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«8. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezngs-PreiS: durch den Verlag so Pfg. monatlich, durch die Post L Mk. «ro Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

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„achsterschclnendcn Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen. a ' 8 u 8

387 .

Fernsprecher No. 52.

Dienstag, den 21. Augnst.

Fernsprecher N». 52.

1960 .

Deutsches Deich.

Wilhelmshöhe — Petersburg.

L. Krrlin, 20. Augnst.

Mit besonderer Genugthuung wird in hiesigen politischen Kreisen der Passus der letzten Kaiscrrede ausgenommen, der nachdrücklich hervorhebt, daß die Ernennung des Grafen Waldersee zum Oberbefehlshaber ihren Ausgangspunkt in der Anregung und dem Wunsche des Czarcn hat. Diese wichtige Feststellung macht den bekannten Ausstreuungen ein Ende, wonach der Vorschlag, den Grafen Waldersee nach China zu senden, von Kaiser Wilhelm ansgegangen sein soll. Mit Recht wird es nun aber als auffällig bemerkt, daß die offenbar falsche Darstellung, die ursprünglich ge­geben worden war, durch das anerkannte russische Rcgierungs- organ, den „Negierungsboten", verbreitet worden war. Wenn mau bedenkt, daß dies Blatt solche Angaben nicht ohne Erlaubniß der Obercensurbehörde machen kann, so bietet sich ein Räthsel dar, ans dessen Lösung man wohl gespannt sein darf. Denn an der Konstatirung des wirklichen Her­gangs durch den deutschen Kaiser ist selbstverskändlich nicht zu rütteln.

Vom Anarchismus.

Wenn nicht aus anderen Momenten, so könnte man schon aus den immer spärlicher iverdendcn Empfehlungen internationaler Bestimmungen gegen den Anarchismus ent­nehmen, daß die Regierungen und die Völker gegenwärtig mit anderen Sorgen als gerade mit dieser beschäftigt sind. Darüber kann ja kein Zweifel sein, daß die Sache selbst, die Riederzwingnng der scheußlichen Ausbrüche anarchistischen Wahnsinns, ein Anliegen der gesammten Knlturmenschheit ist und bleiben muß, aber die Unmöglichkeit, durch Straf­gesetze, seien es auch noch so scharfe, fanatischen Mördern das Handwerk zu legen, leuchtet dermaßen ein, daß man selbst in den weit rechts stehenden Parteien mehr und mehr davon abkommt, das Heil allein in solchen Ausnahme­gesetzen zu suchen. Auf Mord steht die Todesstrafe, auf Vorbereitung des Mordes stehen ebenfalls furcht­bar harte Strafen. Was also könnte Weiteres geschehen? Die zweckmäßigste Form der Verhinderung von Vebrechen wird immer die möglichst sorgfältige Ausgestaltung und Anwendung des polizeilichen Sicherheitsapparats sein. Darüber hinaus können Gesetze erfahrungsmäßig so gut wie nichts bewirken. Man darf erwarten, daß die italienische Regierung mit Vorschlägen zur Verbesserung des inter­nationalen Ueberwachungsdienstes hervortrcten wird; man darf demgemäß auch erwarten, daß diese Verbesserung that- sächlich erfolgt, und es wird außerhalb des anarchistischen Bannkreises Niemanden geben, der nicht das Gelingen solcher Bemühungen aufrichtig wünschen möchte. Insofern wird also das Erforderliche geleistet oder wenigstens an­gestrebt werden. Es ist nützlich, sich den Standpunkt der

Regierungen zur Frage der Bekämpfung des Anarchismus zu vergegenwärtigen, da es immer noch, indessen eigentlich nur bei uns. Leute giebt, die den Anlaß zu benutzen wünschen, um unter dem Deckmantel jener Bekämpfung andere Pläne zu verwirklichen. Es ist somit ersprießlich ° und geboten, sich darüber klar zu werden, daß die Negierungen, die unserige mit eingcschlossen, offenbar keine Neigung haben, über die polizeiliche Repression hinaus­zugehen. Von internationalen Gesetzen könnte ohnehin keine Rede sein, da weder England noch Amerika, noch sogar die Schweiz bereit sein würden, derartigen Anregungen nach- zugeben. Auch ein auf das Deutsche Reich beschränktes gesetz­geberisches Vorgehen kommt ersichtlich nicht in Frage. Wollte die Negierung sich mit solchen Plänen befassen, so hätte sie den Apparat ihrer Presse längst in Bewegung gesetzt. Daß sie es nicht thut, beweist zur Genüge, daß sie den Richtungen mißtraut, die zu einer Politik der Ausnahmegesetze drängen möchten.

Die sibirische Gefahr.

Die Leistungsfähigkeit der sibirischen Eisenbahn ist neuerdings auf eine Probe gestellt worden, die nach be­rufenen Urtheilen nicht bestanden worden ist. Es ist be­zeichnend, daß die russische Regierung es vorzieht, ihre Truppemransporte »ach China zum Theil auf dem un­geheuren Umwege über den Suezkanal zu bewerkstelligen. Die neue Eisenbahn muß also ihre sehr erheblichen Mängel haben, die vielleicht, vielmehr wahrscheinlich, im Laufe der nächsten Jahre werden abgestellt werden, die jedoch einst­weilen den Werth der Schiencnstraße beträchtlich herabsetzen. Dw Besorgnisse, mit denen vielfach in unseren agrarischen Kreisen auf die sibirische Eisenbahn geblickt wird, dürfen hiernach auf geraume Zeit vertagt werden, wofern sie über-. Haupt eine Berechtigung haben. Charakteristischer Weise giebt die sibirische Bahn auch in Rußland selbst Anlaß zu pessimistischen Betrachtungen. Was die deutschen Agrarier für den deutschen Getreidemarkt befürchten, das befürchten die Agrarier des europäischen Rußlands für den russischen Getreidemarkt: eine Ueberschwemmung mit

sibirischen Landcsprodnktcn. In einer Reihe russischer Zeitungen bildet die „sibirische Gefahr" eine stehende Rubrik; in herzbrechenden Lauten wird die Katastrophe geschildert, die durch die Getrcidefluthen des „Grenzgebiets" für die Gefilde des „Centrums" heraufbeschworen werden wird. Wenn man aber die Dinge betrachtet, wie sie wirklich sind, erkennt man ohne Schwierigkeit, daß der Lärm, der von der sibirischen „Gefahr" gemacht wird, größtentheils in Phantasieen und Ilebertreibungc» seine Wurzel hat. Wir finden über diese Frage bemerkenswerthe Ausführungen im jüngsten Heft des „Russisch-Deutschen Boten", wo es u. A. heißt: „Soweit von sibirischem Getreide-Export die Rede ist, kann vorläufig nur Westsibirien in Frage kommen. Ostsibirien ist so wenig exportfähig, daß es im Gcgenthcil dringend der Zufuhren von auswärts bedarf. Es hat bis jetzt mandschurisches und amerikanisches Getreide in erheblichen Mengen ein­geführt; die Fertigstellung der sibirischen Transversalbahn wird

bewirken, daß Westsibirien die Versorgung des größten Theiles des ostsibirischcn Marktes übernehnien wird, wie denn auch schon jetzt die Gouvernements Jenisscisk und Irkutsk westsibirisches Getreide beziehen. Der Getreide- Verkehr aus der sibirischen Bahn hält sich zur Zeit noch in relativ mäßigen Grenzen. Nach Mittheilungen des Organs des russischen Finanzministers gelaugten im Jahre 1897 nahezu 14 Millionen, im Jahre 1898 reichlich 20 Millionen und im Jahre 1899 etwa 19^ Millionen Pud zum Ver­sandt. Das westwärts ausgeführte Quantum schwankte zwischen 1,7 und 2.7 Millionen Pud". Nach alledem recht­fertigt sich der Schluß, daß die Laudwirthe des europäischen Rußlands keinen Anlaß haben, für die nächste Zeit besorgt nach dem Osten zu blicken, und in Deutschland hat man gewiß itoch weniger Grund zur Furcht vor der sibirischen Gefahr.

^ .Sluguft. Die Kohlenarbeiter Berlin«, etwa

20,000 Mann, sind in einen Streik eingetreteu. Sie verlangen zehnstündige Arbeitszeit und 40 Pfg. Stmidcnloh». Der Verband der Kohlengrohhändler hat für? Erste jede Verhandlung mit dem soccallstochen Transportarbeiter-Verband abgclchnt, aber der Lohn- kommlsnon Zugeständnisse gemacht. Statt der geforderten vier Mark Tagclohn wurden 3,75 Mark bewilligt, ebenso sollen die -Löhne für die Accordarbeit um etwa 20 pCt. ’ aufgebessert werden. Die Arbeitszeit soll wie bisher 11 Stunden mit zweistündiger Pause betragen. Nur wenige ältere Leute blieben bei der Arbeit. Schutzmannschgften standen heute vor den groben Kohlenlagern, am Gorlrtzer und Schlesischen Bahnhof, um etwaige Ausschreitungen der Streikenden zu verhindeni. Da die Kohlenhändler gegenüber den Streuenden sich solidarisch verhalte», aber nicht in der Lage sind, ohne genügendes Arbeitspersonal beni Bedarf gerecht zu werden, so werden sie wahrscheinlich schon mit dem morgigen Tage ihre Platze schließen. Auch alle Waggonsendungen, die nach Berlin unterwegs waren, werden znrückgchalten, da das Standgelv anf den Bahnhöfen erhebliche Kosten verursacht und kein Ausladcpersonal vorhanden ist. (Franks. Ztg.)

bis 15. August: 2 Generalleutnants, 5 Generalmajore, 4 Oberste, 5 Ob rstlcutuants, 13 Majore, 22 Hauptlente, 3 Oberleutnants d LeutnmUs. In Summa 63 Offiziere. Kosten per Jahr 221,000 Mk. Von den Pensiouirten treffen auf Preußen l General- leutnant, 5 Generalmajore, 2 Oberste, 5 Oberstleutnants, 11 Majore 17 Hauptleute, 3 Oberleutnants, 7 Leutnants (Summa 51); auf Bayern 1 Generalleutnant, 1 Oberst, 4 Hauptleute (Summa 6); auf Sachsen 1 Oberst, 1 Major, 2 Leutnants (Summa 4); auf Württemberg 1 Major, 1 Hauptmaun (Summa 2). Ohne Peusion wurden verabschiedet 4 preußische Leutnants. Ausgeschicden sind 3 preußische Oberleutnants und tl preußische Leutnants. Somit beträgt der Gesanimtvcrbrauch an Offizieren i» dein oben genannten Zeitraum 81. Rechnet man hinzu, daß für die ostafiatische Expedition bis jetzt — die in Aussicht stehenden Transporte- nicht inbegriffen — nicht weniaer als 348 aktive Offiziere nbgestellt wurden, so eraiebt sich, dag die aktive Arnice in den letzten, sechs Wochen um 429 Offiziere geschwächt wurde.

* Die Kersorgunz der China-Invaliden. Social- dcinokratischc Blätter haben die Behauptung aufgestellt, daß die etwaigen Invaliden und Hinterbliebenen unserer ostasiatischen Truppen nach den alten, auch von uns für durchaus unzureichend gehaltenen Bestimmungen des R.-Mil.-Pens.-Ges. vom 27. Juli 1871 behandelt würden. Da hierdurch leicht eine Beunruhigung in den Familien der Betreffenden entstehen köiiiite, hält der „Schwab. Merkur" es für geboten, dieser Behauptung sofort entgegeuzutreten, und dieselbe. als durchaus unzutreffend zu hezeichiieu. Stach der

(Nachdruck verboten.)

Lenau.

Zum 22. August 1900.

Von Paul Wittko.

S ist eitel Nichts, wohin mein Aug' ich Heftel DaS Leben ist ein viel besagtes Wandern;

Ein wüstes Jagen ist's voil dem zum andern. Und unterwegs verlieren wir die Kräfte.

Große Dichter sind in einem gewissen Grade auch immer Darsteller ihres eigenen Lebens. Ihre Dichtungen sind Lebensbeichten, abgelegt vor dem Beichtstuhl der Welt. Versenken wir uns in die Blätter der Wcltlitleratur, so nachen wir immer und immer wieder diese Beobachtung. Zeder echte Dichter dichtet sich selber, er giebt sein Innerstes der Welt, die sich von dieser inneren Wahrheit der Dichtung ergreifen und erschüttern läßt. Seeleneindrücke, aber nicht zufällige Ursachen schmieden zumeist das Einzclschicksal. Je weiter der Abstand von Wille und Kraft, desto sicherer, daß in dem Streit zwischen Altem und Neuem, zwischen Er­ziehung und Erkenntniß, zwischen Pflicht gegen Andere und Recht anf sich selbst, — daß in solcher Tragödie schwankende Naturen unterliegen.

Zu den Dichter», die fast ausschließlich sich selbst dichteten, and zu den Mensche», die in jenem angedcutetcn Streite zu Grunde gingen, gehört Lenau (Nikolaus Niembsch Edler v. Strehlenan), dessen 50. Todestag der morgige ist. In einem Briefe vom 19. Juli 1840 sagt er: „Meine sämmt- lichen Schriften sind, da ich für Thaten keinen Raum finde, mein sämmtlichcs Leben", ein andermal nennt er seine Poesie ein Selbstopfer, und an einer dritten Stelle endlich sagt er: „Die Poesie bin ich selbst, mein sclbesteS Selbst ist die Poesie."

Es ist ein eigenthümlich unbestimmtes Halbdunkel, das dcs Dichters Individualität umgiebt. Obwohl er sich eine Zeit lang zum Gelehrten berufen fühlt, ist er durch und durch eine Künstlernatur. N!an könnte ihn, den Menschen

Lenau, fast als den Dichlcrthpus unserer Tage ansehen. Dieser unstete Drang, diese schon in seiner frühesten Jugend getadelte eigensinnige Ungeduld, diese launische, überreizte Stimmung, dieses ständige hypochondrische Gefühl des Un­glücklichseins, diese ausnehmende Abhängigkeit von seinen Nerven, dieses „einsame Mcnschenthum" — das sind Züge, denen wir im modernen Leben auf Schritt und Tritt begegnen. Ein Mensch von ungemein reichem Geist, lamem Gewissen, aber früh gebrochenem Willen kommt es ihm nicht in den Sinn, gegen seine innere Unrast, das Zweiseelcn- thum, in seiner Brust anzukäinpfen. Fortwährend ab­hängig von äußeren und inneren Eindrücken, entrüstet er sich zwar darüber, aber er flicht immer mehr in sich selbst, als daß er Anfechtungen abwehrt. Ja, er erlödlet sogar ganz rationell in sich alle Lebenslust und Lebenskraft. Er belauert, umschleicht, beobachtet sein Inneres bis ins Kleinste. Aber gerade darum bleibt er in den Händen des Schicksals ein Spielball, den es bald hierhin, bald dorthin, selbst über den Occan schleudert. Sein geistiges Leben währt 42 Jahre (er wurde geboren am 13. Augtlst 1802 zu Ezatad in Ungarn), aber er findet keinen Beruf, kein Heim, kein Weib. Im Alter von 20 Jahren schon ver- theidigt „Der Unbeständige" in einem ebenso über- schriebenen Gedicht mit guten Gründen seinen fort­währenden Wechsel dcs Studiums. Er studirt ohne

praktischen Lebenszweck, aber, wie einer seiner Freunde sagt, mit dämonischem Fleiß. Von der Philosophie wird er zum Jus und dom Jus zur Medizin getrieben, besteht überall die beiden ersten Prüfungen glänzend, läßt cs aber zu keiner dritten, abschließenden kommen. Er strebt nach einer Philosophie-Professur, geht aber bald darauf auf eine Ackerbauschule, um Landwirthschaft zu studiren. Dann ist er drauf und dran, zum Dr. med. zu proinoviren und sich in Heidelberg zu habilitiren, gelangt aber bald wieder zp anderen Entschlüssen. Ueberall ein wehrloses Unterliegen seinen jeweiligen Einfällen.

lieber ein Jahrzchnl lang führt er ein Wanderdasein Zumeist hält er sich bei Freunden oder Verwandten in Stuttgart oder in Wien auf und wird von diesen unheilvoll verwöhnt. Niemals kommt er vom Wcibcrgängclbande los. Schon seine Mutier verzärtelt den vergötterten Svhn über alle Maßen, macht ihn aber dadurch unfrei, eigenwillig, bequem, launenhaft, selbstsüchtig und mißtrauisch. Sobald er ans ihren Händen ist, taumelt er in einen unglück­seligen Liebesransch. Als Student verliebt er sich in ein schon sehr verblühtes und zänkisches Frauenzimmer von zweifelhaftem Ruf in untergeordneter Stellung — sie ist Haushälterin bei einem bürgerlichen Stadtrath Wiens — und kommt viele Jahre von diesem Weibe nicht los. Acht seiner schönsten Gedichte erzählen von diesem unwürdigen, ihn zerrüttenden Liebeshandel, durch den er um seine besten Jugendjahre betrogen wird. Es wird ein Töchterchen geboren, das aber nicht den Namen des angeblichen Vaters erhält. Dem langen Liebesrausche folgt, als er an der Treue seiner Geliebten begründeten Zweifel zu hegen beginnt, bis sie ihm endlich offen einen griechischen Handelsmann vorzieht, ein fürchterlicher Katzen­jammer, und er findet mit allen seinen großen Gedanken, von Gcwissensbisscn und körperlichen Schmerzen gefoltert, offenbar den Folgen einer unglücklichen Veranlagung, weder zum Leben noch zum Sterben den rechten Mnth. Später verliebt er sich in ein vortreffliches Mädchen, Lotte Gmelin, die Tochter eines Professors der Rechte an der Universität Tübingen. Sie begeistert ihn zu seinen wundervollen „S chi l f- liebe vu", er kann es aber znrHeirath nicht kommen lasse», da seine materiellen Verhältnisse cs, wie er glaubt, unmöglich machen. Alsdann läßt er sich 12 Jahre lang von einer verheiratheten Frau regieren und verlobt sich zwischendurch mit einer Schauspiclcria. Das Vertöbniß geht aber lehr bald auseinander und endlich findet der Zweiuiidvierzig- jahrige ein liebenswürdiges Mädchen von sanfter Anmuth und holder Weiblichkeit. Marie Behrens aus Frankfurt a.M..