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«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. Bezugö-PreiS: durch den Verlag fco Pf,;, monatlich, durch die Post L Mk. öO Pfg. vierteljährlich für beide Ausgabe» zusamiueu.

Verlag: Lauggasse 27.

Abounettlerr.

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nächstcrscheincnden Ausgabe wird keine Gewähr überuomnicn, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

Uo. 816 . Redaktions-Fernsprecher No. 52. dkN 4 . Uovrmbek. Verlags-Fernsp rcher No. 2266. 1666.

Hforgeei^Msyabe.

Politische Neberflcht.

Auf dem Gebiet der inneren Politik wird es bei ans allgemach recht lebendig, und die Vorbolen der Reichs- tagssessio», von deren Beginn uns jetzt nur noch zehn Tage trennen, machen sich bereits bemerkbar. In der vergangenen Woche stand die politische Erörterung noch immer im Zeichen des Falles Posadowsky-Wocdtke-Bucck. Der Ver­such des Leipziger socialdemokratischen Blattes, zu dem ersten Zwölftansendmark-Fall noch einen ziveilcn zu konstrniren, ist mißglückt, aber der Thatbestand deS ersten Falles konnte von keiner Seite bestritten werden. Selbst Diejenigen, welche geneigt find, das Verhalten des Neichsamls des Innern zu entschuldigen und zu vcrtheidige», haben doch zumeist wenigstens eingestehen müssen, daß hier einbedauerlicher Mißgriff" vortiege. Wie die Angelegenheit sich weiter ent­wickeln und ob sie nach der einen oder anderen Richtung hin politische Folgen zeitigen wird, bleibt abzuwarten, das aber steht fest, daß die Regierung im Reichstag keinen leichten Stand haben lvird, die Angriffe, welche dort gegen das Reichsamt des Innern mit Sicherheit zu erwarten sind, abzuwehren.

Dagegen haben die Bemühungen der Negierung, in Sachen der chinesischen Frage wenigstens, mit einer halbwegs geklärten Situation vor den Reichstag iretcu zu können, in letzter Zeit eine wesentliche Förderung erfahren. Das deutsch-englische Abkommen, welches zuerst von etlichen Politikern, welche deutscher zu sein glauben als Andere, heftige Anfeindungen zu erdulden hatte, hat sich in der That als das erwiesen, was es sein sollte, als ein Kcistallisationspunkt für die Einigung der an der chinesischen Frage betheiligtcn Mächte. Das deutsch-englische Abkommen hat einen unstreitigen Erfolg erzielt und der neue Reichs­kanzler kann sich rühmen, sich mit einem wesentlichen Erfolg auf dem Gebiet der auswärtigen Politik in sein Amt ein- gcfnhrt zu haben.

Wie erinnerlich, enthält das deutsch-englische Ab­kommen vier Punkte. Artikel 1 proklamirt die Politik der offenen Thür für China und Artikel 2 enthält die Ver­pflichtung, den Territorialbestand des chinesischen Reiches unvermindert zu erhalten. Die Artikel 3 und 4 haben nur eine sekundäre Bedeutung. Artikel 3 enthält den Vorbehalt etwaiger Schritte zur Sicherung der eigenen Interessen, falls eine andere Macht territoriale Vorlheile in China anstrebt, und Artikel 4 enthält die Aufforderung an die anderen Mächte, diesem Abkommen beizutreten. Dieser letzteren Auf­forderung sind alle Mächte bezüglich der Artikel 1 und 2 gefolgt und damit hat der Eventual-Artikel 3 jede praktische Bedeutung verloren. Dieser Erfolg ist umso höher an- znschlagcn, als mehrfach von Seilen Frankreichs nnd Ruß­lands und auch der Vereinigten Staaten von Amerika Schwierigkeiten crivartet wurden. Aber Rußland und Frankreich chaben jenem deutsch-englischen Programm nicht gut widersprechen können, ohne ihrem eigenen Programm ins Gesicht zu schlagen. Und was die Vereinigten Staaten von Amerika betrifft, so hat man dort längst erkannt, daß in der chinesischen Frage jede Sonder-Aktion ebenso ge- |

jährlich und schädlich märe, als der einige Zeit lang ins Auge gefaßte Verzicht auf jegliche Aktion.

In den Vereinigten Staaten von Amerika sind zur Zeit überhaupt alle politischen Interessen znrückgc- treten vor dem Kampf um die P r ä s i d e n t s ch a f l L iv a h l e n, deren Beginn unmittelbar bevorsicht. Aus diesem Kampf sind zur Zeit sowohl die chinesische wie die anderen inter­nationalen Fragen anSgeschiedcn nnd die Demokraten be­schränken sich auf die Parole:Für das Silber und gegen den Jaiperialismust", die Republikaner auf die Parole:Gegen das Silber und für den Imperialismus!"

Was die Aussichten der Wahl betrifft, so behaupten beide Parteien, sowohl die Republikaner, deren Kandidat Mac Kinlcy ist, als auch die Demokraten, deren Kandidat Brhan ist, daß ihnen der Sieg sicher sei, aber nach den StimmnngL- bcrichten ans Washington scheinen die Aussichten der Repu­blikaner die größeren zu sein.

Aber wie auch die Wahl ansfällt, die einstmals vou den Buren gehegte Hoffnung, daß sie von Amerika ans irgend welche Schritte zur Hülfelcistnng zu erwarten hätten, hat sich längst als eitel erwiesen. Freilich nicht minder aus­sichtslos scheint der letzte Versuch zu sein, de» Präsident Krüger unternimmt, um die eine oder andere der euro­päischen Mächte zu einer Intervention zu veranlassen und ans diese Weise wenigstens die völlige Vernichtung der Burenslaaten abzuwcnden. Im Ucbrigen haben die Eng­länder das Fell des Bären zertheilt, bevor er erlegt ist. Ans dem südafrikanischen Kriegsschauplatz geht der Guerilla­krieg noch immer seinen Gang und die Hoffnungen der Engländer, diesen Krieg in absehbarer Zeit zu beendigen, haben sich erheblich herabgestimmt.

Wenn übrigens Herr Chamberlain gehofft hat, auf Grund der höchst zweifelhaften südafrikanischen Erfolge zu einem höheren Gipfel der Macht emporznkletlern, so hat er sich geschnitten. Lord Salisbury hat sich entschlossen, fürs Erste an der Spitze des Kabinetts zu verharren, und wenn er auch auf die Leitung der äußeren Politik ver­zichten will, so geschieht dies nicht zu Gunsten des Herrn Chamberlain, denn man hat in England doch ein Haar darin gefunden, diesem zweisclhastcn Herrn die Leitung der Beziehungen zu den anderen Mächten anzuvertrauc».

Trostlos sehen die Verhältnisse in Spanien aus. Die ungeheure wirthschaftliche Kalamität ist der Boden, auf dem die Carlisten b ewe gun g neue und reiche Nahrung gefunden hat. Die erst kürzlich beigelegte Kabinettskrisis erscheint bedeutungslos gegenüber der chronischen wirth- schaftlichcn nnd politischen Krisis, welche das Land unauf­haltsam dem Niedergang cnigegenführt.

K n l g c» v i f d) t 9.

Aus Sofia, 29. Oktober, schreibt uns unser Kor­respondent: Für die vom Fürsten Ferdinand zu einer ordent­lichen Tagung einberufene Sobranje hat das Ministerium Jwantschoff-Nadoslavoff eine Reihe von Gesetzcnttoürfen aus­gearbeitet, zur Hebung der finanziellen Lage des Landes. Be­sonders wichtig ist von diesen ein Projekt für die Einführung staatlicher Monopole wie in Serbien, ferner soll die zur Zeit allerdings sehr schwierige Aufnahme einer Anleihe von 25

Millionen im Ausland beantragt werden, hauptsächlich zu dem Zweck einer Vervollständigung des Reservebestandes der Armee. Endlich wird die Erhöhung einer Anzahl Stenern, wie z. B. der Verbrauchssteuern, beabsichtigt, was allerdings angesichts der bestehenden Handelsverträge recht erhebliche Schwierig­keiten machen dürfte. Einen leichten Stand wird das Kab.inett überhaupt nicht haben, denn die Opposition ist sozusagenge­laden", da sowohl die innere wie die äußere Politik der der­zeitigen Regierung ihre Unzufriedenheit in höchstem Maß er­regt hat. Von den markantesten Faktoren sei nur an die Wiedereinführung des Naturalienzehnten erinnert, die dem Lande weit größeren Schaden verursachte, als die gleichzeitig damit festgesetzte Grundsteuer, denn sie hat infolge der durch sie hervorgerufenen Bauernrevolten es nothwendig gemacht, daß über einen bedeutenden Theil Bulgariens der Belagerungs­zustand verhängt werden mußte, wodurch natürlich die wirth­schaftliche Entwickelung eine schwere Venachtheiligung erfuhr. In ztveiter Linie wird sich die Regierung wegen ihres Ver­haltens in der macedouischen Angelegenheit zu verantworten haben, die beinahe einen Bruch mit Rumänien herbeigeführt hätte. Unter diesen Umständen erscheint es denn doch etwas kühn, daß in der Thronrede auf dieausgezeichneten Be­ziehungen Bulgariens zu den anderen Mächten" hingewiesen wird! Sollte das vielleicht den künftigen Anleiheverhand­lungen den Boden ebnen? Auch desgnädigen Suzeräns" des Beherrschers aller Gläubigen, Abdul Hamids II., wird in der Eröffnungsrede gedacht, und zwar mit den Gefühlen tief empfundener Dankbarkeit für den Abschluß des türkisch-bul­garischen Handelsvertrags. Es ist inimer gut, wenn man sich wenigstens denkranken Mann" als Freund erhält!

Der Aufstand in Chi«.,.

wb. London, 2. November. Reuter meldet aus Paotingfu vom 26. Oktober: Eine italienische Tnippenadtheilung löste die als Strafexvedition auSgcsnndte britische Kavallerie ab. Mehrere Dörfer wurden niedergebrannt und viele Boxer gctödtet. Eine Erkundiqnngspalrouillc brilischer Kavallerie kam in Jtschau an, ohne ans Widerstand zu stoßen. Eine deutsche Truppenabthcilung traf mit ihr bei den östlichen kaiserlichen Gräbern ein. Die internationale Konimission verurtheiltc den Provinzrichter Ticuyang, den Militärkommandanten Wangschangu, General Kiu und zwei andere Beamte zum Tode. General Richardson kehrte mit dem britischen Kontingent am 28. Oktober über Langfang zurück. Die Deutschen und Franzosen bleiben als Garnison während des Winter« hier. ES sind Vorbereitungen getroffen, um morgen den für besonders heilig gehaltenen Tempel in der Stadt zu zerstören.

Deutschen Soldatcubriefen

ist zu entnehmen, daß thatsächlich die in Lrrmerhaven ausge­gebene ParolePardon wird nicht gegeben" deutscherseits ge­fangenen Chinesen gegenüber befolgt wird. DerBremer Bürger-Zeitung" wurde nachfolgender Soldatenbrief aus Peking übergeben: 26. August 1900. Heute wurden wir plötzlich vom Mittagsmahl gerissen. Wir mußten deutschen Matrosen zu Hülfe eilen. Wir nahmen 76 Chinesen gefangen, banden sie mit den Zöpfen zusammen und nahmen sie in unsere Mitte. Und so mußten sie mit. Nun hieben einige rohe Burschen un­barmherzig darauf los, dc ß das Blut aus dem ganzen Körper hervorquoll. Schrecklich war das. Ich stand gerade Posten vor den Gefangenen, betheiligte mich aber nicht daran, denn so eine Rohheit würde ich nicht verantworten können. Nach deni Esten wurden sie alle zum Tode verurtheilt durch Erschießen, wozu auch ich kommandirt war. Als sie zur Richtstätte mar- schirten, liefen zwei weg. Acht ganz junge Chinesen blieben am Leben. Die anderen 68 Stück wurden erschaffen, wozu auch ich kommandirt war. 12 bis 15 Schritt mußten wir uns auf-

FemUetoir.

Ans Kunst und Leben.

* Ko.Fgttche Schauspiele. (Svielplan.) Sonntag, de» 4. November, Abonnement v, 7. Borstellnng:Undine". An­fang 7 Uhr. Montag, den 5.. Abonnement A, 8. Vorstellung: Zwei Eisen im Feuer". Anfang 7 Uhr. Dienstag, den 6., Abonne­ment L, 8. Vorstellung, zum ersten Mal:Kain".Cavalleria rusticana. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 7., Abonnement 6,

8. Vorstellung:Der geheime Agent". Anfang 7 Uhr. Donnerstag, den 8., Abonnement II, 8. Vorstellung:Othello". Anfang 7 Uhr. Freitag, den 9., Abonnement A, 9. Vorstellung:Martha". An­fang V Uhr. Samstag, den 10., Abonnement 8, 9. Vorstellung: Demetrius". Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 11., Abonnement 6,

9. Vorstellung:Die Hugenotten". Anfang? Uhr. Montag, den 12., Abonnement D, 9. Vorstellung:Cornelius Voß". Anfang 7 Uhr. Dienstag, de» 13., Abonnement A, 10. Vorstellung:Kain". Pnggliazzo". Anfang 7 Uhr.

* Aus den Kunstausstellungen. Seit 1. November sind die Räume des Museums, in welche» derNassäuische Kunst­verein" seine Ausstellungen veranstaltet, dem Publikum nach mehrwöchiger Pause wieder geöffnet. Nicht allein gute Bilder gehören dazu, das Interesse für die Kunst zu verbreiten, sondern auch behaglich erwärmte, Helle, freundliche Räume. Letztere beiden Eigenschaften mangeln leider dem Museum, das läßt sich aber, lute die Sachen liegen, augenblicklich nicht ändern, aber durch Auf­stellung eines zweiten Ofens in den Räumen der Ausstellung ist wenigstens i>> puncto Wärme eine wesentliche Verbesserung cin- aetrcten, die den älteren Besuchern, als lange entbehrt, sehr will­kommen sein wird. Unter vielem Neuen hat C. v. Weyncr- München ein ausgezeichnet charakteristisches, frisches, sicher gezeichnetes Männerportrait in Pastell ausgestellt, und Fritz Schirmann ein gut beobachtetes, naturwahres Stückchen Thierleben verkörpert, einen Fuchs seine Beute beschleichend. Das Genrebildchen von F. Ort lieb-Münchcu ist nett komponirt und recht tüchtig gemalt,

ebenso das Bildchen von A. Riep er,Ein Kleeblatt" betitelt. DieMühle in Westfalen" von C. W e i n c r t-Hannover steckt etwas im braunen Topf mit anderen Worten, das Bild zeigt zu wenig Unterschiede zwischen den Lokalfarbcn, sodaß man meint, da« Ganze sei aus einem braune» Ton berans gemalt oder mit einem solchen lasirt. Schon nicbrmals hatten wir Gelegenheit, uns an Arbeiten de« Malers Richard Scholz-München zu erfreuen. Jetzt ist cs uns wieder vergönnt, inBange rL Kunstsalon" eine Anzahl Oelgemälde nnd Pastelle desselben Künstlers betrachten zu können. Er versteht vorzüglich, die Klarheit der Lust, die Räumlichkeit und das Jneinandergchcn des Vorder-, Mittel- und Hintergrundes wicderzngeben, eine Kunst, die gerade dort am meiste» angebracht ist, wo die dünne, reine Luft die Gegenstände näher erscheinen läßt, als sie es wirklich sind. Leicht wirken nun Bilder solcher Gegenden hart und unnatürlich, da« ist aber bei Richard Scholz' Arbeiten, wie gesagt, nicht der Fall mit einer Ausnahme, und diese ist betitelt:St. Valentin ans der Haide" tTirol). Sonnig und klar wirkt die Landschaft, man fühlt die Frische und Reinheit der Lust, vorzüglich leuchtend sehen wir die Wiesen, ans welchen Schnitter arbeiten, die, lebendig bewegt, als reizvolle dunkle Flecke in dem Hell des Bildes stehen. Aber die Schatten, z. B. der Häuser, des Uferbordcs, des Gebirgsbaches re., sind zu einförmig, zu gleichwcrthig im Vorder- und Mittelgrund, sodaß das Bild weniger perspektivisch wirkt als die übrige». Windiger Tag am Haidersee" zeigt so recht die klare», vom Winde gereinigten Lüfttöne, und wuchtig wirken die dunklen Berge des Vordergrundes. Ein sehr bewegtes, flott gestrichenes Bildchen ist Die junge Etsch bei St. Valentin". Mit einfachsten Mitteln ist das Gebirgswasser lebendig und flüssig wicdergcgeben. Das kleine BildchenPartie aus Trasoi (Tirol)" gehört zu den besten neu ausgestellten Arbeiten des Künstlers, dessen beste aber wohlHoch­sommer ans der Malier Haide" ist. Eine weite, ebene Fläche, durch welche eine Straße führt, ist, von erhöhtem Standpunkt aus gesehen, der Vordergrund des Bildes. Die kleinen Figuren, welche mehr als Maße für die Größenverhältnisse denn als Staffage dienen, erfüllen ihren Zweck vorzüglich, man gewinnt den Eindruck der Gewaltigkeit des un Hintergründe mit seinen Gletschern auf­tauchenden, das Bild abschließenden OrtlerS. Ucber dem Ganzen

lagert ein feiner Dunstschleier, und selten sahen wir derartige Motive so weich nnd doch io klar und präciS wiedergegebc» wie hier. Auch Bilder, in denen die Staffage sich mehr zur Hauptsache ausmächst, finde» wir von Scholz, so z. B. das warme Interieur In der Kirche von St. Valentin" undAbend am Haidersee". Sehr lustig und plastisch stehen die Figuren in ihrer Umgebung, und besonder« das letztere Bild zeigt diese Vorlheile. Auch im Portraitfach scheint der Künstler beschlagen, das beweise» seine beiden BilderStudienkops" undKinderbildniß", beides Pastelle, gut gezeichnet und frisch in den Tönen.. G.

* Uetschirdene Plittheilungeu. Die Kammermusik- Abende, die, wie wir schon mittheilten, Herr Direktor Albert Eibenschlitz im Verein mit den Frankfurter Künstlern, Herren Adolf Redner und Johannes Hcgar. veranstaltet, dürften das Interesse der hiesigcn Kunstkreise schon deshalb in Anspruch nehmen, weil der Geiger und der Cellist auch gleichzeitig dem Frankfurter Trio angehören und in dieser Vereinigung schon in vielen Städten mit großem Erfolg ousgctreten sind.

Es wird uns geschrieben: UnterNils Kunst und Leben" in Nr. 511 Ihres geschätzten Blattes kündigt derCäcilien-Verein" als zweites KonzertDie Kreuzfahrer" von N. W. Gade an, mit der Bemerkung, daß dieses Werk seines Wissens bisher in Wies­baden noch nicht anfgcführt worden sei. Ich erlaube mir nun mitznthcilcn, daß obeiierwähittes Werk vor einigen Jahren durch denWiesbadener Chorgesang-Verein" Dirigent Zerlett im Kasinosaal mit großem Erfolg zur Aufführung gelangte, und glaube ich, daß die vorzügliche Wiedergabe der Mezzo-Soprnn- Partie durch Frau Zcrlett-Olfcnius wohl jcdeiil der damaligen Konzertbeslicher noch in aligenchmer Erinncrllng sein wird.

Die Zahl der Mcdizinstudirenden betriig nach der Deutschen incdizinischen Wochenschrift" im letzten Lcnicsler: in München 1421, in Berlin 1067, Wien 1033, Leipzig 561, Wiirz- bllrg 549, Frciburg 509, Bern 343, Graz 340, Erlangen 331, Straßburg 315, Zürich 315, Bonn 306, Genf 305, Heidelberg 301, Gießen 293. Tübmgen 279, Greifswald 275, Breslau 249, Königs­berg 246, Marburg 239, Innsbruck 234, Halle 215, Güttingen 213, Jena 188, Kiel 185, Lausanne 160, Basel 133, Rostock 124. Czernowitz 6.