Wiesbadener Tsgblatt
5«. Jahrgang. .
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Ameigen-Annahme Lchstersch-in-nden Ausgabe wird ke.ne Gewahr ub-rnomm-n.^e- » - n - - - . w “ 1^02
- -- ----—-äi«,»««. den 28 . Januar. 1 »»«-
Na. 46 . Redaktions-Fernsprecher No. o2. K>reNN»S>
Instrukteure war ja eine vollkommene Bestätigung der Ewte w lckw aus Rußland gekommen sind. Danach
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Iüv grebvitar un6 WävZ
auf das
„Wiesbadener Tagblatt
j» abonniren, findet sich Gelegenheit
in* |Irrl«g Langgasss 27, bei den Ausgabestellen, den Zweig - Expeditionen
der Nachbarorte,
und bei sä nnntlichen deutschen Ueichspostanftatten
Ein japanischer Diplomat über die letzten Meldungen aus Ostnften.
Aus Berlin schreibt uns ein gelegentlicher Kor-
man den letzten Meldungen aus Ostasien trauen darf, dann scheint sich die Lage in Ostasien wieder ernster zu gestalten, die Barer erheben von Neuem ihr Haupt Am 22. Januar wurde aus Hongtong gemeloet, nn Innern von Kwantung seien französische .Nrsstonarc e - schlagen worden, und daß auf den Strömen Räuberbanden ihr Wesen trieben; dieser w^'g erfreusichMMach- richt folgte am 2ll. Januar die noch ernstere aus mentstw der dem Kommando der deutschen Ostasiatrschcn £ iatzunasbriga!'« zugetheilte Leutnant v. Mutum sei auf einem Patrouillenritt in der, Nähe voi, Chunliang-cheng, 16 Meilen östlich voir Tientsin, von Räubern schwer verwundet worden. Dazu las niaii noch rn der neuesten Nummer des „Ostasiatischen Lloyd", es habe sich der Hfl- shan in der Stahe von Peking eine neue Boxer-mgam° sation bemerkbar gemacht, die im Besitze moderner ,teuer
ständisäien nicht gewachsen zu scrn, auch hatten sich an anderen Orten Aufständische gezeigt.
Diese Meldungen waren ernst ^ug, einen Bestich rn der hiesigen kaiserlich japanischen Gesandtschaft zu rechst fertiaen' weirn irgend wer die Dinge nr China richtig ^rllheilen kann, dann sind es in erster Lime doch die Japaner. Wir wurdeir von dem Herrn Legatwnskanzler liÄmswurdig empfangen und aus' unsere ^ra^e nach d r Erständen in China dahrir bederitrt, das, die Berliner kaiserlich japanische Gesandtschaft keinerlei. rachrichtrn Der emstere Unruhen in China hatte; auch enthielten dw b§ jetzt nach Deutschland gelangteir japanischen Zeitungen keine Meldungen über ernstere Ereignisse. ^ ,
lieber die Verwundung des Herrn v. tRutiu'- .ounen wir 'selbstverständlich in unfern Zeitungen noch incht^ gc-
loioi, staben da sie vor drei Tagen erst geschah iind unsere B ä t r erst „ach 5-6 Woche,i hier sind, darum wst en wir über etwaige neuereUnruhen aussaPanischenBlattern auch nichts. Tie älteren enthalten nichts, amtlich ist ui o
nichts gemelkt/'^ steigen Wocheir die Lage besser
beurteilen könneii, da die japamschen Zeitungen doch sicher einen guten Skachrichtcndienst m China fallen.
Einen guten Nachrichtendienst mögen sie dort wohl habe'ii aber man kann sich darauf nicht immer verlassen. Wie überall in der Welt gicbt cs a,,ch ber uns -Äenwtiono-
T'rnln Persönlich
S'SSsÄÄÄ*
8n Aber man kamstwohl sagen, daß Ereignisse wie nn sein. Aber man rann io cintreten werden
* £i in gm Vorkommen, es ist aber wohl
W“C K “SÄeTS* Serin emamtaf*
.Uicuiuiujl ii i iavaniichen Regierung llntcr-
LLm LLK L'Lnnandirniw japanischer Offizier/zur Reorganisation und Ausbildung der chinesischen TnFrage crlanben: Wie verbält eS sich,Hen Doktor, mit der RleldiiNg ruMcher Blatter. daß
«Erische Instrukteure
für bic dimejifdic ?Irnicc^ #
Meiir Gegenüber schwieg eme kurze Zeit. .
mich darüber haben wir hier noch keinerlei v x'J, chawrilliten also keinerlei anitliche Bestätigung.
W. ß-Äf Ä»
!£’£ herüber ebenso wenig wie iiber Uurmhen in
^^WÄter drangen wir nicht in unser Gegenüber; jene Auslassung, man glaube an eme Entseirdung im.l.arstchei
Jnslrurreure, war za - - --y-
Berichte, welche aus Rußland gekommen sind- hat es Japan gaiiz vorzüglich verstanden, ieme Zweck in China zu erreichen und dem Vordringen Rustland^ zu begegne!!, dak kleine aber intelligente Volk hat den gemeinsamen Zug der Westmächte nach China init wunderbarer Geschicklichkeit für sich ausgenutzt.
Wenn von japanischer Seite nun gesagt wird, e werde ui keiiieu großen llnruhen weiter mChma koniimn, so mag das vollauf feine Richtigkeit haben, dw fahmu che Regierung wird sicher dafür sorgen, dast dic chincsis s in ihrem Bereiche Ruhe hält, damit die Westmachte mckst wieder eiiizuschreiteu habeii. Aber mau wird an de militärischen Stärkung Chinas mitarbeiten und e^ soll
uns nicht wiliiderii, weim wir eines ^ager- horen ^apan und China hätten eine Militartoiiveution abgeschlossen. Blut ist dicker als Wasser", — der Zusammenschluß der kräftigsten Völker der gelben Rasse war vorauszusehen.
Wir siiid der Meininig, daß nun ers die "^eressanteste Phase der Eutwickeluug des Ostens anhebt, und daß wir alle Ursache haben, der weiteren Entwrckeluirg der ^rnge L sehr aufmerksam zri folge.i, besonders auch aus mrU - schaftlichem Gebiete. Das Nächste darüber wird uns die Ausstellung in Yokohama lehren, die i»l Mm rksOa er sünof wird' auch über sie sprachen wir kurz init dem
KL S 8 A 3 E «r° kU. ««wfc nt!»-
Ansstellung mehr für die Nation berechnet also kerne internationale, europäische Firmen können sich aber betheiligen. Ob China sich betheiligt, ivar nicht zu.Mahrm, möalich ist's aber, daß die Ausstellung geplant ist all'ein Wahrzeichen wirthschaftlicher Entwickelung der gelben Rasse Japan geht ganz ziclbewußt vor und will de Westen teiiie weiteren Fortschritte nr ^stasieir niachcii lästeu. Das haben wir gelernt aus deiii, was uns der iavan'ische Diplomat nicht gesagt hat. Zum Schlüsse leg e der befragte Herr iroch Werth darauf, zu erklären, ß eine Meldung über ein Attentat ans den Kaiser von Japan, welche vor rilliger Zeit durch die Blatter ging, er-
suiideli sei. | --—-
Die Zukunft drr Eingrdorknen >,nier englischer Herrschufi >»> Trausvual.
Unser Londoner u-Korrespondent schreibt: Unter dcii vielen Problemen, welche den Frieden m «udasrcka „afrihriidiei- Uiid schwieriger machen werden al^> den gegenwörtigcii Krieg, steht die
JrRoe eutiäneden nnt obenan. Wie sich me KapilMtsten mst dem Rand, in Mmberley unb in Rhodesta derselben aeaenüber verhalte,i, ist Hinlänglich bekannt. Sw er- warten durch ben Krieg in die Lage gesetzt zu werden, sich die vollständige Kontrolle 'des sudafrikani scksen Arbeill-
18. Fortsetzung.
rei für dir Ehre!
Ein Roman aus dem Passeier von M. v. Ocrtzcn.
Auch die Anderen schüttelten ihm die Haitd Nitd riesen zhm 2 in Ä Einsamkeit der nächtlichen Stratze nach. Veraiß auch nit das Polentahaserl.
"Und das Rosenkranzl!"^ - -
!',Und a g'weiht's Bildl!"^
SÄne^ Sehnsucht nach "der Cenz pslasterte ihm ben
*•**•«* Unrei,t -
'"“‘g? imTcm Sümpfet und nicht «efmtnem, zu unter.
seietltches Gefühl, eine «-
Wak^fncht?s°ü war Derf-Hnnn- mit G°,t und den toppte et flch durch den «nnsflur. Wer
die Stiege in tue. ^taffommee cc mottet.
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xhr Gesicht mit einem Zündholz " ^
antuwrtetc sw der Einsam ^ warf sich ange
a«Z°L düs %T«S »on Sei» 9 e4e et seines tiättc nie erfotfreu, wer feilt SSotet
konnte » die Quelle fei« S»» «>»
dotans entftandeiten Elends zmnckMtm zu !„te„, »t
Ta, bammette kaum im Osten, nüchttiche Tuntet taficteu loch »lentlMen. do fchteckte der 1-°»-° °u-
seinem sieberhasten Hailbschlummer.
Vor feinem «e» ftond die Cench -I» brennende- Licht in der Hand, lind sagte müde und lerse:^ o P j+ ist's. Fünf hat's geschlag'n."
'^m Nu war er munter. Von Minute zu RUnute dachte er : „Jetzt sag' ich ihr Alles, was ich ihr gestern Hab
sagen wollen ; m und er sagte ihr nichts, «ie
berest e st m e no 2, ppe und setzte sich ihn, gegenüber
g£ Streifen auf der Diele verscheuchte dw
'"Ihm war unmöglich, auch nur ihren Namen auszu
^^Sie' fragte ihn, ob er seine Mutier anschauen wolle ^atz Beste sei, man wecke sie nicht. .
Und plötzlich hörten sie, wie der Knecht ,m Hofe die
de aufschirrte. „ . gern?" Er blickte sw sragend an.
„Behüat Dich Gott, Paule. Dem Sonntagsg wand
liegt oben in der Truch n.
Die 'sahen einander in die Augen, blaß, muthlos. Eine leidenschaftliche Wallung kam ihm, er zwang sie nieder aus Ehrfurcht vorder Trennungsstunde ^ Behüat Dich Gott, Cenz. Es ist n,t für lang.
Ejn hastiger Druck der falten Hände — und e* war
vorbei.
An^der Straße, bei dem grellgemalten Todtenbrett tips Ändert lüftete der Paule den Hut.
Das blieb hinter ihm! In dieser Sekunde wunderte
vr iicki wie er es ertragen, zu schweigen.
Uebm den schwarzen Gründen der Mafulschlucht^ruhte in eineni Gespinnst von vergoldeten Nebeln dw -onng _jixtrnt, verheißungsvoll, steghast.
ajer Sonne zog er nach, der Ruhelose dem -i# . das über dem Abgrunde der Sünde steht dem l - freienden Lichte — und wußte nicht, dasz er die ^onne binter tick ließ, und daß es die Liebe war.
Er starrte nur immer in den snnteluden Glast, bi» ibm die Augen thränten und die Erde schweselgelb und violett, von Blitzen durchzuckt, ihn umtanzte - eme
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versengst und in seinem Kops begleitete ein wahres Höllenräderwerk das Lärnien und Rasseln und Rollen rer
® a S ä &Ie reiste gen Süden. An den italienischen Seeen am Mittelmeer, einerlei, wo — dort, wo er gerade hängen blieb - wollte er suchen, ans einem großen
Hose imterzutommen. ' ^ ~ .
J Voii der Grenze an wanderte er zu ps>G- öen oierberaen die an der großen Heerstraße lagen, nächtigte in elenden «ef,n°n. die v°» wilden, dt»»,. Selfentfefen einoefchlosten waten, wie mauern deren Zinnen m oeii Himmel reichlln.
In dem tödstlichen Schweigen der von ^echchen be- f'-eiten Natur trieb eine grosze, unbetannte ^eele ihr Wesen Ter Wanderer suhlte, ihre Gegenwart um. ivagte nicht seine Qualen im Sinne ru tragen. Geheim,.ist nbtr Geheimnitz nahm ihn gesangem Tw BMsternist stp,. Berae uiid der selige Glana in oer pserne.
^ Wann der siebe -Herrgott will, kann er mir g rad am Nnnsifckllaa'n" dachte der Paule, wie nr plötzlicher Erleuchtung. / »Komm' ich gesund durch alle «'fahren,
^"^Ja danii wollte er es als ein Zeichen ansehn, daß er, der wortbrüchche Sohn, der - Todtschlager, Nicht ganz verdammt sei.
OTaSTÄSt*. Nest, wo
U ".Meines branne .Geilten in bunten Gürteln richteten
