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*f». Jahrgang.

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Uo. 334.

Fernsprecher No. 52.

Samstag, den 21. Juli.

Fernsprecher No 52.

1900.

(Nachdruck verboten.)

Der landwirihschaftliche Betrieb im Deutschen Reich.

Von allen Berufen in Deutschland steht der landwirth- schaftlichc nach seiner volkswirthschafilichcn Bedeutung und der Raßl seiner Anhänger weitaus voran. Nach der letzten groben Zählung für das ganze Reich sind beinahe zwölf Millionen Menschen in diesem Berufe thätig, unberechnet die Angehörigen, deren Unterhalt gleichfalls aus den Et> träanissen der Landwirthschaft bestritten wird. 11,626,-60 Deutsche haben sich bei der Zählung als erwcrbsthaftg in der Landwirthschaft angegeben. Dem zweitstürksten Beruf in Deutschland, dem der häuslichen Dienstboten, gehört noch nicht der achte Theil der vorstehenden Zahl an «am ich 1 339 316 Personen. Dem folgen, um nur die zehn häufigsten Berufe in Deutschland nach den Zusammenstellungen Professor v. Mayrs im „Allg. Statistischen Archiv" zu nennen der Stärke nach Rentner und Pensionäre 1,288,484, Waarerv- und Produklenhündler 1,256,807, daratff schon weit unter einer Million die Soldaten (Armee und Marine) mit 630,978 Mann und sodann die vier häufigsten Gewerbe: Maurer 522,374, Schneider und Schneiderinnen 483,246, Weber 478,925, Schuhmacher 433,706. Es ist leicht aus­zurechnen , daß alle die neun nach der Landwirthschaft stärksten Berufe zusammengenommen noch lange nicht die Anhängerzahl der Landwirthschaft erreichen.

Von den Erwerbsthätigen in der Landwirthschaft sind ungefähr die Hälfte Unternehmer, die andere Hälfte An­gestellte und Arbeiter. 5'/o Millionen landmirlhschaftlichc Betriebe sind in Deutschland gezählt worden, darunter aller­dings 2>/s Millionen Klein- und Parzellenbetriebe mit weniger als' einem Hektar. Demnächst giebt cs Iftft Millionen Be­triebe mit je 1 bis 5 Hektar, 1 Million Betriebe mit 5 bis 20 und 281,767 Wirlhschaften mit 20 bis 100 Hektar. Großbetriebe über 100 Hektar zählen wir in Deutschland nur 25,061, denen allerdings allein' ein Viertel der deutschen Bodenfläche' und fast 8 Millionen Hektar landw. benutzter

Jn?Ganzen ist die deutsche Bodenfläche 43'ft Millionen Hektar, wovon 32'/s Millionen landwirthschaftlich nutzbar gemacht sind. Der größte Theil von letzterer Fläche gehört zu den Bauerngütern, und zwar je annähernd 10 Millionen den Gütern mit 5 bis 20 und denen mit 20 bis 100 Hektar. Die kleinsten Betriebe mit. weniger als 1 Hektar haben zu­sammen etwa 800,000 Hektar. _

Von der ganzen Fläche ist nur ein Achtel Pachtland, alles andere Eigenthum der Wirthschaflcr. An dem Pacht­land haben allerdings fast die Hälfte von allen landwirth- schaftlichen Betrieben Antheil.

Aus diesen Zahlen springt schon hervor, daß rn der

deutschen Landwirthschaft das Bauerngut der wichtigste Prodnktionssaklor ist. Darum betont auch das Kai,erlich Statistische Amt- selber mit Recht in der amtlichen Be arbcitung der Bcrufsstatistik. daß in Deutschland die Land- wirthschast ihr eigentliches Gepräge vom Bauerngut (2—100 Hektar) empfängt. „Mit fast drei Viertel an der gesammten landwirlhschafllich benutzten fläche betheiligt, wird sein Areal zu neun Zehntel vom Eigenthnmer selbst, und zwar ini gleichen Verhältnis; von — ihrem Hauptberuf „ach — eigentlichen Lnndwirthen, bcwirthschastet. Zn über drei Viertel dient cs als Acker, Wiese, bessere Weide rein latidwirthschasllichcn Zwecken. Die Nutzviehhaltung, die auf demselben stattfindet, ist so ausgedehnt daß bei fast samint- lichcn hierher gehörigen Betrieben Großvieh ermittelt wurde, wobei auf 100 Hektar landwirthschaftlicher Flüche an Pferden 9—13, an Rindvieh 47—85 Stück sich berechneten. Auch die Benutzung von landwirthscbastlichen Maschinen ist bei diesen Bauerngütern schon ziemlich eingebürgert, indem je nach der Größenklasse 14—79 pCl. dieser Wirthschaftcn sich der — in die Erhebung einbezogeneu — Maschinen nn Lauf des Jahres Juni 1894/95 bcdicnlen. Zugleich konnte gegenüber dem Jahre 1882 beim mittleren und größeren Bauerngut eine Verstärkung desAnthcils an der gelammten landwirthschasllichcn Fläche festgestclll werden. Außerdem ist die Nntzviehhaltung erheblich vergrößerst und hat die Verwendung von landwirthschaftlichcn Maschinen _ namhaft zugenommen." Generalsekretär 0r. K. T hieß-Offenbach.

Aus Studt und L'iud.

fiesbaden. 21. Juli.

- Gepchicht-Imlender. 21. Juli. 1861 : Niederlage der Nordamerika»«- bei Butt-Run. 1858: * Man» Chr.stmeverw Königin von Spanien. 1798: Napoleons e>iea über die Mameluken am Fuß der Pyramiden von Gftcb. 1786: Gefechte b« Cannstatt und Eßlingen unter Karl Ludwig, Erzherzog von Oesterreich, »nt den Franzosen. 1796: ft Robert Bnrns zu Dnmfties berühmter Volksliederdichtcr Schottlands. 1762: Schlacht bei Burkersdorf, Sieg Friedrichs des Großen.

Walhall.,. Heute Samstag findet wieder im Garten und Hauptremrurant eins der beliebten Freikonzecte der 80er Kap.l.e statt. Anfang 8'/- Uhr.

— Militärisches. Nach den neuesten Vcstimmnngen finden die Herbstübungen des 18 . A rmecco rps rin Gelände fud- lich der Lahn statst Das Corpsmanöver geht am 22. Scprcmber vor sich und zwar wird an diesem Tage, dem letzten des Manövers, gegen «neu marillten Feind manovrirt. Am 20. und 21 September manövriren beide Divifionen (21. und 25.) gegen einander. Vorher finden viertägig- Divisions- und dreitägige Brigade,uanovcr statt Die 21. Division wird ihre Uebungen nn Gelände westlich von Hofheim, Okriftel. Kirberg, Limburg abhalten. Limburg erhal am 18. und 19. September zur Einquartirung und Verpflegung den Stab der 42. Infanterie-Brigade, sowie das ^nfantene- Rcgiment Nr. 81 und das Füsilier-Regiment Nr. 80.

o Aach China. Von den beiden Brigade-Kommandeuren des Ostasiatischcn Expeditions-Corps ist der «ne Herr Genera1- major v. Kettlcr, welcher lange Jahre dem Fus'llei-Reglmelit v. Gersdorff dahier als Hanptmann. Ma,or und Bataillons- Komniandei r und als Oberstleutnant und etatsmaßiger Stabs­

ossi, ier angehörte, bis er zu», Oberst und Kommandeur des 3 Hanseatischen Jnfaiiterie-Regiment« No. 162 in Lübeck ernannt wurde Herr v. Kettlcr ist einer der jüngsten Generalmaforr.

- Folgender Aufruf geht uns zur Veröffentlichung zu: Die Ermordung nnsercs Gesandten i» Peking, die iiiedermetzelung wehrloser Europäer, darunter vieler Deutschen, China haben uns einen Kampf aufgedrängt, der, von den deutschen Schiffen draußen mannhaft aufgenomMen, schon jetzt Tausende unserer tapfere» Scclcnte und unifangreichc Strellkrafte des deutschen L>eere« nach Ostasicn ruft. Das ganze deutsche Volk begleitet sie mit heißeii Segenswünschen und blickt »nt stolz auf die Wackeren, die im fernen Osten für die Chre des Vater­landes ihr L'ben einsctzcn. Damit darf es aber nicht genug sein. Werkthätige Unterstützung muß den Kanipfenden ihren Angehor gen und den Hinterbliebenen derer, die auf dem Felde d" Chre fallen, zu Theil werden. Die geordnete Für,arge des Reichs bedarf der Ergänzung durch eine umfassend- Lrebcsthatigkeft des ge ammten Volkes Die Unterzeichiietc» haben sich zu einem Deutschen Hstw- coniitS für Ostasien vereinigt, das Hand in Hand mit den deutschen Vereinen vom Notheii Krenz Mittel für diese.Zwecke zu tammeln beabsichtigt. Sc. Majestät der Kaiser und König, Allerhochstwelchem die Errichtung des ComitsS gemeldet worden «st, hat unser Vor­haben freudig zu begrüßen, Ihre Majestät die Kaiserin und Ko>"W ans unsere Bitte da« Protektorat zu übernehmen geruht, S« Kon gl ioheit Plinz Heinrich von Preußen hat den Ehrenvorsttz "usereS Eoniites übernommen. An die opferbereite Gesinnung aller Aeichs- auaeböriacu wende» wir uns »nt der vertrauensvollen Bitte, unS die Erfüllung der übernommene» Aufgabe durch reichliche Gaben zu ermöglichen. Im Interesse einer einheitlichen Verwendung und im Einvcrständniß mit dem CentralcomitS der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz sind wir gern bereit, auch Ueberwecstmgcn der an vielen Stelle» bereits gebildeten örtlichen Huftsvereinc e"tgft;en- znnehmen Außerdem werden in allen große» Stadien des Reiches Dammclstelle» demnächst bekannt gemacht werden. Das Dcutfchr Hülfscomits für Ostastcn. „ Herzog o.Ratlbor Vorsitzender. Graf v Lcrchcnseld-Köfcrinq, Kon,gl. Bat,rischer Gcsaiwter, 1. stcuvertr. Norsi '« der D SB D Fischer, Wirkt. Geheimer Rath. 2. stellvcrtr. Vorsitzender. Emil Selberg General-Sekretär. - Wir sind gern bereit Geldspenden zu gedachtem Zwecke in Empfang zu nchmeil

und der Sammclstctlc zu übermitteln. .

- Der „Verein für Uaffanftche Allerthnmslnu.dr n'id

unternimmt am nächsten Somttnq m acht Tagen, am 29. Juli, einen Ausfliig nach der Burg Reichenberg. Diele etwa eine Stunde östlich von st. Goarshausen UegenderBurg, ist bekanntlich eine der interessantesten Burgen Denttchlands Sie hat schon das Interesse der alten Topographen Dilichs, Ncenans, Mclissantes und Winckclmanns in erhöhtem Maße erregt, g sehen von den bei ihne" siä, findenden, mehr °d-r w«ng r doch nur ungenauen Abbildungen und Beschreibungen sind aist der Landesbibliothck zu Kassel noch so,genaue und ""gelMde Hand- zeichnnugeii Dilichs vorhanden, dafz, waren nur die Mittel vor- banden die Burg in allen ihren bauliche» Einzelheiten ans den iebiac»'Ruinen neu erstehen könnte. Aber auch bei dem betitigen ruinenbäften Zustand hat die Anzichunaskraft Ne>che'»b««cht abgcnommen. Hat doch das malerstche Bild, das bi: Sörng, auch Viktor v. Scheffel gereizt, eine skizzc von Neichcnbcrg mit dem fteichenstift zu entwerfen, wie es sem Freund Mehl in einer seiner schönsten Novellen schildert. Daß die Burg aber nicht nur dem Naturfreund, sonder» auch. de», Kenner unseres mittelalterlichen Burgenbaus Besonderes bietet, darüber geben alle umfassenderen Schriften über deutschen Burgenbau Auskunft und wohl kaum hat eine andere deutsche Burg fo mannigfache Cigen. tbiimlichkeiten in ihrer Bauart aufznweisen wie Reichende^. Der Bcstber der Burg, Herr Professor Dr. v. Oeitingen, erster sckietar und Senator dcr Königlichen Akademie der Künste zu Berftn. der acacnwärtig dort Sommerftifche genießt, hat sich in netens- würdigster Weise bereit erklärt, die Vcremsmitgfteder zu empfangen und ihnen die Burg und ihre Sehenswürdigk eiten zu zeigen und

(Nachdruck verboten.)

Der Strohwittwer.

Von Albert Kellner.

Der Strohwittmer, Vi<imi8. stramineus, zerfällt in zwei Klassen, die voneinander so verschieden sind ivie die beiden Pole. Die eine möchten wir, um beim zoologischen Latein zu bleiben, „viel, strara. jucundus“, die andere „viel, stram. moro8»8" nennen. Selbstverständlich ist der „Heilere" in der Mehrzahl. Liegt doch der Frohsinn so sehr in der menschlichen Natur schon an und für sich, — wie erst in der des strohvermittwetcn Ehemannes! DaS „geliebte Weibchen" ist ins Bad gereist, um sich von den nicht geringen Anstrengungen der Winterszeit — der vielen . Gesellschaften, Premieren, Konzerte re. — zu erholen. Wer könnte ihr das verargen? Niemand, am wenigsten der zärtliche Gemahl, der recht gut einsieht, daß die Gesundheit seiner Frau angegriffen ist, und am allerwenigsten, wenn er sich erinnert, daß auch ihm das bischen Freiheit nicht schaden könnte. Hemm soit qui mal v pense!

Die Ehe ist eine heilige und ohne Zweifel auch eine beglückende Einrichtung, die man bei Leibe nicht missen möchte; aber ein wenig Abwechslung ist auch nicht zu ver­achten. Eine kurze Trennung ist für beide Theile heilsam, wennschon aus keinem anderen Grund, als daß sie einander nach dem Wiedersehen desto besser würdigen lernen. Freilich muß „Männchen" den Schmerz um die Dahinge—reiste mit Anstand zu tragen wissen; er darf die Spottvögel unter den ihm befreundeten Junggesellen durchaus nicht merken lassen, daß er sein „besseres Ich" vermißt. Diesen Zweck erreicht er natürlich am ehesten, indem er in ihrer Gesellschaft oder auch allein recht „fesch" ist und viel „mitmacht". So z. B. kann er mit der „theueren Gattin" nicht Lokale besuchen, in denen sich offenkundig eine gewisse, nicht näher zu b« zeichnende Klasse des Weibmenschen — mit Vorliebe auf- hält. Als Strohwirtwer aber kann man jene „schöne Gegend" jeder Zeit ungescheut besuchen; selbstverständlich

thut man's jedoch nur, wenn Einen „böse Buben", will sagen: gute Freunde, locken.

' Ferner macht man in anregender Gesellschaft Land- parthieen, die man mit der Gemahlin nicht machen könnte, weil sie für dieselbe zu anstrengend wären; z.B. eine Fuß­tour nach dem Harz, wo man den rettenden Engel spielen kann. Dürfte er sich als „solider Ehemann" solche Galanterieengestatten? Nein.

Ebensowenig darf er als solcher, wenn er nicht semcn guten Nus schädigen will, in den Tanzlokalen Studien machen, während man ihm das als Mitglied der Gilde ,,vi(. stram. jacuiid.“ keineswegs übel nimmt, stllüde und durstig setzt sich der einsame Wanderer zu einem Glase „Echten" nieder — da schlagen Walzerklünge an sein Ohr. Er gehr der Musik nach; plötzlich sieht er sich in einem Tauzsaal, ui welchem er eine Menge Konscktionösen nebst einer ent­sprechenden Onantitüt männlicher Jugend erblickt. Ehe er sich fassen kann, brüllt ihm der, „Arrangeur" entgegen: Zehn Pfennig die Tour oder fünfzig den ganzen Abend , aber in Wirklichkeit hat der Fremdling, der weiße Nabe, nicht Zeit sich zu entscheiden, denn der Arrangeur heftet ihm ohne Weiteres daS den „Slbend" bedeutende blaue Bündchen tu das Knopfloch, es kostet 50 Pfennig deutscher Reichswührung und der Eindringling kann als Gentleman nicht umhin, ohne Murren zu zahlen. Er ist ja nicht genöthigt, den ganzen Abend zu bleiben; er nimmt sich im Stillen vor, ein Tänzchen, nur ein einziges, zu wagen und sich dann fort- znschleichcn. Allein die nächste Tour ist „Damenwahl , und verschiedene Jetten, Marien und Lieschen setzen fich s m den Kopf, mit dem seltenen Gast zu tanzen, vermuthlich, um ihre vermeintlich ungetreuen „Bräutigams" zur Eiferfncht zu reizen. Unser Freund bekommt Geschmack an dem Zeit- vertreib und Versuches nochmals. Schließlich amüsirt er sich sogar ganz famos. Ja, dem Strohwifter ist zur Verringerung seines Trennungsschmerzes Alles gestattet!

Doch es ist Zeit, daß wir uns zum „vid. stram. morosus wenden. Diese Klasse zerfällt in zwei Unterabtheilungen:

die „wirklich-mürrische" und die „angeblich-ärgerltche . Selten und' unangenehm ist der „wirklich-mürrische" Strohwittwer. Mit seiner Gatiin hat ihn seine gute Laune öeriassen. Diesen Philister, der in den Banden dcr mächtigen Gewohn­heit an seiner Frau hängt, verdrießt Alles, Alles ärgert thn und er ist bei seiner Schwerfälligkeit zu keiner „Schandthat bereit". Die Abwesenheit des Hauskreuzes macht ihn zu einem langweiligen Brummbären, und ist er zufällig auch nocb Hauswirth, so muß man ihm weit aus dem Wege gehen ; denn der Umstand, daß er die „vierfach verstockten Hausherrensorgen, die sonst die schönere Hälfte tragt e°ine Zeit lang selber zu übernehmen hat, bringt ihn aus

dem Häuschen. , ... -

Mmder tadelnswerth und ganz ungefährlich ist der „angeblich-ärgerliche" Strohwittwer. Begegnet, er einem Bekannten, so begnügt er sich damit ein griesgrämiges Gesicht zu schneiden und über die Unzuverlasstg eit der dienstbaren Geister zu klagen, welche, ^e Abwesenheit der Männin benutzend, sich mehr um das Wohl und Wehe ihrer Schätze bekümmern, als um das senuge. ^m Uebrigen nimmt er jede Einladung zum Speisen dankbar an und läßt sich's auch sonst gut gehen. Er glaubt, cs seinem neuen Stande schuldig zu sein, über das Strohwfttwerthun, zu jammern, innerlich aber betrachtet er sich durchaus nicht als den Märtyrer, für den er sich ausgiebt — er,'st, sogar im Stande, zu frohlocken. Seine Briefe an die Theurs sind immer sentimental angehaucht und enden etwa folgender»

^ E» ist schrecklich, so halb verheirathet umherlanfen zu müssen. Meine Sehnsucht nach Dir ist sehr groß, nichts schmeckt mir, mein Schlaf ist unruhig; aber" — und nun kommt der heuchlerische Pferdefuß — „Dir werft mir eine große Freude bereiten, Herzchen, wenn Du Dich nicht an meine Gefühle kehrst, sondern nöthigen Falles noch langer fortbleibst. Was liegt an mir, wenn es sich um Dem Bestes handelt? Dieses allein habe ich im Auge" und so weiter.

O diese Männert