W irslntilfiifr Tsgblstt.
48 . Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgabe». — Bezugs-Preis: durch den Verlag 5« Pfg. monatlich, durch die Post 4 Mk. 6«B Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
Verlag: Langgasse 27.
2V.FOO Abonnenten.
Slnzeigen-Preis:
Die eiuspaltige Pctitzeile für locale Anzeige» Io Pfg., für auswärtige Anzeige» 25 Pfg. — Seeclame» die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg.. für Auswärts 1 Mk.
Worgen Ausgabe
Politische Aebersicht.
Allgemach machen sich die Anzeichen bemerkbar, daß wir uns der politischen Wintersaison nähern. Ans dem Gebiet der äußeren Politik freilich ist diesmal die „tobte Saison" überhaupt ausgefallen. Aber auch ans dem Gebiet der inneren Politik beginnt sich jetzt bereits regeres Leben zu entfalten. Die Parteien rüsten sich auf die Neichstags- session und das politische Geplänkel, welches den Vorläufer der eigentlichen politischen Kämpfe bildet, ist bereits auf der ganzen Linie entbrannt. Im Mittelpunkt des politischen Kampfes, dem wir entgegengehen, wird namrgemäß der Kampf um die Handelsverträge stehen, und den Kern dieses Kampfes wiederum bildet der Kampf um die Frage der Getreidezölle, der schon jetzt zum heftigen Aufeinandcrplntzen der Geister geführt hat.
Die eigentliche Schlacht wird freilich erst beginnen, nach- dem der so oft angekündigte Zusammentritt des Reichstags endlich zurDhat geworden ist. Die Negierung hat's in dieser Beziehung nicht eilig. Nach den letzten Ankündigungen, die freilich schon recht oft gewechselt haben, wird die neue Session des Reichstags jedenfalls nicht vorder zweiten Hälfte des November das Licht der Welt erblicken. An Arbeit und an Stoff und Gelegenheit zu heftigen Debatten wird es dem Reichstag nicht fehlen. Den ersten „großen Tag" dürfte der Reichstag bei der zu erwartenden China-Debatte erleben, die sich allem Anschein nach zu einer parlamentarischen Schlacht ersten Ranges gestalten wird, da die Regierung sich auf niancherlei kritische Attacken und vor Allem auf einen scharfen Vorstoß von socialdemokratischcr Seite gefaßt machen muß.
Die Hoffnung der Regierung, dem Reichstag in der China-Sache bereits mit einem kalt acconipli kommen zu können, hat sich als unausführbar erwiesen. So schnell sich anfänglich die militärischen Operationen in China vollzogen, so langsam ist der Krebsgang der diplomatischen Verhandlungen, die sich nun schon seit Monaten hinziehen, ohne vom Fleck zu kommen. Es nützt eben nichts, sich über die That- sache hinwegzutänschen, daß die meisten Mächte nur mit Widerwillen und der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, im Konzert der Mächte verharren.
Das ist eben der Grund, weshalb die Mächte noch immer nicht über einen Notenaustausch hinweggekommen sind, der bisher noch keine greifbaren Resultate ergeben hat. Die Amerikaner, die im Grunde des Herzens das Konzert der Mächte am liebsten dahin wünschen möchten, wo nach beglaubigten Mittheilungen der Pfeffer wächst, verfolgen die Taktik, auf jeden Klotz einen Keil, das heißt auf jede Note einer anderen Macht eine eigene Note zu setzen, sodaß hier allgemach ein recht unfruchtbares Frage- und Autwortfpiel
entstanden ist. Die Taktik der Engländer ist eine andere, weniger wirksame. Sie pffcgen die Noten der Machte erst dann zu beantworten, wenn der Gegenstand, um den es sich handelt, halbwegs erledigt ist. Die Franzosen und Russen pflegen zwar den diplomatischen Noten zuzustimmen, aber sie sind bemüht, dem glatten Fortgang der diplomatischen Verhandlungen aufdem „Verwaltungswege" Schwierigkeiten in den Weg zu legen.
Diese Uneinigkeit der Mä ch te, über welche keinerlei euphemistisch gehaltenen offiziösen Darstellungen hiniocgzu- tanschen vermögen, hat denn auch ihre Wirkung auf die Machthaber in China nicht verfehlt. Bei allem äußerlichen Nachgeben haben sie sich thatsächlich auf eine Taktik des passiven Widerstandes gegen die Forderungen der Mächte Oerlept, welche ben ©cbcntfcn cnx eine schnelle ittib Oe friedigende Beilegung der chinesischen Wirren garnicht auf- kommen läßt. Die höfliche Einladung der Mächte, nach Peking zu kommen, hat der Kaiser von China ebenso höflich wie bcstimnit abgelehnt in der Erwägung, daß die Situation in Singet,fit fern vom Schuß für ihn weit angenehmer ist. Unter diesen Umständen bieten auch die schönsten Strafedikte des Kaisers von China nicht die geringste Garantie für den aufrichtigen Willen der chmesischen Machthaber, die berechtigten Forderungen der Mächte zu erfüllen. Es kann deshalb nicht weiter Wnnder nehmen, daß man sich Seitens der Mächte bereits auf die Nothwendigkeit eines Winterfeldziiges in China einrichtet.
Der Wahlfeldzug in England geht seinem Ende entgegen, und sein Ausfall ist so, wie ihn die ihres Sieges sichere Negierung erwartet hatte. Diejenigen, welche in dem Wahn gelebt halten, daß die öffentliche Moral in England stark genug sein werde, um ein Kabinett vom Schlage Salisbnry-Chamberlains aus dem Sattel zu heben sehen sich getäuscht. Der „imperialistische" Rausch, in den die überwiegende Mehrheit des englischen Volkes verfallen ist, hat sich als stark genug erwiesen, um alle die schweren politischen Sünden znzndeeken, welche das Kabinett auf seinem weilen Gewissen hat. Die Mehrheit der englischen Nation hat durch seine Stiniinabgabe bei den Wahlen die südafrikanische Politik des sauberen Herrn Chamberlain gut- gehcitzen und sich dadurch zu seinen Mitschuldigen gemacht.
Fürs Erste freilich trinmphirt diese Politik/ Das süd- ö v Kriegsbrama geht seinem Enbe entgegen
und dieses Ende ist ein tief tragisches. Zwar kämpft noch eme Anzahl kleiner Bnrcnschaaren den verziveifelten Kampf gegen die erdrückende englische Ueberniacht, aber in diesem Guerillakrieg sind ernsthafte Erfolge nicht mehr zu erhoffen. Soll doch die Schaar des tapfersten aller Burenführer, Dewets, bereits zersprengt worden sein. Am Donnerstag war ein Bahr seit dem Anfang des Burenkrieges verflossen. Wenn auch einTheil berBuren benKleinkrieg noch geraume Zeit forlsetzen bürfre, so wirb boch ber eigentliche Krieg ben Jahrestag seines Beginns schwerlich lange überleben.
Feuilleton.
Ans Kunst und Kelten.
* Kismat ck und der englische Krkrgsliorrrsvondent.
Zn der vorigen Woche ttarb, wie die „Voss. Ztg." meldet, an Bord eines Damvters ber heFnmttp
Si'iegeä zuerst die Bedingungen der Ucbergabe von Paris" in Welt melden konnte. Wie er vom „Eisernen Kanzler" die Er-
»iuasto„'flhft' b 4 C ^schaft zu übermitteln, erzählte Bentty- ^"^^n selbst. „3n einem Ex-Boudoir ini ersten Stockwerk, das m eine Art Vurecm umgewandelt worben war, traf ich ben Kanzler der mich erwartete. Nach kurzem Gruß sagte er: „Ich bitte, sagen
^ n l a8 ®‘- c l ’ on mir wollen; ich habe keinen
»Mnblick Zeit. Ich nahm meine Depesche heraus, die schon die ob b ^ b ^a>ngunge,> enthielt händigte sie ihm ein und fragte.
totiice. Nachbem er sie burchaefelien batte Pjäoorüte Bismarck: „Ich weiß nicht, aus welcher Quelle
r h s $s K- m w impfen, und will auch gar nicht fragen; ab., das sind die Bedlugnngeii der Ucbergabe. Was wünschen Sie
? rtu ? Deiche auf seinen, Draht bcförd?rn “ * • ® r lachte grimmig und sagte : „Sie müssen verrückt sein, so etwas voii mir zu verlangen". Wenige Minulen aber nur hielt Bismarck meinen Bitten Stand, dann gab er seine Erlaubniß, doch unter der Bedinguna. daß mein Name am Schlnssc der Devesclie wegbleibcii sollte. „Auf keinen Fall kann ich gestatten daß Sie eine Depesche, die über meinen Draht befördert wird, zeichiien W-nnnmnin London die Depesche nicht für authentisch hält so JL Sache, aber sie muß ungezeichnct abgcheu oder
'''.ch/- Und sie ging ungezeichnct ab und nian hielt sie für authentisch, und ihre Veröffentlichung, die noch an dcmselben Nach- niittag in einer Sonderausgabe erfolgte, war eine der größten journalistischen Leistungen in diesem langen, schrecklichen Kriege.
i.rtl.Ii!* 1 «'»’ 0 !» "j* in geschlossenen Nun men ab-
»m>W8 ist. Ist vorläufig noch in viel höherem Grad unbekannt der Wissenschaft, die heutzutage gerade allen plaktlschen Dlngeii so weit wie möglich auf den Grund acht
efen"ber Untersuchungen über das
L.c en der Atnstlk hat wahrend der letzten zwei Kahre Professor
j zuschlagen. Zwei Jahre lang fortgesetzt Versuche in dem
Einwirkung der verschiede»,» «c.Alumne w vsamc, yorm uno ^ aum Ä tfl ! ,K>. ermitteln gesucht. Diese Experimente versprechen in chrcr wis enschastlichen Erörterung eine höchst wichtige Grundlage für bie Beurtheilnng und Losung akustischer Aufgaben zu gewähren, wenn man nachdem ersten von Professor Sabine jetzt i», „American Architect" vcrosfentlichteii Aufsatze schließen darf. Die Darstellung darin ist ebenso klar w-e interessant. Er stellt zunächst fest, daß der Ton in einem geschlossenen Raum durch folgende Umstände wcsenllich beeinflußt wird: Die Tonstärke ist bei demselben Abstande des Hörers von der Erzeuguugsstelle de? Tones in einem geschlossenen Raum in der.Regel größer als in freier Lust. Die Eigenart oder
Aus Stadt und Fand.
Wiesbaden, 13. Oktober.
— Geschichtslmleudef. 13. Oktober. 1870- Ausfall der Franzosen aus Paris zurückgeschlage». ,870: St. Clond von den Franzosen m Brand geschossen. 1860: Besetzung Pekings durch die Engländer und Franzosen. 1825: ch Maximilian I Könia von Bayern, zu Nymphenburg (* 27. Mai 1756). 182°!: ch Antonio Canova zu Venedig, berühmter italienischer Bildhauer (* 1. November
1821 - * Rn!>ünd'ori^?' * Kack Rheinthnler zu Erfurt. Komponist. Rudolph Vlichow zu ^chivelbeln in Pommern, hervor-
vatboloai1 5 ? Ä der Begründer der Cellular-
mr- 7 ; f d ! ul ~ Äöet '. Ue6er de» Besuch des Schulbades in der Blucherschule Le,tens der Herren Minister des Innern v. Rhein- baben und Obcrprasident v. Zcdlitz-T rii tz schl er wird nach- tragllch eine Aeiißerung der Herren bekannt, welche bei der ^"iäiast gewiß mit Genngthunng ausgenommen “ ecbe '’ wffd. Man wunderte sich nämlich Seitens der Herren b f ,e be ® scmeiiisamc» Bades unter dem Hinweis
darauf, daß diese Art des Badens das Schamgefühl der Kinder verletzen müsse. Das war an einer Knabenschule; was würden die Herren erst gesagt haben, wen» sie ein Schnlbad für Mädchen be,ucht ha ten das ebenso, wie das genannte, die Zellcncinrichtung vermissen ließ? Als vor einigen Jahren die Wiesbadener Lehrer- schaft auf den Ucbelstnnd aufmerksa», machte und m» Abstellung desselben bat, wurde ihr von der Schuldeputation eine Antwort zu Theil, wie man sie von einer wohlwollenden Behörde nicht Hütte erwarten sollen. ’
x Der Gottesdienst für GewerdeschAer tvird mit dem ko»inienden Lonntag neu geregelt. Die Gewerbeordnung bestimmt ? ?P. Sonntag nur dann unterrichtet werden darf, wenn die Unternchtssiilndc» so gelegt sind, daß die Schüler nicht gehindert werden, den Haupt-Gottesdienst oder einen mit Ge- ^"c?^ör b en für sie eingerichteten besonderen ^ofkksdwttst lhler Koiifeision zu besuchen. Dementsprechend wurde seit Oktober 1891 im «aale der Gewerbeschule für die evangelischen Schüler vor dem llnterricht eine Andacht gehalten und die »vurden verpflichtet, dem Früh-Gottesdienst in der ^karrkliche beizuwohnen. Die Lässigkeit der Schüler jedoch bei der Erfüllung ihrer religiösen Verpflichtungen gab Veranlassung zu längeren Auseinnichersetzuilgen zwischen der Kreisshuode Wiesbaderb b /?^ Vorstand des „Loknl-Gewerbevereins". Als das Kraft tretende Nenordnung zu betrachten. Danach wird der Gottesdienst von der ersten Morg eiist und e auf die letzte verlegt, nnd der Kweck die «chiiler dem Gottesdienst znzusilhren, ist damit erreicht? Für die Evangelischen wird auch ferner der Vortragssaal der Anstalt ®«6«nb für du Katholischen ein Klassenzimmer mit den nothweiidlgen gottesdienstlichen Einrichtniigei, versehen wurde. Die Elnfichtnahme der letzteren durch ben Geistlichen Rath fierrtt ?'■ Keller, hat bereits stattgefunden und erhielt dessen Zustimmung! ij® ¥ le dringend Kl wünschen, daß mit diesem Schritte die ganze ßandrg zur Ruhe käme, damit zum Heile des Heranwachsenden Gewerbcstanocs der Unterrichtsbetricb an den Sonntag Vormittagen keine fernere Einbiiße mehr zu erleiden hätte.
Die jetzige Direktion des Reichs- hallcii'Theaters hat es oerstaiiden, dasselbe wieder auf die alte
das zur Zeit dort engagirte K ns ci-Ensemble und der stcng zmiehinei,de Besuch. Von den
£ 5 f Ur ^ ett m b ™ 1 fovst sehr gcmüthlichen
Etablisseiiieiit aiiftreten, nennen ivir in erster Linie den ganz vor- znglichcn Zauberer Herrn Leo Ätaßcoti, welcher jedoch wahr-
entweder verstärkt oder geschwächt werden, ein Vorgang, den Professor Labuie als Distortion zu bezeichnen vorschlägt. Ferner i't e? eine Eigenthumlichkeit der Schallwirkung in einem geschlossenen Raume, dag ein To», beträchtliche Zeit hörbar bleibt nachdem der toiierzeugeiide Körper bereits zu schivingen aufgehört rührt her von dem mehr oder weniger vollständigen Abplall des Schalles von den Wanden, der Decke nnd dem Fuß
fl Sv s. CY» ' _ , V ^DV-Ut uno ocin rvlllj-
üooen des RaurucS. Diese verlängerte Schalldnuer nennt Prosessor Sabine mit einem bereits bekannten Ausdrucke Reverberation Auf diese Eigenthiimlichkeit muß der Baumeister besondere Nücksickit nehmeii da sie dazu führt, daß die einander folgende» Töne sich gegenseitig überdecke» und verwirren. Besonders die klangreichen Pokale ballen in einem großen Rani» wider, wogegen die zarteren. ?Pueller verfließende,, Konsoiiaiitcii zurücktrcten. ' Die Frage, ob i» einem großen Ra um dazu genügt, Töne in ge lugeiider Starke Ziach allen Theilen fortzupflauzen, wird nur «rchkli Llllen zu einer schwierigen Aufgabe. Am ^fältigsten "t die Beriicksichtigung der Schall dnuer eines Tones und sie hangt ab von der Bcschaffenhclit der Wände nnd EM», dw Schallwellen zurückwcrfendcn Flächen, sowie von der Große des Ranmes. Je nachdem die Wände ans diesem oder ,enem Material bestehen oder ans diese oder jene Art vcr- k'det sind, werden sic den Schall mehr oder weniger verschlucken k, ^»wlaedessen weniger oder niehr davon in den Nanm zurück-
« ^Eestr Satz stellt eine bekannte Ersahrnng dar,
^* biu /" 1 bn ^ e * ne schwere Verkleidung mit Tuch
oder Filz an den Wanden den Schall dampft. Wenn der Begriff der Dampfung de« Schalles in eine wissenschaftlichere Fa ung übertragen wird, so bedeutet er eben, daß solche Gcivebe den Schall ^ ett Hi'I äl.stch verschlucken und nur wenig davon in >en Raum zurückwersc». Daher hallt ein Ton in einem so
uu £ kurze Zeit wider. Beachtenswerth ist un^i>, b ^ Feststellung, daß die Ansammlnng einer größeren in einem Raum einen großen Theil der Schallwellen abjorbirt und den Widerhall beträchtlich ver- mindert. Einlenchtend ist es ferner, daß die Schalldauer ^""äer ist als in einem kleinen, vorausgesetzt daß die Wände ans dem gleichen Stoff bestehen, weil die Schallwellen einen weiteren Weg zurückznlegen haben, bis sie von der sie zu», Theil verschluckt werden, l^me^wesentllche Aufgabe des Architekten wird stets darin lieaen. dre L>chattdauer m einem großen Raume so weit einzuschränken, daß ein ^znelnanderlaufen der einzetnen Töne, sei es nun in den gelprocheiicu Worten oder in den niusikalischeii Harmoniecn. verinicdci! wird. Eine solche Einschränkung kann durch Ver- kleidnng eines bestiminten Theiles der Wand mit dickem Haar filz erreicht werden. Von größter praktischer Bedentima 'Ud.d'e eingehenden Ilniersuäiiingcii, die Professor Sabine über die schalldämpfende Kraft von vcrschiedeneii Banmaterialien gemacht hat, Die zur Herstellung von Mauern nnd Wänden gewöhnlich in Benlitznng kommen z. B. von bloßen Ziegelsteinei,/von Ziegel- stelnen mit Gipsbelag, von Latte», Brettern oder Glas mit Gips- belag rc. Die Versuche sind so eingehend durchgefiihrt worden, daß iiach ilnen Ergebiiissen die Möglichkeit gegeben ist, die Schallmauer innerhalb eine« Raumes nach dessen Größe und der Beschaffenheit seiner Wände zahlenuiaßig gena» zu bcrechuen.
* Wie Damen nnd mir Herten ?»„, Portrait fttoe«, daniber hat Hubert Herkomcr in einem Vortrag in Hamburg aus ,eme» Erfahrungen interessante Beobachtnngen zum Besten gegeben. Er sagte, wie die „H. N." berichten: Ich habe wohl ö» sagen, daß mn» bei der ersten Bcgcnnling mit dem Modell »lcht sofort die Arbeit beginnen kann; es ist nothwendig, vwßcht i»it seine»! Modell bekannt zu werden. Der Maler muß „durch alle Hindernisse hindllrch" sehen er mu^ den inneren „Mann" oder die innere „Frau" ettennen muß die charakteristlschcn Eigenthumlichkeiten seines Modells erfassen. $ie aein hnlichste Mcthode, um sein Modell nach diesen Richtungen U, »U - !chen ist, mit ,h„, zu dimreii. Das ist ja fehl praktiscl), zedoch auch »milch,nal sehr mißlich, da der Mann nach einem guten Diner „mit Zubehör" oft nicht fler xii b n?i l|t ; . was man der Nachwelt iiber-
kr,_ lauflcrer Praxis kann man mit überraschender Gewandtheit rasch alle« das hcrnnsfinden, was man
zu wisse» will,seilt- ein ir.
dke Unter-
S»,wissen wünscht; ein wesentliche» Hülfsmittel ist dabei n.- »..cc.- haltnng. Glücklich zu schätzen ist derjenige Portraitmaler, der bei der Arbeit plaudern kann, und glücklich zu schätzen gleicher Weise derjenige, der, während er portraittrt wird, plaudern mag oder, wenigstens ein aufmerksamer Zuhörer ist. Wenn man es an der;
