«8. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgabe». — VezngS-Pir>o: durch den Verlag »« Pfg. monatlich, durch oie Post L Mk. «« Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
Verlag: Langgasie 5.7.
ÜT'^OOO Abonnenten.
Anzeigen-PreiSk
Die einspaltige Petitzeilc für locale Anzeigen l5 Pfg.. für answärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Pctitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags, nächsterscheiueilden Ausgabe wird keine Gewähr übernonnuen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
Uo. 371.
Fernsprecher No. 53.
Samstag, den II. Angnst.
Für die Ausiiahnie später eingereichter Anzeigen zur
Fernsprecher N». 52. 1900.
Abend-Ausgabe.
(Nachdruck verboten.)
Anarchisten und Nationalisten.
Unser Pariser «-Korrespondent sendet uns folgendes Stimmungsbild: „Me Anzeichen weisen darauf hin, daß Saison bei seinem gegen den Schah von Persien gerichteten klttentatsversuche nicht isolirt und auf eigene Faust gehandelt hat. Vor der That sah man neben ihm einen feinen Herrn, der, nachdem er auf seinen goldenen Chronometer geblickt hatte, sagte: „Geduld, es kann jetzt nicht mehr lange dauern, bis er herauskommt." Andererseits steht fest, daß Saison stellungs- und verdienstlos war. Wer ernährte, wer kleidete ihn? Wer gab ihm das Geld, seinen Revolver zu kaufen? Es ist durch die Memoiren des früheren Polizeipräfekten Andrieux und durch Erklärungen vieler Anarchisten selbst bekannt, daß diese in ihrer fanatischen Verbohrtheit und frivolen Gewissenlosigkeit sich halb unwissend, halb gern zu Werkzeugen bald dieser, bald jener politischen Partei gebrauchen lassen. Dies entspricht ihren „Grundsätzen" und ihrer Taktik. Sie nehmen unbekümmert Selb, wo sie es finden, selbst durch Einbruch und Raubnord (wie s. Zt. in Wien), warum sollten sie e8 zurück- weisen, wenn es ihnen von Gönnern dargcboten wird, die sich für ihre Sache zu interessiren scheinen? Sie nehmen es um so lieber, wenn es von Rathschlägen und Fingerzeigen in anarchistischem Sinne begleitet ist. „Was schadet's," sagt sich der Anarchist, „wenn ich mit meinem Vernichtungswerk, mit meiner „Propaganda durch die That" zugleich dem nobeln Patron, der uns unterstützt, einen kleinen Gefallen erweise? Mag er sich an meiner Feuersbrunst immerhin seine Cigarre anzündcn; ein anderesmal setze ich ihm selbst den rothen Hahn aufs Dach." So bildet sich der Anarchist ein, er beute die Politiker, die mit ihm verkehren, ihm Mittel und Weisungen geben, aus; in Wirklichkeit ist er nur ihr Werkzeug. Sic treten nur durch ohnehin bloßgestellte, oft unter falschen Namen eine Doppel- Existenz führende Mittelmänner mit ihm in Verbindung. Er weiß also gar nicht, für welche Partei er, während er so ganz im Allgemeinen gegen die „Gesellschaft" zu kämpfen glaubt, eigentlich arbeitet. Andrieux ließ unter Ferry zuerst die Anarchisten für die Regierung arbeiten, die ein Interesse hatte, das Parlament graulich zu machen. Als er unmöglich geworden war, stellte er sie in den Dienst des Boulangismus. Später rekrutirte sie der Marquis de Mores gegen die Rothschilds. Seit der Verschmelzung der Antisemiten mit den Nationalisten sind diese die Hintermänner der Anarchie geworden. Der nationalistischen Gewaltpolitik entspricht es, gelegentlich von Dolch und Kugel „vorgeschrittener" Fanatiker Gebrauch zu machen. Daß ihnen der Meuchelmord bisweilen zweckmäßig erscheint, hat in Rennes der Vertheidiger des Hauptmanns Dreyfus, Labori, erfahren müssen. So wenig man aber jenen Mörder ermittelt hat, wird man wohl je Denjenigen entdecken, welcher dem Revolver Saisons sein Ziel bezeichnete. Man kann sich nur an die römische Kriminalregel halten: ,,I« fecit, cui prodest“, der hat's gethan, dem es nützt. Für die aiiarchischc Propaganda war es gleich, ob diesen oder jenen Monarchen oder Staatsmann; für die Nationalisten dagegen war cs ein gewonnenes Spiel, gerade den Gast der verhaßten parlamentarischen Republik in dem Palaste, den sie ihm angewiesen hatte, ermordet zu sehen. Welcher unauslöschliche blutige Makel fiel auf die Republik, fiel auf Loubets Negierung, fiel vor Allem aufdenoberstenChefder Polizei, den Minister des Innern und Premier Waldeck-Rousscau.JhrSturzwarumsounvermeidlicher, als es der Günstling und Vasall des hohen Bundesgenossen, des Czaren, war, den sie nicht zu beschützen gewußt hatten. Dann kam die erhoffte Präsidentschaft Deschanel und ein Amnestie-Ministerium Dupuis-Moline, und der zurückgekehrte Döroulede in Verbindung mit Rochefort, Drumont und dem Senator General Mercier nahmen ihre Staatsstreichpolitik mit frischen Kräften wieder auf. Auch klingt durch die Artikel des „Jntransigeant", der „Libre Parole", des „Gaulois" und „Soleil" deutlich genug der Verdruß über das Mißlingen des Attentats. „Js fecit, cui prodest.“
Deutsches Deich.
Der socialdemokratische Rechenschaftsbericht.
Der Jahresbericht der socialdemokratischen Parteileitun; geht mit möglichst wenig besagenden Wendungen über du „„^erlagen bei den Reichstagsnachwahlen von Salbe Äni e6en u"d hinweg, um daun umso nach
drucksicher und freudiger bei den allerdings beträchtlicher Erfolgen zu verweilen, welche die Partei bei den Landtags- wählen und, den Gemeindewahlen errungen hat Dü Zusammenstellung dieser Fortschritte ist lehrreich genug I, Reuß, Oldenburg, Schwarzburg-Sondershausen. Meiningen Hessin, Baden, Bremen haben die „Genossen" eine gam bedeutende Anzahl ihrer Kandidaten durchbringen können
in Meiningen bilden sie ein Viertel des Landtags (sechs von vierundzwanzig). Noch ansehnlicher sind die Erfolge in den Gemeindevertretungen. In Forchheim bei Karlsruhe befinden sich unter 48 Gemeindcvertretern bereits 31 Genossen! In Brandenburg a. H. eroberten sie 11 Sitze. Der Bericht sagt nichts über die Frage, ob die bei den Landtagswahlen erzielten Erfolge dazu ermuntern sollten, die bisher geübte Zurückhaltung bei den preußischen Landtagswahlen aufzugeben, indessen wird diese Frage auf dem bevorstehenden Parteitag wohl eingehend erörtert werden. Der Bericht enthält ferner kein Wort über das Problem der zweckmäßigsten Verbreitung der Social- demokratie ans dem Land, Der Mangel war schon im vorjährigen Rechenschaftsbericht wahrzunehmen gewesen. Ein Abschnitt deS Berichts behandelt die Neuorganisation der Partei auf Grund der Aufhebung des Verbots der Verbindung politischer Vereine. Wie inhaltsleer dies Verbot geworden war, wie wenig es der Partei Fesseln anlegen konnte, erkennt man daraus, daß die Partei am liebsten die bestehende Organisation beibehalten möchte, da sie sich „ein- gelcbt, befestigt und bewährt habe". So werden denn auch nur geringfügige Aenderungen vorgenommen werden.
* * *
* Kewegnng der grösierr» Einkommen in Preußen.
lieber die Aufwärtsbewcgung der höheren Einkommen in Preußen werden in der „Statist. Korresp." interessante Zusammenstellungen gemacht. Das Einkommen von Censiteu mit mehr als 3000 Mk. ist seit Mitte der 90cr Jahre stetig gestiegen. Nach Abzug der Schulden betrug in den Städten das Einkommen dieser Censiten in Millionen Mark: 1892: 2197.71, 1896: 2308.12, 1897: 2447,56, 1898 : 2662.02, 1899 : 2875.31. Auf dem Lande gestalten sich die Zahlen folgendermaßen: 1392: 594.63, 1896: 581.19, 1897: 608.73, 1898 : 640.98, 1899 : 697.05. Während im Staate nach anfänglichem Rückgang das Einkommen der städtischen Censiten bereits 1895 den Stand von 1892 wieder erreicht hatte, war dies bei den ländlichen Steuerpflichtigen erst 1897 der Fall. Eine ununterbrochene Zunahme des Einkommens ist aber in den Städten schon seit 1894 und auf dem Land seit 1896 eingetreten. Von letzterem Jahr an bis 1899 betrug sie in den Städten nicht weniger als 618,70 Millionen Mark, d. i. durchschnittlich jährlich 6 v. H., auf dem Land dagegen 122,67 Millionen Mark, d. i. 4,59 v. H. im Jahresdurchschnitt, war mithin auch hier ziemlich bedeutend. Im Verhältnisse zur erstmaligen Veranlagung im Jahr 1892 hat sich 1899 das Einkommen in den Städten um 30,83, auf dem Land immerhin um 17,22 Hundert- theile vergrößert. In den einzelnen Provinzen ist gleichfalls seit 1896 eine _ beträchtliche und anhaltende Zunahme des Einkommens der städtischen Cciisiten festzusteUeii. Nur in den Städten der Provinz Westpreußen ist es in diesem Jahr wieder etwas (um 0,81 v. H.) zurückgegangen. Den Einkommensbetrag der erstmaligen Veranlagung erreichten die Städte der meisten Provinzen bereits wieder im Jahre 1895, Berlin jedoch erst 1897 und Sachsen sogar erst 1898. Seit 1892 weisen die Städte Brandenburgs und Schlesiens eine ständige Einkonimenszunahmc auf, während ein derartiges günstiges Verhältiiiß in den Landgcbicten keiner Provinz vorkommt. In diesen ist ein allgemeines Steigen des Einkommens erst seit 1897 bemerkbar. Diese starke Zunahme ist vorzugsweise auf die industriellen Verhältnisse der Landgebietc dieser Provinzen, für Brandenburg außerdem noch auf den Abzug wohlhabender Steuerpflichtiger von Berlin nach dessen Vororten zurückzuführen. Was da? durchschnittliche Einkommen eines Censiten mit mehr als 3000 Mk. betrifft, so ist im Staatsgebiet der anfängliche Durchschnittsbetrag zunächst zurückgegangeu und erst 1897 in den Städten, 1898 auf dem Lande wieder eingeholt worden, während in jenen schon seit 1895, in den Landgebieten erst seit 1897 ein anhaltendes Steigen des Durchschnittes zu bemerken ist. In den Provinzen haben die Städte Schleswig-Holsteins, sowie die Landgebiete ebenda, in Sachsen, Hannover und im Rheinland den Durchschnittsbetrag des Jahres 1892 noch nicht wieder erreicht; anderseits wird dieser 1899 in den Städten Sachsens und Hessen- Nassaus in den Laudgebieten letzterer Provinz, sowie Posens und Schlesiens schon um mehr als 1000Mk.übertroffe». Die in den Provinzen mehrfach vorkommendc Abnahme des Durchschnittseinkommens in einzelnen Jahren ist an sich kein ungünstiges Zeichen. Denn wenn, wie auf dem Lande in der Rheinprovmz (1897 und 1898) und in Westfalen (1898 und 1899), sowie in den Städten Sachsens (1897 und 1893) gleichzeitig eine nicht unbedeutende Vermehrung des Gesammteinkonimens stattgefunden hat, so ergiebt sich, daß die Zahl der wenn auch geringeren Einkommen über 8000 Mk. erheblich gestiegen, mithin eine wünschenswerthe starke Neubildung solcher erfolgt ist. Geht dagegen, wie in den Landgcbicten Sachsens in den Jahren 1893 bis 1896, mit dem Durchschnitts- zugleich das Einkommen im Ganzen beträchtlich zurück, so bedeutet dies ein allgemeines Sinken der Einkommen, insbesondere auch eine wesentliche Abnahme der Zahl der Steuerpflichtigen mit mehr als 3000 Mk. Einkommen. (DieseZusammenstellung der Statistischen Korrespondenz ist ia ganz schön und interessant, nur darf man nicht hinzuzufügen vergessen, daß mit der durchschnittlichen Erhöhung des steuerpflichtigen Einkommens auch die Lebenshaltung eine kostspieligere geworden ist.)
* Arbeitseinstellungen. Nach dem „Hamburger Korrespondenten" legten auf der Werft von Mohn, und Boß in Hamburg 87 Kesselschmiede, 90 Bohrer und 241 Maschinenbauer die Arbeit nieder. Aus der Neihersticg-Schiffswerft sind 52 Schiffbauer in den Ausstand getreten. Der Arbeitgeberverband forderte die Stauereinnternehmen auf, strikte darauf'zu achten, daß keine Werftarbeiter in ihre» Betrieben Beschäftigung finden.
Der Aufstand in China.
Die Annahme, daß die Erueiinung des Grafen Waldersee zum Oberbefehlshaber den einstimmigeu Anträgen der Mächte entspreche, erweist sich als unzutreffend. Eigentlich hätte man schon wegen der Form mißtrauisch werden müssen, in der diese Ernennung der Oeffentlichkeit bekannt gegeben wurde. Die Milkheilung erfolgte lediglich durch offiziöse, in ihrem Wortlaut ziemlich unklare Kundgebungen, während es das Angemessene gewesen wäre, wenn das Auswärtige
; Amt in deutlich erkennbarer Form, etwa durch eine Note im „Reichs-Anzeiger", erklärt hätte, daß Graf Waldersee auf Antrag der betheiligten Mächte den Oberbefehl übernehme. Dies konnte jedoch nicht erklärt werden, da es^ zunächst nicht der Wahrheit entsprochen haben würde. Graf Waldersee ist einstweilen nur der Oberbefehlshaber der Truppen des Dreibunds und Rußlands, und wenn auch angenommen werden muß, daß die anderen Mächte sich anschließen werden, so ist das bis zur Stunde jedenfalls nicht geschehen. Aus diesem Zustande brauchen nicht nothwendig Reibungen hervorzugehen, die die Wirksamkeit des Höchstkommandirenden unheilvoll beeinträchtigen müßten, aber die ganze Sachlage ist doch derartig, daß gewisse Bedenken gehegt werden dürfen, und zwar nicht bloß in militärischer, sondern namentlich in diplomatisch-politischerBeziehung. Man wird an das Wort des Herrn v. Brandt erinnert, daß die deutsche Diplomatie vor der schwierigen Aufgabe stehe, aus dem chinesischen Wirrsal mit Ehren heraus zu kommen. Je bereitwilliger die Mächte sein werden (und sie werden es voraussichtlich sein), die militärische Führung durch Deutschland anzuerkennen, desto argwöhnischer sollte eine Entwickelung betrachtet werden, die uns in die vorderste Reihe drängt, während doch nirgends ein stärkeres Interesse Deutschlands an der Beendigung der chinesischen Krise wahrgenommen werden kann. Indessen ist cs erforderlich, oft Gesagtes zu wiederholen, nämlich daß mir keine zwingendere Verpflichtung haben als die, uns stets nur in gleichem Schritt mit den übrigen Mächten zu bewegen, damit wir nicht mit China schließlich allein gelassen werden. In den chinesischen Dingen, sowohl was die Vorgänge in Peking selber wie die diplomatischen Umtriebe in den Hauptstädten betrifft, steckt soviel Unklarheit, daß die höchste Vorsicht geboten ist. Es darf indessen das Vertrauen gehegt werden, daß die deutsche Staatsleitung es an dieser Vorsicht nicht fehlen läßt.
* * *
Aus einer gut informirten Quelle verlautet, die europäischen Staaten seien mit dem Verhalten der Vereinigten Staaten in den chinesischen Angelegenheiten sehr unzufrieden. Europa sehe mit Abneigung dem unanständigen Handel» Amerikas in China zu. England und Japan möchten gern, daß Mac Kinley aus eigener Initiative mit der chinesischen Regierung unterhandelt, Frankreich verhält sich reservirt, Rußland und Deutschland stehen diesem Thun feindlich gegenüber. — Die Ansicht des französischen Gesandten in Peking, die in einem dem französischen Aus- .märtigen Amt vom chinesischen Gesandten in Paris übermittelten Telegramm ausgesprochen ist, und nach welcher die Fremden in Peking sich weigern, unter dem Schutz chinesischer Truppen nach Tientsin überzusiedeln, wird in Berliner maßgebenden Kreisen durchaus gebilligt. Als höchst auffallend wird es bezeichnet, daß das Telegramm durch die Hände des chinesischen Gesandten in Paris anstatt direkt an das französische Auswärtige Amt gegangen ist. Es ergiebt sich auch hieraus, daß es der chinesischen Regierung um friedliche Beilegung nicht ernsthaft zu thun ist. Sie sucht offenbar weniger die Gesandten in Peking zu retten, als besonders eine Ausrede zu finden, durch die sie die Ermordung der Fremden, sei es in Peking, sei es auf dem Weg von Peking nach Tientsin, entschuldigen zu können glaubt. . ,
Di« Streitkräft« der Mächte.
Im „Militär-Wochenblatt" wird eine neue Uebcrsicht über die Streitkräfte der Mächte in China veröffentlicht. Bei Tientsin belaufen sich danach heute die vereinigten Streitkräfte auf 38,000 mit 114 Geschütze». Deutschland ist dort immer nur noch mit 300 Mann Schiffsbesatzungen und mit 4 Geschützen vertreten, ebenso Italien und Oesterreich mit je 140 Mann. Frankreich verfugt dort über das 16. Marine-Jnfanterie-Regiment und
3 Battericcn aus Tongking, sowie über Landungstruppen, ins- gesammt über 2600 Mann und 18 Geschütze. England hat die Hälfte einer Division aus Indien in Taku gelandet: 6 Bataillone,
4 Eskadrons, 3 Batteriecn, sowie Schiffsbesatzungen, zusanimcn 6000 Mann mit 18 Geschütze». Amerika: 6 Bataillone und 1 Batterie, gleich 2900 Mann und 6 Geschütze. Japan: eine Division, wahrscheinlich die 5. aus Hiroschima, mit 12 Bataillonen 3 Eskadrons und zunächst 4 Batteriem, gleich 16,OOOMaim und24 Geschütze. Rußland hat augenblicklich verwendungsbereit: 8 Schützen- bataillone,4Eskndrons,7Batteriecn,etwa lO.OOOMann. 44Geschütze. Bei Berechnung der Zahl von 38,000 Kämpfern bei Tientsin sind volle Kriegsstärken angenoinmcn. Rinimt man an, daß diese nicht überall erreicht sind, lind zieht man außerdem einen Proceutsatz an Verlusten rc. ab, so wird man doch insgesammt etwa 30,000 Mann als zur Zeit für den Marsch aus Peking verfügbar annehmen dürfen. Diese Zahl wird sich bis Mitte August wie folgt erhöhen: auf deutscher Seite: um 2 Bataillone, 1 Batterie (Generalmajor v. Höpfiicr), gleich 2500 Manu, 6 Geschütze, auf französischer Seite: um das 17. Marine-Jnfanterie-Regiment, 3 Bataillone und 2 Batteriecn, gleich 2080 Mann und 12 Geschütze, aus Japan: um 5 Bataillone und 5 Batteriecn, gleich 6000 Mann »nd 30 Geschütze, insgesammt um 10 Bataillone. 8 Batteriecn, sodaß Mitte Angnst bet Tientsin eine Gesammt. starke von 40,500 Mann mit 162 Geschützen erreicht sein wird, ot» weiteren Verlauf des August bezw. Anfang September werden dann in Takn noch eintrcffen: aus Frankreich das 18. Marine-
