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en Landorten und im Rhoingan die betreffenden Tagblatl-IrSzer

Adzeiaen-Vrers für die Zeile: iS Big. für örtliche Anzeigen im „Arbeitömarkt" und »Kleiner Anzeiger^ in einheitlicber Satziorm: SbPsg. in davon abweichender EayausiSbrui'g, ioioie für alle übrigen örtUchen Anzeigen: 3» Pfg. für alle auswärtigen Anzeigen: I Wk. für öri-ichs Reklamen; 2 SRI für auswärtige Reklamen. Sanze. halbe, drittel und viertel Seiten, durchlaufend, nach brionderer Berechnung. — Lei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen entfprrchender Nachlaß,

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* mt ***: » r «' «°-stn.«ll»g, bi» s Uhr nachmütags, »eritner Schristleitnng M W ,eSb»de»er Tagblatts: Berlin-Wilmersdorf Güutzelftr. 68, Fcrnspr.: Amt Uhland 450 u. 451. £

Sreitag, 14. Mai, morgens. §SNdSV-6U§gabe»

ür die Aufnahme von Anzeigen an vorfleschriebenea gen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.

1913.

Die Beule aus der ttarpathenschlacht.

M3VV Gesangene, etwa tvü Geschütze, 350 Maschinengewehre.

Der Tagesbericht vom 13. Mai.

vorübergehende feindliche Erfolge bei

Carency. Siegreiche Gefechte auf den übrigen Teilen der Westfront.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 13.Mai. (Amtlich.)

westlicher Kriegsschauplatz.

. Östlich Npern «ahmen wir einen w e i.t e r e n feindlichen Stützpunkt.

Am Nachmittag wurden starke französische A». griffe gegen unsere Front Ablain-Neuville unter schwersten Verlusten für den Feind ab- gewiesen. Die infolge des Festsetzens der Franzosen in unseren vorderen Gräben zwischen Neuville und Garen ry zum größten Teil umfaßten Orte Carency sowie der westliche Teil von Main wurden jedoch in der vergangenen Nacht geräumt. Leider ist dabei wieder eine Anzahl unserer braven Leute und Material verloren gegangen.

Französische Versuche, das von uns nordwestlich Berry au Bac in den Waldungen südlich Ville au Bois gewonnene Grabenstück Wiederzuge. Winnen, blieben erfolglos.

Nach starker Artillerievorbereitung griff hier der Feind gestern abend unsere Stellung zwischen Maas und Mosel bei C r o i x d e s Carmes an. Es ge­lang ihm, in einer Breite von 150 bis 200 Metern in unsere vorderen Gräben einzudringen. In er­bitterten Nahkämpfen wurden unsere Stellungen je- doch wieder völlig von den Franzosen g e - säubert. Eine Anzahl Gefangene blieb in unseren Händen.

Zwei französische Blockhäuser auf dem Westhang des Hartmannsweilrrkopfes wurden von unserer Artillerie zusammengeschossen.

vestlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert. Der Kampf bei S ch a u l e n (Szawle) steht noch.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die fortschreitende Verfolgung: Mackensen am unteren San, woqrisch vor Uielze, Linsingen am oberen Strqj. — Die Siegesbeute der Schlacht von Gorliee-Tarnow.

Die Heeresgruppe des Generalobersten von Mackensen erreichte gestern in der Verfolgung die Gegend von D u b i e ck o (am San) - L a n c u t (am unteren Wislok) . Kolbuszowa (nordöstlich Dnbiecko).

Unter der Einwirkung dieses Vordringens weichen die Russen auch aus ihren Stellungen nördlich der Weichsel. Dort gelangten die Truppen des General­obersten v. Woyrsch, dem Feinde dicht auffolgend, bis in die Gegend südlich und nordöstlich von K i e l z e.

In den Karpathen erkämpften österreichisch-unga- rffche Truppe» unter General v. Linsingen die Höhr östlich des oberen Stryj. Sie nahmen dabei 3650 Mann gefangen und erbeuteten 6 Maschinenge­wehre.

Jetzt, wo die Armee des Generalobersten von Mackensen sich der Festung Przemhsl und dem unteren San nähert, läßt sich ein annähern- des Bild der Siegesbeute aus der Schlacht von Gorlice und Tarnow und der daran anschließen­den Brrsolgungskämpfe geben. Diese Armee hat bis- her 103500 Russen zu Gefangenen gemacht, 6 9 Geschütze und 255 Maschinengewehre mit stürmender Hand erobert. In diesen Zahlen ist die Siegesbeute der in den Karpathen und nördlich der Weichsel kämpfenden v erbün- deten Truppen nicht einbegriffen, die sich auf weit über 40 000 Gefangen« belauft.

^ Oberste Heeresleitung.

Der König von Sachsen bei kfinbenburg.

Br. Dresden, 18. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.l Der König von Sachsen stattete am Dienstag dem General- feldmarfchill v. Hindenburg in feinem Hauptquartier einen Besuch ab.

von den östlichen Kriegsschauplätzen.

ver österreichisch-ungarische Tagesbericht. Die Beute aus öer Schlacht von Gorlice und Tarnow. ttielze erobert. Fortschritte östlich des Uzsoker Passes.

W. T.-B. Wien, 13. Mai. (Nichtamtlich.) Amtlich ver­lautet vom 13. Mai mittags: Die in den November- und Dezemberschlachtcn von Lodz und Limanowa erfochtenen Siege der verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen zwangen die damalige russische Front in Polen und Westgalizicn in einer Ausdehnung von nahezu 400 Kilometer rum Rückzug. Damals zerschellte der vom Feind geplante Vormarsch nach Deutschland an der erprobten Schlagkraft der treuverbündeten Truppen. Bis Mitte April haben die Russen ihre Übermacht vergeblich ausgeboten, um über die Karpathen nach Ungarn einzubrechen. Unter ungeheuren Verlusten ist dieser Plan an dem Heldenmut unserer Truppen in monate- langen, erbitterten Kaurpfen vollkommen gescheitert. Damit war der Zeitpunkt gekommen, mit den machtvoll vereinten Truppen beider Reiche den Feind in gemeinsamen Angriffen niederzuringen.

Der Sieg von Tarnow und Gorlice hat nicht nur Westgalizlen vom Feinde befreit, sondern auch die ge­samte russische Nidasront und Karpathen- fr o n t zum Weichen gebracht. In Ausnutzung der ersten Erfolge haben die siegreichen Truppen in zehntägigen Kämpfen die russische 3. n n d 8. A r m e e bis zur Vernich­tung geschlagen, den Raum vom D«najec und den Bes­kiden bis an den San durcheilt, dadurch 130 Kilometer heimatlichen Boden erkämpft. Reiche Beute fiel in die Hände der Sieger. Bom 2. bis 12. Mai, nachmittags, beträgt die Gesamtsumme der von den beiden Armeen ringe- brachten Gefangenen 143500, ferner etwa 100 Ge­schütze und 350 Maschinengewehre. Hinzu kommen alle jene, die, durch die Siege überrascht, den Anschluß an die zurückgehenden Truppen versäumten und in de« Wälder» der Karpathen vereinzelt umher- irren.

So hat sich der Stab der russischen 48. Jnfanterie- truPpen-Division mit General der Infanterie Korni- lofs gestern im Rücken unserer Armee bei Odrzechowa unseren Truppen ergeben. DaS Maß der Zerrüttung beim Rückzug des Feindes kennzeichnet sich dadurch, daß unser 9. Korps in den letzten drei Tagen durcheinauderge- würfclte Truppe» von 51 russischen Regimen­tern gefangen hat.

Die sämtlichen vom Feinde aufgestapelten Vor­räte, wie Leder, Kriegsmaterial ns«., blieben bei dem raschen Vordringen der Truppen in den russischen Etappen, stationen zurück und werden erst jetzt gesammelt werden können.

Nördlich der Weichsel dringe» österreichisch- ungarische Truppen über Stob nie« vor. Die Trnppen haben die Gouvernements st adt Kielze erobert.

Östlich des Uzsoker Passes erstürmten wir gestern mehrere Höhenstellungeu der Russen, drangen bis südlich Turka vor und machten 4000 Mann Gefangene. Der Angriff wird hier und in der Richtung auf Skole fortgesetzt.

In Sübostgalizien greifen die feindlichen Truppe» über Horodenka am

Schließlich sei »och erwähnt, daß die russischen K o m m u n i q u e s in den letzten Tagen sichtlich bemüht sind, unsere und die deutschen Erfolge abzuschwächen, alles verneinen und als absichtlich falsch wiedergegeben be­zeichnen.

DieS ist ein schlagender Beweis für die G r ö ß e der russischen Niederlage, denn sie verwirrt nicht nur allein die Aktion der Truppen am S ch l a ch t f e ld c» sonder» auch die offizielle Berichterstattung der ober­sten russischen Heeresleitung.

Der Stellvertreter deö Chefs des Generalstabes: v. Höf er, Feldmarschalleutnant.

Russische Eingeständnisse.

Nr. Wien, 13. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Die „Korrespondenz Rundschau" meldet: Die amtlichen russi- schen Darstellungen geben nunmehr zu, daß die russischen Truppen eine Reihe ernstlicher Mißerfolge erlitten haben. Die Petersburger Berichte bekennen, es sei nicht ab- zulchnen, daß eine umfassende Rückwärtsbe­wegung der russischen Front stattfinde, da die russische rechte Flanke erhebliche Umzingelungsgefahr ge­laufen sei und deshalb schleunigst zur Loslösung vom Feinde schreiten muhte. Weiter wird zugestanden, daß es den Deut- schen gelungen sei, den Dunajec zu überschreiten, und es wird betont, dcch die Gefechte augenscheinlich den Charakter

eines Cntscheidungskampfes zum mindesten für einen Feldzugsäbschnitt tragen. Halbamtlich wird mitgeteilt, die Anwesenheit deutscher Truppen bei Li bau und Mi tau sei gewiß unangenehm, könne aber durch einen neuer­lichen Einfall in Ostpreußen paralisiert werden.

Line russische Schilderung der Aufregung in Riga.'

W- T.-B. Petersburg, 13. Mai. (Nichtamtlich.) „Rjetsch" schreibt: Das Leben in Mi tau nimmt wieder den normalen Gang an. Den Einwohnern ist befohlen worden, nach dem 9. Mai abends sich nicht mehr auf der Straße zu zeigen und nachts alle Fenster dunckel zu halten. Die Sparkassen in R i g a werden gestürmt, die Einleger ziehen ihre Gut­haben zurück. Die Zeiüingen versuchen, die Bevölkerung zu beruhigen und erklären, es bestehe für Riga gar keine Gefahr,

Italien.

Die Mehrheit des Parlaments für einen Ausgleich

Br. Lugano, 13. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Das Kabinett sieht sich jetzt fortgesetzt Proteste« gegen seine Politik gegenüber, die von allen Seiten kommen. Wie ein Leitartikel der „Stampa" versichert, ist selbst mit der Laterne kein einziger Parlamentarier von Bedeutung, kein früherer Ministerpräsident, kein früherer Minister oder Staatssekretär zu entdecken, der an d e r e r An­sicht wäre, als Giolitti. Männer wie Luzzatti, Bertolini, Sacchi, kurz alle Deputierten, die einmal in der Regierung saßen, ständen heute ge- schlossen hinter Giolitti, wie auch die große Mehrheit des Parlaments entschiede» gegen den Krieg sei und den friedlichen Ausgleich mit Österreich wolle. In diesem Konflikt zwischen KAbi- nett und Parlament könne es natürlich nur eine ein­zige Instanz geben, nämlich schnellstmögliche Einbe­rufung der Kammer.

Salanüras verantroorlmiv,

Giolittis wachsender Anhang.

Br. Lugano, 13. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) In einem Leitartikel erklärt die „Stampa" heute, wenn Salandra heute, wo alle früheren Minister und Unterstaatssekretäre des Parlaments zu Giolitti stünden und mit ihren Anhängern über eine große Mehrheit verfügten, die Kammer vor eine vollzogene Tatsache stellte, so würde freilich das Parlament die Prärogative des Königs achten und ge- schlossen hinter der Regierung stehen. Aber nach dem Kriege würde es furchtbare Rechen sch ojj von ihr fordern. *

Oesterreichs Angebot. "*

Angaben des Abgeordneten Cirmeni.

Br. Mailand, 12. Mai. (Erg. Drahtbericht. Ktr. Mn.) In der Duriner „Stampa" schreibt der Abgeordnete Cirmeni, bekanntlich ein persönlicher Freund Giolittis, folgendes: „Die österreichische Regierung hat der italienischen in freundschaftlicher Form folgendes Angebot gemacht: W- tretung des italienischen Teils von Tirol, des sogenannten Trentino; Abtretung am Jfonzo mit Einschluß Gra° discas; vollständige Autonomie für Triest nebst Ge­währung einer italienischen Universität und eines Frei­hafens; Desinteressement Österreichs zugunsten Italiens in Südalbanien nebst sofortiger Anerkennung des Besitzes von V a l o n a. Endlich Prüfung der Abtretung der Stadt Goerz sowie einiger Inseln nahe der dalmatinische« Küste.

Gröhere Kundgebungen in Rom.

W. T.-B. Rom, 13. Mai. (Nichtamtlich.) Gestern abend haben nicht unerhebliche Demonstrationen gegen Giolitti stattgefunden, die sich natürlich auch gegen Öster­reich und Deutschland richteten. Nachdem schon nach­mittags kleine Trupps von Studenten versucht hatten, in der Nähe von Giolittis Wohnung zu demonstrieren, sammelten sich gegen 7 Uhr abends aus Grund einer anonymen Auffor­derung durch Flugblätter etwa 100 Demonstranten, darunter viele Studenten, auf der Piazza Colonna vor der öster­reichisch-ungarischen Botschaft. Die D«non- stranten wurden sehr rasch durch das aus dem Corso Umberto zur Abendstunde schlendernde Publikum um Neugierige ver­mehrt. Bald ertönten aus der Menge Rufe, wie: „Nieder mit Giolitti! Nieder mit den Landesverrätern! Nieder mit Öfter- reich!" Auch vereinzelte Rufe „Nieder mit dem König!" wur­den laut. Karabinieri schritten rasch ein und sperrten die Piazza Colonna und die nähere Umgebung ab. Darauf zöge«

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