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* 8 - Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. - Bezugs-Preis; durch den Verlag 5« Pfg. monatlich, durch die Post » Mk. ««» Pfg. vierteljährlich für beide

Verlag: Langgasse 27.

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Frankreichs Meltpolilik.

Unser Pariser ^-Korrespondent schreibt uns:

Frankreich folgt dem Vorgänge Deutschlands, indem es in seiner auswärtigen Politik nicht mehr, wie vor einem Menschcnalter, die räumlich Nächstliegenden, sondern die für das nationale Wirthschaftslcben wichtigsten Gesichtspunkte in erster

Limeberucksichtigt. Diese Thatsachedrängtsichdem Beobachterun- willkurlich auf, wenn er den Verlauf und die Ergebnisse der letzten Kammerdebatten znsammenfaßt. Die Regierung hatte dem Parlament Vorlagen unterbreitet, welche darauf hinanslaufen für Verstärkung des Küstenschutzes im Mutterland und den Kolonieen während der nächsten Jahre die gewaltige Summe von 900 Millionen Francs — außer den laufenden, budget­mäßigen Verwendungen — zu verausgaben, mehr als das Doppelte der Summe, welche soeben der deutsche Reichstag für Flottenzwecke einmalig bewilligt hat. Bezeichnender Weise ent­fallen die von der französischen Regierung geplanten Aus­gaben fast durchweg nicht auf die Häfen der französischen Nordküste, wo etwa ein deutscher Angriff abzumehren oder ein Vorstoß gegen Deutschland vorzubereiten wäre, sondern beinahe ausschließlich auf Punkte, die gegenüber England strategische Bedeutung haben, namentlich im Mittclmeer, in welchem ja jetzt diese Macht durch den Besitz von Gibraltar Malta, Cypern und Egypten prädominirt. Frankreich will durch den Ausbau des Kricgshafens von Bizerta, durch Befestigung anderer Punkte seiner afrikanischen Nordküste und durch Wehrhaftmachung der Häfen Corsikas diesen starken Rückhalten der britischen Seemacht im Mittclmeer ebenso ge­waltige seinerseits gegenüberstellen. Außerdem wird Mada­gaskar, von wo aus Südafrika leicht angegriffen und beherrscht werden kann, mit starken Werken versehen. Allein alles Dies hat der französischen Kammer nicht genügt. Sie ist in Bezug aus die Küstenverlheidigung noch viel weiter gegangen als die Regierung, aber immer nach der gleichen Richtung: sie hat beschlossen, noch einen weiteren Kriegshafen an Frankreichs Südküste anzulegen, die Ver- theidigungsmittel der Westküste, am Atlantischen Ocean, zu verstärken, die Werke zum Schutze Korsikas noch weiter auszudehnen rc. Der Kostenbetrag der Vorlage dürfte dadurch auf anderthalb Milliarden erhöht werden. Dazu kommen nun erst jetzt noch die entsprechenden Bauten von Kriegsschiffen, die von all diesen Kriegshäfen geborgen werden sollen. Auch hier scheint das Parlament über die Forderungen der Regierung weit hinausgehen zu wollen. Es sind zwei Parteien im Streit: die eine legt mehr Werth auf starke Panzer und schweres Geschütz, die andere auf schnelle Fahrt. Man wird sich wohl dahin einigen, beides zu bauen: schnellfahrende Kreuzer und riesige Schlacht­schiffe. Die Opferwilligkeit, mit der alle Parteien, auch die socialdemokratische, bereit sind, Milliarden für die Ziele der französischen Weltpolitik zu bewilligen, ist in der That bewunderungswürdig. Dabei sind aber die Volksvertreter klug genug, um sich zu sagen, das jeder Mann und jeder Franc, der für diese Zwecke verwendet wird, der Grenz- vertheidigung verloren geht. Man muß also davon überzeugt

sein, daß diese Grenzvertheidigung, so wiesle ist, genügt, daß weder ein Angriff auf Frankreich Seitens Deutschlands droht noch umgekehrt ein solcher gegen den Nachbarn beabsichtigt wird. Die französischen Flotten- und Küstenschutz - Verstärkungen sind also gewissermaßen eine Bürgschaft für dauernden Frieden zwischen den kontinentalen Mächten und werden von Handel und Gewerbe sicher auch in diesem Sinne aufaefaßt werden. Wer weiß, ob nicht das nächste Jahrzehnt uns sogar das Schauspiel einer gemeinsamen weltpolitischen Aktion Frankreichs und Deutschlan ds bringen wird?

Aus Stadt und Land.

Wiesbaden. 30. Juni.

. Teschichtskalrnder. 30. Juni. 1814: * Kran-

Sclwllt^teller^ Oberhessen, deutscher Dichter und

»tendant von München. Weimar, Wien. 5* Regensburg. 1522; f Johann Reuchlin zu c* 6 « Hjrichach berühmter Humanist (* in Pforzheim)

»iftnmn» 0 hTÄ 4 £ er Großmuthige. Kurfürst von Sachsen, * oer letzte ©rnefttner, der die Kurwürde getragen. 1468:

oi f ur fi* r ft von Sachsen, der Gründer des §Ä""^^'schen Bundes (st zu Schweinitz bei Wittenberg). 1189: f Otto der Heilige, Apostel der Pommern, zu Bamberg.

var n ad) einer Verfügung des Kriegsministeriums

tu e Reklnten-Elnstellung, soweit deren Festsetzung noch Vor­behalten ist, in diesem Jahre nach näherer Anordnung der General- kEmandoS in der Zeit vom 11. bis einschließlich 13. Oktober zu

... 77 Walhalla-Theater. Am heutigen Samstag wird unser beliebtes Spezialitaten-Theater bis zum 1 . September er seine

Mhiftler ftnf r? U schließen, das jetzige ausgezeichnete

Künstler-Ensemble sich also vom Publikum verabschieden. Im Hauptrestaurant und Garten findet Frcikonzert der 80er Kapelle unter Leitung des neuen Kapellmeisters Herrn Gottschalk statt. — r i .('j, 11 .Sonntag wird, wie aus dem Jnseratentheil er- stchtich das ca. 50 Personen starke Wiener Operetten- f i fi Ä rl ll il : Max Maxwell) mit .Die Geisha" sein auf 4 bis 6 Wochen berechnetes Gastspiel eröffnen. Diese aufs

ist für Wiesbaden vollständige luescibe hat die Reise um die Erde gemacht und infolge großen Ltelodieenreichthums und ihrer ungemein komischen 'ME Orte-r Sensation erregt. In Berlin wurde die- e z.B uber 500 Mal hmtercinandermit kolossalem Erfolg gegeben

dab „Die Geisha" auch hier ihre Zugkraft bewahren wird. Im Theatersaal selbst tritt keinerlei Aenderung der bisher geübten Praxis ein. Das 1. und 2. Parquet bleiben, wie bisher, umiumerirt, Tische und Stühle werden jedoch bei Vorausbcstellung bereitwilligst reservirt. Der Balkon umfaßt numerirte Plätze. Der Restauratiousbetrieb Operetten-Auffühnliigen keinerlei Einschränkung. Das Nauchen ist gestattet, da bei der vorzüglichen Ventilation des Theaters dies ohiiehui keinerlei Belästignng heroorruft.

»iuÄ" dem inorgen Nachmittag auf dem s'uIuc Ä ^ ^findenden Gutenberg-Fest hat, wie man uns mit- theüt, Herr Schriftsteller Karl Stelter hier ebeiifalls seine Mit- SUgesagt uiid wird derselbe einige auf Gutenberg bezügliche V^Die Feier nimmt bereits um 2 Uhr ihren Rutt>ng. und da der Eintritt frei ist, steht ein zahlreicher Besuch zu de?Nuciwri^Ä^ B s"schlcdenen hiesigen Gesangvereinen wird auch herrlichen heffen^^ "'^^^'" »Guteiiberg"-Mainz das Fest vcr-

Srg-n ist in unserer Stadt durch Wohlthätigkeit E,> ?^deu manches Opfer an Bequemlichkeit und Geld von Knmn ,1s ^t!?l ,tbU w ,erinn s. en ^'actit, um den Armen in ihrem ionw-r^ Zr ®j C, "A nb das tägliche Brod beiznstehen. Be- Mstwaskost M-wliche Orgamsimis kann eine warme, kräftige l uicht entbehren, ohne Schaden zu nehmen

W-e häufig aber tritt dieser Fall ein, da die Mutter

(Nachdruck verboten.)

Astronomische Erscheinungen im Anti I960.

Der neue Monat hieß ursprünglich QuintiliS, ein Wort, das vom lateinischen guintuo (— der fünfte) abzuleiten ist. Damit würde Quintilis „der fünfte Monat" bedeuten. Hier erinnere man sich, daß im alten Rom das Jahr mit dem März anfing und daß im Jahr 153 v. Ehr. der Amts­antritt der neuen Konsule auf den 1. Januar fiel, seit welcher Zeit in der That das bürgerliche Neujahr bei diesem Tage verblieb. Gesetzlich wurde der 1. Januar als Neujahr erst von Cäsar festgelegt. Diesem zu Ehren wurde Quintilis in Julius, den Vornamen Cäsars, umgetauft. Der alte deutsche Name für Juli lautete Heumonat. Am 23. nun gelangt die Sonne, die von uns jetzt 20,290,000 Meilen entfernt ist, ins Zeichen des Löwen, womit die sogenannten Hnndstage ihren Anfang nehmen. Der Abstand der Sonne vom Südpunkte des Horizonts wird von Tag zu Tag kleiner und beträgt am 1. Mittags 12 Uhr für Wiesbaden nur 62° 5' 36"; im neuen Monat wird er bis auf 57° 50" 6" zurückgehen. Die Zeitgleichung beträgt am 1. 4- 3 Min. 31 Sek., am 11. 5 Mi». 11 Sek., am 21.

6 Min. 8 Sek. und am 31. 6 Min. 11 Sek. — Der Mond ist Vollmond am 12., Neumond am 26. Er sieht in Erdferne am 2. und 31., in Erdnähe am 15.

Von Planeten sind sichtbar zunächst Venus in der zweiten Hälfte des Juli kurze Zeit als Morgenstern. Ihr Glanz wird noch sehr zu wünschen übrig lassen. Der röth- liche Mars erhebt sich des Morgens im 170. und kann zu­nächst 30, zuletzt 150 Minuten lang gesehen werden. Seine Glanzzeit fällt in den Herbst und Winter. Jupiter steht des Abends am westlichen Himmel und geht zu Ende des Monats schon vor Mitternacht zur Rüste. Seine vier 1

griSijcmt Monde sind im Feldstecher leicht zu erkennen. Saturn l,t m der ersten Hälfte des Juli noch die ganze .lacht zu bemerken, in der zweiten geht er schon vor Tages- Di- große Achse seines Ringes erscheint'zur Zeit 2,2o6-mal so groß, als die kleine. Von den neun Monden des Planeten können 4 schon im1-/s-bis 3-zölligcn Fernrohr gesehen werden. Uranus steht um Mitternacht lief im Süden im Schützen, ist aber mit bloßen Augen schwer zu

11 ' "Ti' 5 " ^""bnahe befinden sichJupiteram 9.. Saturn am 11., Uranus am 12., Mars am 23. und Venus am 24.

Am 1. bietet der Fixsternhimmel um 10>, am 16. um 9'/, und am 31 um 8«/. Uhr das gleiche Bild. Auf der westlichen Halste dehnt sich der Gr. Himmels- agen aus, der eine nördliche Richtung aunimmt. In m “ n mit bloßen Augen 120 Sterne zählen. Roidlich von ihm stehen die Zwillinge Kastor und Pollux im Begriff unlerzngehen. Die Slerne dieses Bildes, das bei uns 6 Stunden hindurch unter dem Horizont dahin- z,cht find bei einer Pvlhöhe von 66-/- Grad, also unter £ontea ' Cirkumpolarstcrne, sind also Ullb Zellen weder auf noch unter. Nüidivcstlich vom Wagen verabschiedet sich der bläulich-weiße Regulus tm Löwen. Hoch am westlichen Himmel erkennen wir den orangefarbigen Arkturus im Bootes, von Jmiosrön ^^südwestlich die weißliche Spika in der - ^".ederstrahlt. Wenig westlich von der Miltagsllme finden wir das herrliche Bild der Krone ,-i! bem weit nach 8. zu der düstcrrothe Antares im S ^nl-icht zu finden ist. Hoch über uns endlich, östlich bC J*I°" e ' br , eitet ^ das mächtige Bild des Herkules aus nach dem unsere Sonne und alle Planeten znsteucr». n - ?er Osthälfte fällt uns östlich vom Herkules in der Leier die Wega mit ihrem saphirfarbigen Lichte auf.

ganze Tage ans Arbeit abwesend und deshalb nicht im Stande LÄ'L'ä''A ern r bn ? Mütagbrod zu bereiten. Und gerade diK konnte gewiß nianchem hülfsbedürftmen Kinde beschafft werden In den großen Wirchschaftsbetriebem z B in deu zahlreichen Hotels unserer Stadt, qiebt es gewiß einrae Bro- samen, die von des Reichen Tische fallen und einem bunatta«, $ n ! be willkommene Mahlzeit wären. Möchten nicht ei»nie Hotel-Besitzer und -Besitzerinnen dem edlen Beispiel der JnhiMr eines hiesigen Badhauses folgen, welche täglich einigen Zöglingen der Kinderhorte für Mädchen den Tisch decken? Ein Entgegenkomnien von dieser Seite wäre »m so dankbarer zu begrußeil. als die Suppenanstalt des ..Vaterländischen Frauen- der bedürftigsten Kinder gütiger Weise täglich das Essen erhalten, für die Sommermonate geschlossen ist. 'Me Th!* ,! f C rf!;iJf Bcn « er [ ur ^ n . dankbare Kostgänger erhofft» und lichen^Gäste^seiÄ" das kräftigere Gedeihen ihrer jugend-

an bO iälnige Gedenkfeier bei Metz. Von dem in

Metz durch die Vereiniguiig zur Schmückung und dauernden Er­haltung der Denkmäler und Kriegergräber bei Metz und den ver° einigten Kneger^ und Kanipfgenoffen-Vercinen in Lothririgen qe- äur 30-jährigen Gedenkfeier der fiegrcichen ■ tl ’re b u, lf Nachstehendes zur Veröffentlichung mttgetheilt. „Auf die Eingabe vom 0 . Marzd.Js. um Erlanauna

für die Veteranen hat der Königs ^ Äder öffentlichen Arbeiten unterm 20. Juni d- •J.f-, erwidert, „daß er zur Gewährung ähnlicher FahipreiS- mnaßigungen wie fie bei Gelegenheit der 25-jährigen Gedenkfeier des deutsch - französischen Krieges und der Wieder- errichtung des Deutschen Reiches bewilligt worden find, für Veteranen, die an der int August d. I. geplanten dreißig» jährigen Gedenkfeier der Schlachten bei Metz theilnchmen wollen, Katt ^ .Die beabsichtigte Gedenkfeier findet trotzdem

statt und über etwaige Aenderungen des früher veröffentlichten

niifh^ r » at mrl?nr tolrb tn ^'i räe f llAaßt werden und das end-. gültige Piogramm zur Veröffentlichung gelangen. Hierbei sei noch daß bis ,etzt von gröberen deutschen Städten etwa Zl,rftter'geziftekLo7deu''Ld"' °"^"ch der Dreißig-

Nereöre,^«"^'n-^ ^ Dresden. Nicht nur alle Anhänger und fhrrhnu,Z tJZ° n ^ sct, i e ! 5, " pott *' sondern die älteren Wiesbadener über Haupt wird die nachfolgende, einem Dresdener Blatt ent- Notiz mteressiren, da m derselben von einer Firma die Rede o-t", » • ubc l; atlcb , dwr ansässig war und deren jetzige Inhaber ihre

fügend bei uns verlebt und sich noch heute eines großen Freundes- Ew ^ d' 7 ,f'/rfreuen haben. Die betreffende Mittheilnng lantet; Ein herrllch(S Sunstwerk ist der Ehrenpreis der privi- liutzengescllschaft zu Dresden für das 13. Deutsche Bundesschreßen zu Dresden, der von der Firma Gebrüder Roettlg Kais-rliche, Königliche und Priuzliche Hoflieferanten in Dresden Struvestraße. stammt. Dieser Preis ist eche Saloni.hr mit meteoroloaischen Jnstrunieiitcn, aus prachtvollem schwarzem Marinor hergestellt, 55 Eeutimeter hoch und 55 Centimeter breit.

f,? ere ^beil enthalt die Uhr »nt dem feinsten, sogenannten Echappemenstverk, rechts unten befindet sich der Barometer i. U isVr ber " ^"dstwid für das ganze Jahr und dazwischen das -Uiermometer. Insbesondere iutercsstrt der Mondstandapparat Man erblickt den Sternenhimmel und die Moudicheibe die sich durch cm temgearbeitetes Werk getrieben, bewegt. Der Mond rückt langsain vorwärts, der den zwölf Monaten mit ihrer Taqes- eintheilung vorbei, und man kann in jeder Stunde ablesen wo am Himmel der Mond sieht, wieviel von der Scheibe bei zunehmendem und abnehmendem Monde sichtbar ist oder ob überhaupt der Mond hier gesehen wird. Man erblickt dementsprechend die Scheibe

9 s nr f in Deiches Stück kaufte

einst Kaiser Wilhelm I., der damals Herrn Hofoptiker Roettig in Audienz enipstng und reiches Lob spendete. Es steht jetzt noch verewigten Kaisers im Schlosse zu ZZIh ^vter den Linden. Die Dresdener Scheibenschützen haben dam" enwn herrlichen Preis neben anderen gestiftet. Er ist für Dresden bestimmt. Prächtig ist auch der Ehren- rin r Ehrenmitglieder des Festausschusses; er besteht

aus einer in Bronce gegossenen Gruppe ,pielender Amorette» die

j Weiter östlich, dort, wo die eine nordsüdliche Richtung ver­folgende Milchstraße sich verzweigt, schimmert Dencb im Schwan. Dicht am jenseitigen Rande des östlichen Zweiges der Milchstraße funkelt Atair im Adler in gelblichem Lichte. Wega - Dencb - Atair bilden ein gleichschenkcliges Dreieck mit der Spitze im Atair. Jenseits des letzteren blinken die 5 Sternchen des kleinen Bildes des Delphin.

Milchstraße nordwärts verfolgend, gelangen wir zum Zickzack der Kassiopeja. Zwischen ihr und dem Großen Himmelswagen befindet sich der Polarstern Kynosura oder Alrukaba. Verbindet man die beiden Sterne welche die Hinterräder des Großen Wagens darstcllcn, durch eine Gerade und denkt man sich diese in gleicher Richtung nach W. % ^ öeiiängert, so führt diese Linie gerade zum Polar­

stern. Nordöstlich von der Kassiopeja erkennt man dieAndromeda. Vom tiefen 17 her endlich sendet Kapella im Fuhrmann ihr prachtvolles Licht zu uns herauf. An Sternen 1. Größe find gleichzeillg 7 sichtbar: Antares, Arkturus, Atair, Kapella, Regulus, Spika und Wega. — Der Durchgang durch die obere Mittagslime vollzieht sich in der Nach! des 1. bei Gemma, dem hellsten Sterne der Krone, 9 Uhr 5 Min. Abends, Antares 9 Uhr 57 Min., Wega 12 Uhr 11 Min. Atair 1 Uhr 23 Min. und Deneb und das Bild des Delphin 2 Uhr 11 Min. Früh. Durch die untere Mittagslinie zieht nl derselben Nacht Kapella 10 Uhr 46 Min. Aufgang Durchgang und Untergang der Fixsterne erfolgen in jeder nächsten Nachk um 3,93, milhin um rund 4 Minuten früher.

Erfahrungsmäßig gehen im Juli Sternschnuppen aus ani 4 von dem HimnielSstriche zwischen Schwan, Adler und Delphin, am 7., 18. und 19. vom Schwan, am 22 von den Fischen (um Mitternacht im 080.), am 25. vom Perseus (tm N170.), am 28. vom Wassermann (östlich vom Atalr) und am 30. von der Andromeda. vr E.