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rürtesvaocuer Lngvtnn tAbe»d-Au8gabe). Lrerl««: LLauggasse 27.
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Dienstag, den 18. d. M., die Anklage Legen die Fabrikarbeiterin Elise W o l l st a d t von Flörgh-rim wegen Meineids zur Verhandlung. Verthcidiger iK Herr Rechtsanwalt Si r %tti.
— Lohnbewegung der Bäcker. Dir Derernbarnng zwischen der Bäcker-Innung und den Gehülfen wird von verschiedenen Bäckermeistern «idjt anerkannt, Obgleich der JnDungs- vorstcmd durch gedruckte Crikulwre seinen sämmtlichen Mt- gLrdern die Abmachungen zur Kmninitz gebracht hatte. Infolge dessen hat die Lohnkommisfion der Arbeitnehmer miss Neue Schritte eingeleitet, mn die rückständige« Arbeitgeber zM Einhaltung der Vereinbarungen zu veranlasten. Dieselbe beruft auf Dienstag, den 11. d. M., eine Versammlung sämmtlicher Bäckergehülfen ein.
— Staats- und Gemeinde - Abgaben haben am 11. und 12. Juni die Bewohner der Straßen mit den Anfangsbuchstaben 1? und 6 zu entrichten.
— Handelsregister. In das Handelsregister A ist ein getragen worden, daß das von dem Kaufmann August Thomae unter der Firma „August Thomae" zu Wiesbaden betriebene Handelsgeschäft auf den Kaufmann Gustav Ernst
S ranz Hirsch dahier iibergegangen ist und von diesem unter x abgeänderten Firma „August Thomae Nachf." weitergeführt wird. — Die Firma Geschw. Dreste ist abgeändrrt und lautet jetzt: „Geschw. Dreste, Hotel und Badhaus zum Spiegel und Hotel Hohenzolleru". — Bei der Firma A. Mombergei in Wiesbaden ist eingetragen worden, daß dem August Momberger M. zu Wiesbaden Prrckura ertheilt ist.
— Schutz ben Pflanze«. Das Pfingstfest hat vor einiger Zeit wieder einmal Dielen Tausenden Gelegenheit gegeben, sich auf einer Wanderung durch Feld und Wald der neu erwachten Natur vou Herzen ga freuen. Verschiedene größere Zeitungen haben leider abermals Veranlassung gehabt, in längeren Artikeln auf die Pflanzenverwüstungeu hinzuwessrn, welche während der Feiertage vonKlftn und Groß, Jung und Alt verübt worden find. Das massenhafte Abpflücken und Abrrißen von Blumen und Blüthenztveigen geschieht m dm meisten Füllen nicht aus Rohheit und Bosheit, sondern aus llnkenntmß und Gedankenlosigkeit. Sehr zutreffend wurde deshalb in einem solchen Berichte darauf hingewiesen, daß unsere Jugend so erzogen werden müsse, daß sie aus innerer Ueberzeugung und tieferer Einsicht den Schutz der Pflanzen üb« und den Anlagen die größte Schonung angedeihen lasse. Es ist deshalb als ein dankenswevthes Unternehmen zu bezeichnen, daß die Abteilung für Thier- und Pflanzenschutz der Geraer Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften soeben zwei inhaltsreiche Broschüren unter dem Titel „Deutsche Jugend. We Pflanzenschutzt" erscheinen ließ. Die Ausgabe A enthält drei Preisarbeiten für die Zöglinge der höheren Lehranstalten und die Ausgabe B vier Preisarbeiten für die Zöglinge der Volks-, Bürger- und Mittelschulen. Der Preis für das einzelne Büchlein beträgt 30 Pf.; doch ist mit der Verlagsbuchhandlung Don Theodor Hofmanu in Gera (Renß) die Ber- einbarung getroffen worden, daß bei Einse«dung von 10 Mk. 100 Stück der einen oder anderen Pnsgabe an Pflanzenfreunde, Schulanstalten, Verschöncrungs-, Bienenzüchter-, Gartenbau-, stand- und Forstwirthschaftliche Vereine abgegeben ivrrden. Die finnige Liebe des deutschen Volkes zur lieblichen Pflanzenwelt wird dieser überaus billigen und werthvollen Jugendschrift eine Weite Verbreitung kichern.
o. Kindesmord. Ein bei einem Kaufmann in der Metzger gaffe bedienstetes Mädchen Namens Josesiue Bleicher wurde unter dem bringenden Verdacht, ihr am Samstag geborenes Kind alsbald getödtet zu haben, verhaftet, ihres Zustandes wegen aber vorläufig in dem städtischen Krankenhaus untergebracht.
o. Schlägereien. In der „Herberge zur Heimath" kam es gestern zwischen mehreren dort verkehrenden Personen zu einem Streit, wobei der Anstreicher Josef Fischbach aus Limburg, welcher seit acht Tagen in der Herberge logirt, verschiedene Verletzungen am Kopfe davon trug, die ihm im städtischen Kraukeichause verbundm wurden. — Ein in der Feldstraße loo^iender Schreiner, der gestern mit seiner Familie an einem WaldftstTheil nahm, gerieth daselbst mit einem ihm unbekannten Manne in Streit, wobei ihm jener einen so wuchtigen Stockhieb über den Kopf versetzte, daß er besinnungslos zu Boden stürzte. Er wurde ans Veranlassung der Polizei durch Mannschaften der Feuerwache in das städtische Krankenhaus transportirt, konnte aber von dort, nachdem er verbunden war, nach seiner Wohnung entlassen werden. Der Festbesucher be
mächtigte sich ob dieses Vorfalls großer Aufregung und es war ein Glück für Den, der den Schrcmer in so roher Weise mißhandelte, daß er sich aus dem Siallbe gemacht hatte, sonst wäre es ihm schlecht rrgcmgcn. — Der Schreiner Karl E i s e l, geboren 1881, Castellstraße 4 wohnhaft, wurde gestern Abend gegen 8 Uhr unter den Eichen, angeblich ohne jeden Grund, von mehreren Burschen übwssallen, vrm denen einer dem schon seit längerer Zeit leibenden E. einen heftigen Stoß gegen die Brust versetzte und mit eimm Stock über den Kopf schlug, sodaß er eine llasfendr Wunde davontrug, die ihm im Krankenhaus verbunden wurde.
o. Unfälle. Am Samstag Abend gegen f^8 Uhr hat die oft gerügte Unfitt« des Äusspringens aus die Straßenbahnwagen während der Fahrt in der Moritz- straße wieder einen schweren Unfall gezeitigt. Der Eisen- drcher Alfred Georg ins, angeblich 20 Jahre alt und in Biebrich wohnhaft, bei Herrn Schlossermeister Merkelbach in der Dotzheimerstraße dahier in Arbeit stehend, wollte an der Ecke der Albrechtstraße ans einen in voller Fahrt befindlichen Wagen, der Elektrischen aufspringen, kam erber zu Fall und wurde überfahren. Am rechten Fuß büßte er mehrere Zehen ein. Mannschaften der Feuerwache brachten den Verunglückten mittelst Sanitätswagens in das städtische Krankenhaus. — Der Taglöhner Wilhelm Wahl, Adlerstraße 17 wohnhaft, welcher gestern eine Fußiour nach Frauenstein unternommen hatte, wuroe unterwegs von einem Vbutsturz befallen und mittelst Wagens in das hiesige städtische Krmlkenhaus befördert. ^swrn Nachmittag gegen 4* */2 Uhr wurde der 1871 geborene Schuhmacher- gehülfe Rudolf Ruppert, Friedrichstraße 14 wohnhaft, w, Dambachthak, bewußtlos am Boden liegend, aufgefunden. Er war gestürzt und hatte sich das Nasenbein gequetscht. Der Verunglückte wurde, als er sich etwas erholt, nach dem städtischen Krankenhaus gebracht, konnte aber, nachdem er verbunden worden war, wieder entlassen Werdern
0 . Bkmder Fe»cwlarm. Gestern Abend gegen 9 Uhr rückte die Feuerwache nach der Frankfurterstraße aus, wo der Thurmwächter in der Nähe der „Nassauer Bierhalle einen größeren Feuerschein bemerkt hatte. Die Wache forschte nach, vermochte aber in der ganzen Gegend kein Feuer zu finden.
— Kleine Notizrm, Die Kollekte von Karl Cassel hier, Kirchgasse 40. Hai wieder zwei größere Trefferzu verzeichnen, und zwar sielen bei der Ziehung btt Wohlsnhrtslvtterie 1000 Mk. auf Nr. 433,360 und 500 Mk. auf Nr. 50,253 in diese Kollekte. — Heute Vormittag 71/2 Uhr ist das vor einen Wagen gespannte Pferd eineg hiesigen Bauunternehmer« infolge einti Nierenschlages plötzlich oerendet.
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-T- Nicder-nhemsc«, 9. Juni. Heute feierte der Krieger- und Militär-Verein „Arminrns" da» Fest . Fahnenweihe. Au demselben Letheiligten sich die Kricger- vereine vou Niederseelbach, Erbenheim, Naurod, Königshofen, Königstein, Eppstein, Fischbach, Medenbach, Heftrich, Neuhof re. Um 2 llhr bewegte sich der stattliche Festzug icnter Borautrür eines Musikcorps und zahlreicher Festjungfrauen durch die festlich geschmückten Straßen unseres Dorfes nach dem herrlichen Festplatz, der am Waldrsremd« in der Nähr des Kurhauses „Herrnwald" lag. Hier augekommen, sang der hiesige Gesangverein „Einigkeit" unter Leitung des Herrn Lehrers Haupt von hier „Das Lied der Wrche". Hierauf hielt der Präsident des sefi- gebenden Vereins, Herr Bahnwärter Kilb, die zündende Festrede, welche mit einem Hoch auf Seine Majestät unseren Kaiser schloß. Daraus übergaben Fräulein Ehrhardt und Fräulein Stickler mit passenden Worten die Fahne au den Fahnenträger. Nunmehr entwickelte sich ein lebhaftes Treiben bis zum Abend. Die tanzlustige Jugend hatte genugsam Gelegenheit, sich am Tanz zu vergnügen. Am Abend fand Festball im „Deutschen Haus" und im „Taunus" statt.
-x- Bvcmthal, 3. Juni. Heute wurden dahier dir sterblichen Reste deg am 7. dieses Monats verstorbenen Herrn Kaplans Krug unter zahlreicher Betheiligung von Leidtragenden aus der Nähe und aus der Ferne zur ewigen Ruhe bestattet. Der Verstorbene war ein geborener Wiesbadener, stand noch im jugendlichen Alter und war in der hiesigen Gegend allgemein beliebt. Die Leichenrede hielt Herr Prälat Keller aus Wiesbaden.
* Mainz, 10. Juni. Rheinpegel:1rn53«u gegen 1 m 53 cm am gestrigen Vormittag.
giebt im Gegentheil dem Ganzen einen flotten, sicheren Zug und der treffenden Charakteristik der Bilder etwas Ueberzeugendes, Zwingendes. Nimmt man dazu, daß das Kolorit frisch und lebendig ist, ohne auf weiche, schmeichelnde Wirkungen auszu- gehen, so hat man hier so ziemlich alle künstlerischen Eigenschaften des Portraits, die man sonst gewöhnlich vermissen mutz, beisammen. — Frau Astudin-Meineke hat ein Bild ,Abgxworstn" ausgestellt, aus dem eine frische, hübsche Stimmung spricht, die manche Mängel in der Technik nachsichtiger beurtheilen läßt. „Am Niederrhein", ein Gemälde von Watzel- hau, beweist, daß der sonst meist im Portrait thätige Maler auch als Landschafter über ein künstlerisch geschultes Auge und einen gehorsamen Pinsel verfügt. Sin Bild von Günther: „Frühlingsmorgen", wird besonders ob seines hübsch gewählten Motivs manchen Freund gewinnen. J. K.
* Frankfurter Stadttheater. (Spielplan.) Opernhaus. Montag, den 10. Juni, Italienische Oper Marcella Sembrich, zweite und letzte Vorstellung: „Don Pas- quale". Dienstag, den 11.: „Mignon". Mittwoch, den 12.: Geschlossen. Donnerstag, den 13., neu einstudirt: „Die Entführung aus dem Serail"/ Freitag, den 14.: „Die Geisha". Samstag, den 15.: „Undine". Sonntag, den 16.: Martha". Montag, den 17., zum Vesten des Orchesterpersonals: „Der Zigeuner- baron". Dienstag, den 18., Gastspiel des Fräulein Emmy Destinn vom Kgl. Opernhaus in Berlin: „Carmen". Carmen: Fräulein Emmy Destinu. — Schauspielhaus. Montag, den 10. Juni: „Nora". Mora: Fräulein Clara Sella vom Deutschen Theater in London als Gast. Dienstag, den 11.: „Emiüa Galotti". Claudia: Fräulein Meta Sandorf vom Stadttheater in Essen als Gast. Mittwoch, den 12.: „Verschwender".
Donnerstag, den 13.: „Johannisfeuer". Marikke: Fräulein Grethe Meyer vom Gärtnerplatz-Theater in München als Gast. Freitag, den 14.: „Liebelei". Vorher: „Sittliche Forderung". Christine und Rita: Fräulein Grethe Meyer vom Gärtnerplatz- Theater in München als Gast. Samstag, den 15.: Gesammt- gastspiel des „Bunten Theaters" (Uebrrbrettl) aus Berlin unter Leitung von Ernst v. Wolzogen. Sonntag, den 16.: Vorletztes Gesammtgastspiel des „Bunten Theaters" (lleberbreitl) aus Berlin unter Leitung von Ernst v. Wolzogen. Montag, den 17. Letztes Gesammtgastspiel des „Bunten Theaters" (Ueberbrettl) au» Berlin unter Leitung von Ernst v, WolLogen.,
Sport.
Frankfurt s. M., 9. Juni. Beim heutigen Rennen gewann den großen Preis von Frankfurt (10,000 Mk. und Ehrenpreis des Großherzogs von Hessen und bei Rhein) Rittmeister Gras Stauffenberg vom 20. Ulanen-Regiment in Ludwigsburg auf „Boothfield". Zweiter wurde Lt. Suermondt (24. Drag.-Regi.) auf „Goldene Elf".
Aus Wderu mckKommer-frischeu,
□ Ems, 9. Juni. In der verflossenen Woche sind wieder 1418 Fremde hier eingrtroffen, sodaß wir mit dem heutigen Tage eine Frequenz von 5809 Personen, nämlich 2804 Kurgäste und 3005 Passanten mit weniger als srebentägigem Aufenthalt, zu verzeichnen haben, womit die vorjährige Frequenzzissrr um rund 1500 überschritten wäre. Unter den jüngst eingetroffenen Badegästen befinden sich u. A. Ihre Durchlaucht die Fürsten BartatinÄi, eine getreue, langjährige Besucherin unseres Bades, der Wirkliche russische Stcmtsrath v. Juservss und Excellenz v. Hrnrichsen aus Petersburg, sowie die Gräfinnen Flemmmg aus Benz'in Pommern und v. d. Groben aus Berlin. — Welche Steigerung die Immobilien deiner in ihrem Preis erfahren haben, bestätigt eben wieder der Verkauf des am Bahnhof gelegenen Hotels „Bremer Hof", das in wenigen Jahren mehrmals den Besitzer gewechselt hat, und jetzt für 160,000 Mk. in den Besitz des Herrn Riedmayr aus Köln übergegangen ist, während der vorletzte Besitzer es kaum für die Hälfte des Preises erstanden hatte. — Heute ward Herr Philipp S ch a l l e r , der langjährige Pachter der Kurgarten-Restauration, der infolge einer Herzlähmung im 78. Lebensjahre gestorben war, unter großer Be- theiligung, auch aus den Kreisen der Gäste, zu Grab geleitet. Der Verstorbene hatte früher in Homburg v. d. H. eine Restau- ration betrieben; sein Sohu führt jetzt hier die Restauration, sowohl im Kurgarten, als auch rm Kurhaus. — Am Freitag Nachmittag fand aus den: hiesigen Rathhaus in Sachen der pro- jektirien städtischen Kanalisation eine Sitzung statt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß man -ms den vom Magistrat langst
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hier im Großen und Ganzen gesträubt hat. Allein in Anbetracht der großen Aufwendungen, die zu machen sind, ist eine Erhöhung der Mrtarr von 15 auf 18 vder gar 20 Mk. und der Tageskarte, die bisher 50 Pf. kostete, von gar keiner weiteren Bedeutung.
Letzte Nachrichtens
Drees,LcuLureo » Lrrrib.
Aerlin, 10. Juni. Wie der „Berliner Mond- Zeitung" aus der Umgebung des K a i s e r s uutssetyeut ivird, hat derselbe sich in den letzten Tagen über die .In, in der General v. Spitz sich über den Bremer Zwischenfall ansgelassen hat, sehr mißbilligLnd geäußert.
Berlin, 10. Juni. Ein mcht-prenßischer Theilnehmer an der Zoll-Konferenz sagte einem Gewährsmann der „Berliner Montags-Zeitung", daß voir einem Erfolge der Konferenz überhaupt nicht die Rede sein körme. Abstimmm:geir fanden nicht statt. Die Kon- ferenz beschränkte sich ans insverbindliche Besprechungen ganz allgemeiner Natur und währte im Ganzen etwa 10 Stunden. Die Mitglieder stände:: unter dem Eindruck, daß sie lediglich von den Msichten der Preußischen Negierung rmtcrrichtet werden solliM. Bon preußischer Seite wurde betont, daß hiermit den BertrÄeru der rmderen Bundesstaaten durchaus mcht eure Marschroute gegeberi werden soll.
Berlin, 10. Juni. Aus verschiedenen Theilerr des Reiches laufen MMkMnngm darüber ein, daß auch in den Bundesstaaten die Anaräststen von der Behörde in Bezug aus ihre Agitation scharf überwacht werden, sogar rigoros werde gegen sie vorgegungen. So werde ein Anarchist Likier, ein geborener Oesterreicher, Don den bundesstaatlichen Behörden überall, wo er nur auftauche, sofort abgeschoben. In einem Falle sei ein Anarchist telephossisch von der Arbeit zur Polizei berufen worben und habe dadurch seine Arbeit verlorwr. In Schmiede- berg wurde der Airarchist Pöschl, als er sich von der Post Zeitimgen holte, von Gendarmen nach der Polizei ge- bracht, tuo man bei chm anarchistische Schriften vorfand uni> konfiscirte. — Im Norden Berlins werden die Anarchisten z>r Gründung eines Anarchisten-Klubs zu- jammLnberusM.
Straßburg, 10. Juni. In einem Leitartikel „Deutsche Reichsbriefmarken" führt die „Straßburger Zeitung" aus, daß es bedauerlich wäre, wenn Württemberg einsach die Reichspostmarkeir stbernehmen würde, da dam: aus Bayerns Nachfolge niemals zu rechnen fei. Das Richtige wäre, eine neue, die politische Einheit Deutschlands zum Ausdruck brmgende Reichsbriesmarke mit der Aufschrift „Deutsches Reich" zu schaffen, die von den verschieden Pvstverwaltungen gemeinsam angenommen würde. Dazu könnte sich Bayern viel leichter verstehen, ohne dessen Beitritt die aus Gründen der inneren Verkehrs- und der Weltpolitik erwünschte «rief. marken-Einheit doch nicht erreicht werden kann.
bä. Mainz, 10. Juni. An Stelle des OberbürgermeisterL Du G a ß u e r , dessen Wahl vom. hessischen Ministerium be- tzcMntlich nicht bestätigt worden war, wählte die Sektkellerei Kupierbrrg in ihrer Generalversammlung den Rechtsanwalt Görz in den Aufsichtsrath.
Mp. Leipzig, 3. Juni. Am Vorabend der Eröffnung des 4. internationalen Verleger-Kongresses fand heute in der Villa des Präsidenten, Wert Brockhaus, ein, Manglose Bereinigung der bisher eingetrosfenen deutschen und ausländischen Vertreter statt.
bä. Wie:», 10. Juni. Das Z u ch t h a u s in Waitzen ist Samstag Früh in B r a n d g e r a t h e n. Den vereinten Bemühungen der Feuerwehr und des Militärs gelang es, nach geraumer Zeit deic Brand zu löschen. Von den Sträflingen wurde keiner verletzt, dagegen fand ein Feuerwehrmann bei den Lösch- arbeiteu den Tod.
vib. Nancy, 10. Juni. Der Apotheker Four erschoß den Direktor der Pharmacieschule, Bleicher, weil letzterer von Four verkauftes Chinin der Staatsanwaltschaft übergeben hatte. Four verübte sodann Selbstmord.
vrb. Madrid, 4. Juni. Ein Telegramm aus M a n i l l a meldet die Abfahrt des französischen Kreuzers „Du Chayle" und der waroKanischen Fregatte „El Baschir". An Bord der letzteren befindeir sich der Kaid von Kebdana und mehrere Marokkaner, welche an der Ermordung des französischen Kaufmanns Pouzet . betheiligt sind.
wb. Now-Y-ork, 9. Juni. Bei Bestell (Staat New-Pork) fuhr gestern Abend aus der Lackawana-Etsenbahn ein Güterzug auf einen anderen. Infolge des Zusammenstoßes explo- d i r t e eine im vorletzten Wagen des einen Zuges befindliche Ladung Dynamit. Mehrere Wagen wurden zertrümmert, andere verbrannten. Vom Zugpersonal wurden 6 getödtet, 3 todt- Rch veArtzt. __
WUlsmirihlchafMches.
Geldmarkt. Coursbericht der Frankfurter Börse vom 10. Juni, Mittags 1214 Uhr. Kredit-Aktien 214.60, Diskonto - Kommandit 183.80, Staatsbahn 144, Lombarden 25.50, Laurahütte 198, Vochumer 178, Harpener 172, 4-prot. Italiener 9630. Tendenz: schwach.
Wien, 10. Juni. Oesterr. Kredit-Aktien 683, Staats- bahu-Aktien' 669.50, Lombarden 106, Warknoten 117.57.
Geschäftliches.
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Hitz-Schirme P-
Leonhard llitz , r^rik g c S r.iss9, LaUffgaSSÖ Ql».
Die Averrd-A«syabe enthält 3 KeUngen.
bnntutcv „£nnb= und hanswirthschaftliche Rundschau No. 11.
Der imerianlrte »-«druck unserer Orsgiiml-WrtiM 'ft verböte».
Leitung: W. Schulte vom Brühl in Wiesbaden.
Ist sehr wayrscyeinncq, auv «mu wm .m. a .. | IJ“'Öt5 ^i»tT'f^keftSm^s
gemachten Vorschlag zurückkommen und eine Erhöhung der Kur- I abr,g°n r-d-cm-nelic Wie-bad^
toeTiutrekn lassen wird, wogegen man sich bisher allerdings l Druck und Ler!--g »er S. Sch°ll-ub--eN^H°vBE»»--rN *
