48. J«hr«««s.
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Us. 339. Fernsprecher R». 52. SttMstttK, dktt 4. AltgNst. Fernsprecher ,ko. 53. 1990.
Abendjusgabet
Der Aufstand in China.
Auch heule liegt keine Bestätigung der Nachricht vor, daß die verbündeten Truppen den Vormarsch nach Peking angetreten haben. Wenn gemeldet wird, daß Russen und Japaner schon auf dem Marsche sind, so handelt es sich vielleicht um einen kurzen Vorstoß zu Rekognos- zirungszwecken, aber auch hierüber ist nichts Näheres bekannt. Deutscherseits besteht kein Interesse daran, den Vormarsch beschleunigt zu wissen, da da§ einstweilen verfügbare deutsche Kontingent viel zu schwach ist, um eine nennens- werthe Rolle spicken zu können. Dafür freilich scheint bei andern Mächten ein Interesse grade daran vorznliegen, daß Peking genommen wird, bevor die denischcn Verstärkungen cingelrosfen sind. Können die Admirale den Vormarsch zur gegenwärtigen Zeit überhaupt für möglich halten, so koutitcn sie es auch schon vor drei Wochen; daß sie die Maßregel damals unterließen und heute dock erwägen, spricht dafür, daß cs vorzugswoisc politische Gesichtspunkte sind, die hier in Betracht kommen. In deutschen militärischen Kreisen wird wiederholt vor der schweren Verantwortung gewarnt, die mit einer Uebereilung der Expedition übernommen werden würde. Denn jeder Mißerfolg müßte anstachclnd auf die chinesischen Truppen wirken. Man weiß aber schlechterdings nichts davon, wie die außerordentlich wichtigen Vorbereitungen zur Sicherung des Vormarschs beschaffen sein können. Man hat keine Vorstellung davon, wie die Artillerie auf den schmalen und leistungsunfähigen, zumeist nur für Karrenbetrieb eingerichteten Wegen fortzuschaffen wäre, wie die Verproviantirung eingerichtet ist, welche Vorkehrungen gewählt worden sind, um die Truppen gegen die Unbilden des Klimas zu schützen, vor Allein, wie die Einheitlichkeit der Operationen erfolgen könnte, wenn kein Oberbefehlshaber da ist. Die Lage ist zweifellos wenig geklärt und wenig erfreulich. Damit die Wirrniß noch wachse, scheinen Chinesen und Amerikaner zu beiderseitigem Spezialvergnügen ein diplomatisches Extraschachspiel angefangen zu haben. Die geriebene Schlauheit beider Spieler macht jede Vorhersage, wer die Partie wohl verlieren wird, vorläufig unmöglich. So unglaubhaft zunächst die Nachricht erschien, daß der amerikanische General .angewiesen sei, mit den chinesischen MegierungStrnppen zusammen gegen die Aufständischeu vorzurncken, so verliert sie heute an Unwahrscheinlichkeit, da man ans Washington erfährt, es werde dort ein Telegramm des Kaisers von China erwartet, das die Kooperation der kaiserlich chinesischen Behörden mit der Entsatzexpediiion zum Ziveck der Befreiung der Gesandten und zur Herstellung der Ordnung verspreche. Es könnte eine sehr hübsche Lage entstehen, wenn somit eines Tages die Amerikaner mitten in einem Gefecht entdeckten, daß der Feind gar kein Feind, sondern der Bruder Chinese ist, und wenn sie den anderen „Verbündeten" in den Arm fallen wollten. Wie bedenklich es mit der Eintracht der Mächte aussieht, merkt man genug und übergenug aus einer Rede des Unterstaatssekrciürs Brodrick im britischen
(Nachdruck verboten.)
Kierstndien.
Von Willy Widman«.
Genieße in dem Gerstensaft
Des Weines Geist, de« Brodes Kraft.
In diesen Tagen der großen Hitze und des großen Durstes haben bicrologische Studien gewiß ihre Berechtigung. So laßt uns denn mit Fleiß betrachten, welche Rotte das Bier in der Welt- und Kulturgeschichte, in der Industrie und in der Poesie spielt.
Die Geschichte des Bieres reicht bekanntlich gleich der des Weines bis in die graue Vorzeit zurück. Schon die Een Egypter labten sich am Gerstensaft, der für sie in doppeltem (Sinn ein „Göttertrank" war, denn ihr Gott Osiris selbst galt ihnen als der erste Brauer.
. . . Und kunstverständig sprach Osiri«:
.Ihr biederen Egypter, schaut.
Was das für a schönes Bier is;
So was hat »och Keiner gebraut!
(Studentenlied.)
Dhatsächlich existiren noch mancherlei Urkunden, die uns vezrugen, daß die Egypter das Bier hoch schützen und daß ihre verschiedenartigen Bräus nach damaligem Geschmack recht angenehm und „süffig" gewesen sein müssen. Aus zahlreichen altegyptischen Grabstätten findet sich der Gerstensaft in bildnerischem Schmuck und in Tafel-Inschriften verherrlicht, nnd in« Innern der Gräber sind Bicrkrüge und Malzspenden d«i Abgeschiedenen beigcgeben. Bei der so- öenannten Mumie von Kent (20. Dynastie, um 1200 v. Ehr., Gräberfund von Scheich Abd-el-Ournah) fand sich als Halsschmuck eine Kette von gekeimten Gerstenkörnern, wobei die langen, verfilzten Würzelchen das Ganze ziveckmäßig zu
Unterhause. Kein Zweifel hiernach, daß man sich in London auf die Möglichkeit eines Mißerfolges im Norden cinrichtet nnd in solchem Falle die ganze Kraft ans die Behauptung des Iangtsethales, als der eigentlichen britischen Interessensphäre, zu verwenden beabsichtigt. Die Russen denke«! und handeln natürlich ähnlich in Bezug auf ihren mandschurischen Jntereffenkreis. Schließlich könnte sich gar eine Gruppirung ergeben, die Japaner nnd Deutsche als die Hauptinteressentcn an der Besetzung Pekings zusammenführt.
Das Schicksal der Ausländer.
Tschifrr, 3. August. Der Gouverneur von Schantung tele- gruphirte heute cm die hiesigen Konsuln: Ein soeben cingegangcncs Schreibe» de« Tsnngli-Unmen vom 30. Juli besagst daß die Gesandte» und der de»tsche Gcschäststrägcr in Peking mit dem Stabe wohll>ehalten und mit Lebensmitteln versehen seien. Es besteh« ein gegenseitiger freundschaftlicher Verkehr. Die Verhandlungen wegen des Abzug« der Gesandten nach Tientsin unter Schuh zu zeitweiligem Aufenthalt daselbst seien dem Abschluß nahe. Die Rcgiernngsküriere legen die 50 Kilometer zwischen Peking und Tsinanfn m 2 Tagen zurück.
Dir Aktion brr Mächte.
vb. Krrmeryavr», 3. August. Die Kaiserin ist um 10 tthr 45 Minuten Abends nach Wilhelinshöhe und der Kaiser um 11 Uhr nach Coburg abgcreist. Kurz zuvor hatte in den: großen Saale der Lloydballe die Vertheilung von Ehrenzeichen an je 15 Arbeiter des Nordd. Lloyd und der tzambnrg-Amerika- Linie durch den Kaiser in Anwesenheit der Herren seiner Umgebung und des Direktoriums der beiden Gesellschaften statt- gesunden. Hierbei hielt der Kaiser folgende Ansprache: „Ihr seid hier versammelt worden, um Meinen kaiserlichen Dank zu empfangen fiir die Hingabe und Aufopferung, mit der ehr an der Fertigstellung der Dampfer für Meine Offiziere nnd Mannschaften gearbeitet habt. Dank Eurem rastlosen Bemühen ist die prompte, pünktliche Absendnug der Transporte möglich geworden. Dadurch habt Ihr es einmal erniögUcht, daß unsere Truppen möglichst schnell auf den Kampfplatz kommen; zum Anderen habt Ihr unsere Leistungsfähigkeit auf diesem bisher voir uns noch nicht betretenen Gebiete vor der ganzen Welt ins beste Licht gesetzt und dadurch nach beiden Richtungen hin unserem Vaterlande unschätzbare Dienste erwiesen. Die Auszeichnungen, die Ich Euch dafür verleihe, sollen Meine Anerkennung sein, aber auch zugleich der Ausdruck Meiner Zufriedenheit, daß Ihr nicht dem schlechten Beispiele der; durch vatcrlandslose Agitatoren verführten Arbeiter Hamburg« gefolgt seid, sondern den Patriotismus des deutschen Arbeiters fleckenlos gewahrt nnd wacker mitgearbeitct habt fii,r die Schlagfertigkeit unserer braven Armee . . Ehrlos der, weicher im Moment der Gefahr sein Vaterland im Stich läßt! Erhaltet Euch den guten deutschen Geist, den Ihr bewiese», dann wird der Dank des deutschen Volke« und Meine Anerkennung Euch nie fehlen!"
hd. L«n>o»r, 3. Augnst. Alls Washington wird gcnieldet, Staatssekretär Hay habe ein Telegramm an die Vertreter der Großmächte gesandt betreff« des Vormarsches gegen Peking und bezüglich der zu organistrende» Verbindungen mit den Gesandten in Peking. — Nach den neuesten Meldungen aus Shanghai hat Li-Hung-Tschang bei den Konsuln nochmal« den Versuch gemacht, den Vormarsch der vcrbülidetcn Truppen auf Peking zu verhindern, indem er erklärte, daß durch den Vormarsch sich die Lage in Peking sofort verschlimmern würde.
London, 3. August. „Standard" meldet aus Tientsin vom 36. Juli: Die verbündeten Truppe» sind gezlvllngen, auf da« englisch« Kontingent z» warten. Die militärischen Vorbereitungen gehen bei den britischen Truppen in bcklagellSwerther Weise langsam vor sich. Die britischen Truppe» können nicht die kleinste Strecke weiter vorriicken, während die Kontingente der übrigen Mächte bereits seit einer Woche zum Vornlarsch bereit find. — Unter den Engländern sagt hier mancher, die Engländer verdienten, daß man sie völlig unberücksichtigt lasse. Es stehen jetzt
sammenhielten. Das Berauschen durch Bier scheint unter den trinklnstigen Bewohnern des Pharaonenlandes bereits ein sehr verbreitetes llebel gewesen zu sein, denn auffallend häufig ertönt ans dem Munde altcgyptischer Philosophen di- Warnung vor übermäßigem Biergcnuß. In dem Papyrus „Lehren des Schreibers Aua" aus den Zeiten der 22. oder 23. Dynastie (1000-700 v. Ehr. G.) mahnt Ana seinen Sohn Chusuhrlep u. A.:
„Verfitz nicht die Zeit im Bierhaus,
Und lieble« vom Nächsten
Darfst Du auch im Ransel)« nicht reden.
Fällst Du bezecht zu Boden,
Verletzest Du Dich leicht,
Und Deine Gtliossen rufen:
„Geh' heim, Schlemmer, der sinnlos betrunken!"
Und im Papyrus Anastasi IV. findet sich in der Epistel eines Lehrers an seinen auf Abwege gerathenen Schüler eine Stelle, die in Ermans Uebertragung lautet:
„Man sagt mir, Du verlassest die Bücher,
Du giebst Dich dem Vergnügen hin.
Du schlcnderst von Straße zn Straße.
Der Biergeruch allabendlich.
Der Biergeruch verscheucht die Menschen von Dir,
Er richtet Deine Seele zn Grunde".
Das berühmteste der altegyptischen Bräus — sozusagen das antike „Hofbräu" — wurde in der Stadt Petustum bereitet und weithin versandt; auch Alexandria wird als Bierstadt im Atterthum viel gerühmt. Strabo. der um Christi Geburt lebte, berichtet ausdrücklich, Alexandria habe mehr Bier getrunken als Wein, trotz der Nähe der Weingaue Kleiuasiens und Griechenlands, und Dio ChrysostomuS, der etwa ein Menschenalter nach Strabo lebte, erzählt sogar von Bierkraw'allen» die in Alexandrien öfters vorgekounnen seien. Ein egyptischer
über 20,000 Mann unthätig in Tientsin. Die Russen und Japaner sind ungeduldig und wollen nach Norden vorrückcu, obgleich sie Befehl erhielten, mit den: englischen Kontingent zusammen vorzugehen, welches völlig unbeweglich zu sein scheint. — „Daily News" meldet vom 27. Juli: General Caselce hat Befehl gegeben, daß der Vormarsch am nächsten Montag beginnt.
— „Daily Telegraph" meldet ans Shanghai vom 1. August: Die chinesischen Truppen rücken beständig nördlich im Aangtsethale vor und dürften die Flanke der verbündeten Truppen angrcifcn.— Das „Reuter'sche Bürean" meldet aus Tientsin vom 25. Juli: Die Offiziere nnd Soldaten sind von den besten Gesinnungen beseelt
— Alle fratcrnifiren. Aber der Mangel an Organisation macht sich fühlbar. Die Oberbefehlshaber hemmen jeden Fortschritt. Die Bereitschaft und Tüchtigkeit der Japaner erregt allseitige Bewunderung.
Russische Nachrichten.
Peterslinrs, 3. August. General Grodekow telegraphirte an den Kriegsminister am 1. August ans Chaborowsk: Am 27. Juli lud General Sacharow den Kommandanten von Sansin zu Unterhandlungen ein. Da dieser nicht erschien, nahmen die Truppen die nördliche nnd westliche Seite der Festung und bombardirten Sansin am 23. Juli drei Stunden lang. Mittags durchschwaniinen die Kosaken den Fluß, attakirten die Stadt und vertrieben die Chinesen aus allen Punkten. Die Chinesen unterhielten eine starke Kanonade und hielten den Angriff hartnäckig ans, bi« die Infanterie eingriff, worauf sie flohen, Geschütze, sowie eine Menge Gewehre nnd Patronen znrücklassciid. Die Waffen waren unbrauchbar gencncht. Erbeutet wurde» 22 Geschütze, darunter 14 Hoschkiß. Die Chlnesen waren 4000 Mann stark nnd erlitten große Verluste. Die Bevölkerung flüchtete. Unsere Truppen haben sich brav gehalten. Beim Aufruf der Freiwilligen traten Alle vor. Oberstleutnant Gornostajew wurde verwundet, ein Mann ist todt, sechs verwundet. — Der „Regicrungsbotc" vcrösscntlicht die tclegraphischeKorrcspondenz zwischen Zsyanzsjun nnd dem Hanptingenienr Jugowitsch. — Zsyanzsjnn meldet am 22. Juli ans Tsltsikar, daß zwischen China und Rußland der Krieg erklärt sei und die russische Bevölkerung China verlassen solle. Er verspreche, Ingenieure, Arbeiter, Weiber nnd Kinder aus der Mandschurei ans Dampfschiffen nach Chaborowsk znznlassen und zu beschütze». Erbefürchte, daß Chaborowsk und andere Orte Seiten« derSoldciten nndBoxer attakirt werden. Jugowitsch cintwottew am 20 : Juli, daß bisher kein Krieg erklärt sec nccb ^äß-Zlyuiizsjnn dieSchiMran^o.-te bis zur Grenze beschützen müsse. Jugowitsch erllärte, auf seinem Posten zn bleiben; er überlasse dem Generalgonverncur die Verantwortung für jede Feindseligkeit. — Ein neuesFestniigs-Jilsantcrie-Regiment aus vier Bataillonen für Port Arthur wurde im europäischen Rußland formirt und in das Kwantnnggebiet abgesd)ickt. — Bei der Besprechung der Antwort des Kaisers auf den chinesischen Vcrmitielungsversuch betone» die Blätter in: Allgemeinen, daß, obgleich seit dem Gesuch zwanzig Tage verflossen seien, die Gesandten noch immer gefangen gehalten und die Christen in allen Provinzen fortgesetzt nicdcrgcmctzclt würden und daß die Boxer vereint mit den Mandarinen und den regulären chinesischen Truppen die Operationen im russischen Gebiete ausführen. Der Vormarsch der vereinigten Truppen ans Peking erscheine daher unabweisbar nothwendiq. welche Zustände sie dort auch vorfinden mögen. Die gesetzliche Regierung in China dürfe auf Hülfe in Allem rechnen, was die Pacifizirung des Landes, die Beendigung des Krieges nnd die Erhaltung der Unversehrtheit des chinesischen Gebietes betreffe.
Chinesische Gräuel.
London, 3. August. Der „Cnitral News" wird ans Shanghai gemeldet: Der bcrüchiigke ehemalige Gouverneur von Schantung, Llpinghcng, ist in Peking angckonnnen. Der französische Konsul in Shanghai hat die bestimmte Nachricht, daß derselbe auf seiner Reise nordwärts zwei französische katholische Geistliche und 3000 chinesische Christen umgebracht hat. Li- Hung-Thang, welcher Lipingheng« wilde Natur kennt, telegraphirte dem Tsunglr-Uamen, Lipingheng möge in Ruhe gehalten werden. Zur Antwort daranf ist Lipingheng zum 2. Kommandanten der kaiserlichen Truppen unter Pjnnglu ernannt worden. Man hofft, Iunglu werde im Stande sein, Lipinghengs Wuth im Zügel zu Hallen, doch wird Lipinghens Ankunft in Peking von allen Europäern in Shanghai als böses Omen betrachtet. (Frkf. Z.)
Leutnant, der zur Zeit der Ptolomäer zu Theben „in Garnison" stand, war so vorsichtig, seine Ausgaben zu notiren. Brugsch Pascha übertrug die berschiedenen Notizen dieses Angehörigen der ältesten Garde in unser geliebtes Deutsch. Daraus ersehen wir, daß vor mehr als 2000 Jahren eine Maß Pharaonenbräu ungefähr 3 Pfennige kostete. Glückliche Zeiten!
Biertrinker in ihrer Art waren auch die Phryger und Thraker, von deren „Bryton" genanntem Bräu Archilochos (700 v. Ehr.) erzählt. Xenophon berichtet in seiner Ana- basis ebenfalls von einem kräftigen, betäubenden Gerstensaft, der vermittelst Rohrhalmen aus Krügen getrunken wurde, in denen die Getrcidckörner noch schwammen. Mel werih scheinen die griechischen Biere nicht gewesen zu sein, denn sie fanden wenig Anerkennung und Absatz. Auch die alten Römer kannten den Gerstensaft, schätzten ihn aber nicht sonderlich; die römischen Schriftsteller, die freilich durch die Falerner und andere gute Weine verwöhnt waren, sprachen meist verächtlich davon.
Vom deutschen Bier gicbt uns Tacitus in seiner „Germania" die erste Kunde; er sagt, das Getränk der Germanen sei ein Saft aus Gerste oder Weizen, ein Gebräu, das eine gewisse Aehnlichkeit mit verdorbenem Weine habe. Mag das deutsche Bier damals auch von sehr bedenklicher Qualität gewesen sein, so hat es immerhin den alten Germanen offenbar gemundet, denn sie tranken bekanntlich „immer noch Eins". Ehrwürdige Urkunden bezeugen uns, daß sie im Winter tranken, weil es kalt war, und im Sommer der Hitze wegen, daß sie des Morgens tranken, um munter zu werden, und des Abends, um einen guten Schlaf zu bekommen; daß sie tranken, wenn sie nüchtern waren, eines Räuschchens wegen, und daß sie
