«o. Jahrgang.
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Morgew-ftMsgabe
Müv August uuö Kepteruvev
a»f das
„Wiesbadener Tagblatt"
,« abonnire», findet sich Gelegenheit
i»» Ukrtag Langgafse 27 , bei den Ausgabestellen, den Zmrig - Expeditione»
der Liachbarorte,
«ud bei särnmt tichen deutschen R-ichsyostanst-Urn.
Politische Aeberficht.
Die vergangene Woche stand im Zeichen des Kampfes gegen die Tuberkulose. War der» Londoner xn t er nationalen Kongreß zur Betampfung der Tuberkulose schon vorher mxt dem ^nteresie entgegexxgesehen worden, welches diesem Kampse gegen die furchtbarste aller Volksseuchen zukommt, so haben die Verhandlungen des Kongresses dieses Jnteresse^och ganz »rtu>f>li<d aesteiaert. Der „eloxx des Kongreßes war oxe E n t h ü 11 u ix g K o ch s über seine neuesten Forschungen ans dem Gebiet der Tuberkulose. Prof. Koch hat durch Experimente festgestellt, daß die Krankheit von txibex- kulosen Mexxschen sich nicht auf Rxnder ubertragt. Er folgert hieraus, das; sich dementsprechend auch dxe Krank- Lji von tuberkulösen Rindern xxxcht aus dxe Menschen übertrage das; also die weitverbreitete Rxndertuberkxllose keine Gefahr für die Menschen bedeute. Die überwiegende Mehrheit des Kongresses stellte sich auf den Standpunkt, das; den Koch'schen Feststellungen, mit denexx den Gelehrte übrigens seine früheren Theoricen verlaßen hat, rxvar eixxe hervorragende Bedeutung zukomme, daß aber Frage keineswegs spruchreif sei und exner weiteren Prüfung dringend benöthigc. . . ,. ,
Noch weit heftigere Debatteix gab es ftexlxch xn dieser Woche um den heiß umstrittenen neuen Zolltarif xmd die Debatten wurden noch hitziger, als er am rzreitag veröffentlicht »mirde. Die Angelegenheit beherrscht vorab d§ Tresse Handelt es sich doch um exne Magenfrage, u^d um Magenfragen haben die MensckM von ;eher am
erbittertsten gestritten. p .
Die Heftigkeit der Gegensätze, die noch bis Vox Kurzem ixmerbalb der Mächte über den vorläufig letzten Akt d7s chinesischen Dramas, über di- Form der Berappxxngsarie, bestand, hat xn letzter Zext - treulicher Weise einer versöhnlicheren Auffassung Platz amxacht. Zwar hat man sich von englxscher Sexte redliche Grütze gegeben, noch im letzten Augenblick emxge -x,is o- rxanzeix in das antichinesxsche Konzert zu bruxgexx, aber
die Bexnühungen Englands, seine Sonderinteressen ixx Cbina inehr als billig zu verfolgen, haben erfreuticyex Weise den beabsichtigten Erfolg nicht gehabt Nachdem dxe Einigung auch über den letzten Punkt, über den Zalilungs mobitiS erzielt worden ist, wxrd dxe weitere Abwickelung der chinesischen Angelegenheiten hoffentlich Halbweg» »Kitt vor sich gehen, wenn,-ian sich auch xmmexchxn noch au Mixncheix Zwischenfall gefaßt machen und auch dexn Zahlungseifer Chinas Mißtrauen entgegenbringen muß. Nach der xxun perfekt geivordenen Abmachung mxt China soll dieses seine Entschädigungszahlungen axx d« Machte bis zum Jahre 1940 nebst Zinsen getilgt haben. Wir wünschen, menschenfreundlich wxe wxr sind, daß leder unserer Leser das Jahr 1940 erlebe und daß er dann so viel im Vermögen habe, als China den Mächten schuldig
mehr die neue orientalische Frage in ruhigeres ^abrwasser verläuft, desto ungestümer meldet dxe alte orientalische Frage wieder ^re Ansprüche bei deix Machteix an. In der vergaxxgenen Woche spickte es auf oem Balkan wieder, ganz besonders an der serb.rs türkischen Grenze, tvo die Raufereien und das übliche Aälseabschneiden wieder ein.nal en gx-os betrieben werden. Die Mächte tverden auf der Hxit sein müssen, daß di „interessanten Völkerschaften" auf dem Balkan im Zaum aehalteix werden, demx nachgerade gewinnt das Wort immer dringendere Berechtigung: Europa braucht Ruhe.
Ruhe braucht auch Frankreich, dies politisch unruhigste aller Länder, und in der That scheint die hochsommerliche Hitze auch dort etwas Ruhe »i der Po i ck zu brinaen Zwar sind die Generalrathsw a h t e n ilom ofme die üblichen Ruhestörungen vor sich ge- gmigm aber diese haben sich doch in besche denerexx Grenzen gehalten, als es in den letzten Zähren der Fall aewesm war Auch hat die Regierung Alles xn lllem ganz gut abgeschnitte», denn angesichts der heftigen Agitation ihrer Gegner war sie eher auf Einbußen als aus Gewinn gefaßt, der ja E ganz ausgeblxebm xs Ein schnelles Ende hat axich die M i n x st er kr 1 x in Dänemark gefunden, wo an Stelle des Ministeriums der Rechteix ein solches der Linken, das Kabinet Tuntzer, getreten ist. Eine Merkwürdigkeit enthält dies Kabinet für unsere Begriffe insofern, al^e an seiner Spitze einen Ilniversitatsprofessor xnxd zxx Mck- gliedenx u. A einm Bauerngutsbesitzer und zwex Redak teure hat So etwas giebt's bei uns Nicht!
Ein schwerer Verlust hat in der vergangenen Woche den alteix Ohm Krüger betroffen; zu den vielen Schicksals- sckläaen die ihm beschieden waren, xst der ^o d seiner treueii Leidensgefährtin, der vielverehrten „^ n Sauna" getreten Aber auch dieser herbe Verlust hat
talÜÄ nicht ju irrten
der imeilchütteilich o» di- Sulunst welches in dem Kampfe gegen die erdrückende UobmE Englands noch immer mcht den so schweren sixus g iintermorfenLix Bsixth hat sinken lassen.
Mk ntibcftUmnte lleruttticilung in MM.
Ein Deutsch-Amerikaner schreibt uns:
Wenn der württembergische Amtsrichter Hintrager: x» feinen Berichten über seine in Amerika unternommene Studienreise wirklich das gesagt hat, was ihm vr. Sokal >n seinem Artikel über die unbestimmte Verurtheilung xn Amerika xn den Mund legt so hat er diese Reise mit wenig Nutzen gemacht und Eint nicht einmal gelernt zu haben, daß d.ort die Kriminal- justiz wie das Gefängnißwesen nicht Sache des Bundes >st (ganz bestimmte Fälle ausgenommen). s°nd-rn Sache der Emzel staaten. Während in dem einen Staate die SroßeHuma.i^ a sogar Humanitätsdusele, herrschen mag. Urscht » anderen di- grausamste Strenge und werden die Gefangenen n wahrhaft barbarischer Weise behandelt. So kommt es, daß M dem Staate Delaware die mittelaltersiche Prügelstrafe noch zu Recht besteht und Verurtheilte vom Buttel am Pranger offent sich ausgestäupt werden, während im fast unmittelbar benachbarten Staate New-York für jugendsiche b's dahm unbestrafte Nerbrecber das System der unbestimmten Verurtheilung besteht unr dem sie durch gute Führung ihre Strafzeit abkurzen können Für diese ist die Anstalt zu Elm.ra errichte Diese Wohlthat genießen aber nur die Einwohner das Staates Rew- Aork nickt die der 44 andern Staaten. In emer ganz n Anzahl von Staaten, besonders in den ehemaligen Sllavenstaaten. Ätebt dagegen das System, daß die Strafgefangenen an den
SEBSää
MiMär und der Rohheit der Wächter ausgeliefert. Manche Eden zur Db-it in den Baumwollfeldern, viele aber zw
Berpallisadirungen eingepfercht. ^eder Muchwerlua,
ml* Um ffim W'MS'ÄS
g!rich1mBerm?HM°n Sn an SwÄsg-fängniffe überwiesen Grausamkeit steht, werden keine Bundesgefangene ub-Nm-,en.
riSssli
Äcktem°be"rg»'un?SchwTer. Ä Md-utsch- Abstammung wenig profitiren?
(Nachdruck verboten.)
Aus denk Sonneuaufgangs-Fanüe.
Bon Wilh. F. Brand.
III.
-iie^ init drei Reliaioitcn. — Kioto. wempcl. iempclthorhntrr. — Ein Götterdicnst. — Kunst gcivcrbc.
Der Biwa-See. — Die Stromschnellen des Katsura- woa - Aokohama. - Die deutsche» Klubs des Ostens.
— Nationale Feste. — Exn Hotel-Orchester.
Die xneisien Japaner gehören nicht einer, londern wei oder drei Religionen an und Md doch oder! eben^de-- »alb das reliqionsloseste Volk der Welt. Dxe älteste, oxe xationale Religion ist die schintoistische, deren Le^m nn
Wesentlichen daraus hmmrslaufexx: „Folge der -stimin Deines Gewissens und halte des Mxkado Gebote! k rx xx dieser Religion zu Folge der Mxkado von Göttern ab- ftaxnnxt, so kann es uns nicht gerade Wunder nehmen, ciaß dieselbe nexierdings von oben herab wxeder xn d n Vordergrund gedrängt worden ist xrnd dxe exgenttxcye Staatsreligioix ausmacht. Sie ist aber^ ausierst tolerant imd hat so im Laufe der Zeit nicht nur dxe von Chxna und Korea herübergebrachten confucianxschen Lehren zum auten Theil in sich ausgenommen, dxe -xm Wesmtlxchen xn eine" Eltern- und Vorfahren-Verehrung bestehen, sondern ailck, die nmfassendereix buddhistischen Lehren, über dxe xch n ick in meinerxx Buche „Reise um die Welt" (Verlag von B. Elischer Nachfolg., Preis 4 Mk.) ixt dem Bericht von bei* Deputation mit xneinem Freunde, denx Prxester Sxla- nanda, im Tempel zu Kandy auf der Insel Ceylon exn
Me Menge Tempel in Japan, nirgend indessen wohl eine groyere Zah dieser Andachts- tzött-n als in der vornxaligen Hauptstadt Kxoto. Auch 1
m Wir büblck aelegen So oft wir aber irgerxdwo an
-si-m befonderZ Ich-»-» P«-n, v«rüb°-k°mm-n.
veickniia Berrathen diese Bauten auch keinen hüchent
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auch wieder kunstvoll uiid ;edenfalls freundlich uno exn
A- Lch°,iL»°us -um—
mehr oder weniger Kunstsinn verrathend, oster aber sil Alles von primitivster Darstellung. vginvel in be-
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^ß sie neben dem Furcht und Schrecken erniagende^ Ausdruck auch wieder eine gewisse Guthe^ker ax^ den 3
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^Eoffen wir, daß sie der an sie gestellten ersteren Axx- sordmmg gerecht werden! .Zvdessen das Schreckhaste doch bei ihnen . io vorherrschmd. daß dxes vxellexcyr exxx
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Mühe exnen Tempel ausfxndxg gema^^^ »der vielmehr
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Heittgthums. Hier hing em l^ Iil da^m^emer
ertönt. Dadurch soll dxe f Kxxpfermünze in die
regt werden. Nun Megt exne ^Ester, tvelche vor dem.
Glänbiae di- A-m-
