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eingercichter Anzeigen zur
R»>« 301. Fernsprecher No. 52.
Montag, den 2. Juli.
Fernsprecher No. 58.
1900 .
Abend-Aejsgg&be.
Deutsches Reich.
(Born verstorbenen Großherzo g von Oldenburg.
Merkwürdige Mittheilungen über Sympathiecn des verstorbenen Großherzogs von Oldenburg für die Socialdemokratie wurden vor einigen Tagen von einem socialdemokratischen Blatte der Schweiz verbreitet. Hiernach sollte der Großherzog seine Theilnahme an dem Schicksal der Partei namentlich mährend der Herrschaft des Socialisten- gesetzes u. A. dadurch bekundet haben, daß er den in Zürich erscheinenden, selbstverständlich in Deutschland verbotenen „Socialdemokrat" regelmäßig unter seiner Adresie in geschlossenem Briefumschläge bezog und den Abonnemcntsprrrs „aufznrunden" liebte, was natürlich nur heißen kann, daß er einen nicht näher bezeichneten höheren Betrag nach Zürich ein- zusendcu pflegte. Jn welchem Zusammenhänge diese,den Berliner maßgebende» Stellen schwerlich ganz unbekannt gebliebene Gesinnung des Großhcrzogs mit der Unterlassung von Nachrufen im „Neichs-Anz." und in der hochoffiziöscn „N. A. Z." gestanden haben mag. diese Frage kann natürlich nur gestreift werden; für eine zutreffende Beantwortung fehlen die sachlichen Unterlagen. Selbstverständlich muß es Jedem unbenommen bleiben, die Mittheilungen socialdemokratischer Blätter zu glauben oder nicht zu glauben; von Interesse aber ist es, daß jene Angaben jetzt in einem bürgerlichen Blatt eine bedeutsame Unterstützung finden. Dem „Neuen Wiener Tagbl." wird in Anknüpfung an ein Berliner Telegramm, das die betreffenden Ausführungen des „Vorwärts" wiedergegeben halte, von einem seiner Leser Folgendes geschrieben: Als ich vor einigen Jahren in Dresden weilte, passirte ich mit zwei Freunden eines Abends eine große Bierhalle in der Altstadt, in die eben eine Menge Männer strömten. Uns fiel dies auf und wir bemerkten ein Plakat vor dem Lokal, das eine socialistische Versammlung ankündigte. Da es mich interessirtc, diese Partei einmal in deutscher Fa§on kennen zu lernen, bewog ich meine Begleiter, einzutreten. Gleich beim Eingang des schon gut besetzten Saales gewahrten mir einen von einem einzelnen Herrn occupirten Tisch, an dem wir Platz nahmen. Plötzlich machte der eine meiner Gefährten, ein biederer Oldenburger, eine überraschte Geberde: er harte in unserem Tisctmachbar, einem schönen, stattlichen Mann mit gestutztem, graumelirtem Vollbart, seinen Landesherrn erkannt, wie er uns nachher zuflüsterle. Eine geraume Weile kämpfte mein Oldenburger mit sich, bis er sich endlich entschloß, sich als getreuer Unterthan seinem Fürsten vorzustellen. Dieser, betroffen, sein Jncognito zerstört zu sehen, mache gute Miene zum bösen Spiel, befragte unfern Genossen freundlich nach seinen persönlichen Verhältnissen; ob auch mir Landsleute seien und einiges Andere, wobei er erwähnte, daß er behufs einer Massagekur in Dresden weile. Bald nachher zahlte der Großherzog ruhig seinen „Topf" Bier und verließ uns mit leutseligem Gruß, wohl fürchtend, sein wahrer „Charakter" könnte durch ein unvorsichtiges Wort oder Gebühren publik werden." Nach der ganzen Art und Weise dieser schlicht gehaltenen Zuschrift ist kaum daran zu zweifeln, daß das Mitgethcilte völlig der Wahrheit entspricht. Der Großherzog war offenbar ein Mann, der seine eigenen Gedanken zu denken liebte.
Der künftige Zolltarif.
Der neue Entwurf des deutschen Zolltarifs weist verschiedene Abweichungen von dem jetzt geltenden Zollgesetz auf. In erster Linie ist eine weitgehende Spezialisirung der Zollsätze im Entwurf zum Ausdruck gelangt, vr. Walther Vorgius, Decernent der Berliner Centralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen, bemerkt in dieser Beziehung Folgendes: Während der bisherige deutsche Tarif wenig über 900 verschiedene Positionen aufwies, enthält der neue Entwurf gegen 1400 und wird wahrscheinlich nach der bevorstehenden Umarbeitung eine noch weitergehende Spezialisirung aufweisen. Der deutsche Zolltarif wird damit einer der ausführlichsten aller Zolltarife werden. Das spezialisirte Tarifschema bietet die Möglichkeit, unter Beibehaltung des Gcwichtszollsysiems einen gewissen Ersatz für Werthzölle zu schaffen, deren Einführung für zahlreiche Artikel wirth- schaftlich wünschenswerth wäre, aus zolltechnischen Gründen aber unthuulich erscheint. Die Werthzölle haben den nicht zu unterschätzenden Vorzug gleichmäßiger und gerechter Belastung der einzelnen Waaren. Ein Artikel wie Herrenfilzhüte variirt im Preise von etwa 1 Mk. 50 Pf. bis gegen 20 Mk. für das Stück. Der schematisch gleiche Stück- oder Gewichtszoll bedeutet hier etwas völlig Verschiedenes. Er belastet den Konsum der Massenartikel am schwersten, den der Luxusartikel am wenigsten. Soweit Artikel in sehr verschiedenen Qualitäten und Werthstufen am Markte sind, ist der Gewichtszollsatz für Produzenten und Konsumenten mit Nachtheilen verknüpft. Es hat sich in Erwägung dessen auch eine Anzahl von Industriezweigen anläßlich der Begutachtung des neuen Tarifschemas un
umwunden für ein Werthzottsystem ausgesprochen. Da aber, wie bemerkt, der Einführung eigentlicher Werthzölle ernstliche Bedenken ctttgegenstehcn, muß man sich darauf beschränken. den erstrebten Zweck durch Zerlegung der fraglichen Positionen in Oualitäts- oder Werthgruppen zu erreichen, indem man ein und denselben Artikel mit skala- mäßig steigenden Gewichtszöllen belegt, sei es, daß man ihn hierfür direkt in Wcrthklassen eintheilt, sei es, daß man Oualitäts- oder Werthgrnppen an der Hand äußerer Merkmale bildet, wie dies z. B. die Nadclfabrikation nach der Länge der Nadeln wünscht. Die deutsche Industrie, meint vr. Walther Borgius, ist keineswegs schlechthin schntzzöllnerisch gesinnt. Im Gcgcntheil, der steigende Absatz, den ihre Artikel auf dem Weltmarkt finden, läßt eine Hochschutzzoll-Aera für große Schichten des deutschen Gewcrbeflcißes als ernste Gefahr erscheinen. Eine Oeffnung der fremden Märkte thut diesem im Durchschnitt weit mehr noth als eine Monopolisirung des eigenen Marktes. Es ist deshalb lebhaft zu bedauern, daß die Negierungen von ihrer ursprünglichen Absicht, auch über die Höhe der einzelnen Zollsätze umfangreiche Sachverständigcn-Vernchmnngcn einzuleiten, Abstand genommen hat und diese Fragen — vielleicht der Beschleunigung halber — selbständig bearbeiten will, denn eö darf bezweifelt werden, ob die ihr hierfür vorliegenden und noch zu erwartenden schriftlichen Eingaben eine gleich erschöpfende Klarlegung der Verhältnisse ermöglichen können, wie sie die persönliche Aussprache mit einer größeren Anzahl namhafter Vertreter jedes einzelnen Industriezweiges gewährleistet.
Die Harmlosen.
Der Hauptangeklagte im Harmlosen-Prozeß, der ehemalige Referendar v. Kayser, der nach seiner Freisprechung nach Südamerika ansgewaudert war, ist, wie wir soeben erfahren, von dort hierher zurückgekehrt, nachdem das Reichsgericht das Urtheil erster Instanz verworfen hatte. Herr v. Kayser will sich zur zweiten Verhandlung stelle» und hat sich bereits beim Oberstaatsanwalt Jsenbiehl gemeldet. Von den beiden früheren Mitangeklagten ist Herr v. Schacblmeyer ebenfalls hier anwesend, während Herr v. Kröcher den Aufenthalt an der Riviera demjenigen in Berlin dauernd vorznziehen scheint.
Die polnischen Landarbeiter.
Von allen Vorwürfen wegen der zunehmenden Verwendung polnischer Arbeitskräfte hat die ostelbischcn Großgrundbesitzer augenscheinlich keiner so hart getroffen, wie der des Herrn v. Hansemann, deL Mitbegründers und Mit- leiters des „Hakatistenvereins". Herr v. Hansemann ist von der „Kons. Korr." beschuldigt morden, „ganz ohne jede Veranlassung das ganze landwirthschaftliche Gewerbe" angegriffen zu haben, indem er die neueste Verfügung, betreffend die Zulassungsfrist für ausländische Arbeiter, als ver- hängnißvolle Maßregel gebührender Weise kennzeichnete. Der Angegriffene thut wohl daran, wenn er jetzt nach dem allen Sprüchwort „Auf einen Schelmen anderthalbe" handelt und den Grundbesitzern, die eine vermehrte Zulassung polnischer Landarbeiter durchgesetzt haben, zu Gemüthe führt, daß die Einstellung ständiger ausländischer Arbeiter für die Landwirthschaft „wie ein Morphinmgift" ist, daß sie für den Augenblick vielleicht die Ausgaben vermindert, aber das Gedeihen für die Zukunft untergräbt, indem sie das Land von der Bevölkerung entblößt, die auf der Scholle groß geworden ist. Was läßt sich darauf erwidern? Schlechterdings nichts, und die Verlängerung der Aufcnthallsfrist für die polnischen Landarbeiter bleibt, wie man sie auch betrachtet, einer der bösesten Schritte nach abwärts, die unsere Regierung, gedrängt von dem kurzsichtigen Bündlerthum, jemals gethan hat.
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* Kos nnd Perjonai-Unchrichtrn. Der „Reichs-Anzeiger" öevöffeutli' . die Ernennung des bisherigen Gesandten in Santiago, Legationr aths vr. Stübel, znm Direktor der Kolonial-Abtheilung des Auswärtigen Amtes. — Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hört, bcgiebt sich der zur Zeit in Deutschland auf Urlaub weilende General-Konsul vr. Knappe auf höhere Weisung mit nächster Gcleaeicheit auf seinen Posten nach Shanghai zurück. — Das durch die Ernennung des bisherigen General-Konsuls Pelldram zum Minister-Residenten in Port au Prince frei- gewordene General-Konsulat in Antwerpen ist, der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge, dem General-Konsul Pritsch in Genua übertragen worden. Zu seinem Nachfolger in Genua ist der Vortragende Nath i,n Auswärtigen Amt, Jrmer, ausersehcn. — Wie der „Reichs- Anzeiger" meldet, wurde der ehemalige preußische Amtsrichter Witte zum kaiserlichen Oberrichter in Kiautschou ernannt.
* Kerlin, 1. Juli. Den „Berliner Neuesten Nachrichten" zufolge verlautet gerüchtweise, daß dem Gedanken der Bildung einer besonderen Truppe für Kriegszwecke in überseetschen Gebieten amtlich näher getreten worden ist.
Die sogenannte „lex Heinze" ist nun wirklich, freilich ohne ihre Giftzähne, Gesetz geworden. Der „Reichsauzeiger" veröffentlichte das vom Kaiser bestätigte Gesetz in dem bekannten Wortlaute mit dem Datum des 25. Juni. — Unter dem gleichen Datum wird jetzt das Gesetz, betreffend die militärische Strafrechtspflege im Kiantschou-Gebiete, amtlich veröffentlicht.
Die „Nordd. Allg. Ztg." stellt fest, daß das Fleisch extra kt nicht unter das ncu aügenommeneFleischbeschaugesetz fällt, daß der ß 4 jedoch den Bundesrath ermächtigt, erforderlichenfalls das Fleiichextrakt nachträglich dem Gesetze zu unterstellen. Da das Fleischbcschaugesetz ausschließlich GesundheitSzwccken dient
und sich die Nothwendigkeit einer Gesundheitskontrolle laut Begründung des 8 4 bisher nicht fühlbar machte, liegt keine Veranlassung vor, das Flcischextrakt ohne Weiteres dem Gesetze zu unterwerfe».
* Anwrsenheitogelder. Der vom Reichstag neuerdings gefaßte Beschluß zu Gunsten der Gewähr von Anwcsenhcitsgeldern an die Rcichstagsabgeordueten bildet zur Zeit den Anlaß zu einem Meinungsaustausch der verbündeten Negierungen untereinander. Wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, ist das Ergcbniß der Verhandlungen mit Sicherheit noch nicht äbzusehen, doch befestigt sich die Erwartung, daß dem Reichstag schließlich eine Vorlage im Sinne seiner Wunsch-Kundgebung geinacht werden wird. Dabei wird aber gleich betont, daß in der nächsten Session eine solche Vorlage keinesfalls angebracht werden würde. Vielmehr soll dies, wenn überhaupt, dann frühestens im Winter 1901/2 der Fall sein. Die größere Wahrscheinlichkeit spricht aber dafür, daß der Reichstag erst in seiner letzten Session damit befaßt werden soll, für den nächsten Reichstag und überhaupt für die künftigen gesetzgebenden Körper die AnwesenheitSgelder zu bemessen und gesetzlich zu regeln.
* MoseUrirnal. In Metz fand Samstag im Stadthanse eine gut besuchte Versammlung von Interessenten des Mosellandkanal« statt. Banrath Heideck-Metz hielt einen Vortrag über die technische Ausführung der Kanalisation der Mosel. Die Kosten der Kanalisation der Mosel bis nach Koblenz würden bei einer Länge von 301 Kilonietcr etwa 57 Millionen Mark betragen. Es sollen auf der ganzen Strecke 52 Schleusten angelegt werden. Die Schiffe würden von Metz bi« Koblenz in 5 bis 6 Tagen fahren. Die Kanalisirung der Saar würde etwa 13 Millionen Mark erfordern, das gesainmte Kanalprojekt also etwa 70 Millionen. Sollte Luxemburg seine Zustimmung nicht geben, ist ein Ncben- kanal beabsichtigt, welcher nur preußisches Gebiet berühren würde und etwa 15 Millionen Mark Kosten verursacht. Man hofft jedoch, daß Luxemburg zustimmen wird. Auf den Vorschlag des Gcheimraths Michels, des Vorsitzenden der Handelskammer in Köln, nahm die Versammlung einstimmig eine Resolution an, welche die Durchführung des Pro>ekts eines Mosellandkanals befürwortet, um dem Wettbewerb des Auslandes entgcgentreten zu können.
* Deutscher Sieg ans der Melta»»fteU«»g. Nachdem min die Preisrichter ihre Arbeiten fast beendet haben und meist in ihre Heimath zurückgekchrt sind, kann, wie der „Konfektionär" meldet, schon jetzt die erfreuliche Mittheilung gemacht werden, daß die deutsche Industrie mit einem vollkommenen Siege auf der Pariser Weltausstellung abscbncidet. Den deutschen Ausstellern sind nicht allein verhällnißmäßig der Zahl nach die meisten Preise zu Theil geworden, sondern auch die höchsten Auszeichnungen (Grand Prix und M6daille d’or); namentlich haben die Aussteller der deutschen Tcxtil-Jndnstrie eine außerordentlich günstige Be- urtheilung und hohe Auszeichnungen durch das Preisgericht gesunden.
Ausland.
* Oesterreich-Ungarn. Offiziell wird bestätigt, daß der Kaiser der Gräfin Chotek den Titel Fürstin von Hohenberg und den Nachkommen der Gräfin aus der Ehe mit dem Erzherzog Franz Ferdinand den Fürstentitel verliehen hat. Die Fürstin wird hinter den mcdiatisirten Fürstlichkeiten rangircn und doch den Vortritt vor den übrigen Fürstlichkeiten haben. Wie verlautet, wird dieVcrzicht» lcistung des Erzherzogs Franz Ferdinand auch dem österreichischen Parlament zur Kennlniß gebracht werden. — Nach Meldungen polnischer Blätter wird die Regierung die neuen Sprachcn- Verordnungen Anfang September in Kraft treten lassen. Von der Octroyirung einer neuen Geschäftsordnung für dasAbgcordnetenhauS soll abgesehen werden.
* Frankreich. Die Gerüchte, der französische Kreuzer „D'Entrccasteau" sei gesunken, sind unbegründet. Der Marine- minister Lanessan erhielt Vormittags ein Telegramm des Admirals Courrejollcs, welcher seine Flagge an Bord des genannten Kreuzers gehißt hat.
* Serbien. Neben der zahlreichen Auswanderung der mohammedanischen Bevölkerung aus Bosnien beginnen nun auch, wie die „Franks. Ztg." meldet, Serben in großen Massen aus- zuwandern, sodäß die Landesregierung keine weiteren Auslandspässe verabfolgt. Angeblich sollen russische Agenten für die Auswanderung agitiren und erhalten auch Auswanderer in Sibirien freies Land. Die serbischen Blätter warnen aber vor der Auswanderung nach Rußland, weil dort alle Slaven ihre eigentliche Nationalität verlieren.
Der Aufstand in China.
London, 2. Juli. Dos „Reuter'sche Büreau" meldet aus Tschifn vom 1. Julir Der deutsche Gesandte in Peking» Freiherr v. Kettlcr, wurde am 18. v. Mts. in dem Augenblick, als er sich nach dem Ministerium begab, ermordet. Ein Dolmetscher wurde verwundet, konnte sich aber in eine Gesandtschaft flüchten. Am 23. v. Mts. waren nur noch drei Gesandtschaften unzerstört.
Serlitt, 30. Juni. Aus der Depesche des Vice-Adinirals Bendemann über die letzten Kämpfe in China geht, der „National-Zeitung" zufolge, hervor, daß das deutsche Expeditions-Corps unter Admiral Seymour vom Kapitän zur See v. Usedom, Kommandanten des großen Kreuzers „Hertha", befehligt war und daß die beiden nächsthöchsten deutschen Offiziere, Korvetten-Kapitän v. Buchholz, erster Offizier auf dem großen Kreuzer „Kaiserin Augusta", und Kapitän Schlipper, erster Offizier auf dem großen Kreuzer „Hansa", waren. Es ist ein eigenartiges Geschick, so sagt das genannte Blatt, daß sämmtliche drei Höchstkommandirenden von feindlichen Kugeln getroffen wurden. Kapitän zur See v. Usedom ist leicht, Kapitän- Leutnant S. v. Meyer schwer verwundet und Korvetten- Kapitän Buchholz ist todt. Zu dem Bericht des Admirals Seymour über seinen Expeditionszug sagt die „National- Zeitung", es gehe daraus klar und deutlich hervor, daß es die deutschen Truppen waren, welche eigentlich die Rettung der ganzen Abtheilung herbeigeführt haben. Durch einen kecken Handstreich eroberten sie zwei Geschütze der Chinesen,
