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Verlag Lauggaffe 21
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„Tagblatt-HauS" Nr. SSS 0 - 53 .
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onnerslag, 1. Iuli 1915.
Morgen-Ausgabe.
ttr. 299. ♦ 65. Jahrgang.
weiter vo wärts zwischen Sug und Weichsel!
Der Tagesbericht vom 50 . Juni.
eor Gros es Hauptquartier, 30 . Juni.
Westlicher Kriegsschauplatz, öer weitere Verlauf der französischen „Offensive" Rer Rtxcis. — Ge cheiterte französische Angriffe bei Les Eparges.
Gei Arrac «den größere feindliche Unternehmungen euch gej crn nicht statt. Hingegen machten wir m der Vertreibung des Gegners aus den t'iraoenftruken, die er im Laufe seiner Wochen- lange» Anstrengungen uns zu entreißen vermochte, wettere Fortschritte. Ein feindlicher Uorstok rm Lebyriuth (nördlich Ecnrie) wurde a b g e w r e s e n.
Durch ununterbrochene Angriffe auf den Manschen wcstttch von Les Eparges versuchte der Gesurr teu dem 26 . Juni, abends, vergeblich die oon uns -roverteu Stellungen wieder zu gewinnen, lluch gc'eeiu u-Ucrurhm er vier heftige Vorstöße, die mm.i ch unter groß a Verlusten scheiterten.'
westlicher Kriegsschauplatz.
Keine Ereignisse.
SLöSstlicher Kriegsschauplatz»
Fortschritte rer verbündeten an der Guila-Liva Der Vormarsch zwiscken Sug und tveickfe! er Zernd au- dem linken Weisel. Ufer bei Sawichost und Dzarow im Rückzug!
. Uns« Angriff an der Gnila-Lipa macht Fort- schrrttr. Östlich und nordöstlich von Lemberg ist dre Lage unvrrändert. " '
Zwischen dem Bug und der Weichsel erreichten denyche und osterrerchisch-ungurische Truppen die hegend von Beiz Komarow, Zamocz und dru Lordrand der Woldnicderun des Tancw-Ab- ch n r t t e s.
Auch auf Len. linken Weichsclufcr in der Geo mu Zawlch.st und Ozarow hat der Feind' L mnSzug angetreten. El
Ein feindliches Flugzeug wurde u- i
Äi - me mm ''Eden gezwungen. Die 7 Insassen wurden aesangen grnomnuv. snsaßen
^ Oberste Hecreslel
Dev Sstexrekchisch» ungsryche
2?' Wien, 1. Juni. » rÄ '■ximiet vom 30. um. nnttngs: ‘
% Urkegsschca
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Avariss- '-wJ*’ 1 -^“r' dlieücn Heute mehrere neue ^-® e , 1 S «nd Monfaleon e.
« ••T** , e' chutzk «tj f e dauern an der ganzen
»r, büdSstlichex Kriegsschauplatz.
Line Slreserbesch,tztz„ng ols vergeltnngsrnaz- 9 Segen Serbien.
«ffifcrfÄÜf ciM - von den Serben durch geführte: Überfall ve- Saüac bombaröicrrr rmes mrserer rtllegergefchw^r gestern früh di» Werft Belgrad und ix».- »rui«enl«!».r rZntll *7 5 c c n u a c mit seh/gutem Er-
Der Steüoertrete.c des Chefs des Generalstabs: v. H v z e r, Feldmarschalleutnant.
von den ösLN^en Kriegsschauplätzen.
„Fürst" Din.titriews Verabschiedung.
Bbn^' §ÄÄ"3ls.'^0..Buni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. über di/n^mÄ. % ^ thtexv d-urde seines Kommandos
3 ur r - tg von Tomaszow.
Priv.-Lek.) über die Bedeutmm L ^‘7^ nS 'T . 0TI ' ~ l«sz«w heißt es in einem Bericht Rückzug der ruWchen Armeen hat sich in InrZ 01 ^ a ; ) flnt£n Drang nach Osten Won
Löt /rfh “ ?' nät,CTl ' deren Zurückeroberung selbst die -A m,hcn "och vor eimgen Wochen kaum für :n so kurzer Zeit erreichbar hielten. '
Tjit Kampfe bet Ce$ Eparges.
Stus dem Großen Hauptquartier wird über die Kampfs bei Les Eparges berichtet:
SLachdem es uns Ende April und in den ersten Tagen teS Mm gelungen war. auch nufere Stellungen auf den Maas hohen zwischen dem Dorf Les Karges und
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n wurden j geworfen.
f haben die Tanew-Niede- e n und den «henrand F r a m -
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e der verbnni>eten Armeen ö-stlich wnugen, r amen die Ruffen auch s Stellung nach Stellung, .'tc tr-\ aus ihrer starkcn Ge- '.oee ,7 ,awi o st - O za r o w - S i e n n o
st w ' 7. g . die W e i ch s e l. Z a w i -
u .! - - srrrn Truppen besetzt.
chcr Kriegsschauplatz:
grotze Gffenfivversuche der Italiener.
Tagen Pause entfalteten die ‘ L ‘ te lebhafte Tätigkeit an der
Vorgestern abend loicsen unsere tn- rrff bei Plava ab. Im Abschnitt rat e*n -«4ctH«e fofgtr»itttfita»t#tttrmn
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^^vn Sommerfitz der Bischöfe von Verdun, HattoncMtel, nach Verdun hinfnhvenden grande T r a nch 6 e de Calonne um ein erhebliches Stück nach vorwärts zu verlegen, war danüt zu rechnen, daß dre Franzosen die Wiedergewinnung des ihnen an dieser wichtigen Stelle entrissenen Geländes nach Kräften versuchen wurden. Zunächst jedoch blieb es dort zaem- lvch rrchrg. W dann aber das H. franz. A.-K., das stch emige Wochen vocher bei seinen vergeibüchen An- griffen gegen mffere braven Truppen zwischen der Zrae urw Gonibres, insbesondere bei Maizervy und Marchevrlle blutige Köpfe gebolt hatte, wieder .gefechts- ratrg wrrrÄe dieses A.-K. zur WegTM'hme unserer neuen Stellungen an der grande TranchSe bereit- ^rtte Juni kündigte verstärktes f-anzofisches Feuer aller Kaliber eine dort
boabsichtigte Unternchmung, an. Wir hatten uns nicht getauscht. Als der Feind die Mrkun« Öf 1 U ?r S 'ucht getäuscht. Als der Feind die Wirkung seiner Artillerievorbereitung für ausreichend hielt. setzte er seine ausgeruhten frischen Truppen am Sonntag, den 20. Juni, nach- mrttags zum Angriff gegen unsere Stellungen beider- seits der Tranchöe an.
Die Frcutzofen beobachteten hierbei das von ihnen N,/?? Regel belieüw Verfahren, gegen einzelne punkte starke Kräfte nacheinander, oft aus verschie- anlaufen zu lassen. Es gelang ihnen Mießlich m einen Teil unseres vordersten Grabens, in einige Verblndunsgräben nach rückwärts und sogar in .7*7? ^ er ? cn f; ei i? er ,5to€ ^ en Stellungen cinzudringen, scoch m der Nacht zum Dtontag un^ruahm das von dem Vorstoße betroffene tapfere Regiment einm Gegen- !wß, an dem sich alles bis zum letzten Diann beteiligte. Es gelang Ulis auch, den Franzosen den von ihNM genommenen Teil unserer zweiten Stellung und ^.E>indungsgräben wieder zu entr-eihen und hierbei erue Anzahl von Gefangenen zu rnachen. Ab er^ auch ^ der Femd ließ nicht nach. Um die Mittags- zeit des 21, ^uni erneute er mft ftrschen Kräften sei« Angriffe auf der ganzen Linie. Westlich der TranchSe tuurve er stets und auch an den folgenden Tagen unter sehr schweren Verlusten abgewiesen. Qst- lich der Tvanchöe dagegen, wo die Eindrucks st eile sichrrmner noch in selnem Besitz befand, glückte es ihm, durch sie h indurchstoßend, wiederum Gelände innerhalb unserer- Linien zu. gewinnen. Er mutzte hier Äst) wieder hinausgeworsen werden. Für diese Unter- nehmung wurde das Movgengrauen des 22. Juni fest- gesetzt. Der Feind wurde anscheinend überrascht Er ramnte bei unserMi Anstrirnr die Gräben unter Zurucüaisung emer beträchtlichen Anzahl von Geangenem Nunmehr nahmen die Franzoseti unsere ge- amten Stellmrgsi unter tagelang es, schweres FMer S»e hatten zu diesem Zweck ihre dort schon vorhandene zahlreiche schwere Artillerie durch weitere Batterien schwersten Kalibers von anderen Fronten erstarkt. Auch verwendeten sie in großM Mengen Geschosse, die bei ihrer Detonation erstickende Gase Entwickeln,. Die Mrkuug solcher Geschosie ist eine doppelte. sie wirken nicht nur durch ihre Sprengstücke, sorwern sie machen durch die Gase auch im werteren Umkreise sich awfhattende Personen wenigstens für einige Zeft kampfunfähig. Um sich selbst dieser Wirrung dort zu entzichen, wo derartige Geschvffe nahe der eigenen Infanterie emschlagen, trugen in den geschS- oerten Kämpfen alle Franzosen Rauchmasken Ge- sangeire geben ferner überemstimniend an, ihnen sei be- sohlen worden, als wirksamstes Mittel gegen die er- stickenden Gase ihre in menschlichen Urin getränkten Taschentücher vor Mund und Nase zu halten. Mn solchem Feind haüm wir während der nächsten Tage und Nächte unausgesetzt erbitterte Nahkampfe zu bestehen.
Die neuen Nahkampftntttel mit ihren furchtbaren moralischen Nebenwirkuiligen spielten auch hier wieder eine große Rolle. Hierher gehören insbesondere die
* ft^ nWerfer umb HQnüig roitaten vers-chie- öener Konstruktion, diese auch, wie die Arttlleriageschosse ber den Franzosen mit erstickender Gasentwick- lung. Indessen zeigte sich schon am 22. Juni die u n - bestreitbare Überlegenheit unserer In- k^uterre über die französische. So oft wir zrmi-Än- grrff schritten, konnten wir auch weit stärckEre feindliche Kräfte werfen, und besonders im Einzelkampf ans ihren noch so stark erbauten Stellungen vertreten. Nur gegen das übermächtige Artilleriefeuer hatten unsere Truppen einen i:beraus schweren Stand. Sobald sie ein Grabenstück wieidergewonnen hatten, richtete die feiEche Artillerie dagegen ein nrärde- rftches Feuer, in dem ein Aushalten zu den phvsffchen Umnöglichkeiten gehört.
In diesen hin- und hevwogeuden erbitterten Kämpfen konnten wir der fr-a n zö srsckpenr Irrstanck e rr e niffere A n e r k en n u-«-g nicht veksägen.
Immer wieder ließ sie sich zum Angriff vortrejben, ungeachtet unseres gut wirkenden Arüllerie- und Jn- anteriefeuers und ungeachtet des Feuers Kwer eigenen Artillerie, das rücksichtslos auch dorthin gelegt vurrde, wo die französischen Schützen ihren Sturm mlszuführen hatten. Rücksichtslos waren die immer wieder srffch von rückwärts aufgesültten AngrMtrWM, auch
