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1. Minne zum Wiesb adener (Tnglilntt.

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Wo. 341. Morgen-Ausgabe.

(11. Fortsetzung.)

(Nachdruck verboten.)

Dunkle Wege.

Nomau von Ueinhokd Griman«.

Wie ein wunderlicher Traum wollte ihm \a auch i ) jetzt dies ganze nächtliche Abenteuer «^'^Nnung begreifliche Erregtheit seines Vater» bet . . ^11

der Landhausbewohner, die beharrl ch- Schwe^am^ des Boten, das unverkennbare Erschrecken dstem. Martorel bei der Nennung seine» Namen». . .

vernnÄn Er aber fühlte sich wahrlich n,cht be­rufen eine handelnde Rolle in diesem Roman zu uber- Ämen Von Jugend auf war ihm alles Versteckte und Unwahrhaftige bis in den Tod verhaßt gewesen. Unter allen Herrlichkeiten der Erde gab es seiner innersten Ueberzeugung nach keine, die er run den Pws einer uge bätte erkaufen mögen. Und es war .hm mcyr Mindeste., zweifelhaft, daß dieser erste Besuch in der Villa am Mühlenwege auch der letzte ft>n müsse.

Mit wachsender Ungeduld harrte er der^ Wiederkehr der Trau Martorel. Da glaubte er hinter seinem Rucken s g rpifc Rauschen eines Frauenkleides zu vernehmen. kEwandte sich um, und wieder brachte es ihn für einen Moment aus der Fassung als er statt der ^warteten die^ lickte Gestalt ihrer Tochter vor sich sah. sie mutzt, durch die Thür gekommen sein, an deren Vorhängen er vorhin die eigenthümliche Bewegung wahrgenommei lmtw- denn ihre rechte Hand hielt noch eine der rothen Sam'metportieren umklamniert. und regungvlo» t n ein schönes Bildwerk blieb sie vor der Gardine stehen.

Verzeihen Sie. Herr Doktor, aber ich - .ch glaubte

Ä SffilM'ÄmmeMi wi° °°chm im *tÄimW«. ,» tonlofem Stüfta d-m» m m». ppsi.br Hartwig, wie glockenrein und von wie siitzem. musikalischen Wohllaut diese jugendliche Mädchenstimme war Es überraschte ihn nicht; denn an diesem me.ster- «-» «-»pM»M-b-. d°d di- R-t»- verichwenderischsten Launen geichaffen haben "U'ßte. konnte es so wenig etwas Unschönes als etwa» Unvoll kommenes geben. Und er fühlte ein Verlangen- sie.fest rubalten damit er die süße Stimme noch länger Horen, damit er sich noch länger an den. Anblick des holden Madonncngesichtchens mit den großen, rathselhaften

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kt Frau Martorel auf. um beruhigend hinzuzufugen, daß es seiner Ansicht nach in Wahrheit durchau» keinen

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hir Vorsicht die ich Ihrer Frau Mutter ans Herz gelegt habe, hoffentlich über die nächsten kritischen Tage hinweg Lrinaen Es ist meine ehrliche Ueberzeugung. .daß Sie sich zunächst noch nicht allzusehr um ihn zu ängstigen

brauchen !"ube -hnen. Herr Doktor, daß Sie mir die Wahrheit sagen. Aber Sie werden ihnnun doch auch

Do nnerstag» den 25. Juli.

weiter behandeln, bis jede Gefahr voriiber ist? Gewiß..

^^Er ftmd^es durchaus nicht befremdlich, daß Sie diese nti ifm ricktete Die Möglichkeit, daß sie sich m- SÖÄ h°r°» kam

bm aarnicht in den Sin». Er empfand nur das Peinigende und Schmerzliche der Nothwendigkeit. ihre Hoffnung enttäuschen z>l müssen. Unker suchte^s.ch dieftr unangenehmen Pflicht ui de., sreundlichst n und schonend sten Worten zu entledigen. S,e horte ihn an, ohuh unterbrechen und sie antwortete auch nicht sogieia,, Ä m raschem MM di- Borte auf Wange» kam >md ging, >md das, ' >° dusen »l> m

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illt- noch an Muth gebrach. Hartwig wußte ihr glicht»

49. Jahrgang. 1901.

es itzr noch an wcuiy ncuruw. ^ ' (KH.fp

lHPhr .11 sagen, und auf seine Erklärung sotgü. eine Stute, die iedem von ihnen gleich lang und peinlich erscheine mochte Da plötzlich drückte Eva Martorel den weichen Stofs der Portiere, den sie. wohl ohne es zu wissen, noch immer zwischen den Fingern hielt, m.t einem kcampfige.

Griff zusammen und sagte: . ,. .

Aber wir können keinen zweiten Arzt, mehr hinzu- stehen Herr Doktor, wir können nicht. Es .st unmöglich, das Geheimnis; noch einem Andern außer ^hnen zu oft n- baren, lind wenn Sie uns nn Stiche lassen

Fbre Stimme versagte, oder sie fand nicht die rechten Worte, um den begonnenen Satz zu ballenden.

Wunen aber hatten sich mit Thronen gefüllt und e» ivar

unverkennbar, daß sie nur mit dÄpids^so wir« 9 und ivahrte. Eine Empfindung des MülerdS, so> warm uno mächtig, wie er sie kaum ;e beim Anblick eines sremoen Kiiminers gefühlt, wallte in HartwigsstH°rzen «usi Und iVfirm wurde er wankend tn denr Cntschlul;, oen er n i vor wenigen Minuten für einen selbstverstandlrchen und

SS Äfe. auf M. «-rlchwi--«"'-» eines anderen Arztes ebenso sicher rechnen, als auf d e meiniae" sagte er. Aber er sagte es zögernd und einem fehlen 9 Ohr konnte der Klang vonUnstcherheit rn semm Worten unmöglich entgehen, Ob wnb Eva Martorel ibu vernommen, oder ob sie nur einen letzten Zweifelten Versuch machen wollte, seinen Smn zu andern - ebenfalls trat sie plötzlich einen Schritt naher auf ihn zu und sagte, die gefalteten Hände in einer ruhrenden Geberde inniger Bitte erhebend:

O. nehmen Sie Ihre Weigerung »»ruck, Herr Doktor! Meine Mutter und ich, wir wurden mental» auf- hören. Ihnen dafür zu danken!" ' -

Da brach seine Widerstandskraft vollends zusammen. Und wenn sie etwas tausendmal Schwereres von ihm verlangt hätte - er würde jetzt nicht mehr stark genug gewesen sein, es ihr zu versagen. .

Kann ich Sie damit von einer Sorge befreien, mem Fräulein wohl, so werde ich Ihren Wunsch erfüllen. Aber ich 'muß Sie darauf aufmerksam machen, daß mem Aufenthalt in Neustadt nur kurz bemessen ist. eP» unter teiueii Umständen länger als drei bis vier Wochen hTpifipn Und wenn sich kr Patient auch dann noch Ihrem Lause befindet, werden Sie vermuthlich dennoch S«t |S, Sn ende-en Arzt R-.H- ,u

q harnt dann wird meine Mutter schon einen Auswea finden. Wenn Sie uns nur jetzt Nicht verlassen!

Sie haben mein Versprechen, Fräulein Martorel!

Ich LdeVange es mir noch nothwendig erscheint,

Dasein verratheu; auch nicht auch nicht ^hrem ^"^Auch ihm nicht, wenn Sie es wünschen! Denn ich

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Wesen das wie eine lebendige Verkörperung aller Rem beit und Unschuld vor ihin stand, durste er auch Nicht durch die bloße Andeutung des Verdachts zu nahe treten, als hielte er sie eines Unrechts fähig. Und er brauchte nickt mehr nach einer anderen Vollendung der unter-

tmfjcnm Red- ju iu*e»; beim S^veUrat

baä V-r, immer iuljrenbc Thur imb Frau »Mtlom um

luicbcHn beu j g U£l i- sagte sie.Ich suchte Dich

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li^i XmJtfaa'Sm, 'nn>°d7! sie ieinlui "-ru-'derf" Rezept überreichte und sie ersuchte, dasselbe so bald als

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beiseite, um sie zunächst an sich voruver zu mg

ite Abcndkühle nehmen. Faulem Martorel, tag

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"Jck, !llrchte daß Sie sich «kaltm. erwidern. J dicht verwachsenen

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