, wie man in Rußland einstweilen van denr Gedanken eines Friedensschlusses entfernt ist und wie unzuverlässig die vielfach verbreiteten, zumeist aus skandinavischen Kaffeehäusern stammenden Meldungen waren, die von einer wachsenden Fried-ensstimmung lim Zarenhofe und allgemein in Rußland wiffen wollten. Die deutschen und österreichisch-ungarischen Heere werden diese Kundgebung mit der allgemeinen Kundgebung beantworte!!, indem sie fortsahren, das „unbesiegbare Rutz-land" zu besiegen.
Zu den veutfthenpogromen in Moskuu.
\V. T.-B. Stockholm, 1. Juli. (Nichtamtlich.) Über die Tcutfchen-Pagroine in Moskau, die ,,-Swenska Dagblader" meDet, die von dem G e n e r a l g o u v e r n e u r ansaelaffene „Osternacht" genannt, wird nocki> bekannt, daß die Moskauer Truppen sich geweigert hätten, auf die Menge zu ichietz-rn und anderes Militär aus anderen Garnisonen 'herbet- geholt werden mußte. Ws -ine Folge der Ereignisse in MoS- Lau wird der Aufschub der bereits b-schlosseneu Einberufung der zweiten Kategorie des Landsturms bezeichnet.
Die erlogerien russischen Behauptungen von deutscher Grausanrkreit.
\v. T.-B. Berlin, 1 Juli. (Nichtamtlich.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Ein- Antwort au den russischen Gene- Die Russen beh.mpten, die von den Deutschen
Osten.
Maschinengewehre.
verübt-n GnausamLeiten feien zu zahlreich, uiM erne Fest- stellung von Muzelheit-n zuzuilaMr. Dos ist eine solche V-er - I eu md d n g des deiuffchen Heenes und erne ebenso bequsMe» wie leere Ausrede zur Berdeckung infolge von Mangel an BeweiSmaterial. Die russische HeereAeitwng wird daher amf- gefocdert, sür jeden einzelnen Fall Ort, Zeit und fonsirge Einzelheiten mrtzuteilen. Bisher hat sich freilich noch jede ruMhe ZeitungSlneitdung über di- demtschen Gveinelrate«, ratoat ErmitSÄmgen überhaupt maelich ivexev., aiä plumpe Lüge erwiesen. Selbst die vom Mmisterrat für die ruffische Untersuchun^kommission zur Festsiellung deutscher KrregArechtsverstötze awsgeschten 7 5000 Rubel haben bishsr nickst genügt, auch nur für einen Fall Beweise zu erbringen.
König Ludwig in przempsl.
W-T.-B. Wien, 1. Juli. (Nichdaurtlich.) Ans dem Kriö^pVeffsguar^r wind gemeKiet: König Ln»ö-
wig von Bayern besichtigte am 28. Jnm, t»- iMt-tqgs, Przemysl. Vor allem interessiert sich Majestät für jene Werke der Itordfrorrt, .welche seMer- zeit von bayerischen Truppen mit stürmrender Haniö nach auherordentlich wirksamer Artillemevortzereit-ung genommen worben waren. Ilm 1 llhr 30 narlpMttags verließ ber König Przemysl und fuhr in den Standort des GeWrayeiÄmlüfchcSs v. Wackensen, mn dieses persönlich zu seiner Beföriderung zu beglück, wünschen. Uni 6 IHr nachmMsgs traf der König mit Gefolge, unter dem .sich auch der bayerische General, oberst Freiherr v. Kretz v. Kresienst-eiu befand, in Lern- berg beim .Hotel George ein. Der König wurde vom Komnwndanten der K. und K. 2. Armee General der Kavallerie v. Bochm-Evmollt mit dem Stab empfangen. Majestät gemtlste zunächst, General v. Boehrn-Errnolli zum Erfolge von «em Herren zu begküchvünschen und die Offiziere des Stabes durch Ansprachen <u^u- zeichuev. Hierauf bejühtiqte der König die &fmi- kompagnie, welche von eir«m der Wiener Lanöwehc- rsgiim«rter gestellt war, die an den Kämpfen mn ldie Werke der Westfront Lembergs hervorragenden Anteil genommen hatten. Das Aussehen, die Haltung fssme der Vvrbeümrrsch der wettergebrüunten Truppen befriedigte den König ganz antzerorderrLtch. Rach der Defilierung empfing der König die ZivrlMrkfionäce, die Geistlichkeit und die Sbadtvertretung Lembergs- llm 7 Uhr abends nchm der Wrng im Hotel George Esse« zm Er verlieh dam ArmookonrmanÄanten von Boehm-Ermolli das Grotz-Kreuz des bayerischen Militär-Verdienstordens .mit Schwertern und dem Generalstabsche.s der Armee Generalmajor, Dr. Bar- dolff die 2. Klasse des bayerischen Milfiärverdienst- ovdens -mit Stern und Schwertern.
Svundlose Zvreöensgerüchte.
Es lätzt sich nicht verhindern, datz immer wieder Ge- rüchte von Friedensbemühungen auftauchen, mit denen politische deutsche Persönlichkeiten in irgendeine Verbindung gebracht werden. Je 'dunkler und unbestimm- ter die betreffenden Andeutungen lauten, 'desto gröher kann ihre Wirkung sein, weil ja nichts Greifbares ge- sagt wird, das sich einfach zurückweisen liehe, sondern gerade die geheimnisvolle Einkleidung sichert solchen Gerüchten die Möglichkeit, Eindruck zu machen. Ms die „N. A. Z." vor kurzem auseinandersetzte, wie windig es mit den Angaben über mittelbare oder unmittelbare Friedensangebote rmserer Feinde bestellt sei, konnte sie wohl eine Unwcchvheit totschlagen, aber sie konnte nicht Wgleich bewirken, -datz andere Unwahr- heiten oder Gerüchte von gleicher Grundlosigkeit mrd trotzdem erheblicher Zähigkeit austauchten oder sich am Leben erhalten. So sieht man denn gewisse Geberden - späher wieder an, Werke, die den Archvohn anregen möchten daß trotz bestimmter Bestreitung durch halbamtliche Stellen doch etwas Wahres an der Behauptung sein könnte, es würden demnächst in der S ch w-eü z neben „verschiedenen pÄitischen Persönlichkeiten -des DrÄverbandes auch solche der Zentralmächte eintveffe«, um nach einer Anregung des PräsidDÜen Wrlson unverbindliche Besprechungen über die GrundlagLN einer Friedenskonferenz anzuknüpfen. Die Versicherung, daß unsere Regierung den geplanten Vechand- lungen in der Schwerz fernsteht, genügt dem Grafen Reventlow Mt -Mnz> pichnchr. Hm ÄMr
