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„Tagbtall-Haus". IvOvl] CTllllwf __ ly jj on o m r nl„ 2 N>S bis 8 Uhr abends, außer Sonntags,

»chalter-vallk gebffnet von 8 Uhr morgens b» 7 Uhr abends. "*

««luaS^rrtö für beide «»Sgaben: » «fg. monatlich. M- viertelMrüch durch den «erlag LanaaeHe gl. ohne Bringerlatzn M 8.— viertelilhrli» durch alle deuriSen Postanstallen. »uSschliehIich «eiteläord. - Ve^uaS - Lcllcllnngen nehmen »uhaodem entgezen: in «ieibaden dr« Zn>ei,Kelle B,S> marckr»« 19. iowie die AnSaabeKcllcn in allen Lallen der Stadt: IN Biebrich: die d:«!zen Aus- gadrldeden und ia den benachbarten Landorten und im Rhetngau die betreuenden Lagblatt - lrager.

„Tagblatt-Haus" Nr. 66LO-L3.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

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Bei wiederholter Ausnahme nnverSnderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen entldrechenoer ttaroiag.

Donnerstag» 24. Juni 1-18.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 287. ♦ 63. Jahrgang.

Der Feind zwischen San und Weichsel im Rückzug.

Der Tagesbericht vom 23. Juni.

W’ T.-B. Großes H a up t qu ar tre r, 23. Juni. (Amtlich.)

westlicher Rriegsjchauplatz.

Neue veschiehung von Dünkirchen. Erhebliche Tiegesbeute auf den Maashdhen. Ein erfreu­licher Erfolg in den Vogesen.

Gestern nahmen wir die Festung Dünkirchen ,owie feindliche Truppenansammlungen der den On- ,'chaftcn Bergues, Hondschoote, Furnes, Lasset unter Feuer. , „

Bei Givenchy bis nördlich des Kanals von X» Suflee und bei Neuville wurden Angriffe durch unser Artillericfeuer im Keime erstickt. Südlich von Souchez machten wir im Grabenkampf gute Fori-

den Maashöhen setzten die Franzosen ihre Durchbruchsversuche ohne den geringsten Grfolg fort; heftige Angriffe wurden unter erheblichen Verlusten für den Feind abgeschlagen. Bisher machten wir 280 unverwundcte Franzosen, darunter 3 Offiziere, zu Ge- faitgeucn und erbeuteten 7 Maschinengewehre sowze

2V Minenwerfer. ^ ^ ... ,

Die Borpostengefechte östlich Lunevrlle dauern

^^^Jn"deu Vogesen stürmten wir die seit Monaten heiß umstrittene, die Umgebung beherrschende H o h e 631 bei Ban de Sapt. 193 Gefangene, 3 Maschinen­gewehre, 1 Miueuwerfer und anderes Material war unsere Beute. Feindliche Wiodererobrrungsversuche

blieben erfolglos. ... - .

Südlich von Neuville brachte eines unserer Kampfflugzeuge einen feindlichen Flieger zum Absturz. Die amtliche französische Meldung, daß sich belgische Truppen im Südwesten von Sarnt Georges eines deut­schen Schützengrabens bemächtigt hätten, ist glatt er-

snudcn. gastlicher Rriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Südöstlicher Rriegsschauplatz.

Weitere erfolgreiche Verfolgung in Galizien.

Lemberg wurde gestern nachmittag durch österr.- ilngarische Truppen im Sturm genommen, daran an­schließend nachts die S z e z e r e k st e l l u n g zwischen dem Dnjcstr bei Mikolajow und Lemberg. Weiter nördlich ist in der Bersolgung die Linie östlich von Lem­berg Zeltancc-Turynka (nordöstlich von Zol- kiew) erreicht.

Bei R a w a r u s k a und westlich davon ist dre Lage unverändert. Im S an - W e i ch s e l - Wi n k el, links der oberen Weichsel, beginnen die Russen zu welchen.

Oberste Heeresleitung.

ver österreichisch - utrgarlsche Tagesbericht. W. t-B. Wien, 23. Juni. Amtlich verlautet vom 23. Jumi, mittags:

Russischer Rriegsschauplatz. ver verlaus der wiedererobernng von Lemberg. Rüeüzug der Russen bei öolbiew und Rawarusba.

Die Nordwest- und Westfront des Gürtels von Lemberg war im Zug der russischen Verteidigungs­stelle Zolkiew-Mikolajow von starken rnssi- schen Kräften besetzt. Um 3 Uhr vormittags des 22. Juni erstürmte Wiener Landwehr das Werk R z e z n a an der Straße Janow-Lemberg. Von Nord­westen drangen zu dieser Zeit unsere Truppen über die Höhe östlich des Mlynowskabachs vor und erstürmten einige Schanzen vor Lisa-Gvra. Im Laufe des Vor­mittags wurden im weitere» Vordringen gegen dir Stadt die übrigen Werke und Verteidigungsanlagen der Nvrdwest- und der Westfront in blutigen Kämpfen genommen. Hierdurch war die russische Front neuerdings 'durchbrochen. Der Feind, ver abermals schwere Verluste erlitt, wurde zum Rückzug gezwungen. Unsere Truppen drangen in der Ver­folgung bis über die Hohe östlich und nordöstlich der Stadt' vor und überschritten südlich Lemberg die Straste, die nach Mikolajow führt.

Unter dem Jubel der Bevölkerung zog General ver Kavallerie B o e h m - E r m o l l i nm 4 Uhr nach­mittags mit Truppen der zweiten Armee in Lem-

ritt. • .

Auch bei Zolkiew und östlich Rawaruska sj«d dir Russen im Rückzug. Vereinzelte Vorstöße des Gegners «an Tanew wurden abgewicfeu.

Heute nacht trat der Feind zwischen San und Weichsel sowie im Bergland von Kieler den werteren Rückzug an, überall verfolgt von den verbündeten

Truppen. . .. . .

Am D »j e st r ist die allgemeine Lage unverändert.

Italienischer Kriegsschauplatz, ver erste erfolglose italienische Rriegsmonat.

In dem nun abgelaufenen ersten Kriegsmonat haben die Italiener keine Erfolge erzielt. Unsere Truppen im Südwesten behaupteten wie zuBeginn d^ Krieges ihre Stellungen an oder nahe der Grenze. An der ^ >o nz o- front, am befestigten Grenzraum Flitsch Malborghet, am launischen Kamm und an allen Fronten oon Tirol brachen sämtliche Versuche feindlichen Vor­dringens unter schweren Verlusten zusammen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höf er, Feldmarschalleutnant.

Lemberg untf Umgebung

Der Truppeneinzug in Lemberg.

W. T.-B. Lemberg, 23. Juni. (Nichtamtlich.) Über die Zurückeroberung Lembergs berichtet unser Mitarbeiter: Nach­dem die Armee Mackensem den Feind im Norden erneu, geschlagen hatte und nachdem zestecn morgen di e Sud ffont der während der Besetzunyszeit neugeschaffenen starken ^e- festigungen erobert war. räumten die Aussen um die Mittags­stunde die galizische Hauptstadt. Mit dem Glockenschlag : 2 Uhr goaeei die Spitzen der verbündeten Armeen rn dem von zchmnoaatiger Fremdherrschaft besre^n Lembergi em, ton der Bevölkerung mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt und mit Blumen überschüttet und endlosen Hochrufen auf Öster­reich-Ungarn und Deutsckstaud, denen jeder .besonderen

Tank zum Ausdruck bringen wollte. Äußerlich hat die Stadt nicht besonders gelitten, nur im Osten wütet ein unge­heure r B r a nd. da die Russen vor ihrem Abzug den Bahn- hof alle benachbarten Fabriken und die Petroleum- und B-mzintager in Brand gesteckt haben. Während der letzten drei Taoe hatte die Bevölkerung besonders schwer zu leiden. Al.e MÄiner von 18 bis 50 Jahren wurden sestaerwmmen. Skr lief) nicht rechtzeitig verstecken konnte, wurde von den Russen mitgeschleppt.

v. Mackensen zum Generalfeldmar/chall ernannt.

Br. Dlmzig, 25. Juni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Wie die „Danz. Ztg." zuverlässig erfährt, ist Generaloberst o Mackensen anläßlich seiner Siege m Galrzren zum Generalseldmarschall ernannt worden.

Ein österreichischer Kriegsorden für den König von Württemberg.

W. I\-B. Stuttgart, 23. J'lüi. (Nichtanrtlich.) Der Kaiser von Österreich bat laut Hofbertcht dem König das Militär- verdienstkreuz 1. Klasse mit der Kriegsdckoratton verliehen.

Das traurige Los der deutschenRrisgsgefangenen in Rutzland.

Anklagrn gegen die amerikanischen Konsuln.

Br. Zürich, 23. Juni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Tie Neue Zürcher Ztg." veröffentlicht Auszeichnungen enr-s schweizerischen Kaufmanns, der während der letzten^Zeit eine Rei'e durcb Rußland gemacht hat. Besonders traurig ist danach das Los der deutschen Kriegsgefangenen. Sie wurden größtenteils nach Sibirien, Gouvernement Irkutsk verschickt und dort stellenweise wie gewöhnliche Verbrecher behandelt. Bon richtiger Ernährung und n-armen Kleidungsstücken ganz entblößt, wurden sie so ge­basten. daß ein großer Prozentsatz durch die strenge Kalte und die Entbehrungen dem sicheren Tode entgegengeht. Bekannt- lich ist die Wahrum« der deutschen Interessen den ameri­kanischen Konsuln arwertraut. Diese haben auch die

nominelle Aufgabe übernommen. Die Gefangenen sind jedoch -n jeder Beziehung schütz - und rechtlos. Wie schwer es ist. auf die russischen Behörden einzuwirken, wo dies über­haupt auf direktem Wege möglich ist, geht daraus hervor, daß heute noch offizielle deiuffche Persönlichkeiten, wie Konsuln und deren Beamte, in russischer Gefangenschaft sind.

Die Gärung in Rußland läßt nicht nach:

Stockholm, 23. Juni. (Ktr. Bln.) Die Moskauer Arbeiter verweigern fortgesetzt die Wiederaufnahme der Arbeit. Zur Untersuchung der begangenen Ausschreitungen ist ein ganzer Stäb von Untersuchungsrichtern unter dem Vorsitz Sokaloffs ausgeboten. Es bestätigt sich, daß me sozialistischen Reichsdumamitglieder Petrowski, Bada- jeff, Schoyoff. Maroff und Zamoijloff nach Sibirien ver­schickt worden sind. In Odessa sind neuerdings wieder Unruhen ausgebrochen. Der Odeffaer Generalgonverneur t erbietet die Veröffentlichung von Verhaftungen und Haus­suchungen. Der gesamte private Telephon- und Telegraphen­verkehr ist starken Beschränkungen unterworfen.

Die sozialdemokratlsche» Dumamitglieder werden nach Sibirien verbracht.

W.T.-B. Petersburg, 23. Juni. (Nichtamtlich.) Der „Rjetsch" vom 17. Juni berichtet: Die 5 zur Verbanrm*g

verurteilten sozialdemokratischen Dumcmntglieder werden per Schub nach Sibirien gebracht.

„Das Loch im p«nzer."

Take JonescuS Eingeständnis.

Br. Bukarest. 23. Juni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) In dem letzten Leitartikel der 'Tale Jvneseu naheftehenÄen „Roumaine"/ der überschrteben ist -DaS Lochinr P a n 3 e r", gibt dieses Hetzblatt der Krtegspartei zum efftem- mal zu, daß die Rüstung des Dreiverbands einen R i h^hat. „Es fehlt ihr «m der eücheitllchen Leitung in der diplomatischen und militärischen Aktton im Gegensatz zu dem geschlosse­nen Block der Zentralmächte". .

Dieses E,ngest«mS,iis ist bemerkenswert bei einem Blatt, das in seiner Parterttchkeit so weit geht, die deutschen und österreichischen ottiziellen Berichte prinzipiell nicht zu ver- öffenllichen. Wichttger fft noch, daß diese ganze Melodie stasik nach der russffckrn Gesandtschaft klingt und auch so allgemein verstanden wird. Von PeterÄburg aus klingt es mit scharfer Mahnung an die Verbündeten: Wir führen den Krieg seit neun Monaten tatsächlich allein. Schafft uns Munittvn und Luft an den Daudanellen. Stoßt im Westen vor, sonst müssen wir am nnftre eigenen Interessen denken.

vom franzZsisch-belzlschen ttriegsfchauplatz.

Die veschietzung von Dünkirchen.

Br. Genf, 23. Jimi. (E'ig. Dvahtbericht. Ktr. Mn.) Die

14 schweren Geschosse, die während einer dreiviertelstundigen Beschießung Stadt und Husen von Dünkirchen trafen, haben größere Verwüstungen in den geschaftsrelch- sten Stadtteilen angerichtet als die fünf ffüheren Be­schießungen. Die Zahl der Todesopfer »nd verwundeten Zivilisten und Militärtzersoaen wird auf 200 beziffert.

Die erfolglose Joffresche Gsfenstve.

Ein dänisches Urteil.

Kopenhagen, 25. Juni. (Ktr. Bln.) „Rationolti denLe" stellt im Leitartikel fest, daß Joffres Plan, durch heft^ Angriffe auf d«r Westfront die Heranführung größerer deut- scher Truppemnissen von der Oftffont zu erztvingen, ge- sch e i t e r t sei. Trotz des gaw-rltigen Munitionsverbamhs sei Offenisiive c h n e den be<OsichiisM.i g&blv&exu

$ic Deu tschen seien fest entschlossen, baldigst eine Enffchcn- dwng auf der Ostfront hervorzurusen. Die letzten Mmyse ttn Osten bewiesen die Unfähigkeit der Russen, gegenüber KR mächlig verstärkten verbündeten Heeren stanLzuhalten.

Ln-lische Betrüger.

Flaggen- und Nmfsrmmißbrauch.

\V T.-B Berlin. 23. Juni. (Nichtamtlich) Wie durch eidliche Aussage von 15 deutschen Soldaren feftgeftellt worden ist, haben die Engländer «n 18. Mm ber La Bassee an ihrem Schützengraben eine «ahne in den deut- fe n Karben auf^ogcu anb nt deutschen IIntf ot•» meti, mit deutschen Helmen, Mänteln und Tornistern die deutschen Truppen angegriffen.

EnylRN-s klrbeitsrlckwierislleiten.

Kritische Lage im K-hleugebiet von SüdwaleS.

Br. Amsterdam. 23. Juni. (Erg. Drahtbericht. Ktr. Büi.) Die Erklärung der engüichem ttttbeitervertretun^, daß die Ar­beiter von jetzt -ab während der Dauer »es Kriege- auf das Kampfmittel deS Streiks v e r z i ch r e u und bereit seren, alle Streitfragen einem Schiedsgericht zu umrerbreiten, hat anscher- uend n ich t die gewünschte Wirkang gchctbt. In den Swansea-Docks in Wales kam es, tme ..Daily M«O ^ meldet, am Mmtag Swn Ausstand, mabum W«?