Einzelbild herunterladen
 

««.«k», Attreiac« »<« Wi«Sdat,e«er TagblattS._C. Dezember 1900> etiUJ.

*s. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-PreiS. durch den Verlag SO Pfg. monatlich, durch die Post l Mt. eo Pfg. vierteljährlich für beide

Verlag: Langgasie 27.

Anzeigen-PretSr Die einspaltige Petitzeile für ft^ale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Alizeigeu 25 Pfg-

hif NetiNcile für Wiesbaden 60 Pfg-,

Die Niederlage des Cenirums.

I,. Berlin, 5. Dezember.

<T\io ifipitHne Erklärung des Reichskanzlers zum --»laEan « iS StrumS f inbet nach Inhalt me

nach Form ^verdiente Beachtung. Zunächst ist es etwa^ °a?z Rems daß vom Bundesrathstisch zu einem Jm- -itinnntraa Stellung noch vor seiner Begründung ge­nommen wird Die Aenderung der bisherigen Praxis kamt Äofern mit Befriedigung ausgenommen werden,

,0 frrh darin ein hohes Matz von Achtung lur An­regungen aus denl Schootze der Parteien kundgiebt. Aber

8? Semm “ ans, etwas B-benMch^ Dc.m nacht

iphpr Antrag ist fo beschaffen, das; me berbunoeten mt aierunaen schon bei seiner Einbringmtg genau wissen konnten, ob er der Gesammthest der ReichsmAm nutz, sich oder 1 'ckädlich sein wurde, ^ur dre Zukunft durfte es ich denn doch empfehlen, vorderhand mindestes> die Be­gründung von Initiativanträgen abzuwarten. -Las haben Reden für einen Zweck, wenn sie nicht belehren und unter Umständen überzeugen sollen?. Wurden sie bloß zur Unterhaltung des geschätzten Publikums m Saale, ans benennen «nb bt.nisen bienenjo tnntgman - fennen daß das Vergnügen äußerst massig wäre, AJte» mol freilich konnte sich Graf Bülow eure Antwort ge­statten noch bevor das Centrum sich hatte vernehmen lassen/ Denn der Reichskanzler hatte und hat es Mit dem Einspruch niedrerer Bundesregierungen gegen die ihnen zngemuthete Beschränkung ihrer Zuständigkeit auf dem Gebiete der Kirchengesetzgebung zu thun »nd so bot sich ihm die begueine Gelegenheit, als strenger Hüter der Ve^ fgsfuna gerade der Partei entgegenzutreten, dre eS sich sonst zur^ Aufgabe macht, die föderalistischen Grundlagen des Reichs vor jeder Antastung zu bewahrem Die Sa ? laae war hiernach nicht ganz ohne Humor Das Centrum mußte sich auf seinem eigenen Gebiete schlagen lassen, und Äm sich ft ne Redner naturgemäß wehrten, gelangten w zu dem zwar unausgesprochenen, darum aber nicht weniger angenehmen Bekenntniß, daß dre Reichsgefttz- aebmig überall da ausgebaut werden sollte, wo m den Esiizelstaaten die Zustände erstarrt sind Das Centrum hatte auch sonst keinen glücklichen Tag. Es mußte sich die liebenswürdige llnterstützung von Parteien gefallen lassen die es auf kirchenpolitiscbem Felde tn der Regel nicht -IS Frennbe zu be, rüb-n psle-t. .Es mutzt- sich überdies seine Waffen entwinden und mit schärferen ver­tauschen lassen, deren Schneide sich gegen den Klerikalm- müs zuerst kehren würde, wenn die Kommisstons-Ver- bnndlunaen einen den verbündeten Regierungen ge­nehmen Gesetzentwurf überhaupt ergeben könnten. Denn den^Socialdemokraten und der freisinnigenBolkspartei ge­fällt der Centrumsantrag ft gut, daß sie ihn erweitem ntnrfilprr hrtft fiß Tlicbt 6Iof$ bdt CttIßtfQTItttCTt 9tcIt0tOTt»' gesellschaften, sondern auch den nicht anerkannten Sekten das Recht freier Religionsubung gewahren wollen. Die schlimmsten Niederlagen sind dieierngen. ber denen der Besiegte mit Rosenketten umwunden wird, denn das Ge- sübl der Beschämung tritt hinzu. In diese wunderliche Lage hat sich das Centrum durch seinen Antrag gebracht Ueber die Zurückweisung durch den Grafen Billow darf die Partei nicht ungehalten ftm.da der Reichskanzler seine ungemein verbindliche Erklärung auf die Reichs- Verfassung stützt. Auch wird das Centrum aus der er­haltenen Ablehnung schwerlich Folgerungen ziehen; es braucht den Reichskanzler gerade so gut, wie es gebraucht wird' Am schmerzlichsten aber wird Denen um Lieber die ironisch gefärbte Zustimmung von links her sem. _

„Hb 5 in sonstigen Berufsstellungen waren. Hiernach ver­theilen sich die so früh heiratenden Männer auf alle Berufe und Lebensstellungen: auch öffentliche Beamte und feKfl ajttiJe Soldaten befanden sich in jedem Jahre darunter. Die Mehr- rahl von ihnen bildeten Gewerbegehulfen und Handwerts- aesellen Arbeiter und Tagelöhner schlechthin, Knechte um anderes' Dienstpersonal, sowie Fabrikarbeiter ohne nähere Be-

* Rundschau im Reiche. Bei der heutigen Reichs­tags-Ersatzwahl in Paderborn wurde v. Savigny Centrum) gewählt. Die Wahlbetheiligung war gering. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt.

Deutsches Deich.

s Aus der preußischen Ehe-Statistik. Die Klagen über Ehescheu und spätes Heirathen der Männer in Deutsch­land sind nicht ohne Berechtigung. Immerhin kommen dre Fälle doch auch nicht ganz vereinzelt vor m denen Männer nicht erwarten können, die Rosenkette der Ehe zu tragen, Nreuiien schloffen 1896—1899 Männer ttn zarten ^unglmgs- alllr von noch nicht vollendetem 20. Lebensjahr die Ehe: 1896 259 (davon 5 Ausländer), 1897 299 (davon 5 Ausländer), 1898 277 (davon 3 Ausländer), 1899 368 (davon 7 Ausländer). Dem Religionsbekenntniß nach waren unter der Gesammtzahl der vier Jahre 782 Evangelische, 372 KathRische, 3 ^uden und 46 Männer sonstigen und unbekannten Bekenntnisses. Was den Beruf und die Lebensstellung der so früh heirathenden Männer anlangt, so dürfte von Jntereffe sem, zu Horen, daß unter diesen 70 selbständige Landwirthe und Besitzer, 12 selbst­ständige Gewerbetreibende, 58 Besitzer- und Haussohne, ,owir andere landwirthschaftliche Gehülfen. 484 Gewerbegehulfen Handwerksoesellen aller Art, 81 Berg- und Huttenleute, 1Oci Fabrikarbeiter ohne nähere Bezeichnung, 197 Arbeiter, Tage­löhner schlechthin, 158 Knechte und anderes Dienstpersonal, 8 aktive Soldaten. 5 öffentliche Beamte, 11 Bureaugehulfen

Deutscher Reichstag.

Berlin, 5. Dezember.

Am Bundesrathstisch Graf Bülow. Graf P°ftd°wskh.

— Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des Antrag- Lieber (Centr.), betreffend die Freiheit der Religionsubungen.

_ Reichskanzler Graf Bülow erklärt (wie schon kurz nu

getheilt Die Red.) Namens der verbündeten Regierungen, die­selben hätten die Ueberzeugung, daß die Gefühle, welche dem Antrag zu Grunde lägen, berechtigt seien, sahen sich i-doch außer Stande, einem Antrag zuzustimmen, welcher die verfassungs­mäßige Selbständigkeit der Bundesstaaten auf emem Gebiet beschränken wolle, welches sie der Zuständigkeit ihrer Lande-- gesetzgebuug Vorbehalten müßten. Graf Bülow fahrt weiter fort- Meine Herren! Die aus alter Zeit überkommene Gesetz­gebung dieses oder jenes Bundesstaates habe Vorschriften ent­halten, die mit den in den größten Therlen des Reiches aner­kannten Grundsätzen freier Religionsubung nicht überall im Ein­klang standen. Wenn ich nun für meine Person hoffe daß der­artige landesgesetzliche Ungleichheiten verschwinden werden, so muß ich als Reichskanzler mir doch vor Allem vor Augen halten daß meine erste Aufgabe als Reichskanzler dahin geht, den bundesstaatlichen Charakter des Reichs und die Autonomie der Bundesglieder, soweit die Reichsgesetzgebung dieselbe gewah - leistet nicht ohne willige Zustimmung der Einzelstaaten beein­trächtigen zu lassen. (Vereinzelter Beifall.) Darm Wurzel: das Vertrauen, auf weiches die Reichsgcwalt bei den <>unoes- staaten zählen muß. Dieses Vertrauen unge lM und unge- chmälert zu erhalten, ist meine vornehmste Pflicht und ich bin überzeugt, daß das hohe Haus mit mir in dieser Ueberzeugung übereinstimmen wird. (Erneuter vereinzelter Beifall.) AbZ. Lieber (Centr.) führt aus, d,e persönliche Erklärung des Reichskanzlers billige seine Partei, anders aber verhalte es sich mit der Erklärung des Bundesraths, der m diesem Fall eine auffallende Eile gehabt habe. Seme Freunde hofften, daß das hohe Haus ihnen Gelegenheit geben werde, in einer Kommission die Einzelheiten der Beschwerde m Bezug auf du Religions Ausübung darzulegen. Der Antrag wolle ja Nichts Anderes, als was reichsgesetzlich für die Schutzgebiete- ftstge egt se. Wundern müsse man sich über das kurze G-dachtmß nu. welchem bei dem Einwand über Unzuständigkeit der Reichsgesetz­gebung auf diesem Gebiet gearbeitet werde. Seit p doch schon 1869 ein Gesetz gemacht worden, betreffend Unabhängigkeit der staatsbürgerlichen Rechte von der Konfession, und nun gar das 3lesuitengesetz. Wo so mit rauher Hand emgegriffen werd-, da dürfe man doch auch heute nicht sagen, das Reich sei nicht zu­ständig auf einem Gebiet, wo es sich um den Schutz der rel. giösen Ausübung handle. Wer schon so munter auf diesem Gebiet im Reich gearbeitet habe, der komme heute zu spat wenn er dem Reich di- Zuständigkeit abspreche. (Beifallnn ^"Cum.) Nach Jahrhunderte langen Kämpfen, so fahrt Redner fort sind wir endlich so weit, daß wir die bürgerliche, staatsbürgerliche Gleichberechtigung aller Konfessionen als die einzig.richtet Grundlage anerkennen, auch unsererseits, ^ch denk dabei allerdings nicht an die dogmatische Toleranz, aber in der staatsbürgerlichen Toleranz glauben wer un« mit ihnen Allen zusammenfinden zu können. (Beifall im Cen­tn, m.) — Abg. Graf Stolberg (kons.) erklärt, seine Partei theile die staatsrechtlichen Bedenken des Reichskanzlers. Auch sie wolle in die Kompetenz der einzelnen Bundesstaaten ni.pl ingreifen. Einer kommissarischen B-rathung stimmten dagegen seine Freunde zu. - Abg. v. Vollmar (Soc.) weist darauf hin, daß das Centrum in den Kämpfen der Vergangenheit ganz allein geblieben sein würde, wenn ihm Nicht die Socialdemo­kratie helfend zur Seite gestanden hatte (Heiterkeit.) Wa-> der Abg. Lieber heute dargelegt habe, stehe ganz >m Wider- spruch zu dem sonstigen Verhalten des Centrums. Sonst s, das Centrum stets sehr föderativ, heute dagegen für sehr weit­gehende Reichs-Kompetenz. Die Kirche wolle nicht um d°g- m a t i s ch e Intoleranz, sondern bekanntlich auch politische Intoleranz. Wo sie politisch tolerant sei. sei ihr das von den Umständen aufgezwungen. Die Socialdemokraten seren grund­sätzlich für volle Glaubensfreiheit. Trennung von S.aat und Kirche sei das einzig Richtige. Seiner Partei gehe der vorliegende Antrag nicht nur nicht zu weit, sondern es werde vielmehr zu e - wägen sein, was noch darüber hinaus zu beschließen sei.

Der ganze Toleranz-Gedanke des ß 1 werde durchbrochen durch die Beschränkung des Antrages auf die „anerkannten Religions-Gemeinschaften. (Ruf links: Sehr richtig.) Er kun­dige' schon jetzt einen Antrag an auf Streichung des Wor.e- „anerkannt". — Abg. Bassermann (nat.-lib.) bemerck auch seine Partei wollte keine neuen Kämpfe entfesseln, auch sie wollten den Frieden. Ob der vorliegende Antrag m allen seinen Theilen dem Frieden diene, werde m der Kommission zu untersuchm sein. Was die staatsrechtliche Frage anlange

so sei in dem Anträge allerdings eine Erweiterung der Reichs­

verfassung zu erblicken. Daß seine Freunde grundsätzlich nichts gegen eine solche Erweiterung der Reichsverfaffung haben, zeige doch der Antrag Büsing wegen der mecklenburgischen Ver­fassungs-Verhältnisse. Seine, Redners, Partei müsse aber ent­schieden darauf bestehen, daß die Religionsfreiheit nicht bloß den Mitgliedern anerkannter Gesellschaften gegenüber gewähr­leistet werde. Nicht einverstanden sei sie mit § 2, Absatz 2, wo­nach nach beendetem 12. Lebensjahre dem Kinde die Entschei­dung über sein Religionsbekenntniß zustehe. Dagegen könne sie dem ganzen Abschnitt 2 über Religions-Gemeinschaften zu- stimnien. Auch tz 7. Absatz 2, sei nicht annehmbar. — Abg. Richter (stets. Volksp.) bezeichnet es als sehr sonderbar, daß der Bundesrath zu einem Anträge schon Stellung ge­nommen. ehe der Antragsteller gesprochen habe. Als die Sturmglocke desPräsidenten verkündete, daß der Reichskanzler sprechen w o l l e d a h a b e er. Redner, gedacht, er würde das Wort nehmen zur Entschuldigung des Verhaltens der Neicksreaieruna gegenüber dem Präsidenten Krüger. (Stürmische Heiterkeit.) Was § 1 des Antrages anlange, so billige er denselben durchaus, desgleichen den ganzen Abschnitt 1. Er halte es für richtig, diesen Abschnitt zum Ge­setz zu erheben. Der Abschnitt 2 bringe alle nur erdenklichen Streitigkeiten (kirchlichen), wie sie sich in den Einzelstaaten ab­spielen ' vor das Reich, und das halte er für sehr bedenklich. ^ Abg. Fürst Radziwill (Pole) tritt Namens seiner Frakston für den Antrag ein. — Staatssekretär Graf Posadowsky

nu- Den Will uy Ciu. - r— . '

entgegnet dem Vorredner auf einige von ihm vorgetragene Klagen über die Behandlung der Polen in Preußen, dii vreußische Staatsregierung dürfe dafür nicht verantwortlich ge­macht werden. Es liege ihr völlig fern, die legitime Verbindung -wischen der katholischen Kirche im Posen'schen einer-und ihrer aeistlichen Oberen andererseits zu verhindern. Dre Regrerung sei jedenfalls verpflichtet, dafür zu sorgen daß m Mer Provrnz Ruhe und Frieden herrsche. — Abg. Rrckert (steif. Ver.) ist mit der Kommiss,onsberathung einverstanden, desgleichen der Abg. S t o ck m a n n (Reichsp.). Nach weiterer kurzer D-batke wird der Antrag an ein- Kommission verwiesen. Nächste Sitzung morgen, 2 Uhr. Fortsetzung der Debatte über die Interpellation, betreffend die Kohlentheuerung. Schluß 1 Uhr.

Ausland.

* Italien. Der Tiber ist in sein normales Bett zurück- qetreten. Leider hat gestern wieder der Regen eingesetzt, stdaß jetzt eine neue Waffergefahr vom Janiculus und Monte Marw droht, deren Wasser schon den ganzen Untergrund des Engels­burgviertels unterwaschen haben, sodaß die Damme dieses Viertels jetzt vom Lande aus leiden. In dem bedrohten Viertel zeigen sich Erdsenkungen. Der G esam mi­sch ad en allein in Rom wird, wie man der ^Franks. Ztg." schreibt, auf 15 Millionen geschätzt. Die Nt- gierung wird für eine ausreichende Drainage des ganzen rechten Tiberufers sorgen müssen. — Mit großartigen Eisenbahn- plänen beschäftigt man sich neuerdings in Italien. Der Ingenieur Cedale hat einen Plan ausgearbeitet, um die Eisen­bahnlinie durch das Thal vor Aosta. die gegenwärtig bis Aosta selbst geht, nach der gegenüberliegenden Seite des Moitt Blanc bis St. Didier zu verlängern, um einen Anschluß an die jetzt in das Chamounix - Thal geleiteten französischen Bahnen zu gewinnen. Dazu würde es nöthig sein, den Mont Blassc durch einen Tunnel zu durchbohren, der eine Länge von 13 Kilo­metern erhalten würde. Die höchste Erhebung wurde NW 1000 Meter über dem Meere betragen und die Entfernung von St. Didier nach Chamounix beläuft sich nur auf 16 Kilo mein. Der Bahnbetrieb innerhalb des Tunnels würde durch eletirxjcgc Kraft bewerkstelligt werden, die durch Ausnutzung der Wasser­kräfte zu beiden Seiten d-s Mont Blanc leicht beschafft wcrdttl könnte. Außerdem wird ein Vorschlag erwähnt, eine elektrische Bahn zwischen Rom und Neapel zu bauen, in einer Lange von 215 Kilometer, wovon etwa 50 Kilometer eme vollkommen ebene und gerade Strecke zwischen den Orten Terracma und Cisterna bilden. Die Fahrtdauer soll weniger als 3 Stunden

betr"E° Frankreich. Vor dem Appellgericht in Paris leistete auf Grund des Gesetzes über die Zulassung von Frauen zur Advokatur die erste Dame den Eid als Advokat. Es ist eine Frau Petit, die Gattin eines Pariser Advokaten. Ein zahlreiches Publikum wohnte der Ceremonie bei.

* Vereinigte Staaten. Die „Evening Post" sagt, Nica­ragua verlange nunmehr zwanzig Millionen und man betrachte daher die Panama-Route wieder günstiger.

Der Aufstand in China.

Einigung.

Ncw-York, 5. Dezember. Die Mächte erzielten eine Einigung in der Chinafrage, angeblich mit allen von Amerika verlangten Aenderungen. Indessen muß China seine Ent- schädiqungspflicht anerkennen, bevor die Friedensverbandlungen beginnen Strenge Strafen werden für die Boxerführer ver­langt und einige'französische Vorschläge wurden angenommen.

Die Union.

hd. Berlin, 6. Dezember. Der amerikanische Botschafter Wüite erklärte aestern in einer Unterredung bezüglich der merkung des „Standard", daß der Beittitt der Umon W