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nehmen außsadem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle Bis- ... . n in allen Teilen der vtudt: in Biebrich: die dortigen Aus-

gaveüellen und in den benachbarten Landorten und im Rheingau die betreffenden Tagdian-Träger.

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Tagblatt-Haur" Nr. 6650-53.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

M»iei«ru^SrrtS fiir di« Zeile: lS Vg. für örtliche AnMMl in einhEherEatzform; udPjg. «n dämm abweichender S Anzeigen; so Pjg. für alle auswärtigen Anzeigen; 1 Ml.

ArboilSmarkt" undKleiner Knzeiaero

sowie für alle übrigen örttochen

Anzeigen; so Pjg. für alle auswrrrrgen Anzeigen; i wri. ,nr orrenue nreNamrn; S Ml. für answarnge Reklamen. Saiqe. halbe, drittel und oiertel Seiten, durchlanfend. nach bdtonderer Berei^mna. -

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Bei wiederholter Aufnahme unoeränderter Anzeigen in kurzen Zwiicheuräumen entsprechender Nachlaß.

Für dieAufnahme von Anzeigen an vorgeschrrebeuen

Mittwoch, 12. Mat l»IS.

Morgen- klusgabe.

Nr. 219. » 63. Jahrgang.

Die Russen auch in Südpolen im Weichen!

Der Tagesbericht vom 11. Mai. Fortdauer der Rümpfe bei Tarency. Ein Er­folg bei Berrq-au-Bac. Die versuche der Russen,

Mackensen auszuhalten, völlig gescheitert.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 11. Mai. (Amtlich.)

westlicher Rriegsschauplay.

Gestern vormittag wurde vor W e st e n d e ein eng­lisches Linienschiff durch unser Feuer vertrieben.

Östlich Upern machten wir weiter Fortschritte und erbeuteten 5 Maschinengewehre. Südwestlich setz­ten die Franzosen ihre Angriffe auf die L o r e t t o- h ö h e und die Orte A b a i n und C a r e n c y fort. Sämtliche Angriffe wurden abgeschlagen. Die Zahl der von uns hier gemachten Gefangenen erhöht sich auf 800. Zwischen Carencv und Neuville halten die Franzosen die von ihnen genommenen Gräben n o ch im Besitz. Der Kampf dauert fort. Gin enalisches Flugzeug wurde südwestlich Lille hernnter- geschoflen.

Nordwestlich B e r r v - a u - B a c, in den Waldungen südlich La Ville-au-Bois, erstürmten unsere Trup­pen gestern eine aus zwei hintereinander­liegenden Linien bestehende Stelle in Breite von 900 Meter, machten dabei eine Anzahl nnverwundeter 6)efangene und erbeuteten 3 Minenwerfer mit viel Munition. Feindliche Jnfanterieangriffe nördlich FIirey und im Priesterwalde scheiterten unter erheblichen B e r l u st e n für den Gegner.

Westlicher Rriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Südöstlicher Rrlegsschauplatz.

Die Russen versuchten gestern in der Linie Besko- Brzozow, an der Tabnica-Brzezankaabschnitt-Rozrzyce (östlich Debica)-Szczucin an der Weichsel, die Verfol­gung der Armee des Generalobersten v. Mackensen zum Stehen zu bringen. Diese Absicht ist völlig ge­scheitert. Gegen Abend waren die russischen Linien an vielen Stellen, insbesondere bei Besko und zwischen Brzozow und Lutcen, durchbrochen, nach­dem am Vormittag ein verzweifelter Angriff mehrerer rusiischer Divisionen am Sanok in Richtung Besko unter s ch w e r st e n V e r l u st e n für den Feind ge­scheitert war. Die Verfolgung wird fortgesetzt.

Oberste Heeresleitung.

von den östlichen Kriegsschauplätzen.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Eiliger Rückzug der Russen von der Nida. vie Sanlinie erreicht und bei vwernik über­schritten. Die russische 8. Rrmee zwischen Lvpkow und Uzsok in die Niederlage ver­wickelt. Ein russischer Vorstotz an der Grenze der Bukowina.

W.T.-B. Wien, 11. Mai. (Nichtamtlich.) Amtlich verlautet vom 11. Mai, mittags: In den Kämpfen der letzten zwei Tage haben unsere Truppen die russi­sche Schlachtlinie bei Dcbica durch­brochen. Hierdurch wurden die südlich der Weichsel kämpfenden starken russischen Kräfte zum schleuni- gen Rückzug hinter die untere Wisloka ge­zwungen. Die Tragweite dieser Ereignisse wird, klar durch die seit heute früh vorliegenden Meldungen über den Rückzug des feindlichen Südflügels in Russisch-Polen. Die stark befestigte Nida- Front wird vom Gegner als unhaltbar erkannt und e 1 1 1 ß ft geräumt. Wie der Erfolg bei Gorlice und Jaslo sich ans die Karpathen übertrug, so beeinflußt jener der Armee des Erzherzogs Friedrich bei Ta r n o w und D e b i c a die Situation in Ruffisch-Polen.

In Mittelgalizien drängen unsere und die deutschen Truppen unter fortwährend erfolgreichen Kämpfen die Trümmer der geschlagenen russischen Korps gegen den San-Abschnitt-Dyno w- Sanok. Ein versuchter russischer Gegenangriff von drei Divisionen von Sanok entlang der Bahn gegen Westen wurde unter sch wer st es Verlusten des Feindes blutig zurückgeschlagen und die Verfolgung fortgesetzt. Di« Gefavgenenzahl und Beute stimmt täglich zu.

Die aus dem Waldgebirge vorgedrungenen Kolonnen haben bei Baligrod starke Gegner g e- warfen und mit Vortrnppen den San bei D w er- nik überschritten. Die rnffische 8. Armee, die im allgemeinen zwischen L u p k o w und Uzsok kämpfte, ist nun mit beträchtlichen Teilen in die Niederlage verwickelt.

In Südostgalizien sind die Russen in mehreren Abschnitten znm Angriff übergegangen. Ein Vorstoß starker Kräfte nördlich des Prnth auf Tschernowitz wurde an der Reichsgrenze zurückgeschlagen, 620 Gefangene gemacht. Nörd­lich H o r o d i n k a gelang es feindlichen Abteilun­gen, im Süden des Dnjestt-Ufers Fuß zu faffen. Der Kampf dauert hier au.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f e r, Feldmarschalleutuaut.

Die siegreichen Rümpfe im Raume von Dubia.

Br. Wien, 11. Mai. (Eig. Drahtbericht, Ktr. Bin.) Unsere ans den Karpathen hcrvorbrcchenden Truppen marschieren auf den über di« Pässe führenden Straßen vorwärts. Sämtliche russischen Streitkräftc, die im Raume von D u k l a gestanden haben, befinden sich in einer Sackgasse. Auch letzthin gelangten hier viele Gefangene, darunter General Ferner und dessen ganzer Stab sowie viele schwere Geschütze und zahlreiche Artilleriemuni- t i o n in nnsere Hände.

Das Vordringen der Bundesgenossen an der besiarabischen Grenze.

Br. Wien, 11. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der russrnfreundliche BukaresterUniversal" meldet über die Kämpfe an der bessarabischen Grenze, daß die Lage der Rnsien sehr ungünstig geworden sei. Zwischen Prnth und D n j e st r sei ein heftiger Ge­schützkampf im Gange. An der bessarabischen Grenze gewinnen die österreichisch-ungarischen Trup­pen b e st ä n d i g Raum.

Graf Stürgkch bei Raffer Franz Joseph.

Br. Wien, 11. Mai. (Eig, 'Drcchtbericht. Ktr. Bln.) Der Kaiser empfing gestern 11 Uhr vormittags den Ministerpräsidenten Graf Stürgkh in besonderer Audienz. Nachmittags fand ein gemeinsamer Minister- rat statt.

Beginnende Erkenntnis der Lage in westgalizien in London.

W. T.-B. London, 11. Mai. (Nichtamtlich.) Der mili­tärische Berichterstatter derMorning Post" erkennt an, daß der Rückzug der Russen in Westgalizien doch mehr Be­deutung habe, als man nach den amtlichen Petersburger Berichten annehmen sollte.

Der Glückwunsch der Stadt Prag zum ttarpathensieg.

W- T.-B. Prag, 10. Mai. (Nichtamtlich.) Bürgermeister Gros hat aus Anlaß des Erfolges der verbündeten Armeen in Galizien im Namen der Stadt Prag an den Armee­oberkommandanten Feldmarschall Erzherzog Fried­rich ein Glückwunschtelegramm gerichtet, auf welches fol­gende Antwort eingegangen ist: Für die mir in treuer Anhänglichkeit an Kaiser - und Reich von Ew. Hochwohlge­boren in so patriotischen und herzlichen Worten übersandten Glückwünsche der königlichen Hauptstadt Prag zu dem sieg­reichen Erfolge der um unsere gemeinsame, heilige und ge­rechte Sache heldenhaft kämpfenden verbündeten Truppen, bitte ich meinen wärmsten Dank entgegenzunehmen und der loyalen Bevölkerung Ihrer Stadt zu verdolmetschen.

Aus der Vorgeschichte der Schlacht in Westgalizien.

Bi-. Wien, 11. Mai, (Ei-g. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der im Kriegspressequartier eingetroffene Bericht­erstatter derAssociated Preß" teilte dem Vertreter desA Nap" folgende interessante Geschichte mit: Im April saß ich in Berlin im Hotel Adlon. Ich war von einer Reise nach den Kriegsschauplätzen zurück- gekehrt. Plötzlich erscheint General v. Mackensen. Ich fragte verwundert: Exzellenz, Sie hier? O ja, antwortete er, ich besuche meine Frau. Später kam auch Konrad v. H ö tz e n d o r f f in das Hotel. Beide verhandelten den ganzen Tag und reisten in der Nacht weg.

Lin Seegefecht auf der Höhe von Windau;

Eine falsche ruffische Darstellung.

W. T.-B- Petersburg, 11. Mai. (Nichtamtlich.) Eine Ab­teilung von Kreuzern der baltischen Flotte, die im Südteilc der baltischen See auf der Höhe von Windau kreuzte, tauschte einig« Schüsse auf groß« Entfernung mit einem feind­

lichen Kreuzer und Torpedo besten aus, dir von ihrer großen Schnelligkeit Gebrauch machten und auswichen. Sie ver­schwanden in südlicher Richtung. (Es handelt sich um ein Zusammentreffen unserer zur Aufklärung vorgeschobenen leichten Streitkräste mit russischen Schiffen. Die Ruffen verschwanden in nördlicher Richtung.)

Ein HeereÄieferungsschwindel.

Br. Wien, 11. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Das Landwehrgericht in Fünfkirchen deckte einen unerhörten Heereslieferungsschwindel auf. Der Militär­fiskus ist dadurch um mehrere Hunderttausende von Kronen geschädigt worden, daß man ihm teils verdorbene Futtermittel verkaufte, teils dieselbe Lieferung sich mehrmals bezahlen ließ. Der Hauptschuldige, P o l l a 1, Teilhaber der seit 40 Jahren mit Hecreslieferungen betrauten Firma Bernhard Pollak, wurde am Montagfrüh in Budapest ver- haftet.

Oie italienische Zrage.

Line schwacheBesserung durch Giolittis Eingreifen

Br. Zürich, 11. Mai. (Eig.. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Aus den Berichten der letzten 24 Stunden ziehen die hiesigen Blätter den Schluß, daß die für die Beibehal­tung der Neutralität Italiens arbeitenden Politiker und Diplomaten ihr Spiel nicht verloren geben. Der Mafländer Berichterstatter derZüricher Post" be­stätigt diese Ansicht, indem er meldet: Aus telephoni­schen römischen Meldungen aus gut unterrichteter Quelle entnehme ich, daß die Stimmung ein wenig optimistischer zu beurteilen und die Möglich­keit einer friedlichen Lösung um einige Prozent g e st i e g e n ist. Das will unter den heutigen Ver­hältnissen schon etwas sagen. Es zeigt aber auch, wie nahe Italien am Kriege schon stand. Die Hoffnung auf eine friedliche Lösung beruht selbstverständlich ans Giolitti.

vie Lage weiter sehr ernst-

Bf. Berlin, 11. Mai. (Eig. Dvahtbericht. Ktr. Bln.) DaS

B. T." schreibt zur Lage: Die Situation in Italien bleibt verworren und trotz aller, selbst in später Stunde von den Neutralisten unternommenen Versuche unleugbar weiter sehr ernst. Der Unterredung Giolittis mit dem König eine übergroße Bedeutung beizumeffen, wäre verfehlt, da der König während der ganzen Krise es stets avge- lehnr har, sich in den Vordergrund zu stellen und aus der Rolle des streng konstitutionellen, in Wirklich­keit der Kabinettsmehrheit sich unterordnenden Monarchett herauszutreten. Alle vorliegenden Nachrichten ohne Ausnahme bekennen, daß die militärischen Vorbereitungen unab­lässig fortgesetzt werden. So ist auch heute nicht nötig, die letzte Hoffnung völlig aufzngeben, wenn es auch dringend nötig ist, vor Optimismus enffchieden zu warnen.

Die Hetze der italienischen Nationalisten.

Br. Lugano, 11. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) DieTribuna" beklagt die Kundgebungen gegen Giolitti als einen D u m m e n j u n g e n st r e i ch. Es habe sich um u n reife Burschen gehandelt, die von nationalistischen Hetzern vorgeschickt worden seien. Die Art und Weise, wie die Nationalisten jede Lappalie als nationale Tat anfbauschten, erhellt auch daraus, daß die Blätter eine angebliche Kundgebung der Bevölkerung von Lugano gegen die deutschen Flüchtlinge zu einem politischen Ereigniffe auf­bauschen. Diese große antideutsche Kundgebung be­stand darin, daß ein paar Dutzend Gymnasiasten, meist Nichtschweizer, unter dem Gesänge der Marseillaise durch die Straßen zogen und Hochrufe auf Belgien und Pereat-Rufe auf die deutschen Barbaren ausbrachten. - Dem MailänderCorriere della Sera" wird von dem Abge­ordneten Torre geschrieben: Die Gerüchte über die Zuge­ständnisse Österreichs verdienen keinen Glauben. Wenn man einmal weiß, wie die Sache in Wirklichkeit stand, und welches Maß von Freiheiten Italien für das ihm gebotene» Linsengericht gewähren müßte, so wird man begreifen, daß die Regierung sich in den Handel nicht einlassen konnte, ohne die Interessen des Landes zu schädigen.

Die wutentbrannten Hetzer.

Die Sozialisten gegen den Krieg.

Br. Lngino, 11. Mai. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Die sozialistische Partei hielt im Monte Cittorio ihre angekündigte Beratung ab. Sie äußerte die Überzeugung, daß es Wahn­sinn wäre, einen Krieg zu führen, da Österreich den nationalen Aspirationen Italiens freiwillig in weitem Umfang entgegenkomme. Sollte die Regierung be­reits mit der Entente ein Abkonrmen getroffen haben, so muffe sie zurücktreten und ein anderes Ministerium die Geschäfte übernehmen. Bereits spricht man in römischen Kreisen von der g l ich ke i t einer Kabinettskrise,