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iesüll-ener TaMatt.

U L H*t***t*** A t»»*»» ******«»«^ ,* ......

Z-r Blitz, der irdisch' Glück zerstört. ' Ä

Montag, den 39. April.

<|*läst auch zum Streiter u°nd zum Mann —

Was der an Ew'gem hat. gehört 7

D-r weiten Mett, der Menichbeit an.

■« . . _ _ Sßnnj Emil zu Schöuaich-Carolath.' n

**• ***********

M Fortsetzung.) / (Nachdruck verboten.)

~.GeretLeL!

Soman vöi. Matter Schmidt-Käßter, Stuttgart.

«--« Lieber Km,-. zS hast'"ei m™ Steb"" Aunlt schob er dem Grafen ein Blatt Papier hin das

WÄLT-K " mb 6e " ® ortm

ÄS? dreh,- Kart da- Papier Misch«. dea

Zelten? Ein Schlag kann Dir ja dm ganzen LLi°7tz.st«L7x-t°u,'Nd Marl, haitt-

lelw ra2i.f iä r Iaä etwas Hhpnotisirendes, dem Werner inachtlos erlag. Er nrckte. Rhoden hob die

® atdl ^.O'OOO Mark waren für Werner verloren. ,Khut mir thatsächlich leid!" sagte Kurt Man must

ÄftSÄfeSGA-'* »ÄS!

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ift io Wahnsinn! Das ist ja kein Spiel mehr unter Freurwm — sondern ein Duell zwischen zwei Feinden!"

tödLÄr EL*™ ft ba l nid}t J" »widerte Rhoden mit roüüicher Ruhe. „Habe ,ch zu der Gmugthuuna die ick, heute fordere, nicht ein doppeltes Recht?" '

onttaSr f ° rj beU Si}veä)et verwundert an, ohne zu

„Dann muß ich Deinmr Gedächtnisse zu Külke »"2 l°» -Du -riind-A. mit'den?K W.. sewonnenm Gelde Deinen Wohlstand und Dein

m äj er J 3ra ^I Ich glaube also sehr berechtigt zu sein, von Mr Revanche zu fordern! Mcht?"

*"? to ^ e ” ft ,’ ö r himmer geworden; Kurt stand S? 011 A m Spieltisch gelehnt, während Werner estrige

« emt0e

Sann trat er plötzlich wieder an seinen Sstrhl. machte erne emladmde Bewegung, ohne ein Wort zu Fortgarig öa * unheimliche Glücksspiel nahm seinen

.. Werner hatte nach einiger Zeit beinahe die Hälfte seines Verlustes eingebracht, bis er wieder in Verlust gerieth. '

. Da öffnete sich die Thür des kleinm Salons, und Ar Dlmsr brachte dmr Hausherrn eine Karte mit den Worten: „DieserHerr ftagt, ob Herr Rhoden empfängt?"

„Aber natürlich!" antwortete Kurt, erhob sich und ?wg dem Ankommenden mtgegen, der soeben im Rahmen »er Thur erschien — Gehring l

Werner hätte beinahe einen Schrei des Entzückens ansgestoßeil und wollte ebm deni Freunde entgegeneilm, ms em vielsagender Blick desselben, der nur einen Moinmt sein Gesicht traf, ihn auf seinem Platze fcst- «annte, wahrend Gehring tiefer ins Zimmer trat.

„Ich must um Verzeihung bitten, Herr Rhoden", be- Zvun er, „daß ich uneingeladen Ihnen nreinen Besuch mache, aber da ich nur bis morgen Früh in Berlin mich Mlshalte und nothwendige geschäftliche Dinge mit Herrn Grafen Ellingen zu besprechen habe, so erlaubte ich mir, ven Herrn Grafen bei Ihnen aufzusuchen. — Aber bitte.

Ißf)'eit .sic sich durch mich in Nichts stören, meine Herren 1

rt U \ @raf s iG .^"schüft verläßt, gleichviel.' A^^Kr Stunde, werde ,ch mich ihm anschließen, wenn

währm^wollen!"^ ° Iai19C Gastfreundschaft ge-

fie 22 S ^^"ßten sich Gehring und Werner, indem • ^"bedruck ivechselteu. aber Beide fühlten mit dle,em einen kräftigen Druck Alles, was sie in diesem Momente sich zu sagen hatten. '

KStÄm'' 1 '"' “ W6 d»!> Si- sich

„Q. im Gegentheil!" lautete die Antwort. „Ich sehe zu, wenn die Herren erlauben "

Wieder ward Alles still, und man spielte weiter

^ettelba» en Verlust und der mit Ziffern beschriebene ^ettelhaufen vor dem m,t eiserner Ruhe spielenden Kurt vermehrte sich von Minute zu Minute.

An den anderen Tischen hörte nian nach und nach auf zu spieleil und beobachtete die Beiden, die sich bald mmltten der Anderen gegenübersaßeu. Bleien lag die Ahnung einer ftrrchtbaren Entwickelung über Allem die mit qualvoller Unruhe zuschauten. Aller Augeii hmgen an den Beiden, öou denen der Eine ruhig spielte Automat, der Andere blaß wie eine Leiche, mit ° H fest zusammengepreßten Lippen.

Gehring sah daß er gerade zu rechter Zeit gekonnnen war, daß hier Stevanche genommen wurde, aber keine harmlose uu Spiel, sondern eine fürchterliche Wieder- teuflische Vendetta an eineni harmlos Vertrauenden, der blind m die Falle ging und der ab gefeimtesten Bosheit fehllos zum Opfer fallen mußte

Q u J®iL 3 f’K lm Loben und Tod", flüsterte einer der Zuschaueiiden dein anderen zu

Werner hatte 60,000 Mk. verloren und wollte eben da^ rasende Spiel fortsetzen, indem er von Ncmem die Karten Mischte, als plötzlich der Amerikaner ausstand und dem Grasen dre Hand auf die Schulter legte.

Aller Augen richteten sich auf ihn, und Werner sah

& P an hAT- m ®5?' * öer etooS Lrres, Gläsernes hatte, das Gehrmg entsetzte.

, ^,"Du spielst zu leidenschaftlich, mein lieber Werner!" I^te Oehrmg ruhig, aber mit schneidender Stimme. "^?nn man schon so viel verloren hat, muß inan ruhiger, viel ruhiger spieleit! — Sieh' Dir Herrn Rhoden au!

ein Muster von Kaltblütigkeit! Gieb' mir nial ^rle Bilestasche, und gestatte mir str Deinem Namen für Dich weiter zu spielen!"

Unschlüssig sah Werner ihn an, aber aus Gehcings Augen sprühte em so flammendes „Ich will's!" daß Wwier sich mechanisch erhob und ihm sein Portefeuille reichte. „Wenn Herr Rhoden damit einverstanden ist", setzte er hinzu, und Kurt antwortete zögernd:

m £ a§! Ich muß es sein, wenn Herr-

Graf Ellingen den Herrn Gehring ausdrücklich ermäch- tigt m semem Namen, auf feine Rechnung lind Gefahr zu spielen. J

„Selbstverständlich!" klang es zurück.

„So erwarte mich im Cafck Monopol", sagte der Amerikaner. „Du fieberst und thust gut. die Gesellschaft zil verlassen und Dich irgendwo auszuruhen und Zeitungen zu lesen, bis ich Dich abhole. Wir rechnen dann miteinander ab."

Mechanisch wie ein Nachüvandler verbeugte sich Werner, druckte Gehring noch einmal die Hand und ging hinaus, wahrend sich Gehring jetzt auf den Platz Rhoden gegenüber letzte und die Karten zu mischen begann.

_.. Trese Sülle lag über der kleinen Gesellschaft, man hatte konneil eine Stecknadel fallen hören

Gehring faßte in die Brusttasche und holte ein Porte-

49. Jahrgang. 1 801.

seuille heraus, das er vor sich hinlegte und das^gaHIe Packete von Tausendmarknoten enthielt.

Dann sagte er ruhig: „Ich bin mit 60,000 Mark im Verlust, Herr Rhoden. Zehntausend weitere Mark auf Nouge! — Jst's gefällig?"

Rhoden hob ab — und gewann!

Bald aber fing Kurt an, mit zunehmender Unsicher- he-t und Zerstreutheit zu spielen; es schien, als wäre um sichtbar cm böser Dämon neben de,: bisher so glücklichen Gewinner getreten.

Der Amerikaner setzte hartiräckig immer auf dieselbe Karte, verlor, verdoppelte den Einsatz und gewann

Eben wollte Kurt sich vom Spieltische erhebe,i, als Gehring wieder eine bedeutende Summe verlor

Aber ohne mit einer Winiper zu zucken, legte er einen Haufen neuer Banknoten und ganze Rollen Goldstücke l 2? r . M hm. Jetzt ergriff mit einem Schlage Kurt der Spielteufel mit beiden Krallen; er setzte wie unsinnig und verlor seine ganze Besonnenheit, je inehr er Geld verlor. Zu schwindelnder Höhe thürmten sich binnen .Krrrzem die Ziffern.

. Gehring gewann unablässig, während Rhoden, genau ,o wie vorher der Graf, der iinerschütterlichen Kaltblütig, keit semes Partners gegenüber jede Sicherheit verlor und wie ein Raseirder spielte.

Nnheinilich glühten seine Augen, seine Zähne preßten sich m dre Unterlippe, daß sie blutete, aber er war wie an den Spieltisch geschraubt, er hoffte und wagte, setzte und — verlor!

Gehring hatte 80,000 Mark gewonneii, ließ jetzt die ganze Srniime stehen, verdoppelte, und die Karte schlug chm mit 100,000 Mark zu, estr neuer Gewinn — ein neuer wahnsinniger Versuch Rhodens, das Verloreire mrückzuerzwingen, und er blieb mit 320,000 Mark im Verlust.

Jetzt — tvährend einer furchtbarm Pause, erhob sich er Ainerikaner, trat ruhig und mit absoluter Gleich- rultigkeit an den Rauchtisch und zündete sich eine neue ugarette an. indem er sagte: „Nun ist's Wohl genug?"

Auch Kurt stand auf.

Sein Gesicht war aschfahl und seine Lippm zitterten.

>is er zu Gehring sagte:

! „Sie werden begreiflich finden, daß ich im Augen- ckick über eine solche Summe nicht verfüge."

Aber Gehring unterbrach ihn lächelnd und sagte in einen: Tone, der Jeden eiskalt überlief: „Es muß ja ni<Ä beute sein, Herr Rhoden! Meine Reise läßt sich auf- chrebm. und Sie haben volle 24 Stunden Keit mr Deckung Ihrer Ehrenschuld!"

. Damit grüßte er die Gesellschaft, die ihm schm und gedruckt Platz machte, und verließ dm Salon.

Wußte doch Jeder, der dem Spiel des Abends von Anfang an gefolgt war. daß hier eine Art von anierika- nrschem Duell stattgefundm hatte, bei dem Kurt Rhoden auf dem Platze geblieben war.

Vor dem Hause traf Gehring eine Droschke an. sprang hmein und rief dem Kutscher zu: „Nach dem Monopol- Caf6!" Dann lehnte er sich in die Ecke des Wagens, kreuzte die Arme und blies den Dampf der Cigarette in drcken Wolkm vor sich hin. Er war zufrieden!

Werner war inzwischen wie ein Träumender, mit schweißbedeckter Stirn durch die Straßen nach dem Monopol-Cafs gegangen.

Wer ihn so an dm Häusern hinschleichm sah, dm Paletot über dem Frack weit offen, den Hut aus der Stirn geschobm, halb unsicheren Schrittes, hätte ihn für einm Betrunkenen halten können.

Und doch war er nüchtern, fürchterlich nüchtern'

Cr war wie zermalmt von einem ungeheuren Gewicht das gleich einer Lawine lastend auf ihm lag.

(Schluß folgt.)

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