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3«Mi 1901 a Wiesbadener Taqblatt (Abcns-Ansgabc). «erlag: «anggaff- 27.

49. Jahrgang. No. Ü64.

Weise und nahm sodann im deutschen Konsulat Wohnung. Heute Früh reiste Waldrrsee über Kioto nach Tokio weiter. Bezüg­lich der Unruhen aus der Insel Quclpart gehen einantxr wrver- sprecheiidc Gerüchte um. Sicherlich fanden aber zwischen den christlichen und anderen Eingeborenen Kämpfe statt.

hd. Berlin. 9. Juni. Nach einer Londoner Depesche des »Kleinen Journals" wird aus Peking gemeldet: Tue Bor- Sereitungen für den Abzug des englischen Kontmgentr sindrm Gang, aber der Termin für ein- völlige Raumu^ ist noch nicht 4LL«setzt Neun Transportschiffe werden innerhalb eines Monats ehrtet.' Die französischen Truppen haben Chentmgfu und -wer andere Plätze wieder besetzt, weil eS den Chinesen nicht ge­lungen ist der Boxer-Bewegung in Tschili Herr zu werden Di/Deutschen befestigen jetzt ihre Abtheilung der Gesandtschaft. Ein Fort ist auf dem Stadtwall hinter derselben geplant. Der deutsche Gesandte hat eine Bekanntmachung erlaffen, welche Vor­schriften darüber giebt, in welcher Weise die deutsche Abtherlung Ungerichtet und der Zutritt der Chinesen zu derselben beschrankt lverden soll.

trct. Berlin, 10. Juni. Nach einem Telegramm desKt. Journals" aus London wird aus Peking gemeldet: Li- Hung-Tschang stellt die Meldung von der Zerstörung einer west­mongolischen Missionsstätte in Abrede, giebt aber zu, daß die betreffende Gegend nicht ganz pacrfizirt ist.

Dso Freiheitskrieg der Hrrreu.

hd. Southampton, 8. Juni. Der Dampfer, auf welchem sich Frau B o t h a befindet, ist heute Früh hier emgetroffen.

Brüssel, 8. Juni. Aus dem Haag wird gemeldet, daß

Krüger mit der niederländischen Regierung

wegen einer Intervention bei den Großmächten behus» Wiederherstellung der Thätigleit der Noth enlren z - G e - feilsch asten zur Pflege transvaalischer Verwundeten der handelt. (Dt. N. N.)

hd. London. 10. Juni. Das Kriegsamt theilt die Ant­wort Krtcheners aus eine Mittheilung Brvdricks mit. Küchener dementirt darin die Meldung, nach welcher das Buren- Kommando Beyers in der Nähe von Warmbad ausgrrleben wor- ben _Daily Mail" meldet ans Kapstadt: Das Kommando Binzens wurde von einer Burencrbtheilung sudwest- lich von Steinberg überrascht. Die englischen Verluste waren bedeutend. Trotzdem wurden 28 Buren gefangen genommen. Aus K a p st a d t wird gemeldet: Die Agitation zu Gunsten der Aufhebung der versaffungsmahlgen Rechte nimmt immer mehr zu. Der Empfang, welchen der Gouverneur bei den Holländern in den westlichen Distrikten gesunden, spricht sehr zu Gunsten dieser Maßregel.

lul. Berlin, 10. Juni. DasBerliner Tageblatt" meldet ausBudapest: Der Buren-Kvmmandant Dewet hielt gestern vor vielen tausenden Zuhörern einen begeistert ansgenommenen Vortrag über die Greuelthaten des südafrikanischen Krieges. Die versammelte Menge beschloß eine Resolution, welsch« einen internationalen Schiedsspruch fordert. Aus der Versammlung wurde eine Hiildigungsdepesche an den Präsidenten Krüger ab-

gesandh. g. Juni. Infolge des überaus herzlicheii

Empfanges, den die hier eingetroffenen Buren-Kommandanten Seitens aller Gesellschaftsklassen gefunden, ist der hiesige eng­lische General-Konsul abgerrist.

w b. London, 9. Juni. Einer amtlichen Meldung aus K a p st a d t zufolge kamen in der letzten Woche daselbst 18 Pcst- Me vor, wovon 10 tödtlich verliefen. Im Ganzen sind bisher 684 Erkrankungen, 388 Todesfälle an der Seuche festgestellt.

hd. Berlin, 10. Juni. DasKleine Journal" meldet aus dem Haag: Nachdem in den Beziehungen Deutschlands zu den beiden Mächten des Zweibundes in jüngster Zeit eme herz­liche Intimität eingetreten ist, wie eine solche seit Jahrzehnten nicht zu erzielen war, werden die Früchte dieses sreundschaft- Zusammengehens in allernächster Zeit in die Erscheinung treten. Die glänzenden Truppen-Nevuen in Berlin und Pots­dam waren bloß die äußere Veranlassung, aber nicht der innere Grund, welcher um dieselbe Stunde die jugendliche Königin Wilhelmine der Niederlande und den französischen General Wonnal an das Hoflager Kaiser Wilhelms geführt hat. So rst , denn von Berlin aus in vollem Einverständntß mrt den Machten I jfcg Dreibundes und des Zweibundes und wohl auch im Einklang 1

mit den persönlichen Wünschen des Königs Eduard selbst die Aktion ausgegangen, welche weit entfernt, eine politische Spitze gegen England zu bedeuten - deu lMem-»thrgen Buren,. tai wackeren Aertheidigern ihrer heimischen Scholle rn baldiger Fnst einen ehrenvollen Friede» und der englischm Armee die ersehnte Ruhe bringen dürfte.

Eia eigenthümlich-s Licht ans die englische Heeres­verwaltung wirft die Nachricht, daß das englische Knegsamt den Soldaten in Südafrika den Sold schuldig bleibt, damit sie nicht in Massen desertiren. Dazu bemerkt dieKap Times, eins der schlimmsten Jingoblätter: .Klagen, die ausgediente

Mannschaften der irregulären Truppen über Nichtauszahlung des ihnen zukommenden Soldes erheben, sind nichts Neues, aber die Sache wird nachgerade skandalös. Ist es nicht anund für sich schon empörend, wenn Mannschaften, die ein halbes oder oft sogar schon ein ganzes Jahr im Felde gestanden haben, um ihre rückständige Löhnung einfach betteln muffen und in Kap­stadt von Amt zu Amt, gleich dummen Zungen herumge stoßen werden! Wenn die Leute ihre Zeit abgedieiü haben, so sollt: man ihnen ihre Löhnung anstandslos aushandrgen so schickt sich's. Und was erleben wir statt dessen? UnS sind Falle be­kannt wo ins Feld ziehende Mannschaften be-m Lohnungstag die Weisung hinterließen, ihren ganzen Sold ihren zuruck- blcibenden Frauen und Kindern auszuzahlen; leichten Herzen-, im Bewußtsein, die Ihrigen versorgt zu wissen, zogen sie dem Feinde entgegen, und als sie nach Jahresfrist heimkehrten, wa- fanden sie da? Das Kriegsamt hatte den Zurückgebliebenen die fälligen Gelder nicht ausbezahlt, die Familien waren m bittere Roth ja an den Rand des Abgrundes gelangt, sodaß Staat und Wohlthätigkeitsanstalten ihre Versorgung übernehmen mußten, und das erste, was dem zurückkehrenden Krieger mdie Augen fiel, war eine Zahlungsaufforderung des hohen Gerichtshofes für'Unterhaltung seiner Familie . . ."

Aus t\\l& Jiuth*

Wiesbaden, 10. Juni.

o. Se. Majestät der König von Dänenrark fuhr gestern Nachmittag mtt dem Schnellzug nach Frankfurt, verweilte da­selbst einioe Zeit bei den Rennen und kehrte um 6 Uhr wieder Ar zurück^- Für heute hatte Kömg Chttsttan dw S p itz en der hiesigen Behörden zu sich m dasPark-Hotel zu.

Tafel geladen. , _ _ n

Pcrsonal-Srachrichten. Der Regiermigsasseffor Lex in Weilburq ist zum Landrath ernannt; ihm ist das Landraths- amt im Oberlahnkreis übertragen worden. Herr-Leut­nant a. D. v. M e d i n g hier ist zum Inspektor der Königlichen Strafanstalt zu Tegel ernannt worden.

gs. Residenz-Theater. Wir wollen nochmals zu dem morgen Dienstag staüsindenden Abschieds-Benefiz unseres all- beliebten Manussi hinweisem Zur Arifführung gelangt das vor züqliche Lustspiel:Mauerblümcheu von Blumenthal-Kadel-

burg, worm alle ersten Mitglieder beschäftigt sind und rn dem Manussi die Regie führt. Herr Manussi, welcher seit einer Reihe von Jahren hier engagirt ist, verstand es m Balde, nicht allein durch die vorzügliche Wiedergabe aller seiner Rollen, sowie ^nsceniruna der ihm von der Direktion übertragenen Stucke, sondern auch durch seinen persönlichen Verkehr stck, zum Lieb­ling des Publikums zu machen. Es wäre demnach wohl am Platze wenn das Publikum durch recht zahlreichen Besuch an seinem Ehrmabend ihm beweisen würde, wie dankbar es rst für die vielen genußreichen Stunden, die er ihm verschafft.

Denkmalsweihe. Wie schon kürzlich erwähnt findet am 16 d M bei der Ctsterzienserabtei Warienstatt bei Hachen­burg eine größere Festlichkeit statt, die auch m weiteren Kreisen Interesse erwecken dürfte. Auf demKaiserlichen Kirchhof der Kloster Warienstatt haben diejenigen österreichischen Offtziere und Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden, welche unter Führung des Erzherzogs Karl in dem Koalitwnskneg 1793-96 bei der Vertheidigung der deutschen Hemmth geg«- die franzö­sischen Truppen den Tod aus dem Schlachtfeld erlitten euer ihren im Kampf empfangenen Wunden im damaligen Lazarett, Marienstatt erlagen. Ihnen zu Ehren hat ein Mitglied ^öster­reichische« Kaiserhauses im Jahre 1866 ein Mchtcs. Denkmal setzen lassen, welches im Laufe der Jahre durch den Einfluß d.r Witterung unansehnlich geworden war. Das Denkmal ist jetzt

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von der Kaiserlich und Königlich österrrich-Mgarsschen StaatL-r

regieruna durch Vermittlung des Kriegervereins Hachenburg* Altstadt und des Krris-Kriegrrverbcmds deS Oberwesterwald* kreises wiederhergestellt worden, während sich der Oberwester- waldlreis die würdige Ausgestaltung der iiährren Umgebung des Denkmals hat angelegen sein lassen. Außer den 25 Knrger- vrreinen deS Kreis-Krieger Verbandes Marienberg werden eine gaiizr Reihe Krieaervereine aus deu Kreisen Westerburg, Unter­westerwald, Altenkirchen und Siegen theilmhmen. A« Ehrengästen werden u. A. der Oberpräsident Graf v. Zedlitz, ^rützschler aus Cassel und Viceadmiral z. D. Mensing aus Wies« baden theilnehmcn. Die Antwort des gleichfalls eingeladene« Kommandirenden Generals v. Lmdcquist aus Frankfurt a. M steht irock, aus. Die K. und K. österreichisch-ungarische Botschaft in Berlin wird sich durch den Oberstleutnant im Generalstab^ Corps und Flügel-Adjutanten S. M. des Kaisers Franz Josef. Herrn Grafen Stürgch, vertreten lassem Derselbe wird rm Aus trag deS Reichslriegsministeriums zu Wien einen Kranz an Denkmal niederlegen. Das Reichspostamt rn Berlin hat die Er> richtung eines besonderen Postamtes auf dem Festplatz genehmrgk welches den StempelKloster Marienstatt Krregerfes 16. 6.01 führen wird. Der Kreis-Kriegerverband laßt eine offizielle An­sichtspostkarte für das Fest Herstellen Am Festtag ioerden fol­gende Sonderzüge von Hachenburg abgelassen: 6 Uhr 39 Mim Nachmittags nach Au zum Anschluß an dre Schnellzuge der Deutz-Gießener Bahn. 8 Uhr 55 Min nach Limburg und 9 Uhr 36 Min. nach Altenkirchen. Das Programm lautet. 12 Uhr Mittags: Frühstück imHotel zur Krone" in Hachenburg;

12%, Uhr Mittags: Aufstellung des Festzuges am Allxandernng;

1 Uhr Mittags: Abmarsch nach Marienstatt; 2 Uhr Nachmittag-. Aufstellung der Kttegervereine, Ankunft der Ehrengäste ain Denk­mal und Weiheakt am Denkmal: a) Lied:Unter allen Wipfeln ist Ruh"; t>) Wethereden; c) Musikstück; d) Lied:Der -wom- peter an der Katzbach"; 3 Uhr Nachmittags: Kvnzett auf d« Festplatz unter den Eichen an der großm Rrster bei Kloster

Marienstatt. ^ .

_Todesfall. In der Nacht vom Samstag znm Sonntag

Narb die langjährige Hausmutter desHeims für erwachsene blinde Mädchen", Emserstrcrße 81 , Fr°m Johannette S ch ujtz, dr« auch seit 36 Jahren den Handarbettsunterricht rn der Blinden­schule ertheilte. Mit unwandelbarer Treue hatte sie ihr ganze- Leben in den Dienst der Blinden gestellt und ist nun radj kurzem Kranksein einer reichgesegneien Thatigkett entrissen worden, ttefbeirauett von ihren blinden Schülerinnen und Pflege befohlenen. Ern dankbares Andenken wird ihr von Allen bc

wahrt werden. ... .

_ «irr Wohnungsfrage. Der Gedanke einer Reichs-

wohnrrngs-Gesetzgebung ist auch auf der diesjährigen Delegnien- versammlnng der evangelischen Arbeitervereine m Spcher gründ­lich erörtert worden. Namentlich wurde d,e rerchsgesetzliche Rege­lung der Wohnungsttrspektion für Bermitther^ und Miether der Bauordnungen (nach Zonen) und des ^teignungsrechies ge­fordert. Die Privilegirung der Baugenossenschaften wurde als bedenklich vom Referenten verworfen. Die vom Referenten Zettelmann-Frmttfutt a. M. vorgeschlagene Resolution:Die Deleairienversammlung erblickt in einer nationalen Wohnungs­reform ein Hauptmittel zu einer sittlichen und socialen Gesundung unseres Familien- und Volkslebens, und fordert daher neben d Bruder- und Selbsthülfe, die Unterstützung der Kommunen, bet Landesgesetzgebuug und der Reichsgesetzgebung, wurde ein­stimmig angenommen. Vemerkenswerth ist daß der Correfereni Lechler Stuttgart sich mit den prinzipiellen Vorschlägen de- Referenien einverstanden ettlärte und ein einmuthiges Bo - WohEgLresormeu forderte. Auch stme Leitsätze ivurden angenommen.^ In der Diskussion wurde u A. darauf biliacwiesen, daß der Verein Reichs-Wohnungsgesetz (E. B.) M Frankfurt a M. Vrönnerstraße 14, der den Verein für Forde-

Mia des Arbeiter-Wohnungswesens in Hessen-Nassau gegründet hat ^gern bereit ist, für die Gründung Vereinen für Forde­rung^ des Arbeiter-Wohnungswesens Auskunft und Rath zu

Schwurgericht. Der morgige Termin, in welchem über die AnUaae gegen die Weichenstellers-Ehefrau A. Schmidt von Ho Am wegen Urkundensalschung und Betrugsversuchs^j

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Mmgliche Kchmspleie.

Samstag, dm 8. Juni:Figaros Hochzeit^. Oper

tn 4 Akten von W. A. Mozart.

Ganz kürzlich erst hatte die Opernschnle deS Stern scheu Konservatoriums in Berlin einedramatische Aufführung ver­anstaltet: unter den mitwirkenden Schülerinnen wurde auch Fräulein E. Croissant als talentvoll gerühmt. Die ,unge Sängerin, speziell aus der Klasse der Frau Nicklas-Kempner, hat jetzt bereits an unsereni Hostheater den ersten Aufslug ge­wagt und mit der Rolle des Cherubin erfolgreich debutrrt. Die Stimme, ein etwas schmächtiger, aber wohllauteiider Mezzo­sopran, ist verstäiibig gebildet und in der Mttellage^ auch von ausreichenver tonaler Festigkeit. Die Höhe klingt im Piano recht angenehm, scheint sich aber gegen kräftigere Anspannungen »och instinktiv zu wehren. Sowohl die sehnsüchtig-geschwevte Atte, als die mehr ruhig-schwärmerische Romanze wurden mit dem' entsprechenden Ausdruck recht geschmackvoll vorgetragen. Mit ihrer schlanken, anmuthigen Erscheinung verband Fraulem Croissant ein gewandtes, für ein erstes Debüt sogar merk­würdig sicheres Auftreten und gab den Pagen als rara bis über vie Ohren verliebten sechzehnjährigm Schlingel, mehr schmach­tend, als feurig; jedenfalls ohne verletzende Uebertreibungeu- wozu ja die Rolle leicht verführt. Der Applaus war ungewöhn­lich lebhaft. Möchte dieser Beifall nicht gleich als ein U r - t h c i l genommen werden. Denn wenn man auch an der dies­maligen Darbietung des Fräulein Croissant nichts Wesentnche- «uszüsetzen fand, so ist doch zu bedenken, daß gerade dir Rolle ses Pagen eine überaus dankbare ist, sich gleichsam von ivielt und bei nur einigermaßen Begabung gar nichttodt zu ullche::" ist. Sei dies gesagt für den Fall, daß hier ernstere Engagements-Wstchttn in Frage kämen.

Daß die Aufführung desFigaro" eines vollkommen em heitlichen Sthls in Bezug auf gesangliche Medergabe entbehtt, kann schon bei der Seltenheit dieser Aufführung nicht Wunder nebm-ir. Es bindrtt nicht, anzuerkennen, daß iw Ernzelnen auch diel Erfreuliches geboten wird. In erster Reihe darf Frau Lesfler-Burckard genannt werden, welche die Graftn in Gelana und .Darüelluna mit aller Würde und Vornehmheit

ausstatteie und dabei doch den leichteren Ton der Buffo-Oper festzuhalten suchte. Nur wie ein leiser Hauch von Slywermuth umwehte es die Gestalt. Diese sanfte Trauer fand besonder­in der zweiten Arie unmittelbarsten Ausdruck. Sehr s4°" 9°' lana hier der satte Uebergang zur Wiederholung des Andante

SSfffiS ~ voeadieserWiederholring selbst; dasAll^ro :

war dann ganz von initiger Empfindung durchgluht. Bo-^ug- tiche muMttfchr Stchrrhett in den Ensembles durftt bn Frau Leffler ohne Weiteres vorausgescht werden. Sollen d^sc Ensembles ich denke namentlich an das Terzett und Finale des 2. und das Sextett des 3. Wes rn chrer Mnzen qurllm- den Lebensfülle zu uns sprechen, so muhte fteilich die domi- nirende Stimme der Susanne noch glänzendere Leuchtkraft und wärmere Innerlichkeit ausstrahlen: Fraulein Kaus-

mann wußte hier mehr durch die elegante gesangliche Schulung ihres zierlichen Organs zu wirken. Sehr reizvoll gab die Künst­lerin die sogenannte Gatten-Arie, dies kostbarste Klemod unter den Prunkstücken der Mozatt'schen Partitur; neben der liebe­vollen Ausführung der technischen Detail- überraschte auch di. verständuißreiche Auffassung: sie entsprach ganz dem Sinn der verzwickten Situation, in der ja dre heißblütige lose Schelmru Susanne alle Künste der 5toketterie spielen lassen soll.

Dir übrige Besetzung bot meist Bekannte-. Neue Cr- sLeimmaen waren: Fräulein Cordes, dir mich rn der llemen Partie des Bärbchrn ihr hübsches Gesangstalcnt beweisen konnte, und Herr Henke, tvelcher als Bastlw geschickt m da- Zu- sammrnspiel eingriss.

Aus Kunst und Leben.

* Königliche Schauspiele. Das romantische Spitt in 2 Auftiüaen:Jung Heinrich", das morgen zum ersten Male rn Scene geht, dürste auch durch die PersiMchdtt des^rnpoms^i ein besonderes Interesse erwecken. General-^ntencant Karl Freiherr v. Perfall bekleidet in München noch hnite das Am. des obersten Leiters der Königlichen Hofmustk und der musika­lischen Hochschulen, nachdem er im Jahre 1894 von der Stellung als Leiter der Münchener Hofbühnm nach 2 J-whriger ^hatig- keit zurücktrat. Unter seine Leitung fiel nnst dw ManMi dieser Bühne, wie die Namen Heinrich und Tl^rese Bogl. Gura. Siehr. Nachbauer rc. bezeugen. Baron Persav, der früher mit

in leliier Zeit ausschließlich Kirchenmusik; daneben überarbeitete

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ruftp mit lebbastem Erfola gegebene Oper. (LxcenenZ o. -p \

? SU den Len Proben hier eingetroffen und wird vor

Brnnitzre seines'Werkes anwohnen. Dre Besetzung rs die

aackstebende: lkonrad der Franke, deutscher Kaiser: Herr Mull , Gittla seine Gemahlin: Fräulein Müller, Agnes, beider--achter Fräulein k^bürson, der Kanzler: Herr Rufseni. Jung tzemruh- ^err Klcrrmüller, Gräfin Hiltrude, Hosmersterm der Prmzessm. Aäulein Schwartz. Bertha. Hossräulein dw Prmzessin. Fräulein Cordes, Graf Gerold, Bogt von Nürnberg. H

Ausstellung desNassau-scheu Kmiftverems".

Das Publttum, das überall dem Einschmeichelnden Gefälligen, und fti L bis zunr Süßlichen gesteigert, vor dem Grobziigigen nd Chanckteristischeu den Vorzug giebt. wacht es besonders d^m

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Pmtt^mabr MtsächltchA-chts anbmS. «J» ehi KfSöSa Ersatz für den Photographen, der

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sMuscu'w) sind derzeit drei Poriraits zu finden die man zu

«A Energie des Pinsels Kim rohen Harte»