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||tö* Fernsprecher No. 52.
Samstag, den 14* Inli.
Fernsprecher No. 52.
1900.
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Deutsches Reich.
China.
L. Kerlin, 13. Juli.
Das Rundschreiben des Grafen Bülow an die Bundesregierungen verdient gewiß die ihm int Allgemeinen gezollte Anerkennung der Klugheit und Sachlichkeit wie der nüchterndn Zurückhaltung, die sich in den Sch lug sähen ansspricht. Von Nachegcfiihlen ist hier nichts mahrznnchmeii, und Graf Bülow hütet sich davor, ans der staatsmännischeii Kälte und Umsicht herauSzntretcn, die gerade jetzt mehr als je die Pflichten eines Verantwortlichen Leiters der anö- wärtigen Politik sein müssen. Nachdem man aber solchergestalt dem Rundschreiben des Staatssekretärs hat werden lassen, was ihm gebührt, erfordert cs die Pflicht der Objektivität, nicht zu verschweigen, daß diese Kundgebung merken läßt (und zwar nicht nur zwischen den Zeilen, sondern ganz deutlich in den Zeilen selber), wie gering die Voraussicht der europäischen Diplomatie in Peking in
Bezug auf die furchtbaren kommenden Ereignisse gewesen ist. Die Lage ist gewiß viel zu ernst, als daß
gegenwärtig solche Vorwürfe, mit denen für den Augenblick
ja doch nichts wieder gut zn machen ist, anders als nur nebenbei erhoben werden dürften. Indessen fordert das Rundschreiben soivohl durch das, was cs fugt, wie durch das, was es schonend verschweigt, zu der Feststellung heraus, daß Europa sich vor den Chinesen in der bösesten Weise blamirt Hai. Die Vertreter der Mächte haben sich durch nichtige Ausflüchte über Gebühr Hinhalten lasten, sie haben vor Allem die Gefahr selbst unterschätzt und nicht für bie Heranziehnng hinreichend starker Streitkräste rcchlzcitig zu sorgen gewußt. Die Kabinette in den Hauptstädten können selbstverständlich erst in zweiter Linie verantwortlich gemacht werden, denn sie sind an und für sich nicht im Stande, die Verhältnisse auf dem so schwierigen Gebiete der ostasiarischcn Politik zu bcnrthcilcn, aber die Verantwortung kann auch ihnen nicht abgenommcn werden. Sie trifft die gcsammtc europäische Diplomatie gleichmäßig, und zwar hauptsächlich insoweit, als sich jetzt durch die grausamsten Thatsachen gezeigt hat,-daß die Vertreter der Mächte so gut wie ahnungslos vor dem Räthscl der chinesischen Volksseele stehen und mit unentschuldbarem Hochmulh nur das anscheinend Komische an jener bezopften Gesellschaft heranszufiuden wissen oder gewußt haben. Die Besorgniß hat ihre guten Gründe, daß diese mangelnde Fähigkeit, der mongolischen Rasse gerecht zn werden, auch jetzt neue Gefahren mit sich bringen könnte. Wir denken dabei weniger an die unmittelbare Aufgabe der Vc- wältignng des Ausstandes, als viclmchr an die Thätigkcit, die nach der Niederwerfung Chinas den Kabinetten erwachsen wird. Schon machen sich die Anzeichen einer Spaltung bemerkbar. Das „chinesischcChina",daSin Petersburg erstrebtwird, bedeutet selbstverständlich ein russisches China. Ehrlich ist die bekannte Darstellung, die von der russischen Auffassung jüngst gegeben worden ist, allerdings darin, daß in London
ein englisches, in Tokio ein japanisches China angestrebt wird. Selbstverständlich läßt sich einstweilen nicht einmal in den ungefährsten Umrissen übersehen, welche Konflikte diese Interessengegensätze noch Hervorrufen werden; aber, ivas auch werden mag, jedenfalls wird wieder einmal dar- gethan, daß die nationale Energie und der Drang nach Selbstbestimmung, die in China mit so fürchterlicher Gewalt zum Durchbruch gekommen sind, nicht nach Gebühr in Anschlag gebracht werden. Den einzig richtigen Standpunkt nimmt die deutsche Politik ein, indem sie wirklich ans nichts Anderes aus ist als auf die Sicherung von Bürgschaften für die Existenz einer starken Regierung, die im Stande sein soll, den friedlichen Verkehr der Fremden mit den Chinesen in den Formen zn gewährleisten, die ein halbwegs civilisirtes Staatswesen garanliren kann.
* * *
* Krrlin, 14. Juli. Wie die „Staatsbürger-Zeitung" mit- thcilt, wurde gestern Früh in ihrer Redaktion eine Haussuchung abgchaltcn. Es handelte sich um die Beschlagnahme von Zeitungen und Manuskripten und Briefen in der Kvnitzcr Mordangelegenheit. An Zeitungen wurden die noch vorhandenen Exemplare von vier Nummern beschlagnahmt.
* Da» rrrnr-rntsch-atnerilianischeKandelsal'kannnen
räumt, wie die „Bcrl. Neuest. Nachr." an zustäudlgcr Stelle erfahren, Deutschland die anderen Ländern auf Grund des Artikels 3 des Dinglcy-Tarifs zngcstandene Tarifermätzigung ein. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Branntwein, iiichtniouffireude Weine, Kunstgcgeustäiide und dergleichen mehr. Die wirthschaftliche Bedeutung des Abkomincns ist demnach nicht sonderlich hoch zu veranschlagen. Ein prinzipieller Werth liegt in dem Umstande, daß Deutschland Seitens Amerikas mit den anderen Staaten handelspolitisch auf alcichci» Fuße behandelt wird und daß die Bereinigten Staaten die Berechtigung der deutschen Proteste gegen die bisher beliebte differentiale Behandlung der deutschen Einfuhr anerkannt haben. In dem neuen Abkommen ist eine KündigungSzeit von drei Monaten vorgesehen, sodaß Deutschland in Zukunft sich durch Kündigung der Vereinbarung und eventueller Ausschließung Amerikas von dem Genuß seines VertragStarifcs vor Benach- theiligung schützen kann. Die über den Nähmen des Artikels 3 hinanSgeheiidcn Handelsbeziehungen Amerikas mit einer Anzahl anderer Staaten, zu denen auch Frankreich gehört, sind bisher nicht in Kraft getreten.
Der Aufstand in China.
Die Borgäuge in China.
bä. Krrlin, 18. Juli. Nach den letzten hier eingelniifcnen Meldungen soll die Lage in Tientsin recht schwierig sei», während ans Peking noch inimer jede zuverlässige Meldung fehlt. Fernes >vird Tschisu als bedroht bezeichnet. Dort dürfte der Stand der europäischen Truppen ein sehr schwieriger sein, weil Tschisu be- dcntcnde Forts hat und von Chinesen auch militärisch stark besetzt ist.
l>6. Krrlin, 13. Juli. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Londo n: Die letzte Nachricht ans Tientsin ist vom 8. Juli datirt und besagt, daß au diesem Tag die Japaner mit überlegener Arsillerie das russische Kontingent rettete», das beim Bahnhof von Chinesen hart bedrängt wurde. In Schantnng greift dieGährung weiter um sich. Die Telegraphcnlinie von Shanghai nach Tschisu ist an der Stelle, wo eine Zwciglinie nach Tsingtau abgeht, unterbrochen.
bä. Kerl!», 14. Juli. Dem „Berliner Tageblatt" wird ans London gemeldet: Ter Gouverneur von Schantnng berichtet, daß die Boxer am letzten Samstag die Gesandtschaften in Peking bombarvirt haben und daß das Schlimmste zu befürchten sei. Hier wird die Hoffnung auf die Rettung der Europäer gänzlich aufgegcben. Die Versuche, ans der
chinesischen oder der japanischen Botschaft in London oder auf dem Auswärtigen Amt oder der Admiralität Nachrichten zu erhalten, waren ohne Resultat. — Andere Meldungen behaupten, daß am 7. d. M. die Gesandtschaften noch anshielen. Die japanische Gesandtschaft in London denientirt die Nachricht englischer Blätter bezüglich eines geheimen Vertrages zwischen England und Japan in der China-Frage. Die nordchinesischc Mission hat, nach den Informationen, die ln Chester cingetroffen sind, keinen Schaden erlitten. Der gestrige Kabinettsrath berietd über China. Die ungewöhnliche Dauer desselben und die afrikanischen Nachrichten wirkten sehr verstinnnend.
"b. Washington, 13. Juli. Die Depesche des amerikanischen Generalkonsuls in Shanghai über das Bombardement auf die Gesandtschaften in Peking rief !»cr eine äußerst gedrückte Stimmung hervor. Im Staatsdepartement wird geglaubt, die Gesandten seien ermordet. Eine Depesche des amerikanischen Konsuls in Kanton ohne Datum meldet, Li-Hnng-Tschang habe seine Reise nach Norden aufgcgebcn. — Am Mittwoch sandte der hiesige chinesische Gesandte ein chiffrirtes Telegramm des Staatssekretärs Hay an den amerikanischen Gesandten in Peking, Congcr, ab und übernahm es, eine Antwort zu beschaffe», ivenn Conger noch am Leben sei.
bä. Krrlin, 13. Juli. Nach einer Meldung aus London erfahren die „Ccntral-Ncws", daß ein offizielles Telegramm heute ans Peking in London cingetroffen sei, wonach alle Fremden in Peking am 6. Juli ermordet worden seien. Eine anderweitige Bestätigung dieser Nachricht fchtt.
wb. London, 13. Juli. (Reuter.) Die Snccursalc der chinesischen Scezölle in London erhielt eine Depesche des Generalkonsuls der Vereinigten Staaten in Shanghai, Goodnow, die das Bombardement der Gesandtschaften vom 7. d. M. bestätigt. In amtlichen Kreisen herrscht die Ansicht, daß diese Depesche sehr wenig Hoffnung hinsichtlich des Looses der Europäer in Peking lasse.
hd. Uem-Uork, 14. Juli.. Der amerikanische Konsul in Shanghai telegraphirte gestern Nachmiltag, er habe eine Bestätigung der Meldung von der Ermordung der Fremden in Peking am 6. Juli erhalten.
bä. Kerlin, 13. Juli. Die „Norddeutsche Allgcm. Zeitung" bestätigt, daß die an? englischer Quelle stammende Nachncht voit einem Zlisainmcnstoß deutscher Truppen mit Boxern bei Kmutschou bisher an hicfiger amtlicher Stelle keine Bestätigung findet. Auch über weitere Verluste unserer Marinelruppen bei Tientsin sind keinerlei Mittheilungeii cingetroffen.
Die Leide» dev Europäer in Tientsin während des Bombardements schildert eine Depesche des „Expreß" ans Shanghai: Sie mußten 14 Tage in Kellern zubringen, aus denen viele Damen nachher gealtert und ergraut hcranskamen: sie hatten äußerst knappe Rationen und mußten Pferdefleisch essen. Viele Europäer wurden verwunvet, aber nur einer tödtlich. Beinahe alle verlassenen europäischen Häuser wurden von russischen «oldatcn geplündert. Die russischen Offiziere niachtcn die größten Anstrengungen, um die Soldaten vom Plündern abznhalten, und sie mußten zwei Soldaten ans der Straße erschießen, che das Plündern aufhörte.
Die Rüstungen der Mächte.
bä. Kerlin, 13. Juli. Aus Kiel wird der „Voffffchcn Zeitung" geschrieben: Das Gerücht, daß die Linienschiffe „Baden" und „Bayern" und die Panzerkreuzer „Deutschland" und „Kaiser" als zweite Division des ersten Geschwaders in Dienst kommen sollen, ist bisher „»widersprochen. — Da« Ersatz-Bataillon des ersten See-Bataillons wird voraussichtlich an, 15. wieder in Friedensstärke formirt sein. Es fehlen eltva noch 100 Mann, welche aus Freiwilligen an« der Armee gedeckt werben sollen.
bä. Krrlin, 14. Juli. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" melden aus Petersburg: Der General-Gouverneur des Amur- Gebietes. Generalleutnant Grodekoiv, ordnete die sofortige Verdoppelung der Schutztruppc für die ostchiucsischcn Eisenbahnen an. — Ferner wird ans Odessa berichtet: Die Einschiffung der aus
(Nachdruck verboten.)
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenbcrg.
Max Koners Hingong. — Ein großer Künstler, ein guter Mensch. — Vom Prinzen Max von Baden. — Ter neue deutsche Gesandt« für China. — Beruhigung der Ge- müther. — Peking in der Berliner Kunstausstellung. — C. Lvuttke. — Unsere deutschen Bildhauer in Poris.
Eine Reihe von Jahren ist's her, da drängte sich an einem Empfangsabcnd in der Deutschen Botschaft zu Paris eine festlich geputzte Menge in den vornehm eingerichteten Sälen und Gemächern, die Mehrzahl der französischen Minister war erschienen, viele hohe Offiziere und Geistliche, Politiker und Abgeordnete, Künstler und Schriftsteller,^ dazu die Spitzen der deutschen Kolonie. Es war ein Gesellschaftsabeiid wie sonst, und doch zeichnete er sich vor den anderen, so häufig in diesen erinnerungsreichcn Räumen veranstalteten ans, irgend etwas hatte ihin seinen besonderen Stempel aufgedrückt und beeinflußte die lebhaft durcheinander schwirrende Unterhaltung, in welcher man immer wieder die gleichen Fragen hörte: „Haben Sie es schon gesehen?" und: „Wie finden Sie cs?" und die Antworten lauteten meist: „O, es ist ausgezeichnet! Wir wollen cS nachher in Muße bewundern."
Dann, als der Strom der Eingeladcnen allmählich versiegte und der Botschafter, Graf Münster, seinen Be- willkommnungsposten verlassen halte, da war im Nn der kleine Empfangssalon von Franzosen und Französinnen angefüllr, die gespannt ihre Blicke auf das lebensgroße Bildniß unseres Kaisers richtclen, das dort auf eignem Thron-Podium, überwölbt von einem duukclrothen Sammet-Baldachin, an diesem Abend zum ersten Male zur Schau gebracht war: es stellte den Herrscher dar in der
Garde du Corps-Uniform mit dem Scharlachmantel der Ritter des Schwarzen Adlerordens, stolz, selbstbewußt in der Haltung, die großen Augen klar und forschend, die Hand energisch auf das Tischchen gestemmt: „So bin ich, fest, entschlossen; wehe dem, der das anzntasten wagt, was wir Deutsche besitzen!" Das brachte dies Gemälde beredt zum Ausdruck. Und die Franzosen verstanden dies recht gut, und wir Deutsche, die wir uns unter ihnen befanden, freuten uns darob, auch daß das Bild als Kunstwerk großen Beifall fand, und daß rühmend der Name seines Malers genannt wurde, der aber lautete: Max Koner! — Und jetzt, während der Weltausstellung, standen die Franzosen wiederum bewundernd vor einem Bilde desselben Meisters in der deutschen Ablhcilung des großen Kunstpalastes, wiederum vergegenwärtigte eS den Kaiser, ihn im grauen Offiziersmantel zeigend, zwanglos sitzend, die so ausdrucksvollen, von innerem Feuer belebten Angen auf den Beschauer gerichlet, und wiederum vernahmen wir Deutsche mit Stolz die Worte der Anerkennung, der Würdigung und Bewunderung, die zu gleichen Theilcn dem Monarchen, wie dem Künstler galten, welch lctzercm als Lohn der grand prix der Weltausstellung, die höchste Auszeichnung, zn Theil ward.
Er sollte sich derselben nur kurze Frist freuen, unser lieber, unser theurer Max Koner I Lorbeerkränze mit großen schwarzen Schleifen hängen an seinen Bildern in der Kunstausstellung im Moabiter Glaspalast, und Lorbeeren, Palmen und Rosen decken in überreicher Fülle das frische Grab zu draußen auf dem Jerusalemer Kirchhofe, das Grab, das sich viel, viel zu früh schloß über einem der besten, der tüchtigsten, licbens- werthesten Menschen und Künstler. Als sich vor wenigen Tagen die Trauerkunde von seinem jähen Hinschciden in Berlin verbreitete, da konnte, da wollte man sie nichl glauben: zu unverhofft, zu schwer war der Schlag, der uus, die wir
I dem Veremigleu im Leben nahe gestände», traf, es war, als ob ein Stück unseres eigenen Selbst uns genommen ward, als ob wir eine tiefe, unheilbare Wunde erlitten! Und noch immer kann man sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen, daß wir nie wieder die Freundeshand drücken sollen, daß diese lebensfrohen Züge erstarrt sind, daß die fleißige Hand ruhen muß, die in stets verjüngter Regsamkeit so Bedeutendes, so Großes geschaffen, daß drückende Trauer ciw gezogen ist in die schönheitgeschmücktcu Wohn- und Atelier- räume, in denen so oft Helle, ungetrübte Daseiusfrende zu frohsiiinigstcm, anregendstem Ausdruck gelangte.
Aber „die Götter neiden der Irdischen Glück" — aus einem unbewölkten, glückerfüllten Leben, auf der Höhe seiner Kunst stehend, von der Seite der zarten, anmilth- reichcn Gattin, die als Künstlerin so völlig die frische Künstlernatur ihres Mannes verstand, aus der Milte ihn treu liebender, verehrender Freunde und mit Begeisterung ihm anhängendrr Schüler ward Koner abgerufen, um die düstere Straße zu ziehen, auf der wir ihm einst Alle folgen werden. Die Mittagshöhe des Lebens halte er noch nicht lange hinter sich, aber ein reifes, umfassendes Lcbcnswcrk läßt er zurück und einen klangreichen Namen in der Gr» schichte der deutschen Kunst. Neben dem großen Künstler wird uns aber in steter Erinnerung der prächtige Mensch bleiben, der sich stets so wahr, so einfach, so freundschaftlich gegeben, der nichts von Künstlereitelkeil kannte und dem Emporschraubeu der eigenen Persönlichkeit, sowie des eigenen Schaffens, "der um sich sonnige Laune zu verbreiten wußte, mir stets offener Hand für die Bedrängten und stets offener Thür für seine Freunde, eine liebenswürdige und liebens» werthe Persönlichkeit, deren Platz in unserem Leben «nauS» gefüllt bleiben wird immerdar!
Unsere Gesellschaftskreise begleiteten mit «armett
