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„Tagbla,t-Haus".

Gchalter-Halle geSffnrt von 8 Uhr raocamä b» 7 Uhr abend».

wöchentlich

aabeüellen und in den bena>

in L-ndorten und im Rheingau die dekrevenden L»kdtali-rräg«r.

12 5lusgaben.

Fernruf:

„Tagblatt-Hems" Nr. 6650-53.

Bon 5 Uhr morgend bis 8 Uhr abends, anher Sonntags.

"V <*r Für die Anfnahme von Anzeigen an »orgelchriebenen

Berlin-Wilmersdorf Gintzelstr. 68, Fernspr.: Amt Uhlaud 450 «. 451. ragen und Wäs-n wird k-,n- Gewehr übernommen.

Vienstag» 29. Juni 1915.

Morgen- Ausgabe.

Nr. 295. ♦ 63. Jahrgang.

Neue erfreuliche Zortschntte in Galizien.

Der Vnieftr von der ganzen Amee Linsingen überschritten.

Oer Tagesbericht vom 28. Juni.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 28. Juni. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

Gescheilertefranzösische Angriffe in denRrgonnen

Fluchtartiger Rückzug französischer Infanterie auf den Maashöhen. Feindliche Flieger herunter­geschossen.

Nördlich von ArraS wurden feindliche Nachtangriffe beiderseits der Straße Souchez - Aiz - Roulette und im Lab qrinth nördlich Ecurie abgeschlagen.

Im Westteil der Argonncn versuchten die Fran­zosen gestern abend ihre verlorenen Stellungen wieder zu nehmen. Trotz Massen eins atz von Artillerie schei» teilen ihre Angriffe gänzlich. Dasselbe Ergebnis hatte auf den Maashöhen ein zwei Kilometer breiter Jn- fanterieangriff beiderseits der Tranchee. Nach ungewöhnlich großen Berlusten flüchtete der Feind in seine Strkknngen zurück.

In den Vogesen überfielen unsere Truppen die Be» satzung einer Kuppe hart östlich von Metzeral. 50 Ge­fangene und ein Maschinengewehr blieben in unserer Hand.

Besonders große Erfolge hatten wir an dem südlichsten Teil unserer Kampffront gegen feindliche Flieger. Im Luft­kamps wurden zwei feindliche Flugzeuge nördlich des Schluchtpasses und bei Gerardmer herunterge. schossen. Zwei wettere wurden durch Artilleriefeuer bei Largitzen auf schweizerischem Gebiet zur Landung ge­zwungen.

Destlicher Rriegsschauplatz.

Nustische Angriffe »lördlich und nordöstlich von P r a s ch > a üsch, die hauptsächlich gegen unsere neue, am25.Juni er­oberte Stellung südöstlich von Oglenda richteten, brache» unter großen Verlusten für den Gegner zusammen.

Südöstlicher Rriegsschauplatz- 6470 Gefangene am Onjestr.

Ruch bei Tieszanow mehrere tausend Gefangene.

Halicz wurde von uns besetzt. Der Dnjcstr ist heute früh auch hier überschritten worben. Damit ist es der Armee Linsingen gelungen, auf ihrer ganzen Front «ach fünftägigen schweren Kämpfen die Übergänge über diesen Fluß zu erzwingen. Weiter nördlich verfolgen unsere Truppen den geschlagenen Feind gegen den Gnita- Lipa-Abschnitt. Seit dem 23. Juni nahm die Arme» Linsingen 0 4 70 Russen gefangen.

Nordöstlich von Lemberg nähern wir uns dem Bu g - Abschnitt. Weiter westlich, bis zur Gegend von CieSzanow, sind die verbündeten Truppen im weitere,« Vordringen. Sie machten mehrere tausend Ge­fangene und erbeuteten eine größere Anzahl Geschütze und Maschinengewehre.

Oberste Heeresleitung.

«

Der österreichisch - imgarlsche Tagesbericht,

w. T.-B. Wien, 28. Juni. (Nichtamtlich.) Amtlich ver- lautet vom 28. Juni, mittags:

Russischer Rriegsschauplatz.

Oie weitere Verfolgung in (vstgalizien. Oie Erzwingung des Onjestr-Uebergangs durch die klrmee Linsingen. plazow (südlich Tomaschow) gestürmt.

Die verbündeten Armeen in Ostgalizien verfolgen. Sie erreichten gestern unter fortdauernden Nachhutkämpfen nordöstlich Lemberg die Gegend Klodzienko-Zad- worze, dann mit Bortruppen den Zwirz, der am Unter­laufe schon überschritten ist.

Halicz ist in unserem Besitz. Das südliche Dnjestr- user, a u f wä r t s Halicz, ist vom Feinde frei. Rach fünf­tägigen schweren Kämpfe» haben die verbündeten Truppen der Armee Linsingen den D n j e st r-ü b e r g a n g er­zwungen. An der übrigen Dnjestrfront herrscht Ruhe.

Truppen der Arinec Erzherzog Joseph Ferdinand «stürmten gestern Plazow, südwestlich Narel, und drangen heute nacht in die feindlichen Stellungen auf dem Höhen nordwestlich des Ortes ein. Die Rüsten sind im Rück­zug über Narel.

Die sonstige Lage im Nordosten hat sich nicht ge-> ändert.

Italienischer Rriegsschauplatz-

Unveränderte Lage. Fast vollkommene Untätig­keit der Italiener.

Die Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatz ist un- verändert, der Feind ist fast vollkommen untätig. Nnr die Gefchützkämpse dauern an allen Fronten fort.

Ein Marineflieger hat am 27. Juni bei Billa Ficentim« einen feindlichen Fesselballon beschossen und zum Niedergehen gezwungen, am 28. Juui, mittags, über dem feindlichen Artilleriepark F. Canciano schwere Vom-

ben mit verheerendem Erfolg abgeworfen und einen Dampfe, in der S d o b b a durch Bomben schwer beschädigt, so daß das. Achterteil in Grund sank.

Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabes: v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Der deutsche Raiser bei den österreichisch­ungarischen Truppen.

Wien, 26. Juni. Aus dem Kr: eg spr essequ ar ti er um- grmrldet: Am 19. Juni traf der deutsche Kaiser mit mili­tärischem Gefolge rn PrzemhSl ein. Nach der Besichtigung der wiedereroberteu Festung, «insbesondere der Forts an der Nordfront, begab sich der Monarch auf den Tatarenhügel, wo der t. und k. Lrückenkopskoinmandant die Entstehung und die Geschichte der Festung saune ihre Schicksale und ihre Be­deutung im jetzigen Krieg in übersichtl'.chem Vortrag dar- svellte, dem der Kaiser mit lebhaftem Interesse folgte. Nun ging es an, die Front zu, dem westlich von Alyww gerade in

heftigem Kampf stehenden' Beskidenlorps des General­leutnants von der Marwitz. Der Kaiser beglückwünschte den Geneval zu der erfolgreichen Führung und zu den hervor­ragenden Leistungen der ihm uinterstellten Truppen und ließ sich über den 'Verlaus drS Gefechts genauen Bericht erstatten. Ws der Kaiser erfuhr, daß unweit von ihm das seinen Namen tragende k. und !. Infanterie-Regiment Nr. 34 sich in heißem Kampf beftnde, ließ er dem Regiment seine kaiserlichen Grüße übersenden. Dem O b e r st e n des Regiments, der sich bald hrernrch zur Dteldunz eingesunden hatte, äußerte der Kaiser seine besorrdere Freude darüber, sich auf dem Kampf­platz seines schönen Regiments zu- befinden. Mit großer Bv>

frrMgung nahm der Kaiser zur Kenntnis, daß das Regiment sich während des ganzen Feldzugs durch eiserne Pflichttreue, vOrZÜpichen und hLvoo-rr^gend^ Tapferkeit habe- Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es ihm vergönnt gewiesen sei, dem Regiment Aon so zahlreiche Eiserne Kreuze zu verlelhe,«. Auf denn Kampfplatz nreldete sich auch der k. uud k. Gruppenkommaudant, der eiue Dar­stellung des visherigen Gefechts mrd der augenblicklich«, Lage goh. Der Kaiser nahm die Meldung mit großer Befriedigung entgegen und äußerte den Wunsch, nun auch die österreichisch- uuqamschr Artrllerre in, Kampf zu sehen. Unweit vom Stand- crt'des Kaisers war eine schwere Haubi tzlb att er i e im Wald aufgefahren, dahinter, die erstere überschießend, eine Kanoneuöatterie, beide im heftigen Feuer gegen die von den Russen noch zähe behaupteten -Stellungen. Der Monarch begab sich zunächst zur schweren Haubitzoatterie, uchm die Äleldmug des feuerleitenden Offizier,s entgegen mw betrachtete aus -un­mittelbarer Nahe, matten rn der Batterie tzchsch, t»*ö