«8. Jahrgang.
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No. 373. F"''sp«<r>» No. 52. Montag, den 13. Angnst. Fernsprecher No. 52. 1900.
Abend ■Ausgabe»
Uolitlsches ans England.
Unser Londoner u-Korrespondcnt schreibt uns unterm 11. ds. Mts.:
In jener Blumciilese nichtssagender Redensarten, die Mr. Chamberlain der Königin in den Mund legte, indem er sie mit der Etikette „Thronrede" versah und sie gelegentlich der Vertagung des Parlamentes vorlescn ließ, hieß es unter Anderem, „der Krieg in Südafrika ist noch nicht beendet". Es ist das eine Thatsache, die man jetzt in den weitesten Kreisen Englands mit immer größerem Mißbehagen zu empfinden beginnt. Selbst die „Khaki-Presse" fängt au, ungeberdig zu werden, und nur die „Times" bemerkte soeben noch mit jenem moralischen, aber auch von einem drei Pence per Exemplar kostenden Blatt- zu erwartenden Muthe: „Es unterliegt kaum dem geringsten
Zweifel, daß das Ende des Krieges nahe ist." Diese nachgerade moderige Redensart wurde seit vielen Monaten täglich von allen Zeitungen wiederholt. Die Nachrichten aus Südafrika lauteten in dieser Woche wieder recht trübe für die Engländer, doch wurden sie durch die freudige Knude ausgewogen, daß Lord Roberts nunmehr den Künstler vom Spionskop, Sir Charles Warren, hcimschickt. Derselbe wird sich wahrscheinlich fortab mit Sir George White, dem „Vcuheidiger" von Ladysmith, zusammen als Kriegsheld ausstcllcn, indem er wie dieser Brave von Stadt zu Stadt zieht, sich Ehrengeschenke machen läßt und in langen
Reden auseinandersetzt, wie er es eigentlich war,
dem es zu verdanken ist, daß die Buren nicht über den Tugcla drangen und alle Engländer in die See trieben. White erhob bereits Anspruch auf dieses Verdienst, und warum sollte cs da nicht auch Warren thun? — Einigermaßen beunruhigt fühlte man sich hier durch die Meldung, daß die beiden Lords, Kitchener und Methuen, diese berühmten militärischen Genies, soeben beauftragt wurden, den nachgerade lästig werdenden Dcwet zu fangen. Dieselben haben allem Anscheine nach ihrem Rufe auch dieses Mal alle Ehre gemacht. Dcwet, der natürlich wie gewöhnlich vollständig umringt mar, ist heute noch ebenso frei wie je, aber Lord Methuen behauptet, mit ihm in Berührung gekommen zu sein und eine Abtheilung seiner Truppen nach „erbittertem", sieben Mann kostenden Kampfe von einigen fast uneinnehmbaren Anhöhen vertrieben zu haben. Selbst Lord Roberts wird jetzt offenbar etwas ungeduldig, denn in seinem Berichte über die abermals mißlungene Aufhebung Dewets heißt cs: „Ich sandte Methuen »ach einer Stellung, wo er Hütte im Stande sein sollen, den Feind abzufangen." — Im Augenblick scheinen die Buren wieder einmal Pretoria zu bedrohen, dessen Garnison, wie die heutigen Depeschen melden, sogar in der vorigen Nacht alarmirt wurde. Ein Bnrgerkomniando, 500 Mann stark, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt, und man kann sich nur wundern, ob Lord Roberts von seinem noch immer 220,000 Mann zählenden Heere nicht seinerseits 500 erübrigen kann, um sie jenem gefährlichen Bürgerhaufen entgegenzustellen. Die interessanteste, in neuester Zeit aus Pretoria empfangene Meldung ist aber entschieden die von der geplanten Entführung Lord Roberts und der Ermordung der übrigen englischen Offiziere. Jedenfalls wurde dieser höllische Plan entdeckt, um vor der Welt kommende „energische" Maßregeln zur Pacificirung des Transvaals zu rechtfertigen. An der Verschwörung sind angeblich fünfzehn Personen betheiligt gewesen, und' außer ihnen hat man noch einen Topf mit schwarzer Farbe gefunden, die offenbar zum Uebermalen der Nummer der Droschke bestimmt war, die Roberts entführen sollte. Ganz klar ist man sich indeß über den Zweck der Schwärze nicht da es in Pretoria keine Droschken gicbt.
Der Aufstand in China.
Kcrlin. 11. August.
Der Erfolg der verbündeten Truppen bei Anugtsun wiri in hiesigen militärischen Kreisen nach Gebühr gewürdigt aber er wird nicht überschätzt. Die schweren Opfer, die di« Zurückdrängung der Chinesen gefordert hat, bestätigen an ft Neue, daß der Feind außerordentlich ernst zu nehmen ist „ a et Out bewaffnet ist und in gut gewählten Positionen i.hi. Bon einer Fortsetzung des Marsches nach Peking wird schwerlich die Rede sein können, da gerade jetzt die Regenzeit begonucn hat und das ganze Gelände zwischen Mngtsun und der Hauptstadt überschwemmt ist. Was die angeblich von der chinesischen Regierung an Li-H»ng-Tschang b betrifft, Friedensverhandlungen mit
ven Machten anzuknüpfcn, so wird selbstverständlich ab- zuwarten sein, einmal, ob diese Nachricht überhaupt einen ,2v °? an ! mS Oegebenen Fall- Li-Hung-Tschang fc Regierungen zu eröffnen hat. Vorderhand
b°r als ein mit gebotenem Mißtrauen aufzunehmender Versuch der Chinesen, die militärische wie
die diplomatische Aktion der Mächte zum Stillstand zu bringen. Die Zustimmung Englands und Amerikas zur Ernennung des Grafen Waldersce zum Oberbefehlshaber ist an keine sachlichen Bedingungen geknüpft worden. Gleichwohl bekommt man den Eindruck, daß beide Mächte Vorbehalte für gut befunden haben. Die Behauptung, daß die Zustimmung bedingungslos ertheilt morden ist, trifft wohl nur dann zu, wenn man annimmt, daß der deutsche Antrag sich darauf beschränkt hat, das Ein- verständniß der Kabinette mit der getroffenen Wahl in Bezug auf deu nördlichen Operationsschauplatz nachzusuchen. Ist dies geschehen, hat also der deutsche Vorschlag nichts von Operationen in anderen Theilcn des chinesischen Reichs enthalten, so würde es richtig sein, wenn jetzt von hier aus mitgetheilt wird, daß weder in London noch in Washington Vorbehalte siattgefunden haben. Materiell jedoch dürften solche gemacht worden sein, sei es auch nur in der Form, daß der Schauplatz der militärischen Aktion mit sorgfältiger Anlehnung an den deutschen Antrag genau umschrieben worden ist. Die von London aus erfolgte Zustimmnng soll die Wendung enthalten, daß die Wahl des Grafen Waldersce zum Oberbefehlshaber „in der Provinz Tschili" gebilligt worden sei. Achnlich soll die Note der amerikanischen Negierung davon sprechen, daß Graf Waldersce als Befehlshaber der „Entsatzstrcitkräfle" acceptirt wird. Damit also wäre von beiden Seiten gesagt, daß keine Ausdehnung der Operationen auf weitere Gebiete Chinas gewünscht wird, vielmehr daß im Falle solcher Ausdehnung der deutsche Oberbefehl nicht anerkannt werden würde. Ilm es zu wiederholen: Der anscheinende Widerspruch zwischen den hiesigen offiziösen Mittheilungcn von einer unbedingten Zustimmung beider Mächte und den aus London und Washington gemeldeten Einschränkungen erklärt sich ganz zwanglos, wenn man annimmt, daß von Berlin aus von Anfang an nichts Anderes beansprucht worden ist, als eben die Regelung der Oberbefehlshaber - Frage auf dem AktionSschanplatz zwischen Taku und Peking. Die Amerikaner, die sich in der Tugend der Offenherzigkeit immer stärker bewähren, lassen uns durch ihre Blätter unumwunden mittheilen, wie argwöhnisch sie die Ernennung des Grafen Waldersce betrachten, und daß sie befürchten, Deutschland führe einen wirklichen Ldrieg gegen China im Schilde. Man hat einstweilen solche Stimmen und Stimmungen lediglich zur Kennmiß zu nehmen. Bei der Unklarheit, die über die Vorgänge hinter den Conlissen der chinesischen Frage herrscht, ist zu erwarten, daß noch mancherlei Reibungen unter den interessirtcnMächten entstehen, und daß Graf Waldersce bei der Lösung seiner gefahrvollen Aufgabe mit noch größeren Schwierigkeiten, als den rein militärischen, zu kämpfen haben wird. Es ist die Frage, ob das immer stärker hervortretcnde deutsch-russische Einvernehmen in allen Fällen im Stande sein wird, von uns als der Macht, die nun einmal die Führung übernommen hat, die im Hintergründe drohenden Unannehmlichkeiten ab? znwcnden.
Der deutsche Oberbefehl 1,» China.
... 11. August. Die „Natioual-Zeitung" schreibt be
stätigend: dm der Frage des deutschen Oberbefehls über die internationalen Strettlräftc in China sind nunmehr'die Antworten der Verenngten L-taatcn von Amerika und England hier ciugegaiiqcn Die Vereinigten Staaten haben »„bedingt zugestimmt, die englische Negierung billigt mit Gemigthuuug die vorgeschlageiie Lösung in der Erwartung, daß die übrigen Mächte zustimnien werden.
hd. Krriin, 11. August. Der „Lokal-Anzeiger" »leidet ans Brüssel: Obcileutnant Bartels. Gcncralstabschef im Militärbezirk Lüttich, welcher zum Oberbefehlshaber des belgischen ExpeditiouscorpS für China ernannt worden ist, wird sich nach Berlin begeben zwecks Berständigiing mit dem Generalissimus Grafen Waldersce. Die Meldungen Freiwilliger für das Expeditions- Corps sind so zahlreich, dast wahrscheinlich »ach der Abreise des ersten Bataillons ein zweites gebildet ioerden wird.
I>d. Berlin, 12. August. Graf Waldersce verläßt Hannover endgültig am 15. Anglist. Die Abreise mit dem Hauptquartier, welchem 23 dcntsche Offiziere augchörc», erfolgt am 20. August mit dem Dampfer „Sachsen" von Genna ans. Der ncn ernannte Oberquacticruicistcr, Oberst v. Gayl, wurde zum Generalmajor befördert. — Wie mehrere Blätter incidcii, geht Graf Waldersce vor seiner Abreise ans Geniia in besonderer Mission nach Noni. — Dem dcntschcn Oberbefehl in China hat nunmehr auch Japan amtlich zugestiinint.
hd. Paris, 12. August. Der Ministerrath wird am nächsten Dienstag unter dem Vorsitz des Präsidenten Lonbct eine Sitzung abhaltcn, um definitiv zu der Ernennung des Grafen Wnidcrsee als Oberbefehlshaber der verbündeten Truppen in China Stellung zu nehmen.
vb. Petersburg, 12. August. Der „Negierungsbote" begrüßt im nichtnuitlichc» Thcil den Grafen Waldersce als hervorragciidcn Strategen, der seine außerordciiilichen militärischen Fähigkeiten wiederholt glänzend bewährt hat. Obgleich die bevorstehende Aufgabe Waldersees keine leichte sei, lasse sich, meint das Regierungsblatt, mit Bestimmtheit Voraussagen, daß die Söhne des himmlischen Reichs diesen hervorragenden Militär nicht sobald vergessen werden.
hd. Berlin, 13. August. Wie das „Kleine Journal" authentisch erfährt,' werden sich zwei russische Offiziere als militärische Vertreter Rußlands dein Stab des General-Fcld- inarschalls Graf Waldersce anschlicßcn. — Der „Nazione" zufolge werden, wie dem „Verl. Tagcbl." au« Rom telegraphirt wird, auch zwei italienische Gencralstabs-Offiziere sich mit dem Stab des Grafen Walderiee in Genna einfchiffcn.
Die Vorgänge in China.
hä. Berlin, 11. August. Ter „Lokal-Anzeiger" meldet ans ^ur>s: Ad„,,M Courrejollcs telegraphirt ans Taku, daß nach emer Pekinger Meldung alle Gesandten neuen heftigen Angriffen nusgesetzt sind.
üd. Parst«, 11. August. lieber die Einnahme von Niutschwang berichtet cm Telegramm aus Tschifu vom 8. d. M. vir» Shanghar an den „Ncw-Aork Herald" Folgendes: In aller Frühe am 4. d. M. wurden die fremden Niederlassungen von Niutschwang von den Boxen! angegriffen. Die Boxer wurden unterstützt von reglflärcn chiiiesiichen Truppen. Nach heftigem Kampf wurden die Chinesen zuruckgcschlagen und die Russen zogen in die Stadt ein. Die Verluste waren ans beiden Seiten nur gering. Zwei japanische Kanonenboote, die am eigentlichen Kampf nicht theilgenommen hatten, landeten Matroicn, um die fremden Niederlassungen vcrtheidigcn zu helfe».
„ hd. London, 11. August. Ans Tschifu wird gemeldet: Die Zahl der tm Norden Chinas versammelten chinesischen Truppen wird ans 50,000 Mann geschätzt. Diese Zahl ist derjenigen der dort stehenden russischen Truppen bedeutend überlegen. —--Aus Petersburg wird gemeldet: 12,000 Chinesen aus den Provinzen Hunan und Hupeh sind aus Peking nach Tientsin abgegangen. Sie verschanzen sich am Peihoflussc.
*h ; Po»», 12. August. Der Minister des Auswärtigen, Delcaffe, erhielt folgendes Telegramm Pichons, aufgegcbcrr vom T August tut Tsungli-Iamen, welches besagt: Die chinesischen Truppen belagerte» und beschossen uns vom 20. Juni bis zum 1.;-, Juki- 4 Gesandtschaften wurden in Brand gesteckt. Die französische Gesandtschaft liegt zum überwiegenden Theile in Trümmern. Wir halten uns noch baut der Tapferkeit der französischen und österreichischen Trutzpeiiabtheilung. Unsere Verluste betragen 16 Mann. Die allgemeinen Verlust-betragen 60 Personen. Mehr als 110 Mann sind verwundet. — Sämmtlichc religiöse Missionen in Peking außer denen m Peitsana sind iiiedcrgebrannt. Die Gesnndhcir des Personals der Gesandtschaft ist gut. Die Beschießnng hörte am 17. Juli auf, aber die Chinesen fahren fort, hin und wieder Gcwehrfmer ans »ns zu richten, ohne uns Schaden znzusngen. Di« chinesische Regierung sucht auf indirektem Wege mit uns über unsere Abreise M unterhandeln, doch könncii wir ohne europäischen Schutz Peking nicht verlassen. Unsere Lebensmittel und unser Schießvorrath sind nahezu erschöpft. Ernenertc Angriffe würden uns der chinesischen Regierung auf Gnade und Ungnade ansliefcrn. Es ist uns nicht gestattet worden, auf Ihr Telegramm vom 19. Juli mit chiffrirtem Telegramm zu anlivorten.
- „ hd. Lond«», 13. August. Rach Meldungen ans Tientsin wlle» sich die Chinesen in vollem Rückzuge auf Peking befinden. Voraussichtlich werden die Verbündeten in spätestens zwei Tagen vor Peking ai,foi„i„cn.
wb. Petersburg. 12. August. Dem „Regierungsbotcn" sind nachfolgende Meldiiiigcn zilgegaiizcn: General Grodckow berichtet ans Chabarowsk vom 10. August: Die Kolonne des Generals Nermemcwiph hat den Ort Sandschar eingenommen, ist an den PAffnl des ChinaangebirneS ingelangt und hat telegraphische Ver- bindung bis Algun hergcstellk. — Eine Meldung des Ingenieurs Botfcharow vom S. August gesagt, daß die telegraphische Verbindung mit Chailar, Zuruchastni und Agtageitu wieder hcrgestellt ist. Der Finanpninistcr erhielt einen Bericht über die Eimrahme Charbms durch ein russisches Departement. Von Sanstn bis Chardin räumten die Chinesen alle Posten und flohen. — Nachträglich wird noch über ernste Angriffe der Chinesen am 26. Juli bei Charbin gemeldet. Die Chinesen wurden znrUckgeschlagen, drei Geschütze wurden erbeutet, aus denen dann auf die Chinesen geschossen wurde. Unsere Verluste betragen 50 Tobte und Ler- wundctc. Ein Thcil Charbins ist nicdergcbrannt.
hd. Berit», 11. August. Eine heutige Blätternieldnng besagt, daß der bayrische Bevollmächtigte zum Bundesrath, Graf Lcrchen- fcld, zui» Prinzregentrn berufen worden ist. Diese Berufung soll angeblich mit dem Zusammentritt des Binidesraths behufs Bcralhmrg über die Anwendung des Artikels 61 der Verfassung zusnmmcn- hängcn, wonach demnächst außer Freiwilligen auch andere deutsche Truppen entsendet werden können. — Hierzu können wir mittheilen, daß die Berufung des Grafen Lercheuftld zum Prinzregeiiten, wenn sie thatsächlick den angekündigtcn Zweck gehabt haben sollte, lediglich die eüvaige Möglichkeit behandelt haben könnte, die sich aus dem Gang der Dinge in Ostasien erst ergeben müßten.
hd. Berti», 12. August. Nach einer Meldung aus Kiel werden die anläßlich der Entsendung der Linienschiffs-Division ri lll - n ^»gezogenen Dispositions-Urlauber und nnsgedicnten Rcamsichnstcii der heimischen Kriegsschiffe und Marinetruppcntheile nach Beendigung der Flotieu-Manöder wieder entlassen.
hd. Paris, 12. August. Präsident Lonbct hat sich gestern unter lebhaften Ovationen einer zahlreichen Volksmenge nach Marseille begeben, um die nach China abgcheude» Truppen zu be- nniBcii._ Heute Abend begiebt sich Loubet nach seiner Vaterstadt Montelimar, wo er bis Dienstag verbleiben wird. — Der Minister de« Auswärtigen. Dclcassö, hat durch Vermittlung des chinesischen Gesandten in Paris ein längeres Tclegrainm an den französischen Gciaudtcn in Peking, Pichou, gesandt. Delcassö fordert in dcm- scloen Pichon aus sich mit den übrigen Vertretern der Großmächte über alle L-icherhcitsniaßregcln zu verständigen. Dclcassv besteht auf dem Schutz der 3000 chmesischeu Christen.
^ Ankunft der deutsche» Truppen in China.
1 Dampfer des Norddeutschen Lloyd und
^DE ftr e Hamburg-Amenka-Linic mit Truppentransporten "S,Mim unterwegs Köln" war am 30. Juli in Yokohama,
"Iwsw P« (l, 'b" nm 0. August in Singnpore, iwhrnrf" "''d „Halle hatten am 1. August Batavia, am 2. August 7’?P ?ossirt. Die „Gera" ging am 6. August von Malta, rwhJin 10 nm 0. Tarif«, Straßburg" passirtc am 7.
Gibraltar, „Aachen am 6. Malta, „öthein" nm 3. und „Adra" am 4 Dover, während „H.H. Meier" au» 7. Quessant und „Phonicia" prtfftrte^ ®on btn 10 Dampfern, welche das ans etwa 16,000 Mann bestehende deutsch-ostastatische Expeditionscorps W?».und tu den Tagen vom 27. Juli bis 4. August von Bremerhaven abgegnngen sind, können, der „Nordd. Alka Zla" d Damvser 12 »nd mehr Seemeilen in der Stunde laufen. Ä b mnr nfltu £ tlu f. Fahrt von 11 und 11'/- Seemeilen macheii. Mithin werdcu die schnelleren Schisse die lanasanicr
unl> W Ä llb auf den Dampfern „Frankfurt" I 7 b • / ll ßOÄfften beiden Seebataillonc Taku etwa am nWintP.ni.'e'Pa 11 prde», durfte von den in den letzten Tagen algelassenen Schiffen der erste Daippscr am 7. September in Taku
