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t>et Nacht deS 23. Februar den Säugling, rannte mit ihm

? egendieWandundzerfchmetterteihmander- tlbendenKopf, sodaß das Blut hoch emporspritzte. Ar­beiter fanden einige Tage später die Leiche, und Franziska Avasny wurde unter dem Verdachte des Mordes verhaftet. Sie aestand die Thai sofort ein und gab an, sie wollte nicht sehen, lok das Kind vor Hunger und Frost langsam umkomm- und tödtete es deshalb. Die Staatsanwaltschaft erhob deshalb gegen Franziska Kvasny die Anklage wegen gemeinen Mordes. Die Angeklagte ist körperlich stark herabgekommen. Sie gesteht die That zu und will unter dem Zwange der Noth gehandelt haben. Die Geschworenen verneinten die Frage auf Word. Der Gerichtshof verurtheilte sie zu 6 Tagen Arrest.

* Ueber eine,» eigeuthümlichcu Fall von Gchorsams- vertvcigcrnng wird derBollsztg." berichtet: Vor dem Ober­kriegsgericht in Breslau hatte sich dieser Tage der Musketier Kokot wegen Gehorsamsverweigerung zu verantworten. Der Mann war in der Nacht auf Kaisers Geburtstag, nachdem er -wci Stunden Posten gestanden hatte, völlig erstarrt in die Wachstube gekommen, um sich wieder zu erwärmen. Hier ließ ein Unteroffizier, der sich gelegentlich der vorhergegangenen Kaisergeburtstagsfeier stark berauscht hatte, die Wachmannschaft Nachts 1 UhrGriffe kloppen". Auch Kokot sollte mit antreten, weigerte sich aber, da er sich erst wärmen wollte und mit den von der Kälte steifen Fingern keine Gewehrgriffe machen konnte Der Unteroffizier aber ließ Kokot wegen Gehorsams­verweigerung in Arrest abführen und das Kriegsgericht verur­theilte ihn später zu achtzehn Monaten Gefängniß. Auf er­hobene Berufung wurde dies harte Urtheil vom Oberkriegs- aericht auf drei Monate Gefängniß herabgemildert; das Gericht fbtadfj sich scharf tadelnd über das Verhalten des Unteroffrzrers aus Gegen' das mildere Urtheil des Oberkriegsgerichts legte wieder der Gerichtsherr, Erbprinz von Sachsen-Meimngen, beim Neichsmilitärgericht Berufung ein. Dieser höchste militärische Gerichtshof hob das Urtheil auf und verwies die Sache an die Lorinstanz zurück. Dieser Tage nun hat das Oberkriegsgericht in Breslau den Kokot wiederum verurtheilt, und zwar diesmal ju neun Monaten Gefängniß.

Kleins Chronik.

Die ausständigen Berliner Barbiergehülfen haben vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts einen Vergleich mit der Freien Meister-Vereinigung" geschlossen. Ihre Lohnforde­rungen rc. sind zumeist bewilligt. Dafür erhöhen dre kleinen Meister es handelt sich fast nur um solche die Preise.

66 414 Fremde fanden im Mai in Berlin Unterkunft.

Auf einem Grundstück in der Langestraße zu Berlin wurde die Dienstmagd Martha H., die seit 4 Tagen verinißt war. in dem zur Wohnung ihrer Herrschaft gehörigen Keller völlig ermattet aufgefimden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Ihrer eigenen Angabe nach wollt- s i e verhungern. Die Unglückliche scheint geistesgestört

letzten Sonntag erkrankten in Paris 12 Personen am Sonnensticki. Fünf derselben sind bereits verstorben.

Der Arbeiter Kluht in Berlinchen hat während der Abtvesenheit seiner Frau und eines Sohnes einen dreifachen Mord und Selbstmord verübt. Die Opfer sind seme Schwiegermutter, sein Sohn. 10 Jahre all. und seine Z4 Jahr alte Tochter. Der Schwiegermutter hat er den Schädel zer­trümmert, dem Sohne die Kehle durchschnitten und den Kopf zertrümmert, ebenso der Tochter. Der Sohn war sofort todt, die Tochter und die alte Mutter verstarben einige Stunden spater im Krankenhaus. Der Mörder hat sich aus beiden Waden Fleischtheile geschnitten und dann im naheliegenden Siadtsee ertränken wollen, wurde aber gerettet.

In Aschaffen bürg wurde die verwittwcte Frau Assessor Heßler am Mittwoch Vormittag in ihrer Wohnung in der Würzburgerstraße von einem Handwerksburschen, nachdem sie ihm ein Almosen gegeben, erstochen. Der Shaker soll

inzwischen verhaftet sein.

g u Metz ist jetzt bei einem dritten dort garmsomrenden Regiment, dem 8. bayrischen Infanterie-Regiments Typhus a u s g e b r o ch e n. Bis zum Samstag kamen drei Kranke m- Lazareth. Beim 174. (preußischen) Regiment soll schlechte^ Trinkwasser die Ursache der Typhus-Erkrankungen fein.

Durch Arsenwasserstoffgas, das er zur Füllung von Kmder- luftballons bereitete, wurde in Breslau der 'tallemsche Handelsmann Zaggi und 6 Personen vergiftet. Drei s-nd

todt. eine hoffnungslos erkrankt. , .,

In N i ed erh aus en bei Kaiserslautern sEe das Enkel­kind der Wittwe Kreis durch das Fallen in em Messer getodtet worden sein. Di- Untersuchung ergab, daß das Kmd er­schoss e n wurde. Der Sohn der Wittwe Kreis wurde v e r -

^ Q ^ Die'Schles. Ztq." meldet aus M Y s l o w i h, daß auf dem benachbarten russisch-polnischen Gebiete ein vm 6 Per­sonen und Kutscher besetztes Fuhrwerk vom Blitz ge­troffen sei; die 6 Personen sowie die Pferde wurden e - scblaaen. Auch schlug der Blitz in die aus dem Anfänge des 16 Jahrhunderts siammende katholische Pfarrkirche zu Mtp o- witz rin. Die Kirche wurde völlig eingcäschert. .

In dem Dorfe Minien bei Raugard warfen sp^/we Kinder ein brennendes Streichholz in em Bund Strohs das Feuer fing. Der Brand verbreitete sich bei dem starken Mmde mit unheimlicher Geschwindigkeit, und m kurzer Zeit lagen 18 Gebäude in Asche. Die abgebrannten Gebäude sind sämmtlich versichert. Das Vieh ist zum größten The-le gerettet, während fast di- ganze Einrichtung verbrannt ist.

Wir haben kürzlich über das schaudererregende V-rbr ch n der slowenischen Winzer-Eheleute Bratuscha berichtet, die m ifiret Wokmuna zu Straßdorf in SUdsteiermark ihre zwölf­jährige Tochter ermordeten, in den heißen Backofen legten und verzehrten. Beide Gatten wurden verhaftet. Wie nunmehr aus Cilli gemeldet wird, begaben sich Gerichtsvertreter zum zweiten Male in das Haus der entmenschten Eltern und ent­deckten nach langem Suchen die Knochen ?ud Haare des ver zehrten Kindes. Beide Gatten gestanden ein, das Mädchen er­schlagen und aus dem Grunde gegessen zu haben, um mche verrathen zu werden, da sie den Leichnam nicht anderweitig be­seitigen konnten

Bei Cbazelles sur Lyon bei Saint Etienne enti aleisten drei Wagen der elektrischen Straßenbahn; sK stürzten über einen Abhang. Von 200 Ausflüglern sind übet 60 verwundet, darunter 3 lebensgefährlich. _

Die Madrider Polizei verhaftete den mexikanischen Geistlicken Esvarza den Schatzmeister des Erzbischofs von S« "w °°" mit 70,000 in B-.

gleitung seiner 17-jährigen Geliebten Mana Padllla. Si- waren Tags vorher auf der mexikanischen Botschaft gewesen, um Checks in Höhe von 30,000 Pesos gegenzeichnen zu lassen. Der Botschafter hatte aber den hinter ihnen erlassenen Steck brief gelesen, erkannte sie und benachrichtigte die .

Bei einem Stiergefecht zu Algeclras m p wurde der Stierfechter Algabenow vom Stier gepackt, -in Horn drang dem Fechter seitlich in den Hals und kam zum Munoe heraus, doch wurde ihm keine wichtige Ader zerrissen.

Für das I u b i l ä u m d e r U n i v e r s l t a t G l a s g o w,

die vom 12. bis 14. Juni die Erinnerung an ihre vor 460 Fahren erfolgte Gründung feiern wird, ist das Programm nun­mehr in allen Einzelheiten festgestellt. Hervorzuheben sind daraus zwei Vorträge über berühmte Gelehrte, die mit der Universität in Verbindung gestanden haben: eine Rede von Lord Kelvin über Janies Watt, der einige seiner wichtigsten Arbeiten in Glasgow ausführte, die andere von William Smart über den berühmten Nationalölonoinen Adam Smith, der 16 Jahre lang an der schottischen Universität lehrte. Von den ausländischen Staaten senden Vertreter: Deutschland, Oesterreich-Ungarn,

Holland, Belgien, Frankreich, Italien, Rußland, Schweden, dre Schweiz, außerdem Kanada, Indien und Australien.

In Argentinien ist der Journalismus stark rat Aufblühen begriffen. Dank der Bewegungsfreiheit, deren er sich .erfreut, nimmt er ständig an Einfiutz und Leistungsfähigkeit zu. Während der letzten 15 Jahre ist die Zahl der Zeitungen und Zeitschriften von 165 auf nicht weniger als 610 gestiegen, von denen 297 in der Hauptstadt veröffentlicht werden. In der An­ordnung folgen die Zeitungen dem Beispiel der führenden Vetter m den Vereinigten Staaten; ihr Depeschendienst steht hinter dem der unternehmendsten modernen Blätter nicht zurück.

Geschäftliches.

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Nie Msvgerl-Arrssade enthält 4 Beilagen»

darunter die Sonderbeilage

Amtli che Anzeigen des Wiesbadener Tagblatts Rr. 6«.

Ter une rlaubt- Nachdruck uulerer Origuial-NrliM ist oerbot-u.

Leitung: W. Schulte vom Brühl in Wicsbaden-

B-r-ntwortlich für d-u g-l°mmt-n^ssedakti-u-ll-n Tb-il: C^^v-rdt; für die Druck uud B-Nd-r'L. Sck>Ete-rgU»-ii'L-f-Buchdruck-rci iu Wiesbaden.

IfandeSstheil des Wiesbadener Tagblafc&s

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AnMcIitsräthe.

(Von unserem Berliner p - Correspondenten.)

Als dieser Tage bei der Eröffnung dei; Feuer Welt­ausstellung in Berlin ein Finanzinann einem hohen Mitgliede der Regierung yorgestellt wurde, erwiderte gr auf dessen Frage nach seinem Beruf:Aufsichts- fath, nicht vorbestraft! Der betreffende Finanzmann glaubte Grund zum Stolz auf diese Leistung des Nielitvorbestraftseins zu haben, da er rund einem Dutzend Actiengesellschaften als Aufsiclitsrathsmiighed angehört. f |

Die Thätigkeit fler Aufsichtsräthc ist in der That in letzter Zeit etwas in Misscredit gekommen. Für di /3 Thätigkeit nicht weniger Aufsichtsrätne gilt das Worttheuer und schlecht, und die jüngsten Vor- kommnisse bei den verkrachten und krachenden Hypo- thekenbanlcen haben gezeigt, dass, wenn guter Kath theuer ist, ein schlechter Aufsichtsrath noch vie theurer ist. Wir sind gewiss weit entfernt davon, zu verallgemeinern, und aus der Thatsaclie, dass es eine nicht geringe Anzahl gewissenloser Aufsichtsräthe giebt, Schlussfolgerungen zu ziehen, die für die Gesammtheit oder auch nur für den grösseren Theil der Aufsichts­räthe ungünstig sind. Die Praxis zeigt vielmehr, dass hei der überwiegenden Mehrheit unserer Actiengesell- schaften die Geschäftsführung eine durchaus solide und ordnungsgemässe ist. Aber wir behaupten, dass dies hei einer Minderheit der Actiengesellschaften nicht der Fall ist, und dass es eine nicht geringe Anzahl von Aufsichtsräihen giebt, welche die Pflichten, die ihnen ihr Amt auferlegt, in gröblicher Weise vernach­lässigen, und die zum nicht geringen Theil der Er­füllung dieser Pflichten in keiner Weise gewachsen wären, selbst wenn sie den guten Willen zu ihrer Erfüllung hätten. Ov A.5

Die Thätigkeit des Aufsichtsraths wird im Handels­gesetzbuch genau charakterisirt. § 246 des Handels­gesetzbuches bestimmt:Der Aufsichtsrath hat die Geschäftsführung der Gesellschaft in allen Zweigen der Verwaltung zu überwachen und sich zn dem Zwecke von dem Gange der Angelegenheiten der Gesellschaft zu unterrichten.. Und des Weiteren besagt § 249:Die Mitglieder des Aufsichtsraths haben bei der Erfüllung der Obliegenheiten die Sorgfalt des ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. Im anderen Falle haften die Aufsichtsräthe _ für den Schaden als Gesammtschuldner und wo Aufsichtsräthe den Vermögenestand der Gesellschaft unwahr dar­gestellt oder verschleiert haben, da droht ihnen, ebenso wie den Directoren der Gesellschaft, das Actiengesetz Gefangnisa bis zu einem Jahre und Geldstrafen bis Xu 20,000 Mk. an. ,

Man sieht, an Bestimmungen für die Thätigkeit des Aufsichtsraths und anStrafaudrohungen mangelt es nicht.

Trotzdem erleben wir es bei jedem Ivrach einer Actien gesellschaft und haben cs jetzt bei dem Krach der Hypothekenbanken erlebt, dass die Aufsichtsräthe ihre Hände in Unschuld zu waschen versuchen und sich als die ahnungslosen Engel aufspielen.Ja, davon haben wir ja keine Ahnung gehabt! Dieses Wort haben wir in der letzten Zeit des Oefteren gehört und es ist charakteristisch. Wenn aber ein Autsichts- rath von den gravirendsten Vorkommnissen bei einer Gesellschaft nichts ahnen konnte, so kann das gar nicht streng genug geahndet werden. Ls ist ein offenes Geheinmiss, in welcher Weise die Wahl der Aufsichtsräthe vielfachgemacht wird . In solchen Gesellschaften, wo die Verhältnisse nicht ganz tauellos liegen, wo schon hei der Gründung der Actiengesell- scliaft, wie es ja zuweilen geschieht, mit dem Kapital der Gesellschaft gewüstet worden ist, wird bei der Wahl der Aufsichtsräthe darauf Werth gelegt, dass diese erstens von dem Betriebe, zweitens von der Buchführung und drittens von kaufmännischen Dingen überhaupt möglichst wenig verstehen und dass sie viertens nicht etwaunbequeme Leute sind, die llne Nase in Alles stecken. Mehr Werth wird dagegen auf klangvolle Namen gelegt! So kommt es denn, dass es Leute giebt, die ein Dutzend zwei Dutzend und mehr Aufsichtsrathstellen der höchste zur Zeit erzielte Record ist 35! einnehmen, was für sie selber sehr einträglich, im Uebrigen aber scandalos ist. Denn dass die Aufsichtsraththätigkeit sich hierbei im Wesentlichen auf das Einstecken der hohen Tantiemen beschränken muss, liegt auf der Hand. Die Schuld daran, dass ein solcher Lnfug geduldet wird liegt freilich an den Actionären, welche last durchweg sich um die Gesellschaften, deren Actien sie besitzen, nicht kümmern und zum grossen Iheil m den Generalversammlungen nicht erscheinen und sich vielfach nicht einmal vertreten lassen, liier liegt der Hase im Pfeffer. So lange die Actionäre durch ihre Interesselosigkeit den Directoren, den Aufsichtsruthen und dem Emissionsliaus völlig freie Hand lassen so lan^e wird auch diesen bei vielen Actiengesellschaiten zu beklagenden Missständen nicht ein Endo gemacht werden. ° Wenn auch der jetzige Krach bei den Hypothekenbanken gleich einem reinigenden Gewitter wirken mag, so ist doch eine gründliche Abhulfc nur von der Selbsthülfe der Actionäre zu erwarten.

«.»virafiwtte. In der letzten Sitzung des Aufsiehtsrathes dev Laurahütte wurde bekannt gegeben, dass der Bruttogewinn Für das dritte Quartal 2,215,728 Mark beträgt, das ist um 437,038 Mark weniger als in der gleichen Periode des Tor- iahres Aus Berlin wird hierzu noch berichtet: Der Quartals- abschluss der Laurabütte spiegelt die trüben Verhältnisse wieder, welche in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres m dor Eisenindustrie herrschten; er läsBt mdessen erkenn^ w der Rückgang der Conjunctur zum Stillstand gekommen ist. Die Bcrsensocculation beurtheüte

lieh und warf den Cour« der Laura-Ak(Ten um mnfvPorccnt Nach dem Berichte dor Direction betrug nn beendeten (dritten) Geeohäftsquartal der Ausfall im Bruttogewinn, wie erwähnt, 437 038 Mark, indessen nahm das dritte Quartal des Vorjahres eine vollkommene Ausnahmestellung ein. Gegen das roran- gegangene zweite Quartal bleibt der Gewinn um 300,000 Mark zurück Die Ausfälle in den einzelnen Productxonszweigen welchen noch eine Erhöhung der Matenalpreise zur Seite stand, wurden indessen zum grossen Theil durch die Ergebniso de, Kohlengruben ausgeglichen. Die Steinkohlcnförderung stieg aut IS Tonnen" difist um 13»/.Percent, der Steinkohlenabsatz auf474,724 Tonnen, das ist um 20 Percent gegen das Voijahr. Der Gesammtgewinn der abgelaufenen drei Quartale stellt sich 7 W 22 H Mark gegen 7,533,253 Mark im Vorjahre, somit «iSaS iiSi. Die' für die Hütten vorliegenden Aufträge ffinsren gegen das Vorjahr dem Wertho 7}^^ un * 40 Percent zurück. Gegen den Status am 3. Januar 1J01 kann iedock wieder eine Aufbesserung der Menge nach constatiit werden, während der Geldwerth der Aufträge unge ahrj lemh blieb. Die Kohlenförderung ist zu guten Preisen bis Juli 3.004 verschlossen.

14 uxein Iiurgisclie a*ri.,ee Menri-Rlseiibaiin.

DieBerliner Montags-Zeitung erhält folgende Zuschrift. Wir wollen nicht unterlassen, auf das Entwertliungsspiel hm- zuweisen, welches seit geraumer Zeit in den Pnnce Henri-Actien getrieben wird und das früher oder später zu einer sogenannten Aufschwünge führen muss. Daseine Mal wird mit den andauernden Mindereinnahmen, das andere Mal wieder mit der Auflösung der Diflerdinger Werke gegrault. Ob die Actionäre von Dannenbaum- Differdingan im Stande sein werden, durch Zuzählung oder Haltbarmachung der Gründer das Werk in ihrer Bntrepnse zu behalten kann für die Prince IIcnri-Eisenbabn gleichgiUig sein; soviel steht fest, dass die Differdinger Werke und die Gruben der Dannenbaum-Gesellschaft andernfalls durch die Obligutionare oder von den Gläubigern, welche eine neue Gesellschaft bilden, fortgeWhrt werden M*. Jede Sanirungsweise. kann der Prince Henri-Eisenbahn aber nur bessere Zeiten bringen. Die grossen Mehreinnahmen pro 1900 waren ausser dem üobermaas« der Hocliconjunctur besonders den Transporten tur den Ausbau dor Differdinger Riesenwerke zuzuschreiben Aber trotzdem die Transporte dev Bahn für das Jahr 1900 4,737,507 br. Einnahmen ÜdT da. Jahr 1899 nur 4,361,'770 Frc,^ erbrach^ haben, betrugen andererseits die Ausgaben für 1900 2,5*5,4 öo Jircs., Mr 1899 dagegen nur 2,083,971 Eres. Der Gewinnsaldo p o lS)0 ergab ateo ni^ 2.204,072 Eres., d. h trotz der Mehr- einnahme von 375,737 Eres, in Folge ^r ^ebraus^aben mn Minus von 73,727 Pros, gegen das Jahr 1899 Der GÄftS heriebt äussert sieb hierüber folgen dermassen,Die Erhellung der Betriebskosten pro 1900 resultirt aus der 1 reissteigerung

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Vovmebrung des Zugpersonals und vielfache Reparaturen des vSÄ Also etee Vermehrung des Verkehrs und der Betriebseinnahmen bedingt noch keine Mehrdividende, und eben- i- CQ f ong dem Rücksrauff in den Decadenausweisei?

gewichen und dürften etwa denjenigen des Jahres 18M entsprechen

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liaben. also gegen 1900 Minderungen ergeben»-

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