erläge mm Mesd a-rner Tagdlatt.
Io» 598. Mor gen Ausgabe.
(12. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)
Drei Theikhnber.
Roman von ZLrct Karte.
Autorisiert.
Briefsteller, „daß Du Dich « roT l 9 ® em f e £ umfangreichen Geschäfte manch- f untfe^en wirst. Nicht etwa, daß ich fern+tn &er alte ^unge könnte je auf falsche Wege 9e »“f| en u 'hu leitet fern unbewußtes Gefühl, und ich ^ujche oft, rch wäre meiner selbst so sicher wie seines
?Ä+ n n.Ich furchte, wir sind immer zrr sehr geneigt gewesen, statt sem wundervolles Vertrauen und Hbrzenseinsalt zu rinserem und seinem Besten wirk-
te nrr/ ! ,e mtr 3 U dulden, und uns darüber zu belustigen Mit seiner Herrath warst Du nicht einver-
Mädckien do-^^chst.er ließe sich von ei,rem thörichten Mädchen, das ihin nicht ebenbürtig war, und ihrem ae- wissenlosen ^ater allzusehr ansbeuten. Aber frage Dich einmal, ob er m anderen Verhältnissen glücklicher gewesen
hätte' let> l H°n § ' .^bstloses Leben führen könnte, hatte er so gehandelt wie Du es für klüger hieltest? Wenn er Gedichte machte, die so poetisch waren wie seine wurde ihn Jedermann anstaunen,- aber wer schätzt ihn setzt nach seinem wahren Werth?"
,,s^^acy lachelte ingrimmig und schrieb auf sein Notiz- blatt. Daß er zehntau end Dollars verlangt, ist das Neueste!" - „Deshalb bitte ich Dich, Jim", fuhr der Schreiber fort, „sieh Dich zuweilen nach ihin um! Thu' um Deinetwillen und aus Freund
Wa g£ s o, • e . Philipp Demorest."
Ai^Y steckte den Brref wieder in den Umschlag, warf
ri wS'? 1 ^ fuhr in seinen Berechnungen Plötzlich unterbrach er sich jedoch in dieser Beschäftigung, legte den Brief in die Schublade zurück und
n lt eme - 1 ' ^ Io *' öic büC ihm stand. „Herr North soll zu mrr kommen", gebot er dem schwarzen
Wta Ä& feS tmt fei " “ fto «»«
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foeB ^ n . ei l t fortgegangen", sagte North lick,» seinem Prinzipal gegenüber eine vertrau
ttche Miene anzunehmen.
zubli?e? ^bib ich", erwiderte Stach kalt, ohne auf
r "i^r hot sich in letzter Zeit an unsinnigen Sveku lationen betheiligt", fuhr North fort ^ "^tn
Mein«^ ^verlangt sein Skonto zu sehen, nicht Ihre ' l a r utete Alachs kurze Entgegnung. Der Buchhalter entfernte sich, etwas beschärnt, aber noch immer neugierig, und kehrte bald daraus mit einem
DonnerDttg- ben 20. Dezember.
^chtbuch zurück, das er dem Prinzipal vorlegte Als
glaubt? er °S Parkers Wertpapieren überblickte, eine Zusammenstellung aller zweifelhaften hlrv, 6 ^ mun 3eii be§ letzten Jahres vor sich zu sehen Mit er^ ^"f l>ie West-Extension-Aktien deutend" sagte .„Herr macker wird einige von diesen Papieren verkaufen wollen. Wie hoch stehen sie jetzt?" * P " sechzig."
an Äftft“ 1 ' 1 !?' wenn Herr Barker die Papiere ihi? i,p- si?^^Ew Kausen sie sie unter der Hand von i m rn Lrr H 3 ' PF zehntausend Dollars werden bank benachrichtigen Sie unsere Zweig
lassen" '"0" ° a bon bem Handel nichts verlauten
^ .."Sehr wohl", erwiderte North. Im Bearill lick im??I2e' ^s?doch Zögernd an der Thür stehen schlaaen F^walv einen vertraulichen Ton anzu-
wi der in T m Staubt, daß West-Extension
Miene ^ ^°he gehen wurde", sagte er mit schlauer
vielleicht ganz gelegen kam. auf solche <. J , wa» sich sein llntergebener für Ge-
gemacht hatte, schaute ihn an und erwiderte
WL.'iM'' - tm,m «- «* di-,-
Die Wirkung dieser Worte batte er übrigens, so klug
irnn?nkJu d)t vowusgesehen. Obgleich North eine Ver EFnsstellung einnahm, war er doch nur ein Mensch, sobald er hinaus rns Bureau kam, winkte er einen der
ff ä!?" 1 " ®f " -» M Setrn, uns Merte ff °S alI: "’ 5tfl will zwei Aktien von West.
1 SV?“' toe ü n fie niir billig verschaffen."
Der Makler ward aufmerksam. „Jawohl,- aber agen Sie giebt es 'was Neues?" fragte er eifrig.
„Glauben sie, ich werde unsere Bankgeschäfte ans plaudern? erwiderte North in strengem Ton. „Wollen
rnhm™ m ?fuffr ° 9 erfiiHcn ' f ° Iaf, ' en @ie e ~
Nachdem er so seinem Groll über die Zurechtweisung e?üe l 0 '!!’ Pwnzipal erhalten, Luft gemacht hatte, indem /^ergebenen weitergab, eilte Storth fort. Stacys Befehl auszufuhren. Er war überzeugt, daß ^wlt großem Scharfsinn die wahre Ursache der selt- lamen Handlungsweise des Bankiers durchschaut und Nutzen daraus gezogen hatte. Als er jedoch in der Ä’"? "och weitere Aufklärung zu erhalten, in Stacys Prwatbnrean zuruckkehrte. lvar der Prinzipal init einer 12 ^nnnZgroße m eifrigem Zwiegespräch iind hatte offenbar die gaiize Angelegenheit vergessen.
48. Jahrgang. 1900.
Zweites Kapitel.
Als Barker in die Außenwerke von Stacys Finan.z- feftung zuruckkam, sah er die im Halbkreis liegenden
Kastentische mit den Messinggeländern und den schützenden Drahtgittern, hinter denen die vornehmen fetteten Er mußte wieder über die Stellung des Mannes nachdeiilen, den er soeben verlassen batte
mnJXn h Z m r! eh t Ser J n ? 9en bezähmen, noch einmal hZ frSn C* m s va ' ball er die Absicht gehabt hätte, oen alten Kameraden voii neuem mit seiner Bitte zu be-
i S st„> b-ichlich -in Gefühl, als fei
12L eigennützig gewesen, dem Manne
WsEber, der sich mit dieser Schutzwehr umgab und ge- lfli C 2 Cn gezwungen war, sich dahinter zu verschanzen.
"b^F" Natnr außer der seinigen wäre das abwnderlich erschienen, er aber hätte nichts lieber gethan, ^acy zu gehen, um ihm sein Mitgefühl auszu- fp echen. -en KommrS >var bei den Leuten, die eine '»'t dem Prinzipal nachsuchten, dies sorgen- Fbw dlussehen, sowohl vor wie nach derselben, etwas ganz Alltägliches i 2 ,e slufterten einander mit schlauem ;Ä ",- 3U '. bah der junge, lebhafte Fremde ins Pech ge° lathcn sei, ivie Andere seines Schlages auch. Als sie aber den Ausdruck freimdlicher Nachsicht in seinen Blicken be- merkten, der fast wie mitleidige Ueberlegenheit aussah. ward ihnen die Sache unerklärlich. Barker besaß von .catur die seltene Fähigkeit, kleine Flegeleien vollständig zu übersehen, was für die Betreffenden empfindlicher F' tunstliche Gleichgültigkeit. Nach kurzem Zögern schritt er ganz unbefangen durch die polirten Flügel- thuren auf die windige Straße hinaus. Sturm und Negen erfrischten ihn: bald war der Bankier und die abschlägige Antwort vergessen: er lächelte vor sich hin UNO machte int Äeilet'gehen nur att seinen früheren Kanreraden und vergangene Zeiten. Damals hatte Z^acy rhre^ alte Hütte inedergebrannt, damit kein schlechtes Ge,uidel darin hausen sollte — derselbe Stacy ^r ietzt verdammt war, seinem Gefühl Zwang anzuthun und zur bloßen Maschine zu werden. Demorest und Stacy.hatten dem jüngsten Theilhaber nie etwas über oen nächtlichen Naubverjuch mitgetheilt; Barker war daher nn Dunkeln geblieben, was Stacy eigentlich zu vermocht hatte: sie erschien ihm wie eine köstliche Offenbarung feiner innersten Natur. Während er mit Windhund Regen kämpfte, erinnerte er sich auch darmn. daß stacy, der doch seine Heirath lauge nicht mit solcher Freude begrüßt hatte wie Demorest, eines Tages v)an lchavs Zuvechlmies, als ötefet* einen dummen Witz über seine allzli große Jugend machte. Sogar für stacys Abneigung gegen die Verwandten seir w Frau fand er hinreicheiide Entschuldigung: der Freund kannte sie ja nicht, wie er sie kannte. Barker, der schoii als Kind Vater und Mutter verloren, war den Angehörigen seiner Frau, den einzigen, die er je besessen, gleich niit vollster Liebe und riickhaltlosem Vertrauen entgegengekommen.
(Fortsetzung folgt.)
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