Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener

Verlag Langgaffe »1

„2agtlati'$«uS“. gtWnct »»» 8 Uhr morgen» bi* 7‘»t otenM.

wöchentlich

12 Ausgaben.

' B»lm.rSchrif.l.itu«,tze»«ies»-de.-rT-grl-tts- Berlm-Wilmersd-rsGüutzelftr.6«,Fernspr.: AmtUhlaud 450 «. 451 .

Fernruf:

Rr.«S»«-»S.

Son 8 Uhr morgen» bi» 8 Uhr oiend». »»her Sunt»^

n rr jx für die Qe'ie- ib Big. für örtlich? Anzeigen im „Arbeiismarkt" und „Kleiner Anzeiger^ Ä-LiL »tun »bweichender Satz-Ussühruna. iowie für alle übrigen örtlichen an *1? minY (Ärtiaen Mnjeiflfn: 1 m für örlliche Äeklnmen: S Mi. für auswarnge Sffi W?“ dZtel und -i-r,e? Seiten, durchlaufend, „ach b-!°nd-i-r W« -

«ei w7e" rh°lter « u^»dme u»»ertuder.er Anzeigen in furzet. Lw''chk--r°umen entil-rech-nder Nachlaß

lür die Aufnahme von Anzeigen an vorgefchriebenen ' gen und Blütz-u wird leine B-wühr übernommen

Mittwoch, 16. Juni 1915.

Der Krieg.

von den östlichen Kriegsschauplätzen. Das dritte Stadium der Uampfe in Galizien.

Berlin, 16. Juni,. (Ktr. Bin,) Die Kämpf-, der Verbündeten in Galizien sind, wie dem „B. S-.'Ä* n . dem K. u. K. Kriegspressequartter gemeldet wird. ,» ihr drittes Stadium getreten. Die öffentliche Meinung hat, den möglichen Tatsachen vorauserlend, den zu erwartenden Kämpfen bereits nach dem palte von Przemysl den Namen des Ringens um Lemberg gegeben. Die großen Etappen der Mar Juni-Offensive der Verbündeten werden allgement da­hin zusammcngefasit, daß der Durchbruchsschlacht am Dunaj e c die Fchlacht am San, verbunden mit dem Fall von Przemysl, folgte; als Größtes mußte die Einnahme von Lemberg sich letzt anschlreßen. Alle strengungen der Russen wurden vereitelt. Der Aufbruch der verbündeten Heere zum großen Schlage weder den wankenden Feind gegen Lemberg fct tm Gange und es sei noch mit zähem Widerstande der Russen zu rechnen. Der Feind werde sich aber der Wirkung der neuen großangelegten Offensive nicht wohl entziehen können. Es sei zu hoffen, dag dadurch «n Wende­punkt im europäischen Kriege herbkigeführt

I toetbc * Die dritte Schlacht bei Lemberg.

Folgen des Durchbruchs bei Jaroslau.

Wien, 1<3. 3,uni. (Ktr. ©In.) Aus dem Kriegspresse quartier wird berichtet: Aus den gewaltigen Kämpfen, die

von Sieniawa bis nach Bessarabren in vollem Gange sind, hat sich nunmehr, wie aus den Ansätzen dieses großen Ringens schon vor einigen Tagen erkennbar war. nunmehr wirklich die dritte Schlacht Bei Sem b er g entwickelt. Die Feststellung des Namens will natürlich nicht den Gedanken des Besitzes von Lemberg emschließen, ganz abgesehen davon, wie die Ereignisse sich entwickeln werden. Aber das strategische Zentrum ist fetzt' Lemberg, da diese Stadt der natürliche Knotenpunkt von Eisenbahnen und Straßen ist. durch den aus den verschiedenen Räumen, die rn Ostgalizien die Russen noch verteidigen und halten wollen, die wichtigen Verbindungsadern führeii. Diese Abschnitte, die so heftig umkämpft werden, sind eigentlich im weiteren ©tniu des Wortes die vorderen Stellungen der Ver- teidigungslinien. die Lemberg im großen Umkreis umgeben. Ortsnamen zu nennen, ist immer. mißlich, bevor das Vordringen einer Armee schon über die betreffenden Orte gedieheri ist. Das Gesaintbild in Ostgalizien macht aber jedenfalls den Eindruck, daß wir in nächstfolgender Zeit den aus der ersten KriegSpbase bekannten Ortsnamen wieder be­gegnen werden. Der günstige Verlauf der Opera­tionen wird von den amtlichen Berichten betont. Die Russen vermochten sich an keinem Punkte loszulösen. Wir zwangen ihre sämtlichen Kräfte zu Gefechten. Insbesondere der Durchbruch bei Jaroslau machte auch den rech­ten russischen Flügel unbeweglich und erzwang die große Schlacht auf der ganzen Front, deren Ausgang wir mit Ruhe entgegensehen können.

Oer Höhepunkt der neuen Riesenschlacht noch nicht erreicht.

Nr. Berlin, 16. Juni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Berichterstatter der „B. Z." meldet aus dem österreichisch- ungarischen Kriegspresiequartier unter dem 15. Juni: Der Durchbruch der russischen Front bei Jaroslau leitete eine neue Riesenichlacht ein, die sich von Sieniawa bis Mosciska und entlang des Dnjestr bis zu dem in unserem Besitz befindlichen Brückenkopf Zaleszczyki und der Grenze von Bessarabien erstreckt. Der Höhepunkt der neuen Schlacht, in der die Russen a l l e 8, zum Teil auch neue Kräfte einsetzen, um Lemberg und Ostgalrzien zu be- baupten. ist noch nicht erreicht. Die Zahl der gefangenen Russen steigt täglich um Tausende. Die Verbün­deten gewinnen auf der gesamten Front Raum.

Zur Aufgabe Galiziens durch die Ruffen.

Kr. Bukarest, 16. Juni. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln) Die Pctcrburger „Nvwoje Wremia" berichtet, daß die russische Negierung das Gouvernement Wolhynien unter militärische Oberaufsicht gestellt hat. Man schließt daraus, daß Wolhynien als Grenz- gouverment gegen Galizien bereits als gefährdet be trachtet wird.

Reiche Beute in der Bukowina.

Köln, 16. Juni. (Ktr. Bln.) Aus dem Kriegspressc- quartier wird der ..Köln. Ztg." gemeldet: Der Rückzug der

Ruffen aus der Bukowina, die sie bis auf den letzten Mann räumen mutzten, erfolgte so schnell, daß nicht nur an die Bergung der dort aufgestapelten Vorräte nicht gedacht werden konnte, auch zu ihrer Vernichtung blieb keine Zeit mehr. So fanden die Sieger sehr große Mengen lebenden Viehs u nd noch größere Mengen Ge­treides vor. ganze Waggonladungen in ungedroschenem Zustande. So reichlich war der Überfluß, daß die Russen, die die Vorräte aus allen Winkeln in die Bukowina geschleppt hatten, weil sie dort eine größere HeereSaktion vorbereiteten,

erbend. Ausgabe.

ihren Pferden zuletzt aus Mangel an Stroh einfach das un- gedroschene Getreide zur Streu hinwarfen. Das Pm Fleisch kostete 80 Heller. Jetzt werden die erbeuteten Vor­räte natürlich alle sorgsam geborgen.

Erschöpfung des russischen Menschenmalerrals.

Br. Bukarest, 16. Juni. (Eig. Drahtbencht.KK.Blm) Die Blätter erhalten Berichte, daß die russischen Konsuln be- reits die 17jährigen ausmustern, um sie an die russiscye

Froiü zu ßhicken ^ g uni (Eig. Drahtbericht. Ktr. Blnh

Die „B. Z." berichtet: Seit 5. Januar d. I. haben sich nach einem auf Java erscheinenden Handelsblatt die in Starke von 126 000 Mann in der Nordmandschnrei garnrsomerenden drei russischen Armeekorps durch Abschübe nach dem eurm päischen Kriegsschauplatz aus 2 0 000 verringert. Auch Wladiwostok und das umliegende Gebiet sind von Trup­pen entblößt. An ihre Stelle traten zum Teil noch gänzlich unausgebildcte sibirische Rekruten, die von dienstuntauglich gewordenen Offizieren erst nusgebildet werden sollen.

63. Jahrgang.

stkacht zum 13. Juni und am folgenden Tage unseren Brückenkopf aus dem linken Dnjestruser berm L-orse W r z n i o w an. Auf der Fvont Zezawa- Zalesczyki machten wir am 12. Juni ernen unge- wohnlich kühnen Gegenangriff, in dessen Verlnus mehrere Kompagnien Tiroler Landesschützen und das 20. Jägerdataillon fast vollständig niedergchauni und zersprengt wurden. Am nächsten Tage machte m der­selben Gegend eine Abteilung unserer Reichswehr ber einem von anderen Truppen unterstützten Angriff 400 Mann und 8 Offiziere zu Gefangenen.

Eine bittere russische Feststellung.

Die Klagen über die mangelnde Unterstützung der , Verbündeten.

W- T.-B. Petersburg, 15. Juni. (Nichtamtlich.) Die ermunternden Worte, welche die französische Presse cm Rußland richtet und die Anerkenntnis des schrecklichen A n st u r m S, den die Ruffen seit Wochen aushalten muffen.

Die Erzählungen des russischen Generalstabs.

W.T.-B. Petersburg, 15. Juni. (Nichtamtlich.) Der Große Generalstab teilt mit: An der Windau war- fen wir am 13. Juni wiederholte Versuche des Ferndes, den Fluß in der Gegend von L j a s k o w mit starken Kräften zu überschreiten, unter großen Verlusten für den Gegner zurück. Gleichfalls hielten wir eine Offen- sive feindlicher Kräfte, die die Windau stroniab­wärts von dem erwähnten Orte überschritten hatten, auf. Der Kampf uni den Besitz der Stellung bei Szawle dauert mit wechselndem Erfolge fort. Die Stadt Szawle wird unit schwerer Artillerie beschossen. An der Njeinen- und Narewfront sowie am lmken Weichselnfer hat der Feind die begonnenen An­griffe nicht weiter entwickelt. In einem energischen Gögenanariss bemächtigte sich unsere Infanterie rm Norden von P r a s ch n ü s ch am 13. Juni fast aller vor­geschobenen Schützengräben, die der Feind uns. tags vorher entrissen hatte. In Galizien entwickelte sich ein erbitterter.Kampf im Laufe des 12. und 13.

,i aus der ganzen Front von Piskorowrce am San bis Mosciska. Der Feiird machte auf der Front an der Lubaczowka. die er ani Unterlauf zu überschreiten verniochte. sowie zwischen der Lubaczowka uiid W i s z i n a, lvo er das Dorf Tuchla wegnahm, mit dichten K o l o n n e n einen Angriff. Am Dnjestr griff der Feind hartnäckig, aber ergebnislos, rn der

veranlaßt Menschikow. seinen franzostichen Kollegenklae zu ,nachen, daß die von ihnen gezogene Parallele zwischen der Schlacht an der Marne und der Schlacht am San nicht a a n z r r ch t i g ist. Er erklärt, damals habe die französische Presse bezeugt, daß der russische Angriff aus Ostpreußen eine erlösende Wirkung ausgeübt habe, und daß gerade dieses Manöver der damals noch nicht völlig tonzen- trierten russischen Kräfte ausreichend gewesen sei. den schweren Anprall der deutschen Heeresmassen auf Paris aufznhalten. Unzweifelhaft sei ja dieser Anprall auch auf den heroischen Widerstand der englisch-französischen Armee gestoßen, aber nur der russische Einfall in den Rucken Deutschlands habe die Deutschen gezwungen, den Angriff zum Stehen zu bringen und sich von der Einnahme von Paris durch ein Manöver ivie jenes, durch das Antwerpen qeiwmmen wurde, loszusagen. Die ermunternde Stimme der Havas-Agentur hat — wie Menschikow bitter bemerkt — eine wichtige moralische Bedeutung in Anerkennung der Tatsache, 'daß die Hauptlast im gegenwärtigen Momente das h e r o i s ch e R u ß l a n d tragt. Diese Wahr­heit ist unstreitig. — Sie ist längst offenkuiidig für bte rus- Hfd&c Allgemeinheit und wir können unseren Bundesgenossen nur dankbar sein siir die völlige Gewissenhaftigkeit, mit der sie diese Tatsache anerkennen.

Das Vorgehen gegen die Deutschen in Moskau.

W T.-B. Petersburg. 15. Juni. (Nichtamtlich.) Aus den , bis zum 8. Juni ui Moskauer Zeitungen veröfsenttichtLN I neuen Listen der auögcwiesencnDcutschen geht hev»