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C"'^ ti L lt «»sckiben. — Bcziigs-PreiS:
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Ua. 406.
Morgeti^ÜMsgabe.
Fernsprecher Wo. 52.
¥ * Folgen der K.,M„1a1io„ von Sedan in Frankreich.
So hohen Jubel und Fcstlichkeiteu die Kunde von der Gesa,iaen- nähme Napoleons in Deutschland hervorricf, so niederschmetternd traf die Nachricht von der Gefangennahme ihres besten Heeres die Franzosen, welchen cS nie eingefallen war, an der bekannten Promenade nach Bcrlm und am Diktiren des Friedens in Königsberg zu zweifeln. Die sieggewohnte Nation hielt fest m, ihrem alten Nimbus. Bei den ersten Nachrichten trat in Paris ein Zustand der Betäubung ein. Kann, wagte man über diese Kunde uarhznde"len und sich ihrer klar zu werden, noch weniger, sie zu verbreit-,, ls man aber ein wenig aufathmete. begann zu gleicher Zeit die So mmg zu dämmern. Zoll Ilebcrzengnng rief nian: die Nachrichten sind übertrieben; Frankreich wird. Frankreich muß sicaenl Natürlich fand diese Ansicht viel leichter Glauben, als die nackte Wahrheit. £
Noch in der Nacht am 3. September waren die Abgeordneten im Sitzungssaal versammelt, von höchster Aufregung erfüllt und in Paris herrschte eine unheimliche Spannung. Man harrte'einer Erklärung Seitens der Negierung, welche Gewißheit verschaffen mußte. End ich tritt der hochbejahrte ehrwürdige Kriegsministcr Palikao ernst ein. Todtenslille herrschte. Aller Augen waren natürlich mit höchster Spannung nur auf ihn gerichtet Zögernd und Mit ernstem Blick nahm er das Wort. Alles lauschte — und nun vernahm man-die Gchreckcnsknnde ans maßgebendem Mund
auseinanferging** • f ° ,eu ’ nIti » e ' daß man zunächst schweigend
Zuerst galt e? nun. die Bolksmaffen zu beruhigen Am nächsten Tag erließen alle D inister eine Proklamation welche beugte: .Binnen wenigen Tagen wird eine neue Armee unter den Mauern von Paris stehe». Eine zweite bildet sich an den Ufern
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Ungewißheit einmal gebrochen ^^tliche Charakter der Franzosen.
tin den Sitzungssaal der Ab- ei Erfüllte die Räume. Vergebens [P beschwichtigen. Diese' tobte
Paris fürchtet weder den Hunger,
| Zivilisation ist uneinnehmbar, noch die Preußen".
... solche Reden waren natürlich ganz geeignet, den Parisern die Uebcrzeugnng von ihrer Unbesiegbarkeit dermaßen fest in die Köpfe P setzen, daß sie selbst nach einer gewaltigen Niederlage he,ttchen ä' , noch daran zu glauben nur zu geneigt sind. Und das weiß
werden *“ ÖUt ber 9Iepl,bIif 11,110 damit gerechnet
— _ K. L.
1900.
äli nun
'war, zeigte sich der
irrung entstand. Und dieses Krieg I" geschrieen und den te, wälzte nun alle Schuld auf Verklärung nur dem Druck der zu haben. „Nieder mit dem „Es lebe die Rcpnblikl" war
Mit Ungestüm dr geordneten. Ei» suchte nian die w weiter, daß eine Volk, das vor 8 Kaiser am „Hc>chS"WN.. den, der da sagtet in» irj öffentlichen Meinung Hiä;
Kaiser, nieder mit sÄnet D jetzt das Losungswort.
Alle enienten BeZiul, vie Ekelige zu beruhigen, scheiterten Die Bernthungen mußte eingestellt werden. Eine Anzahl der Abgeordneten begab sich i ihre Wohnungen zurück, andere eilten! auf das Stadllxis HffuhA?üS). Die Senatoren und Minister flohen und di«kaiserin-R<>7«ntin verließ am 5. September Mittags ? Uhr, in all« Stille di- Tnilerien, um Paris und Frankreich auf immer Lebewbl zu sagen.
Im St, thanse z-> Paris bildete sich eine „provisorische Regierung", 'eiche am ?- September die Republik proklamirte Ihr weldgeschrei intetc: „Bcrtreiburg der fremden Truppen von'ftan- zosischem Brrn", während zu derselben Zeit, am 5. September Komg Wilhm in be* alten Krönungsstadt Reims unter Trompetcn- schall seinei! Ein.zM hielt. Eine ProNaniation wurde erlassen welche besag,: „Nut üch zu hat Frankreich nur zwei Dinge nötststr - .kili^tnWMgbarr Entschiossenheit und seinen Heldenmuth der keines Gleichen hat". Gambetta war Minister des Inner,' Trorhu G-neralgouvernenr von Paris. Dieser erklärte: „Der Feind befindet' sich un Anmarsch auf Paris; die Berthcidigun,^^^^
stobt ist gesichert I" Die Zeitungen 'schrieben:
.. g der Haupt- .Die Metropole der
Aus Stadt nnd Land.
Wiesbaden. 3l. August. Wci»h.,„del - Acciscamt.
„s,,..? 1 hiesiger Wcinhäichler schreibt »ns: „Wie allgemein bekannt erhebt die Stadt eine Verbrauchssteuer von Wein Die Steuer
erhoben"" Die ^Kol"' doppelter Höhe als von Konsumenten
eryouen Me Km. Regierung räumt mit der Gestattuua ein*r
l b / r Stadt Wiesbaden ans,, a h msw e i . e
n-dsst außer Wiesbaden nur noch
Steucrerhebuna a,,rv ist Ä So ungerecht hiernach diese »b)?bonng auch ist, so willig wurde namentlich der Krnb-
^.e"ernn° ruhig hinnchmcn, wenn dieselbe in einer ^^?blichcn Welse zur Erhebung gelange» würde Die Gefälle- ?tbeb">ig ist namlich eine derartige, wie sie umständlicher nicht gedacht werden kann, und das geringste Berieben bnuat den Weinhändler in D?frönLti°„Sverdach
fcTaßsaaÄ'asrfSsSS
''Vas 1 d^ie Radikalkontrollc der umständlichen TfUmation und Vorf»hrung eines jeden, auch des kleinsten Ansfnhr- b^otums über loben zu werden. Da die Staot nur ein Interesse daran haben Kann, daß sie von dem in oer Srndr zum Verbrauch g äugenden Wein d,e entsprechende Abgabe erhäk , so sollte n.an annehmen..daß cs ihr selbst darum zu thnn sein misse der Kontrolle einer Sache nbcrhoben zu sein, welche nur accianet ist
oe : '‘“■le-ottipcftor soll, einem in Wc„bändlerkreiici ^stlstrcndcn Gerücht zufolge, nicht nur der von dem Weinhandel voigeschlagenc» Bnchcrkontrolle günstig gesinnt, sondern sogar der e J?" '°lch-n fortschrittlichen Einrichtung sein! Auf eine diesbezügliche Eingabe an die Accise-Dcpntation bereits im Mai laufendenJahres ist eine Antivort b i s j e tz t n o ch ichtraan «, und der Wenil,ande! sieht mit Bedauern die erhoffte Erleichterm,a für
z>-i zu
XfP werden müßten. Es kann ohne llebn reib nä gesagt werden, daß der Wiesbadener Weinhandcl von aanr anderem Umfang und weit größerer Zahl und Bedcntuna \eiif konnte ohne die Unterbindung. wAche ihm die veraltete .^w^bodkner Acelse-Einrichtiingen seit Decennien zu Tbeil Ankrn«»^>>7 Nn, die bethciliaten Faktoren aber sei hiermit die Anfrage gerichtet, bis wann endlich eine Erklärung darüber crfolat ob es beim Alte» belassen werden soll oder nicht!" - Die Klaaen über einen langsamen Geschäftsgang auf dem Rathhanse wie solche u.o^E^nden AilSführnngen laut werden, sind nicht vereinzelt h T? M r Wie wohl anznnel,men ist, überlastet stin
so sorge man doch, für eine Vermehrung des Vürcan-Ner n« «
5! 1 Mgdonibleii Krafteil fehlt es zur Zeit'wahrlich nicht. Aber daß und Einwohner rechtzeitig beschiedcn und in ihren ae- - ^schaftlichcn Dispositioncu nicht durch ungerechtfertigte Verzögerungen j
behindert und geschädigt werden, können dieselben niit ntr,
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L-drlingen und Arbeiter» mich Beendigung de" tm.lir cn Ach «' ''"wlierbrochene Ruhezeit von mindestens 10 Stunden zll
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DieBegcgnungKönig Wilhelms mitRnpölcon.
3u den, Kampfe bei Sedan hatten den 200,000 Dculschen ungefähr 1 JO,00t) Franzosen gegenüber gestanden. Schon u«' 3 Uhr waren von den Dentschen 25,000 Gesängen- gemach Nachdem die Franzosen mit aller Naflanst'rengung v-rgebltch den sie umgebenden eisernen Ring zu durchbrechen versucht hatten, die Dörfer ringsum brannten und zuletzt auch das Feuer gegen die Stadt gerichtet wurde, gab es keinen Ausweg mehr. Trotz langem Zögern mußte Wimpsfen endlich die weiße Fahne ans dem Kirchthurme kurz nach Uhr heranshängen lasset,. Der 1. Scptcmoer endigte mit 7. Ergebung der Franzosen, dem 2. blieb die formelle Ab. Pießung der Kapiwla'ion übrig. Ein deutscher Geschicht--- hrcibcr, Wiekes, ein Augenzcuge vieler wichtiger Kämpfe, suchtet: »Auch der Kaiser Napoleon hielt während dieses rampses hoch zu R oß stundenlang im heftigsten Feuer, und >«M>»»M»M^M^nder1^MMr Krieger mit zerschmetterten
ITod und Verdcrbcil mngs um Uugel so mitleidig sein, ihren
Napoleon das Gespräch wieder an die Kapitulalions- Bedingungen an. Er wollte wenigstens soviel erreichen, daß seine Armee aus belgisches Gebiet übertreten, könne
foIIe - Darauf ging Bismarck nicht em. Schließlich beklagte der Kaiser das Unglück des Krieges und erklärte, er habe den Krieg nickt'gewollt, Mdern sei dazu nur durch den Druck der öffentlichen Meinung gezwungen worden.
IO ^/wischen tvar König Wilhelm aiigckommen. Mittags 12 Uhr unterbreiteten ihm Bismarck und Moltke die Kapitnlationsurkundc. Der König ließ vom Gencral- adsutanicil Trcskow dies denkwürdige Aktenstück den an- wesenden Fürsten vorlesen und hielt dann folgende Ansprache: „Sie wissen nun, meine Herren, weich großes geschichtliches Ereigiiiß sich zugctragen hat. Ich verdanke dies den aus- gczelchncten Thaten der vereinigten Armeen, denen Ich Mick
fleraoe bei dieser Veranlassung gedrun Königlichen Dank änsrn wreckeu. »m -w . . großen Erfolge wohlA-^ ' . 7-7^ lo.niehr, gestalten, ö de.
Meinen diese
ppssisi
diese Piuse mindestens ein und eine halbe Stunde betrogen ' ^
D,e,e Bestimmungen über Ruhezeit und Ponsen werden indcß b s ben folgenben 33oraflrnt>4en in etwas obgcschwächt: ^
tz 130ck. Die Bestinimiingcn des tz 139 o finden keine or„- m>^dung 1. auf Arbeiten, die zur Verhiitiing des Berderbcns von vorgenomnien werden müssen, 2. für die Auf- n a btne bei gesetzlich vorgeschriebcuen Jiiveiitur sowie bei Ne,i- -innchtungc,, und Umzügen. 3. oußerdem an jährlich höchstens • ber S^Uolizeibehörde allgemein oder für einzelne
Geschäftszweige zu bestimmcndcn Tagen. ^nz-'ne
~ .DwE lind die Ruhepausen für das Personal in össenilichen' geregelt. Es bleiben »och die Bestinnniiiigen über dw Ladeuschliißstiinde. Diese Bestimmungen lauten:
Von 9 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens müssen den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein" tTil-h hVw, Ladenschluß im Lade» schon anwesenden Kunden dürfen noch bedient werden. lieber 9 Uhr Abends dürfen Verkaufsstellen
Notlisäll^^ a m, lrt r ! *ft er i el1,r . sein: 1 . für unvorhergesehene
2- an höchstens vierzig von der Ortspolizeibehorde m «ä». Tagen, jedoch bis spätestens 10 Uhr Abci-cks 3 „ach
aahEwr Bestimmung der höhere» Verwaltungsbehörde ln Städten - 2 der letzten Volkszählung weniger als 2000 Ein- i nbcU rt, ln , ländlichen Gemeinde», sofern in den- L^.?M.?"-"ltsocrkehr sich vornehmlich ans einzelne der Woche oder ans einzelne Stunden des Tages beschrankt B- t,.N",nngen der §§ 139c und 139,1 werden dnrch di vor- ftetoiben »cftiininunfleu nicht berührt. Während der Zeit wo die Bcrkaufsstelle» geschlossen sein müssen, ist das Fellbieten von
öffentlichen Ort?»^,W». Straßen, Plätzen oder an andere» oßenttlchen Oiten oder ohne vorherige Bestellung von Haus Sans im stehenden Gewerbebetriede (tz 41b, Abs. 1 Ziffer" 1s v/r- botcn. Ausnahnieii können von der Ortspolizeibehorde zugelassen werden. Die Bestimmung des tz 55a, Abs! 2, Satz 2 findet sin- lucitbimg Nach tz 139k kann auf Antrag von mindestens zwei Tukteln her bcthciligten Geschäftsinhaber für eine Gemeinde oder "tAr^'e örtlich nnmntelbar zusamnicnhängcndeGemeinden durch An-
ü!» b s? doberenPerwaltnngsbehördeiiachAnhörnngdcrGemeinde-
brhoiden für alle oder nnzelueöleschäslszweige angcordnet werden daß wäbiv»-," si* aJerfauT«ßct£cii während bestimmter Zeiträume oder wählend des ganze» Wahres auch in der Zeit zwischen 8nnd9Uhr isdrvds nnd zwischen 5 und 7 Uhr Morgens für den geschäftlichen
in i e 0 s" f 1 -” ?"ffse>b Die Bestimmungen der tztz 139 o
mib 139J werden hierdurch nicht berührt. Auf Antrag von nilndestcns einem Drittel der bcthciligten Geschäftsinhaber hat die bahc.rc Perwaltnngsbehörde die bethriligten Geschäftsinhaber durch oits»bliche Vekanntinachung oder besondere Mit Heilung zu einer Aenßernng für oder gegen die Einführung des Lade, schlu scs m -vi nne des vorstehenden Absatzes anfz.ifordern. Ecklären sich zwe"
Der Eindruck, den diese Worte auf Alle machten, war ein gewalligcr. '
lieber das Zusammentreffen der beiden Monarchen war die Frage aufgeworfen worden, ob cs schicklich sei, daß der Komg ben gefangenen Kaiser besuchen, oder ob man den- telücn zu einer Unterredung ins Hanplguarlicr kommen lassen sollte. Die Großmulh des Königs ersparte dem Kaiser eine neue Temutylguiig. Der König bestimmte das Schloß Bellevue wo er dem Kaiser seinen Besuch abstatten wolle. In dem Glashaus des «LchloffeS wartete Napoleon auf den König ' ®°“ nufe r eu konnte man jede Bewegung des Kaisers beobachten Mit großen Schrillen ging er auf und ab. Endlich setzte den Blick starr ans die Straße gerichtet. Da erschien der König mit dem Kronprinzen. Beide stiegen vom Vferli und wandten sich nach der Gartentreppe. Die Generale des «an«» stiegen mil entblößtem Haupt die Treppe bis zurj
Bekanntlich hattc^^NaßKn" /n^^großn^Mom
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«u£jfll JglWta und Äi 6 S ÜUfSTrPV Mgf-rlig bleiben, aber ffl Dank Jedem der an Blatt z„„, LorbeciI len, I kränze uns-eS ^aterla,ides hiiizufügt." Z
